26.06.2009

Wichtigkeit medizinischer Vorsorge wird oft unterschätzt

Wenn es um die Gesundheit von Haustieren geht, scheint das Internet die Beratung durch den Tierarzt langsam zu verdrängen. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) bei Tierhaltern. Danach ist der Tierarzt nur für jeden zweiten Tierhalter der wichtigste und erste Ansprechpartner. Mit 26 Prozent kommt dem Internet die zweitgrößte Wichtigkeit zu. Das kann verhängnisvolle Folgen haben. So gaben zum Beispiel 63 Prozent der Befragten an, alle notwendigen Impfungen durchgeführt zu haben. Die Realität aber sieht anders aus. Nur die Hälfte aller Hunde und nur ein Drittel aller Katzen sei geimpft, so der bpt. Ein wirksamer Schutz gegen Seuchen ist aber erst bei einer Impfdurchdringung von 70 Prozent gegeben. Die Umfrage ergab ebenfalls, dass die Tierhalter über das Thema Impfen nur unzureichend informiert waren. Jeder Dritte Tierhalter war der Meinung, die Grundimpfung schütze ein ganzes Leben lang, obwohl sie in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss. Viele Tierärzte sehen einen Teil ihrer Patienten nur alle paar Jahre in der Praxis, weiß die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die mit den meisten Tierärzten zusammenarbeitet. „Es ist traurig, dass manche Tierhalter ihr Auto scheinbar regelmäßiger warten, als ihr Tier medizinisch untersuchen zu lassen.“, so Andrea Thümmel von TASSO e.V.

20.06.2009

Niedersachsen erwägt neues Hundegesetz  

Wie die Hannoverische Zeitung am 11. Mai 2009 mitteilte, will der Landtag in Niedersachsen im August über ein neues Hundegesetz abstimmen. Dem Gesetzesvorhaben war ein bedauerlicher Beißvorfall vorausgegangen, bei dem 2 Mädchen durch einen Rottweiler verletzt wurden. Die neue Regelung, die Maulkorb- und Leinenzwang ebenso vorsieht wie Wesenstests, beträfe – und das ist neu - alle Hunde, ganz gleich welcher Rasse, ab einer Schulterhöhe von 40 cm oder einem Gewicht von 20 Kilogramm. „Die Verlagerung von der Rasse hin zur Größe eines Hundes als Bemessungsgrundlage für dessen Gefährlichkeit wird der Realität auch nicht gerecht werden“, schätzt Philip McCreight von TASSO das Vorhaben der niedersächsischen Landesregierung ein. Inzwischen dürfte allseits bekannt sein, dass das Problem meist am anderen Ende der Leine zu suchen ist, so der Leiter der TASSO-Zentrale weiter. Ein Sachkundenachweis für Hundehalter wäre die logische Konsequenz. Alle Vorhaben, die die besondere Kommunikation zwischen Mensch und Hund nicht berücksichtigen, dürften zum Scheitern verurteilt sein, machen das Tier unter Umständen noch aggressiver und sind aus tierschützerischer Sicht abzulehnen.

Unter www.hundelobby-seevetal.de können Sie einen Protestbrief an die Niedersächsische Landesregierung schreiben.

16.06.2009

Profi-Tipps für das Fahrradfahren mit Hund

Die Sonne scheint, es ist warm – das beste Wetter also für eine kleine Radtour, an der auch lauffreudige Hunde teilnehmen können. Allerdings sind einige Grundregeln zu beachten. TASSO hat dazu den Hamburger Hundetrainer Detlev Schönfelder befragt, hier seine Tipps:

Nur kräftige Hunde dürfen mit

Die meisten Hunde laufen gern, man darf sie aber nicht überfordern. Für Welpen und Hunde bis zu einem Jahr ist das Mitlaufen neben dem Rad tabu. Es sollte draußen außerdem nicht zu warm sein. Grundsätzlich gilt zudem: Die Geschwindigkeit muss der Größe des Hundes angemessen sein, wobei man nach „Sprintstrecken“ immer eine Pause einlegen sollte.

