21.12.2009
Hessische Rechts-Onlinedatenbank:
Für juristische Laien verständlich dargestellt
Seit September dieses Jahres steht allen interessierten Tierfreunden unter www.tierschutz-urteile.de eine Online-Datenbank des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) zur Verfügung. Dort findet man - gegliedert nach Themengebieten - Fälle und Urteile zu tierschutzrechtlichen Fragen sowie die wichtigsten Gesetze rund um das Tier. "Eine tolle, erste Orientierungshilfe", findet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO. "Die Datenbank ergänzt auf sinnvolle Weise auch unseren Online-Rechtsberatungs-Service unter www.tasso.net ".
12.12.2009
Möglichst keine Tiere unterm Weihnachtsbaum
Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb besonders ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben. "Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", sagt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung." Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. "Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
09.12.2009
Aktion: Wühltischwelpen - nein Danke!
Tierschützer machen gegen unseriösen Welpenhandel mobil
Der Handel mit unschuldigen, viel zu früh von der Mutter getrennten Welpen ist ein äußerst lukratives Geschäft für unseriöse Händler und Hundevermehrer in ganz Europa. Auf Bestellung werden Moderassen aller Art und Größe gezielt für den Markt produziert und zu einem Bruchteil des martküblichen Preises auf Märkten, dunklen Hinterhöfen und Parkplätzen verramscht. Mitleid, Unwissenheit und Schleuderpreise sind die drei Gründe, warum sich jemand dazu hinreißen lässt, ein Tier zu weit unter dem üblichen Preis zu kaufen. Leider ist Deutschland innerhalb Europas das Hauptabnehmerland für den Hundehandel. Mit jedem Welpen, der gekauft wird, wird das Geschäft mit dem Leid der Tiere erst richtig angeheizt. Fast immer zeigt der Hund dann schon wenige Wochen nach dem Kauf die ersten Krankheitssymptome oder wird verhaltensauffällig. Oft überlebt er keine 12 Monate. TASSO, der ETN und der bmt haben die Aktion "Wühltischwelpen – nein Danke!" ins Leben gerufen, an der sich jeder Tierfreund beteiligen sollte. Denn nur wenn potentielle Käufer über das Ausmaß des unseriösen, grausamen Hundehandels aufgeklärt sind, geht die Nachfrage zurück. Und wo keine Nachfrage herrscht, gibt es auch kein Angebot. Unter www.tasso.net können Sie Folgendes tun: Fordern Sie unsere kostenlosen Aufklärungskarten zum Verteilen an andere Hundefreunde an. Machen Sie sich selbst ein Bild von der Grausamkeit und sehen Sie sich auf der TASSO-Seite den Film des ETN zum Thema an. Berichten Sie uns, wenn Sie betroffen sind. Holen Sie sich Tipps, wenn Sie rechtlich gegen unseriösen Welpenhandel vorgehen möchten. Lesen Sie sich zu Ihrem eigenen Schutz das Positionspapier von TASSO, ETN und bmt auf der TASSO-Homepage durch, wenn Sie planen, sich einen Hund zu kaufen. Unseriöse Händler gibt es auch im Internet.
05.12.2009
TASSO-Tipp
Suchanzeigen immer ohne private Telefonnummer!
Wenn das eigene Tier wegläuft, beginnt eine hoch emotionale Zeit voller Angst und Sorge um den geliebten Vierbeiner. Betrüger wissen, dass sie nun ein leichtes Spiel mit dem Leid anderer Menschen haben.
So muss TASSO aktuell zum wiederholten Mal ausdrücklich davor warnen, bei der Suche nach dem eigenen vermissten Tier keinen Anrufern Vertrauen zu schenken, die im Gegenzug Geld verlangen. Im schlimmsten Fall ist das Geld weg, das Tier wird man nie zu Gesicht bekommen, weil es gar nicht im Besitz der Betrüger ist.
Tipp Nummer 1: Ein echter Tierfreund hilft unentgeltlich.
Tipp Nummer 2: Keine privaten Telefonnummern im Internet veröffentlichen. Das Internet wird von Betrügern regelrecht danach abgesucht.
Tipp Nummer 3: Bei der Suche nach dem vermissten Tier immer besser zusätzlich auch auf die 27-jährige Erfahrung von TASSO vertrauen.
Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass man mit der Veröffentlichung der Chip- oder Tätowierungsnummer automatisch auch private Daten preisgeben würde. Die Nummern dienen aber lediglich der Zuordnung zu den Tier- und Halterdaten, die in einer Datenbank hinterlegt sind. Das einzig wirklich Gefährliche ist die Veröffentlichung einer privaten Telefonnummer. Bitte wenden Sie sich bei zusätzlichen Fragen an das TASSO-Team: 06190.937300
|
02.12.2009
Auch Hunde, Katzen, Vögel, Hamster und Meerschweinchen können sich erkälten – TASSO gibt Tipps für die kalte Jahreszeit
Selbst wenn es draußen stürmt und schneit: Hunde brauchen täglich ihren Spaziergang an der frischen Luft. Denn nur dann bleiben ihre Abwehrkräfte intakt. Große, starke Hunde mit dichtem Fell sind natürlich weniger empfindlich als kleine, zarte Wesen. Bei besonders harschen Temperaturen und heftigem Regen oder Schneefall sollen diese vor allem nicht zu lange untätig herumstehen, das vergrößert die Erkältungsgefahr. Ist der Hund so richtig durchnässt, sorgt zu Hause ein auf der Heizung angewärmtes Handtuch für Abhilfe. Damit wird er kräftig abgerubbelt. Problematisch sind aber immer die Pfoten. Streusalz und Splitt können Verletzungen verursachen und zu Entzündungen führen. Als Schutz haben sich fetthaltige Cremes bewährt, viele Hundebesitzer schwören auch auf das Einreiben mit Hirschtalg. Katzen mit Freigang mögen zwar weder Regen noch Schnee, Kälte macht ihnen aber nicht viel aus. Man sollte sie vor die Tür lassen, so oft sie wollen. Wichtig ist aber ein schnell erreichbares warmes Plätzchen im Haus. Zugluft sollte aber immer vermieden werden, das Körbchen gehört also weder unter ein gekipptes Fenster noch auf einer Fensterbank. Wellensittich & Co. verlassen zwar nicht das Haus, dennoch können auch sie unter der kalten Jahreszeit leider. Und zwar durch den veränderten Tag-Nacht-Rhythmus. Als Tropenbewohner sind sie auf gleich lange Tag- und Nachtphasen konditioniert. Eine Tageslichtlampe mit programmierbarem Schaltstecker kann für den Ausgleich der Winterdunkelheit sorgen. Für Hamster und Meerschweinchen liegt die größte gesundheitliche Gefahr in der Zugluft. Sie erkälten sich sehr schnell und überstehen schwere Infektionen oftmals nicht. Zur Stärkung des Immunsystems sollten Meerschweinchen täglich 10 bis 30 mg Vitamin-C erhalten. Denn im Gegensatz zu anderen Säugetieren ist ihr Körper nicht in der Lage, dieses Vitamin zu synthetisieren. |
|
19.11.2009 |
|
Für das Immunsystem und die Abwehrkräfte: Minze und Melisse sind altbewährte Hausmittel auch für das Tier
Die heilende Wirkung von Kräutern ist uns Menschen schon lange bekannt. Doch auch unsere Haustiere profitieren von der Kraft der Natur, da ihr Organismus ähnlich reagiert. So können zwei jahrtausendalte bewährte Kräuter - Minze und Melisse - dazu beitragen, den Vierbeiner gut gestärkt durch die nass-kalte Jahreszeit zu bringen. Die Minze stärkt durch ätherische Öle die Abwehrkräfte, wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd, antimikrobiell und antiviral. Außerdem haben die Inhaltsstoffe eine positive Wirkung auf die Gefäßnerven, den Herzmuskel und das Atemzentrum. Die Melisse wirkt gegen Pilze und Viren, sie wirkt entspannend und krampfstillend, und stärkt die Abwehr des Körpers. Leider sind Kräuter in der heutigen Fertignahrung für Tiere kaum mehr zu finden. Wer seinem Tier etwas Gutes tun will, sollte die Kraftpakete aus der Natur in getrockneter Form hin und wieder unter das Futter mischen. Äußerlich anzuwendende ätherische Öle und Salben sind bei Hund und Katze natürlich ohne vorherige Absprache mit dem Tierarzt tabu!
WERBUNG UNTERSTÜTZT DEN TIERSCHUTZ
Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen, weiß auch Konrad Reiber, Geschäftsführer von REICO Vital, einem Hersteller von artgerechtem Tierfutter. Mit den 6 Kräutermischungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Hunden und Katzen abgestimmt sind, kann man das Wohlbefinden seines Vierbeiners steigern, gegen Mangelerscheinungen vorbeugen oder diese ausgleichen, den Körper in der Abwehr unterstützen, sowie die Vitalität und Energie der Tiere steigern. Mehr Informationen unter: www.tasso-reico.de |
17.11.2009
Schweinegrippe
Ansteckend oder ungefährlich für unsere Haustiere?
Die Frage, ob die sogenannte Schweinegrippe auch auf unsere Haustiere übertragbar ist, beschäftigt derzeit viele Tierfreunde. Allerdings ist die Bezeichnung Schweinegrippe sehr irreführend. Denn bei dem Virus H1N1, das laut Informationen des Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit nur von Mensch zu Mensch übertragen wird, handelt es sich im Gegensatz zur Vogelgrippe um eine Humaninfektion. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht daher auch von der „Nordamerikanischen Grippe“. Das Virus wurde bisher weder bei Schweinen noch bei Haustieren nachgewiesen. Deshalb seien besondere Vorsichtsmaßnahmen für Hunde und Katzen derzeit nicht nötig. Aus diesen Gründen sei auch nicht zu befürchten, dass Haustiere den Menschen anstecken könnten. Die momentane Entwarnung bedeutet allerdings nicht, dass sich die Sachlage nicht ändern könnte. Denn wie sich die Situation weiter entwickelt, kann niemand sagen. Grundsätzlich kann jedes Virus mutieren und damit gefährlich werden.
Weitere interessante Links:
Friedrich-Löffler-Institut
Bundesinstitut für Risikobewertung
Bundesministerium für Gesundheit
Robert-Koch-Institut
13.11.2009
Drittes deutsches Tierregister
nun auch bei petmaxx.com vertreten
Neben Europas größtem Haustierregister TASSO e.V. und dem Register des Deutschen Tierschutzbund ist nun auch das dritte und kleinste Haustierregister Deutschlands - IFTA - als 31. Mitglied bei petmaxx.com, der internationalen Transponder-Meta-Suchmaschine für gefundene Tiere, vertreten. Philip McCreight von TASSO begrüßt diesen Schritt des in Schwabach ansässigen Unternehmens, weil ab sofort auch Tiere, die bei IFTA registriert sind, im Verlustfall weltweit abfragbar und damit zurückvermittelbar sind. Dank petmaxx.com kann ein Fundtier auch im Ausland ganz schnell auf Knopfdruck dem Register zugeordnet werden, bei dem es angemeldet ist. Als Finder eines Tieres gibt man einfach die Transpondernummer des Tieres bei petmaxx.com ein und sieht sofort, in welcher nationalen Datenbank das Tier geführt ist. Ein Anruf bei dem entsprechenden Tierregister genügt in der Regel: Das Haustierregister kümmert sich dann um die Rückvermittlung. TASSO ist an der Meta-Suchmaschine seit Bestehen angebunden und konnte dadurch bereits tausende im Ausland entlaufenen Tiere zurückvermitteln.
10.11.2009
Auch Tiere haben Stress:
Dem Wappentier Australiens droht eine neue Gefahr
Eukalyptusblätter-fressend und friedlich schlafend, so kennt man die niedlichen Koalas Australiens. Obwohl die Tiere kaum natürliche Feinde haben, sind sie jetzt stark bedroht. Und zwar von Stress. Durch Abholzung und vermehrte Eingriffe durch den Menschen in ihren Lebensraum kommen die bis zu 14 Kilogramm schweren Beuteltiere offensichtlich nicht mehr zur Ruhe. Der Stress schädigt das ohnehin schlechte Immunsystem der Koalas derart, dass sie extrem anfällig für Clamydien-Infektionen sind. Die Infektion schädigt die Augen und Atemwege, kann zur Erblindung, Unfruchtbarkeit und sogar zum Tod der Tiere führen. Mehr als jeder zweite Kola stirbt schon an dieser Krankheit. Tierschützer warnen schon lange vor dem drastischen Rückgang der Koala-Population und befürchten, dass es in 30 Jahren keine Koalas mehr geben könnte. Innerhalb der letzten sechs Jahre habe sich der Bestand bereits auf 43.000 Exemplare halbiert, so die australische Koala-Stiftung. Im Augenblick wird diskutiert, die Tiere in die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten aufzunehmen.
06.11.2009
Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten:
Gänse leiden das ganze Jahr
1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Den wenigsten Menschen ist bewusst, welches Leid die Gans bis zu diesem Zeitpunkt erfahren hat. Denn das Leben einer deutschen Mastgans ist alles andere als schön. Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann. "Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte", rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein "ja, aber" geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit "Tod-Rupf" entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!
01.11.2009
Wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen
Nicht immer sind Flöhe im Spiel, wenn sich unsere Vierbeiner unentwegt kratzen. Es kann sich auch um einen Befall mit Herbstgrasmilben handeln. Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen. Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln. Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß. Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. "Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl – das Öl des Neembaums – hilft nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras", erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. "Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben."
30.10.2009
Tierschutzpreis für alternative Forschung vergeben
Forschung ist unbestritten wichtig, heute und auch in Zukunft. Tierversuche werden dabei allerdings zunehmend von sinnvollen Ersatzmethoden abgelöst. Wenn diese Arbeit dann auch noch gewürdigt wird, ist das für Tierschützer ein Zeichen in die richtige Richtung. So ist der Wissenschaftlerin Dr. Johanna Schanz am 26.10.2009 von der Bundesregierung der mit 15.000 Euro dotierte Forschungspreis für ihre Arbeit am Frauenhofer-Institut in Stuttgart überreicht worden. Dr. Schanz entwickelte ein künstliches Lebermodell, mit dem sich die Verträglichkeit von Medikamenten und Kosmetika testen lässt. "Die Forschung mit alternativen Methoden muss in Zukunft noch viel mehr an Bedeutung gewinnen, da sich immer wieder herausstellt, dass sich Tierversuche nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen lassen, wie man seit Contergan weiß", fordert Philip McCreight von TASSO. "Tierversuche sind deshalb nicht nur aus Tierschutzgründen abzulehnen." so McCreight weiter.