Ohne Training geht’s nicht

Hund und Fahrrad müssen sich erst aneinander gewöhnen. Dazu nimmt man das Rad zwischen sich und dem kurz angeleinten Hund und schiebt erst einmal ein paar Runden. Der Hund muss sich dabei immer auf Sattelhöhe befinden. Bleibt das Rad stehen, sollte der Hund sich hinsetzen. Klappt diese Übung, wird in freiem Gelände – möglichst abseits von Straßen und stark frequentierten Wegen – mit Herrchen oder Frauchen im Sattel geübt. Fahren Sie langsam und mit einigen Kurven, weichen Sie Hindernissen aus und bremsen Sie spontan, Ihr Hund sollte alles brav mitmachen.

Vorsicht in dichtem Straßenverkehr

Der Hund am Fahrrad muss immer auf der dem Verkehr abgewandten Seite des Radwegs laufen. Vermeiden Sie unbedingt dicht befahrene Straßen. Das Mitführen von Hunden am Rad ist zwar nicht verboten, mit rechtlichen Konsequenzen sollte man aber rechnen, wenn das Gespann Rad-Hund zum Verkehrshindernis wird oder gar das Tierschutzgesetz missachtet wird. Das Laufen auf der Straße wird dem Hund ohnehin kaum Freude machen, rauer Asphalt schadet den Pfoten, Autoabgase machen das Atmen schwer.

Die zehn Regeln von Hundetrainer Detlev Schönfelder fürs Radfahren mit Hund

1.    Viele Pausen einlegen, Hund beobachten

2.    Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen

3.    Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern

4.    Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung, und in Bodennähe ist es außerdem wärmer als auf dem Sattel

5.    Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten

6.    Nicht zu lange auf Asphalt bleiben

7.    Abgasreiche Strecken schnell verlassen

8.    Stark befahrene Radwege meiden

9.    Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln

10.  Nie vor der Radtour füttern

11.06.2009

Kaninchen - das Versuchstier 2009

Seit 2003 ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte das „Versuchstier des Jahres“. Damit soll auf Tierversuche und die damit verbundenen Leiden für die Tiere aufmerksam gemacht und Alternativen zu Tierversuchen aufgezeigt werden. Nach der Goldorfe (2003), dem Javaneraffen (2004 und 2005), der Muschelmaus (2006) sowie der Ratte (2007 und 2008) ist 2009 das Kaninchen zum Versuchstier des Jahres gekürt worden. Das Kaninchen steht stellvertretend für über 2,6 Millionen Tiere, die jährlich in Tierversuchen leiden und ihr Leben lassen müssen. Jedes Jahr sterben allein über 100.000 Kaninchen im Labor. Damit ist das Kaninchen nach Mäusen und Ratten das am häufigsten im Tierversuch eingesetzte Säugetier. Dass es auch anders geht, zeigt der so genannte Pyrogentest. Nach Angaben des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte hat die Europäische Arzneimittelkommission im März 2009 beschlossen, anstelle der Tests an Kaninchen einen tierversuchsfreien Test zur Prüfung von Arzneimitteln auf fieberauslösende Substanzen in die Ausgabe des Europäischen Arzneibuchs ab 2010 aufzunehmen. Dieser In-vitro-Pyrogen-Test (IVPT) gilt dann in Europa als behördlich zugelassen und muss anstatt des bislang an Kaninchen durchgeführten Tierversuchs angewendet werden. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu tierversuchsfreier Forschung.

30.05.2009

Aktion „HUND IM BACKOFEN“:

TASSO-Leser forderten über 100.000 Informationskarten an

TASSO freut sich über den riesigen Ansturm von E-Mails und Anrufen von Tierfreunden, die sich bisher aktiv an der TASSO-Aktion „HUND IM BACKOFEN“ beteiligt haben. Über 2.000 Leser unseres Newsletters haben uns schon um die Informationskarten zum Verteilen gebeten. Nur durch die Hilfe unserer Leser können möglichst viele Tierhalter auf die tödlichen Gefahren, die einem Hund im Auto bei Sonneneinstrahlung drohen, hingewiesen werden. Mittlerweile können die Aufklärungskarten in 5 Sprachen (deutsch, holländisch, französisch, spanisch und englisch) kostenlos bei TASSO angefordert werden. Auch Plakate sind erhältlich. TASSO freut sich über eine weiterhin große Resonanz, um möglichst viele Hunde vor einem Hitzetod zu retten.