22.10.2009
Die Vierbeiner Amy und Uno erschnüffeln Schmuggelware
Der weltweite Artenhandel ist ein Milliardengeschäft und nach Waffen und Drogen das lukrativste Betätigungsfeld für Schmuggler. Längst ist der Schmuggel damit zu einem ernsthaften Bedrohungsfaktor für das Überleben gefährdeter Tiere und Pflanzen geworden. Die beiden Artenschutzspürhunde Amy und Uno sind seit einem Jahr auf dem Frankfurter Flughaften tätig. Das dortige Hauptzollamt und der WWF sind mit dem Erfolg der vierbeinigen Helfer mehr als zufrieden. Amy und Uno erschnüffelten in den vergangenen Monaten u. a. mehrere Kilogramm Kaviar, Elfenbein-Figuren, Handtaschen aus Schlangenleder, Haifischflossen und sogar einen kompletten Bärenschädel, so der WWF. Das Konzept des Artenschutzspürhundes geht auf eine Initiative der Umweltschutzorganisationen WWF zurück. "Hunde haben im Vergleich zum Menschen einfach den besseren Riecher", erklärt Volker Homes vom WWF die Idee. "Sie können selbst Objekte mit geringem Eigengeruch wahrnehmen und sind daher ideal für die schnelle Kontrolle von Gepäckstücken, Postsendungen oder ganzen Containern." Vor allem Flüge aus für den Artenschmuggel besonders beliebten Regionen wie Südost-Asien, Lateinamerika oder Afrika erreichen Deutschland und Europa über das Drehkreuz Frankfurt. Deswegen sei der Einsatz der Hunde am Frankfurter Flughafen ein Meilenstein, so der WWF. Der WWF nimmt die Ergebnisse des ersten Einsatzjahres zum Anlass ein europaweites Projekt zu starten. "Die EU ist weitgehend zu einem Binnenmarkt ohne innere Grenzen geworden. Deshalb brauchen wir ein effektives und konsequentes Vorgehen gegen den Artenschmuggel an den Einfallstoren in die EU in allen Mitgliedsstaaten", sagt Volker Homes vom WWF. Ziel des WWF-Projekts sei es, an den größten europäischen Flug- und Seehäfen und in den bedeutenden Postverteilerzentren zukünftig Artenschutzspürhunde einzusetzen.
17.10.2009
EU-Tierversuchs-Richtlinie 86/609 –
Neue Hoffnung für Millionen von Versuchstieren
Sie ist kaum bekannt, hat aber enorme Konsequenzen für Millionen von Versuchstieren: die EU Tierversuchs-Richtlinie 86/609. Sie setzt Mindeststandards für Tierversuche in Europa. Damit entscheidet sie über Leben und Tod von Millionen von Versuchstieren. Die Richtlinie ist über 20 Jahre alt und bedarf demzufolge dringend der Überarbeitung. Im November 2008 legte die EU-Kommission deshalb den Entwurf für eine Novellierung vor. Leider stimmte das EU-Parlament im Mai 2009 nicht im Sinne der Versuchstiere ab. So sollen Tierversuche ohne Rücksicht auf Schmerzen und Leiden der Tiere auch weiterhin möglich sein. In den EU-Gremien laufen jetzt die Beratungen über den Entwurf der Tierversuchs-Richtlinie. Voraussichtlich Ende November 2009 wird der Ministerrat abstimmen. Auch das EU-Parlament wird sich zum Entwurf äußern.
Hier können Sie Ihre Stimme für die Tiere an die EU-Parlamentarier abgeben. Eine einmalige Chance, auf politischer Ebene eine Änderung für die Tiere herbeizuführen. Seien Sie dabei.
12.10.2009
Herrchen und Hund laufen für Hunde in Not
Zum zweiten Mal in Folge veranstaltet der EDS e.V. (Endurance & Dog Sports) Nibelungenland am Samstag, 5.12.2009 in Lorsch seinen Wohltätigkeitslauf zu Gunsten von TASSO e.V. Gelaufen werden die Distanzen 2, 5, 10 oder 15 Kilometer. Von jedem gelaufenen Kilometer geht ein Euro in das TASSO-Projekt „Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben“. Informationen über Start und Ziel, die Anmeldemodalitäten sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.eds-nibelungenland.de.
TASSO bedankt sich schon jetzt bei allen zwei- und vierbeinigen Läufern.
07.10.2009
Tag der Wildkatze auf der Wildenburg
Sonntag, 11. Oktober 2009 – 11 bis 18 Uhr
Die Wildkatze - nicht zu verwechseln mit den auf unseren Straßen lebenden Katzen oder verwilderten Katzen - ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen. Sie sind größer und kräftiger, mit buschigem Schwanz und tatsächlich in ihrem Verhalten oft "wilder" als die Hauskatzen. Die Wildkatze gilt in der Roten Liste als stark gefährdete Tierart. Genaue Bestandszahlen liegen nicht vor, die maximalen Bestandsschätzungen liegen bei etwa 2.000 Exemplaren im Mittelgebirgsraum. Wildkatzen sind scheue Tiere, so dass man sie selten zu Gesicht bekommt. Vor diesem Hintergrund entstand vor kurzem in Rheinland-Pfalz das Wildkatzeninformationszentrum und die Auffang- und Auswilderungsstation im Wildfreigehege Wildenburg bei Kempfeld. Der Hunsrückverein als Veranstalter und die Kooperationspartner „Die Wildkatze in Rheinland-Pfalz“, BUND und GNOR werden am Tag der Wildkatze ihre Einzelmaßnahmen der Öffentlichkeit vorstellen.
Weitere Informationen zum Projekt Wildkatzen in Rheinland-Pfalz : www.wildkatze-rlp.de und www.wildfreigehege-wildenburg.de
29.09.2009
Mietrecht: Das Halten von Hund und Katze ist zustimmungspflichtig
Seitdem sich Tierfreunde online bei TASSO Rechtstipps zur Tierhaltung holen können, zeigt sich, dass ein Gebiet besonders gefragt ist: die Tierhaltung im Mietrecht. Immer wieder melden sich Tierhalter, die laut Mietvertrag keine oder nur eine begrenzte Anzahl an Hunden oder Katzen halten dürfen und sich dennoch ein bzw. mehr als die erlaubte Anzahl anschaffen und fragen, was der Vermieter dagegen unternehmen kann. „Die Antwort darauf ist recht naheliegend“, so Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. „Der Mieter verstößt gegen den von ihm unterschriebenen Vertrag und muss die Konsequenzen tragen. Der Vermieter kann die sofortige Abschaffung des Tieres fordern oder gegebenenfalls sogar den Mietvertrag kündigen“, so Fries weiter. Auch wenn im Mietvertrag eine Zustimmung des Vermieters vereinbart wurde, sollte man nicht leichtfertig einen Welpen oder eine Katze anschaffen und auf die Wirkung des sprichwörtlichen Dackelblicks beim Vermieter hoffen. Selbst für den Fall, dass die entsprechende Vertragsklausel im Mietvertrag unwirksam ist, so muss der Vermieter dennoch vorher um Erlaubnis gefragt werden. Der Bundesgerichtshof hat mehrfach eindeutig entschieden, dass zwar die Kleintierhaltung (Fische, Meerschweinchen, Sittiche etc.) nicht per Mietvertrag verboten werden kann. Die Hunde- und Katzenhaltung ist davon nicht betroffen und kann sehr wohl gänzlich verboten oder von einer vorherigen Zustimmung abhängig gemacht werden. „Jeder verantwortungsbewusste Tierhalter, der eine entsprechende Tierhaltungs-Klausel in seinem Mietvertrag unterschrieben hat, sollte sich unbedingt vor der Anschaffung des Haustieres mit seinem Vermieter auseinandersetzen und Ausnahmen oder Genehmigungen immer schriftlich festhalten“, rät Fries eindringlich, da es selten eine nachträgliche Ausnahmegenehmigung durch die Gerichte gibt.
27.09.2009
Das Leben mit einem Haustier steckt voller Überraschungen -
Tipps bei Rechtsstreitigkeiten
Wer ein Haustier hat, kennt die eine oder andere unangenehme Streitsituationen: Der eigene Hund hat einen Mitmenschen angesprungen, einen Artgenossen gebissen, den Briefträger verbellt; die Katze stromert in Nachbars Garten, der Vermieter droht das Mietverhältnis bei Tierhaltung zu kündigen.Seit 1. September 2009 unterstützt die Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries - spezialisiert auf Tierrecht - das TASSO-Team und berät Tierhalter zu allen rechtlichen Fragen rund um das Haustier. Besuchen Sie uns auf www.tasso.net und schauen Sie unter dem Menüpunkt "Service/Tier und Recht", was andere Tierhalter bewegt oder fragen Sie dort Frau Fries.
21.09.2009
HATCHIKO - in Deutschland ab 12. November 2009 in den Kinos:
TASSO lädt zur Vorab-Premiere ein
Die Geschichte
Als Professor Parker (Richard Gere) eines Tages nach der Arbeit einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ist. Während seine Frau (Joan Allen) den kleinen japanischen Akita-Hund sehr zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von HACHIKO im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte HACHIKO jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens wartet...
HACHIKO ist die wundervolle, wahre Geschichte des treuen Akita-Hundes handelt von tiefem Vertrauen und einer ganz besonderen Liebe. Feinfühlig, berührend und humorvoll durch die Augen eines einzigartigen Hundes erzählt. 'Hachi', japanisch für die Zahl Acht, steht als Symbol für die Unendlichkeit und für die Fähigkeit, Himmel und Erde zugleich zu berühren. Mit Herzblut und Leidenschaft steht Hauptdarsteller Richard Gere auch als Produzent hinter der wundervollen Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.
TASSO möchte allen Mitgliedern Danke für das bisherige Vertrauen sagen und lädt Sie recht herzlich zur Vorab-Premiere des Films HATCHIKO ein. Wählen Sie eine der folgenden Städte aus und melden Sie sich möglichst schnell an; die Plätze sind limitiert.
Vorführungen:
Berlin: Mittwoch 23.09.2009 um 20.00 Uhr Berlin Cinemaxx Potsdamer Platz
München: Mittwoch 07.10.2009 19.00 Uhr, Neues Gabriel (Dachauer Str. 16)
Hamburg: 05.10.2009 19.00 Uhr, Abaton (Allende Platz 3)
Köln: Dienstag 06.10.2009 20.00 Uhr, Cinedom (Im Mediapark 1)
Anmeldungen zur kostenlosen Premiere bitte bis Mittwoch, 23. September 2009, mittags (für Berlin) an: simone.bachofner@aim-pr.de
Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Eingang der Anmeldung und wird per E-Mail bestätigt.
TASSO wünscht allen Kinobegeisterten viel Vergnügen!
19.09.2009
Erfolg in Brasov: Bürgermeister lenkt ein
Dank der Protestaktion Tausender TASSO Newsletter-Leser konnte in Brasov/Rumänien endlich ein kleiner Teilerfolg erzielt werden. Der Bürgermeister lenkt ein. Die wichtigsten Vereinbarungen sind: Die Fangaktionen außerhalb der Stadt wurden gestoppt, keine Tötungen mehr in der städtischen Anlage in Stupin, das Tierheim in Brasov hat freie Hand und ungehinderten Zugang zu allen Hunden, Mitarbeiter der Stadtverwaltung unterstützen das Tierheim. Außerdem werden nur noch wenige, oft kranke Tiere im Bezirk Brasov eingefangen. "Unser Ziel ist ein fester Vertrag mit der Stadt über die derzeitige Vorgehensweise und ein gemeinsames Tierheimprojekt für die Zukunft", so Petra Zipp, Auslandstierschutzbeauftragte beim Bund gegen Missbrauch der Tiere und mit den Verhältnissen in Brasov bestens vertraut. Das Tierheim Brasov steht vor einer großen Aufgabe. Derzeit sind zusätzlich zum Altbestand von ca. 220 Hunden weitere 310 Hunde aus der städtischen Anlage dort untergebracht, zum Teil abgemagert, krank – sie benötigen tierärztliche Versorgung, Medikamente, gutes Futter, Impfungen und müssen kastriert werden.
Helfen Sie weiter und geben Sie einem rumänischen Hund ein neues Zuhause.
Weitere Informationen erhalten Sie von Petra Zipp unter +49 (7121) 82017-23 oder per eMail unter petra.zipp@bmt-tierschutz.de
10.09.2009
TASSO-Tipp: So erkennen Sie artgerechtes Tierfutter
Wie ernähre ich meinen Hund oder meine Katze möglichst gesund? Welches Futter ist artgerecht? Sollte man eher Trocken- oder Nassfutter bevorzugen? Das Thema ist so vielfältig und facettenreich, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden und ausprobieren muss, was dem Vierbeiner bekommt und was nicht. DIE richtige Ernährung gibt es nicht. Aber mit möglichst naturbelassenem, sprich artgerechtem Futter wird man dem Ziel in der Regel recht nah kommen. Barfen oder Rohfütterung, was der Natur am nächsten käme, ist meist nicht ganz einfach und bedarf einiger Erfahrung in der Zusammenstellung der richtigen Bestandteile im optimalen Verhältnis. Wer sein Tier gut ernähren will und dabei ungern mit rohem Fleisch umgeht, sollte bei der Dose auf die vom Hersteller empfohlene Fütterungsempfehlung achten. Diese sagt als einziges Indiz indirekt aus, wie wertvoll der Inhalt ist. Als Beispiel: Ist die Fütterungsempfehlung für einen 24 Kilo schweren Hund bei einem beliebigen Hersteller A mit 400 Gramm pro Tag angegeben, und bei einem anderen Hersteller B zum Beispiel mit der doppelten Menge, liegt das daran, dass der Gesetzgeber in Deutschland eine Mindestmenge an Vitaminen, Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen im Tierfutter vorschreibt. Je nach Qualität des Futters muss man als Tierhalter eventuell doppelt so viel füttern, um seinem Tier die notwendigen Nahrungsbestandteile in ausreichender Menge zuzuführen. Ein Vergleich lohnt also. Und oft wird das teurere Futter durch die geringere Fütterungsempfehlung im Endeffekt günstiger sein.