Fordern Sie hier Ihre kostenlosen Karten oder Plakate zum Verteilen bzw. Aushängen an. Vielleicht retten Sie ja somit ein Tierleben. Bitte geben Sie uns Ihre Postanschrift und die Anzahl der gewünschten Karten und Plakate an.

26.05.2009

Artenvielfalt auf Inseln besonders groß  

Obwohl Inseln nur zirka 4 Prozent der Erdoberfläche bedecken, beherbergen sie doch 9 Mal so viele Pflanzenarten wie eine gleich große Fläche Festland. Immerhin sei ein Viertel aller 315.000 auf der Erde vorkommenden Pflanzenarten auf den ozeanischen Inseln beheimatet. Ein Forscherteam um den Bonner Projektleiter Gerold Kier hat die bislang größte Datensammlung zum Vorkommen von Pflanzen- und Wirbeltierarten zusammengestellt. Für Vögel, Reptilien und Wirbeltiere ergäbe sich die gleiche Verteilung wie für Pflanzen, so die Forscher. Diese so genannte Biodiversität ist für das Überleben aller Arten von größter Wichtigkeit und auf der Nordaustralien vorgelagerten Insel Neukaledonien besonders ausgeprägt. Auf einer Fläche so groß wie Rheinland-Pfalz zeige die Insel 3270 Pflanzenarten, von denen Dreiviertel ausschließlich dort und sonst nirgends auf der Welt vorkommen. Die Artenvielfalt ist die Grundlage allen Lebens. Es gilt diese Vielfalt auf jeden Fall zu erhalten, alleine schon weil täglich zirka 150 (größtenteils unerforschte) Tier- und Pflanzenarten aussterben.

21.05.2009

Tierschutz-TÜV ab 2012  

Einen ersten und wichtigen Schritt in Richtung einer besseren Haltung von Nutztieren hat der Bundestag am 20. März 2009 als Gesetz beschlossen. Der ab 2012 in Kraft tretende "Tierschutz-TÜV" soll die Haltungsbedingungen für Nutztiere verbessern und kontrollieren. Ein Prüf- und Zulassungsverfahren soll verhindern, dass den Tieren Schmerzen zugefügt werden. Der Agrarausschuss drängt darauf, bei der Legehennenhaltung in Käfigen rasch tätig zu werden. Die zur Umsetzung des Gesetzes erforderliche Rechtsverordnung sollte sich deshalb zunächst auf diese Tiere konzentrieren. Bis Ende des letzten Jahres hatte eine Legehenne ungefähr den Platz einer DIN A4 Seite für sich zur Verfügung. Die nach diesem Zeitpunkt vorgeschriebenen, so genannten Kleinvolieren bieten den Tieren mit zirka 800 Quadratzentimetern pro Henne aber leider auch nur unwesentlich  mehr Platz als vorher. Auf Grund des nach wie vor großen Platzmangels können die vorhandenen Scharrmöglichkeiten und Sitzstangen von den Tieren überhaupt nicht in Anspruch genommen werden. Der Stress für die Hennen bleibt. Verhaltensstörungen sind an der Tagesordnung.

13.05.2009

Ein Leben für die Ente

Hermine Ohler leitet ehrenamtlich und quasi rund um die Uhr die Enten-Hotline in Düsseldorf und hat jetzt in der Brutsaison alle Hände voll zu tun

Über 400 Mal musste Hermine Ohler in diesem Jahr schon ihren „Entenverstand“ unter Beweis stellen: Die agile 61-Jährige wird immer dann gerufen, wenn Entenmütter mit ihren Küken dort auftauchen, wo sie normalerweise nicht hingehören – auf Balkonen, Terrassen, Garagendächern oder mitten im Großstadtverkehr beispielsweise. „Dass Enten in unmittelbarer menschlicher Nachbarschaft brüten, ist gar nicht so ungewöhnlich“, erklärt Hermine Ohler. „In Parkanlagen finden die Tiere durch stöbernde Hunde und spielende Kinder kaum Ruhe.“