REICO, der neue Tierschutzpartner von TASSO setzt seit Jahren auf gesundes Tierfutter. Dazu der Geschäftsführer Konrad Reiber: "Würde sich ein Hund oder eine Katze in der Natur ernähren müssen, so würde der Fleischanteil in der Nahrung bei bis zu 70 Prozent liegen. Diese Natur steckt mit dem hohen Fleischanteil von 70 Prozent in jeder REICO-Dose." Wenn Sie mehr zu artgerechter Tiernahrung erfahren wollen, klicken Sie hier oder lassen Sie sich unverbindlich von REICO Vital beraten.
06.09.2009
Bilanz einer Ölpest - 40 Kilometer Küste kontaminiert
Langesund (Norwegen) - Die Schäden, die der vor einem Monat havarierte Frachter "MV Full City" anrichtete sind gravierend. Norwegens malerische Südküste ist auf über 40 Kilometern Länge mit Schweröl kontaminiert und Tausende Seevögel fanden den Tod. Auch noch einen Monat nach der Havarie ist die Küste stark verschmutzt und die Reinigungsarbeiten dauern an. Schätzungen zufolge werden sich die Kosten für den gesamten Katastropheneinsatz auf ca. 60 Millionen Euro belaufen. Die norwegische Küstenwacht bestätigte, dass über 700.000 Liter Schweröl ausgelaufen sind. Neben den starken Verschmutzungen wurden auch unzählige Seevögel durch das Öl getötet. Ortsansässige Ornithologen zählten knapp 40 betroffene Vogelarten. Ein Team der deutschen Meeresschutzorganisation Project Blue Sea ist vor Ort und hat mit Unterstützung der norwegischen Regierung und heimischen Naturschutzverbänden eine Rettungsstation für lebend aufgefundene, verölte Seevögel errichtet. Dort werden betroffene Tiere veterinärmedizinisch betreut, aufgepäppelt, gereinigt und letztendlich in speziellen Frischwasserpools auf ihre Widerauswilderung vorbereitet.
Die bekannte Fernsehjournalistin und Tierliebhaberin Diana Eichhorn äußerte sich betroffen zu dem Unglück: "Es stimmt mich mehr als traurig, Fotos der ölverschmierten Tiere und der geschundenen Natur anzusehen. Deprimierend und unbegreiflich finde ich zudem, dass auch der Einsatz altersschwacher Tank- und Frachtschiffe, die jederzeit verunglücken können, noch immer billigend in Kauf genommen wird. Wir können den ehrenamtlichen "Rettern" von Project Blue Sea gar nicht genug danken! Ohne Sie wären solche Katastrophen noch katastrophaler."
Weitere Informationen sowie kostenfreies Fotomaterial erhalten Sie bei www.projectbluesea.de
|
04.09.2009 |
|
www.tasso.net: Neues Gesicht und neue Features |
|
Seit 1.09.2009 hat TASSO eine neue Internetpräsenz. Vor allem die Suchmeldungen vermisster Tiere sind um viele wichtige Funktionen erweitert worden und erleichtern somit die Suche in einem bestimmten Umkreis oder nach Tierart, Verlustdatum oder Rasse. Änderungsmitteilungen, Bestellungen von Informationsmaterial oder Plaketten, Nachrichten an TASSO, Downloads von Dokumenten: Alle Services stehen Ihnen ab sofort online zur Verfügung. Mit unseren News und aktuellen Pressemeldungen sind Sie im Bereich des Tierschutzes immer bestens informiert. Die Unterstützung in rechtlichen Situationen mit Ihrem Tier im Alltag ist ebenfalls ein neuer Online-Service von TASSO für unsere Leser. Lesen Sie die schönsten Rückvermittlungsgeschichten auf unserer Seite, schreiben Sie uns, was Sie als ehrenamtlicher Mitarbeiter für TASSO erlebt haben. Nutzen Sie unsere Fundtierdatei zur Abfrage, registrieren Sie einfach und bequem online. Besuchen Sie uns auf www.tasso.net |
27.08.2009
Giftpflanzen im Garten: Gefahr für Hunde und Katzen
Wenn Hunde oder Katzen aus scheinbar unerklärlichem Grund plötzlich erbrechen und unter Durchfall leiden, können Giftpflanzen im Spiel sein. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin. Viele der hübsch blühenden Zierkräuter finden sich in heimischen Gärten, wo sie ohne Bedenken angepflanzt wurden. So ist beispielsweise die sehr beliebte Begonie gefährlich, der höchste Giftgehalt steckt bei ihr in den Wurzeln, die grabende Hunde zwischen die Kiefer bekommen können. Nicht weniger giftig ist der fast überall wuchernde Efeu. Werden Blätter, Beeren, Fruchtfleisch, Stängel oder Pflanzensaft von den Tieren aufgenommen, lösen sie neben Erbrechen und Durchfall auch Krämpfe und Lähmungen aus. Selbst die so harmlos aussehende Gartentulpe hat es buchstäblich in sich und kann bei Tieren Koliken auslösen. Sehr giftig sind der Blaue Eisenhut (die giftigste Pflanze Mitteleuropas, das Gift dringt allein durch Berührung in die Haut ein), die Engelstrompete und die Rinde der falschen Akazie. Diese Pflanzen schädigen das Herz-/Kreislaufsystem, eine tierärztliche Behandlung ist dringend erforderlich. „Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass Hunde oder Katzen von sich aus keine Pflanzen fressen“, rät Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Schon beim Spielen im Garten beißen sie manchmal aus lauter Übermut in eine Pflanze oder graben im Komposthaufen herum. Gelangen dabei giftige Gewächse in Maul oder Magen, muss sofort gehandelt werden. Mit Vergiftungen ist nicht zu Spaßen.“
26.08.2009
Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund
Das Angebot an jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr nur aus Osteuropa, wie man früher dachte. Belgien und die Niederlande sind jüngst der Umschlagplatz Nummer 1, weil es so viel seriöser klingt. Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen Handel. Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen Hundebesitzer dann konfrontiert sehen - wenn das Tier die ersten Monate überhaupt überlebt.
TASSO-Tipp: Kaufen Sie keine Hunde im Internet, auf Parkplätzen, auf Märkten oder durch Kleinanzeigen, wenn Sie nicht von der Seriosität der Anbieter überzeugt sind. Der grausame Hundehandel kann nur dann wirkungsvoll gestoppt werden, wenn die unseriösen Händler keine Nachfrage mehr finden. Das heißt, wenn Tierfreunde nur noch zum Züchter oder Tierheim gehen. Alle anderen Wege unterstützen die Massenproduktion Hund ungewollt.
24.08.2009
Immer mehr Tiere werden ausgesetzt
TASSO und Tierheimleiter gehen davon aus, dass viele Hunde und Katzen als „Spielzeug“ angeschafft wurden und jetzt in der Ferienzeit lästig sind
Für Bernhard Scholz, Vorsitzender des Tierheims im baden-württembergischen Kehl, hat die plötzliche Schwemme an ausgesetzten Hunden, Katzen und Kleintieren einen ganz bestimmten Grund: Es sind Tiere, die für Kinder sozusagen als lebendiges Spielzeug angeschafft wurden und die jetzt in der Ferienzeit lästig geworden sind. „Seit Beginn der Schulferien haben wir zehn Hunde und 35 Katzen und Kleintiere aufgenommen, alle sind hier in der Nähe einfach angebunden oder im Karton abgestellt worden“, sagt Scholz und plädiert für mehr Aufklärung an Schulen: „Oft sind es die Kinder, die ihre Eltern drängen ‚Mama, ich möchte einen Hund‘ und denen es nicht bewusst ist, was das für eine Verantwortung mit sich bringt.“ Schüler ab zwölf Jahren sollen nach den Vorstellungen des Tierheim-Vorstands lernen, welche Aufgaben vor allem nach der Anschaffung eines Hundes auf sie zukommen. „Motivierten Schülern bieten wir beispielsweise an, Hunde spazieren zu führen, und das mehrmals täglich.“ Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO kann den Aussagen Kohls nur beipflichten: „Auch unsere Erfahrung zeigt, dass noch immer viele Tiere wie ein x-beliebiges Spielzeug gekauft werden. Irgendwann ist dann der Hund, die Katze oder das Meerschweinchen lästig, und dieser Zeitpunkt liegt häufig in den Sommermonaten, wenn es ab in den Urlaub geht.“ Statt sich um eine Pflegestelle für das Tier zu kümmern, werde es ausgesetzt in der Hoffnung, dass sich schon jemand findet, der es versorgt. Laut McCreight sollten Eltern vor der – durchaus lobenswerten und sinnvollen – Anschaffung eines Haustiers mit den Kindern über die damit verbunden Aufgaben sprechen: „Wer füttert und hält Körbchen, Käfig oder Box in Ordnung? Wer sorgt bei einem Hund für den notwendigen täglichen Auslauf?“ Nicht zu vergessen seien auch die laufen Kosten, die beispielsweise in einem Hundeleben durchaus die 10.000-Euro-Marke überschreiten könnten. „Ein Tier ist kein Spielzeug, das man nach Lust und Laune benutzen und dann in die Ecke stellen kann. Ein Tier braucht Zuwendung und Pflege, und das erfordert ein großes Verantwortungsbewusstsein, sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern.“
22.08.2009
Kleiner Einsatz – große Wirkung
Ohne unser Team, modernste Technik und unsere 24-Stunden-Notrufzentrale könnte TASSO nicht ein einziges Tier zurückvermitteln. Die Kommunikation mit unseren Mitgliedern, Tierärzten und Tierheimen ist dabei die Basis unseres Erfolges. Doch diese Kommunikation kostet Geld. Allein 1,5 Tonnen Papier benötigt TASSO Jahr für Jahr für die Kommunikation mit allen Mitgliedern. Dazu kommen Druckkosten und Porto, die für die Tierhalter kostenlosen Plaketten und Suchplakate, Telefonkosten und und und....
Was würden Sie davon halten, wenn Sie z.B. unsere zweimal im Jahr erscheinende Informationszeitschrift DER TIERNOTRUF in Zukunft in der gleichen Aufmachung, aber per E-Mail erhalten würden? Sie könnten TASSO - und damit dem Tierschutz - mit dieser modernen Form der Kommunikation enorm helfen, Geld zu sparen. Wenn nur zehn Prozent unserer Leser diesen elektronischen Service in Anspruch nehmen würden und sämtliche Kommunikation per E-Mail laufen würde, könnten wir doppelt so viele Tierheime in ihrer Arbeit unterstützen und neue, dringend notwendige Tierschutzprojekte im In- und Ausland realisieren. Machen Sie mit! Helfen Sie Tieren in Not, indem Sie sich für Kommunikation per E-Mail entscheiden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
15.08.2009
Brasovs Hunde sterben weiter - Sie können etwas dagegen tun!
Eindrucksvoll haben der Bund gegen Missbrauch der Tiere bmt, der ETN und TASSO bewiesen, dass man gemeinsam stärker ist und durchaus etwas im Tierschutz erreichen kann. Innerhalb von nur wenigen Monaten konnten über 5.000 Unterschriften gesammelt werden, um den Bürgermeister von Brasov/Rumänien zum Umdenken seiner brutalen Vorgehensweise gegenüber den unzähligen Straßenhunden seiner Stadt zu zwingen. Mit dem sensationellen Effekt, dass die Einfangaktionen außerhalb der Stadt erst einmal gestoppt wurden.
Dennoch ging das Einfangen der Tiere in Brasov weiter. Deswegen brauchen die dortigen Funktionäre permanent den Druck aus dem Ausland, denn das Töten der Hunde geht im Hintergrund trotz gegenteiliger Versprechungen weiter.
Der Bürgermeister von Brasov hat es jetzt in der Hand, die schöne, bei Touristen beliebte Stadt zu einer Tötungshochburg Europas zu machen oder zu einer Modellstadt für einen humanen Umgang mit seinen Hunden.
Die nächste Forderung der Tierschützer lautet: Das Töten muss gestoppt werden! Bitte fordern Sie daher gemeinsam mit uns:
1. Sofortiger Stopp des unkontrollierten Einfangens von Hunden.
2. Sofortiger Stopp der Einschläferung aller Hunde! Überstellung aller zur Zeit vorhandenen Hunde in der Tötung in das Tierheim.
3. Sofortige Schließung der Tötungsanlage in Brasov Stupini nach Übernahme aller Hunde durch den Tierschutz.
4. Beschluss und Finanzierung eines Planes zur Registrierung, Impfung und Kastration aller Hunde - Streunerhunde und Besitzerhunde.
5. Umschulung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf tierschutzgerechte Einsätze.
6. Keine Fang- und Entsorgungsaktionen von Hunden in anderen Städten durch die Stadtverwaltung Brasov.
Jetzt ist es wichtig, dem Bürgermeister von Brasov direkt zu zeigen, dass Tierschützer nicht klein beigeben. Deswegen bitten wir Sie, George Scripcaru Ihren Protest direkt zukommen zu lassen. Je mehr Briefe, E-Mails und Faxe er aus allen Teilen von Deutschland erhält, um so eher sieht er, dass die Aktion nicht nur von einigen Organisationen gewollt ist, sondern, dass jeder einzelne Tierfreund dahinter steht.
Auf der Auslandstierschutzseite des bmt www.bmt-auslandstierschutz.de finden Sie die Kontaktdaten und einen Musterbrief, den Sie aber auch gerne abändern können. Danke Für Ihre zahlreiche Unterstützung.
12.08.2009
TASSO Film-Tipp: HACHIKO
Die außergewöhnliche Geschichte einer Mensch-Hunde-Beziehung
In Deutschland (noch) unbekannt, in Japan ein Nationalheld – das ist HACHIKO, ein Akita Inu, der in den 20er Jahren durch seine bedingungslose Liebe zu seinem Herrchen in ganz Japan berühmt wurde und als Sinnbild für Treue steht. Denn selbst nach dem frühen Tod seines Herrchens hat die treue Seele HACHI diesen noch über 9 Jahre lang Tag für Tag am Shibuya-Bahnhof in Tokio erwartet. Genau so, wie er ihn zu dessen Lebzeiten auch täglich nach der Arbeit vom Bahnhof abgeholt hat. Im August 1948 wurde am Bahnhof zum Gedenken eine eiserne HACHIKO-Statue errichtet, die von den Japanern zutiefst verehrt wird. „Hachi“ bedeutet „acht“ und ist in Japan die Zahl für Unendlichkeit. Auf den Hund HACHI übertragen: die unendliche Treue zu seinem Menschen. Deswegen feierte ganz Japan am 8. August 2009 HACHIKO-Tag! HACHIKOs zu Herzen gehende Geschichte, die man so schnell nicht mehr vergessen wird, wurde jetzt mit Richard Gere in der Hauptrolle verfilmt und startet am 3. Dezember 2009 in den deutschen Kinos. TASSO hat den Film in der Originalfassung gesehen und meint: HACHIKO zeigt auf subtile und poetische Weise, wie einzigartig die Beziehung eines Hundes zum Menschen sein kann. Wie sich ein Hund ganz schnell in unsere Herzen graben kann, dass seine Liebe ohne Wenn und Aber ist und ewig dauert. Unbedingt sehenswert! Taschentücher nicht vergessen.