Zwischen April und Juli hat die inoffizielle „Entenbeauftragte der Stadt Düsseldorf“ Hochsaison, die Küken sind geschlüpft und erkunden als Nestflüchter im Schlepptau der Mutter die Umgebung. Wenn sie dabei verkehrsreiche Straßen überqueren oder hilflos auf Dächern und Balkonen wuseln, wisse kaum jemand, was zu tun sei, so Ohler. „Die Mutter zu fangen gelingt fast nie“, weiß die Expertin. „Enten können schließlich hervorragend fliegen.“ Sammle man stattdessen die Küken ein, könnte das für den Nachwuchs fatale Folgen haben. „Küken brauchen ihre Mutter zum Schutz und zum Wärmen. Auf viele wirken die Kleinen zwar putzmunter und selbstständig, aber das täuscht.“

Wird Hermine Ohler alarmiert, rückt sie in ihrem kleinen Auto und mit einem Drahtgehege an. „Ich fange grundsätzlich die gesamte Entenfamilie“, betont sie. „Nicht mit Gewalt, sondern mit Einfühlungsvermögen und ein paar Tricks.“ Anschließend geht es zum nächstgelegenen Gewässer, einen See zum Beispiel. Nur wenn die Küken frisch aus den Eiern geschlüpft sind, kommen sie für ein paar Tage in einen Stall. „Diese kleinen Gehege in einem Schuppen hat die Stadt zur Verfügung gestellt“, erzählt Ohler. „Weitere offizielle Zuwendungen gibt es nicht. Zum Glück bezahlt mir der Düsseldorfer Tierschutzverein Benzin und eventuelle Tierarztkosten. Für alles andere muss ich selber aufkommen … und das seit nunmehr zwölf Jahren.“

Für Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. hat Hermine Ohlers Engagement Vorbildcharakter. „Wenn es Tieren schlecht geht, schauen immer noch sehr viele Menschen weg, sie wollen weder Zeit noch Geld und Mühe investieren. Den ehrenamtlichen Tierschützern gilt deshalb mein besonderer Respekt. Ohne sie sähe es in unserer Welt um einiges schlechter aus!“

08.05.2009

Meilenstein im Kampf gegen die Robbenjagd:

Europaweites Handelsverbot ab 2010

Tierschützer haben Grund zur Freude. Das EU-Parlament in Straßburg hat am 5. Mai 2009 für ein Einfuhr- und Handelsverbot von Robbenprodukten in allen 27 Mitgliedsstaaten gestimmt! Das Verbot muss formal noch von den EU-Regierungen abgesegnet werden und kann dann schon nächstes Jahr in Kraft treten. „Durch das Verbot dürfte mit Europa endlich einer der wichtigsten Absatzmärkte für Robbenprodukte einbrechen.“, so Philip McCreight von TASSO e.V. Ausschlaggebend für das längst überfällige Verbot waren die grausamen Tötungsmethoden der Robben mit Spitzhaken, was absolut nicht tierschutzkonform ist, so die Begründung des Parlaments. Mit dem Handelsverbot in Europa bricht eines der wichtigsten Glieder der Handelskette weg. Denn die aufwendige Verarbeitung der Felle zu Pelzmänteln, Mützen, Ölen und Handschuhen erfolgte hauptsächlich in Europa.