10.08.2009
TASSO verleiht „GOLDENE PFOTE 2009“ für herausragende Tierschutzprojekte
Preis ist mit 5000 Euro dotiert – Gefördert werden Initiativen im In- und Ausland
Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. verleiht zum zweiten Mal die „GOLDENE PFOTE“ für herausragende Projekte im Bereich Tierschutz. Um den mit 5000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Zoos, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. In den Kategorien „Auslandstierschutz“ und „Tierschutz in Deutschland“ werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder präventiv zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt. Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim: „Wir stellen immer wieder fest, dass ambitionierte Tierschutzprojekte an der nötigen finanziellen Unterstützung scheitern. Mit der ‚GOLDENEN PFOTE‘ wollen wir nicht nur das Engagement belohnen, sondern auch einen Teil zur wirtschaftlichen Realisierung beitragen.“ Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort unter der E-Mail-Adresse award@tasso.net oder über die Homepage www.tasso.net angefordert werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus dem vergangenen Jahr. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 31. Oktober 2009. Die Verleihung der „GOLDENEN PFOTE“ findet im Rahmen einer Feierstunde Ende des Jahres statt.
08.08.2009
Unbezahlte Tierarztrechnung kann zu Lasten des Tieres gehen
Bringt man sein Auto in die Werkstatt und kann die Rechnung nicht begleichen, so ist jedem klar, dass die Werkstatt das Auto erst nach Zahlung herausgeben darf und von ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch macht. Gilt also in Bezug auf eine nicht bezahlte Tierarztrechnung das Gleiche? Grundsätzlich gilt, wer einen Vertrag abschließt und schon zu diesem Zeitpunkt weiß oder leichtfertig in Kauf nimmt die Rechnung nicht bezahlen zu können, wird nicht nur vertragsbrüchig sondern macht sich zudem auch nach dem Strafgesetzbuch (StGB) wegen Betruges strafbar. Mit der Frage nach einem Zurückbehaltungsrecht eines Tierarztes hatte sich das Amtsgericht Duisburg (Az. 77 C 1709/08) im Juli 2008 zu beschäftigen, da ein Tierarzt den behandelten vierjährigen Labradorrüden erst nach Zahlung der Tierarztkosten an den Halter zurückgeben wollte. Der Halter wandte sich in einem Eilverfahren an das Gericht und bekam Recht. Das Gericht entschied, dass dem Tierarzt kein Zurückbehaltungsrecht zustehe, da sich aus § 1 des Tierschutzgesetzes ergibt, dass Tiere als Mitgeschöpfe und nicht wie leblose Sachen zu behandeln sind. Es sei anerkannt, dass Hunde auf ihre Halter fixiert seien und es nicht vorhersehbar sei ob der Hund durch die Trennung des Halters seelische Schäden davontrage. Ein Zurückbehaltungsrecht wegen des Honoraranspruches aus einem Tierbehandlungsvertrag bestehe daher nicht.
So positiv dieses Urteil für die Hundehalter auch sein mag, so sollte man nicht leichtfertig auf dieses Urteil vertrauen und beim nächsten Tierarztbesuch die Rechnung nicht bezahlen, da es auch gegenteilige Urteile gibt, die sehr wohl ein Zurückbehaltungsrecht des Tierarztes annehmen. So gab z.B. das Landgericht Mainz im Jahre 2002 (Az. 6 S 4/02). Der Tierklinik Recht und der klagende Züchter konnte seinen Zuchtrüden erst nach vollständiger Begleichung der Kosten abholen. Da in diesem konkreten Fall keine Notsituation für den Hund vorlag, entschied das Gericht gegen den Züchter, da er zunächst über die Kosten aufgeklärt worden war und danach unterschrieben hatte, dass das fällige tierärztliche Honorar beim Abholen entrichtet werden müsse. Sollte man in die Lage kommen, die Rechnung nicht begleichen können, empfiehlt sich vor der Behandlung ein Gespräch mit dem Tierarzt zum Beispiel bezüglich einer Ratenzahlung. So vermeidet man nicht nur unnötigen Streit und Gerichtskosten, sondern auch ein mögliches Strafverfahren, ganz zu schweigen von der Situation des Tieres, das im schlimmsten Fall bis zur Entscheidung des Gerichts in der Praxis warten muss.
06.08.2009
Mundgeruch bei Hunden und Katzen ernst nehmen
Mundgeruch bei Hunden und Katzen ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch ein Symptom von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Unbehandelt können daraus ernsthafte Organ-Erkrankungen entstehen. Das zu Beginn oftmals nur ästhetische Problem des schlechten Geruchs sollte also unbedingt ernst genommen werden. Nach Schätzungen leiden bis zu 85 Prozent aller Hunde und Katzen in Deutschland an Zahnbelag, Zahnstein und Maulschleimhautentzündungen.
Am Anfang dieser Entwicklung stehen Futterreste in der Mundhöhle. Diese lassen Bakterienrasen wachsen, die Plaque genannt werden. Plaque ist für den übelriechenden Geruch verantwortlich und führt in der Folge - unerkannt oder unbehandelt - zu Zahnstein und Zahnfleischentzündung. Da das Zahnfleisch aus einem dichten Netz von feinen Blutgefäßen besteht, können die Bakterien aus solchen Entzündungsherden in der Mundhöhle über die Blutbahnen in andere Organe verschleppt werden und diese schwer schädigen. Der Entstehung von Plaque kann vor allem durch eine artgerechte, kohlenhydratarme Ernährung vorgebeugt werden. Als effektivste mechanische Maßnahme zur Entfernung der Bakterienrasen gilt die Pflege mit Zahnbürste und Zahnpasta – aber nicht jeder Vierbeiner findet diese Prozedur angenehm. Dann kann die Neubildung von Bakterien auch auf andere Weise vermindert werden: Durch ein medizinisches Mundwasser, das einfach täglich dem Trinkwasser beigefügt wird. Die enthaltenen Wirkstoffe Chlorhexidin und Xylitol wirken antiseptisch und reduzieren die Vermehrung der geruchsbildenden Bakterien. Das erste Produkt dieser Art ist nun unter dem Namen VetAquadent (von Virbac Tierarzneimittel) bei jedem Tierarzt erhältlich. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Tierarzt ist natürlich trotzdem immer erforderlich.
03.08.2009
Bundesweite Aktionsgemeinschaft für Katzenkastration
Nur durch Kastration lässt sich das Leid der unzähligen Straßenkatzen dauerhaft in den Griff bekommen. Deswegen hat der Verein Straßenkatzen Rhein-Erftkreis jetzt zu einer gemeinsamen bundesweiten Aktion aller Tierheime und Tierschutzorganisation aufgerufen und fordert eine gesetzlich verankerte Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen. Frau Karin Stautzebach, Initiatorin des Projektes dazu: „Inzwischen hat unsere Aufklärungsarbeit Früchte getragen. Unter anderem setzt sich auch das BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Fraktion Bergheim nachdrücklich für die Lösung des Problems mit der Vermehrung wildlebender Katzen ein.“
Bitte tragen Sie mit Ihrer Unterschrift dazu bei, dass Kastration von Katzen zu einer Selbstverständlichkeit wird. Unter www.katzen-erftkreis.de/seiten/aktionsliste können Sie Ihrer Meinung Ausdruck verleihen. Für Fragen steht Ihnen auch gerne Frau Stautzebach zur Verfügung.
22.07.2009
Keine Hunde aus Urlaubsländern mit nach Hause nehmen
Angesichts der vielen streunenden Hunde vor allem in südlichen und südöstlichen Urlaubsländern entdeckt so mancher seine Tierliebe. Mit dem Ergebnis, dass man sich von dem Vierbeiner nicht mehr trennen mag. Der Hund wird also in eine Transportbox gepackt und nach Deutschland „importiert“. Dagegen sei prinzipiell auch nichts einzuwenden, meint Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO, gibt aber zu bedenken, dass sich kaum ein Tierfreund der dann auf ihn zukommenden bürokratischen Hürden bewusst ist. Sinnvoller wäre es, den Hund am Urlaubsort zu lassen und beispielsweise die örtlichen Tierschutzorganisationen zu unterstützen. McCreight: „In vielen Feriengebieten haben sich Tierfreunde organisiert, um das Problem streunender Hunde in den Griff zu bekommen, und zwar in erster Linie durch Kastration. Dadurch wird das bisher ungebremste Wachstum der Population wirkungsvoll eingedämmt.“ Als Beispiel nennt der TASSO-Chef den „Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.“ (bmt), der vor allem in Osteuropa entsprechende Projekte gestartet hat.
Wer dennoch nach dem Urlaub einen Hund verwöhnen möchte, sollte sich laut McCreight in einem Tierheim umsehen: „Die wissen derzeit nicht mehr, wohin mit den Tieren. Es mangelt sowohl an Unterbringungsmöglichkeiten als auch an Geld für die Verpflegung. Schuld daran trägt wohl auch die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation bei vielen Haustierbesitzern.“ Nicht zuletzt könne man bei einem Hund aus dem Tierheim auch sicher sein, dass dieser gesund ist und die notwendigen Impfungen erhalten hat.
21.07.2009
Kastration von Katzen ist aktiver Tierschutz
Krank, verhungert, jeden Tag ums Überleben kämpfend, herrenlos und auf sich allein gestellt. So schaut das Leben einer Streunerkatze in Deutschland aus. Schätzungen gehen von 3 Millionen dieser armen Tiere aus, die ein erbärmliches Leben in stillgelegten Fabrikhallen, verfallenen Häusern, Gartenlauben, an Kliniken, auf Friedhöfen fristen müssen und nur dank der Großzügigkeit von Tierschützern überleben. Diese Tiere waren im Ursprung alle mal Hauskatzen und sind nach wie vor auf den Menschen angewiesen. Das Elend wäre überhaupt nicht nötig, wenn alle Tierhalter ihre Katzen kastrieren lassen würden. So wären ungewollte Nachkommen von Freigängern erst gar nicht möglich. Die weiblichen Katzenkinder werden schon mit zirka 5 Monaten geschlechtsreif und dann natürlich auch trächtig. Das bedeutet, dass z. B. die vielen im April geborenen Katzenkinder schon im Oktober des gleichen Jahres ebenfalls Katzenmütter sind. So jung und schlecht versorgt sind sie kaum in der Lage, diese Würfe Groß zu ziehen. Ein Schrecken ohne Ende. Oft lassen sich durch die mit der Kastration einhergehende Hormonumstellung auch viele Verhaltensprobleme lösen, Revierkämpfe nehmen ab und die tödliche Krankheit Katzen-Aids könnte eingedämmt werden. Katzenhalter, die ihre Tiere bei TASSO registriert haben, scheinen sich übrigens auch ihrer Verantwortung gegenüber den Tieren bewusst zu sein. Fast 90 Prozent aller bei TASSO registrierten Katzen sind auch kastriert.
11.07.2009
TASSO honoriert Tierschutzengagement mit 5.000 Euro
Jetzt bewerben!
Auch dieses Jahr vergibt TASSO den wichtigen Tierschutzpreis GOLDENE PFOTE. Neu ist die Einteilung in die Kategorien Auslandstierschutz und Tierschutzprojekte in Deutschland. Die Bewerbungsfrist, die bis 31. Oktober 2009 läuft, hat soeben begonnen. Bewerben können sich alle Tierschutzvereine und Tierschutzorganisationen, Tierheime, Zoos, Tierärzte und Heilpraktiker sowie Privatpersonen. Bewertet werden Initiativen, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder präventiv zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Vergabe des Preisgeldes ist die unmittelbare Verwendung für das eingereichte Projekt. Auf der TASSO Homepage können die Teilnahmeunterlagen als PDF herunter geladen oder unter award@tasso.net angefordert werden. TASSO freut sich, auch dieses Jahr im Rahmen der Preisverleihung Tierschutzprojekte fördern zu können. Mehr Informationen zur GOLDENE PFOTE finden Sie im Internet unter www.tasso.net
09.07.2009
Diese Leistung verbirgt sich hinter 12 x 2 Millimeter
Viele Tierhalter haben ihn inzwischen, um ihr Tier gegen Verlust zu schützen. Aber was genau verbirgt sich hinter einem Transponder, auch Chip genannt? Und wie funktioniert er? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Tier zu kennzeichnen: Die unter Narkose stattfindende Tätowierung oder die Kennzeichnung mittels Transponder. Beide Methoden ermöglichen eine eindeutige Identifizierung eines entlaufenen Tieres, da die Nummern-Zahlenkombination nur einmal vergebenen ist. Die früher gängige Tätowierung wird heute mehr und mehr durch den Mikrochip abgelöst. Dabei wird dem Tier mit einer Spritze ein zirka 12 x 2 Millimeter großer Transponder ins Gewebe in die linke Nackenseite (international normierte Stelle) injiziert. Mit einem Lesegerät, das über den Nacken des Tieres gehalten wird, wird eine Spule im Chip via Radiowellen im Niederfrequenzbereich aktiviert und eine 15-stellige Nummer wird ausgesendet. Der Chip ist entgegen manchen Meinungen harmlos und strahlt nicht. Die Kupferspule ist inaktiv und wird nur dann aktiv, wenn ein Lesegerät angehalten wird. Auch ein Wandern des Chips im Körper des Tieres ist äußerst selten. Schon gar nicht kann der Chip in die Blutbahn oder ins Gehirn gelangen. Die Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung erfolgt beim Tierarzt. Sie ist kostenpflichtig. Die Kennzeichnung ist allerdings wertlos, wenn sie nicht mit den Tier- und Halterdaten in einer zentralen Datenbank kombiniert wird. Erst beides zusammen, Kennzeichnung und Registrierung, ermöglichen die Identifizierung eines Tieres im Verlustfall. Entgegen der Meinung mancher Tierhalter kann man ein Tier allerdings nicht mittels Chip orten. Dazu müsste der Chip ein GPS-System mit eigener Stromversorgung haben, was derzeit technisch nicht möglich ist.
Weiter