02.05.2009

Hunde allein im Auto:

Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur droht der Tod

Man hört sie zum Anfang eines jeden Sommers immer wieder aufs Neue - die Horrormeldungen von im Auto eingeschlossenen und dann bei Hitze qualvoll umgekommenen Hunden wie erst jüngst wieder ein Fall im Europapark zeigte. Ein Mann hat seine 3 Hunde den ganzen Tag im verschlossenen Auto zurückgelassen, die man später tot und zusammengekrümmt fand. „Wann wird auch der letzte Tierhalter endlich verstehen, dass ein Hund die Wärme nicht wie wir Menschen durch Schwitzen ausgleichen kann!“, so Dennis Schiffer von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Ab zirka 20 Grad Celsius Außentemperatur reichen schon wenige Minuten in einem verschlossenen Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen, da sich das Auto auf bis zu 50 Grad Celsius aufheizt. Hunde und Katzen schwitzen nicht. Sie regulieren den Wärmeaustausch durch Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an, die Tiere kochen im wahrsten Sinne des Wortes innerlich. Zellen und Organe gehen kaputt. Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen. Erste Anzeichen dieser Überhitzung: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das  körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann.

Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen?

•          Verständigen Sie sofort die Polizei

•          Helfen Sie umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.

•          Helfen Sie uns! Fordern Sie jetzt kostenlose Karten zum Auslegen, Verteilen auf Supermarktparkplätzen, in Freizeitparks, Tankstellen, auf Hundeveranstaltungen, in Hundesportgruppen oder -vereinen an. Je mehr Menschen wissen, wie gefährlich es für einen Hund im heißen Auto werden kann, desto weniger Tiere müssen sterben.

Fordern Sie hier Ihre kostenlosen Karten zum Verteilen an. Vielleicht retten Sie ja somit ein Tierleben. Bitte geben Sie uns Ihre Postanschrift und die Anzahl der gewünschten Karten an.

26.04.2009

„Impfen und Kontrolle ist besser als Töten“

Tierschutzorganisationen kämpfen in Brüssel

für die Straßenhunde Europas

Brüssel/Hattersheim/Berlin, 24. April 2009 – „Sie werden gejagt, gefangen und getötet – die Straßenhunde genießen in den wenigsten EU-Mitgliedsstaaten Schutz und Respekt“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Petra Zipp vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) pflichtet ihm bei: „Mit der Tiergesundheitsstrategie 2007-2013‘ hat sich das Europaparlament zu seiner Verantwortung für Haustiere bekannt, zu denen die Straßentiere als verwilderte ausgesetzte Heimtiere natürlich auch gehören“, so die Tierschützerin. Folgerichtig beriefen sich Tierschutzorganisationen nun auf dieses Papier, um Straßentiere in die Vorbeugungsmaßnahmen (Impfen, Kastrieren, medizinische Versorgung) der Kommission mit einzubinden. Diese Forderung trugen TASSO, der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) sowie Vier Pfoten und Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) nun in Brüssel vor. Sie untermauerten ihr Anliegen mit fast 60.000 Unterschriften, die seit Januar 2008 gesammelt worden waren. Der bmt hatte zu Beginn des letzten Jahres seine Kampagne „Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben!“ gestartet und eine Resolution verabschiedet, in der die EU aufgefordert wurde, im Rahmen der „Tiergesundheitsstrategie“ Fördergelder für flächendeckende Kastrationsprojekte bereit zu stellen. Die Tierschützer vertreten gemeinsam rund 3,5 Millionen europäische Bürger, die nicht mehr akzeptieren wollen, dass Straßenhunde in einer wachsenden europäischen Gemeinschaft immer wieder grausamen Tötungsaktionen zum Opfer fallen. „In fast allen EU-Ländern werden Straßenhunde gefangen und getötet – die Methoden sind zutiefst inhuman und schockieren, wie jüngste Übergriffe aus Rumänien an Straßenhunden belegen, die Öffentlichkeit“, sagt Petra Zipp. Gemeinsam vertreten die Tierschützer die Auffassung, dass die EU die politisch Verantwortlichen für derartige Rechtsbrüche zur Rechenschaft ziehen und jenen Mitgliedsstaaten helfen muss, die finanziell und personell nicht in der Lage sind, ihr Straßentierproblem nachhaltig und tiergerecht zu lösen. Darüber hinaus würde eine systematische Registrierung und Erfassung der Haushunde und ihrer Artgenossen auf den Straßen die Besitzer zu mehr Verantwortung erziehen und gleichzeitig den illegalen Handel mit Welpen erschweren, wenn nicht ganz unterbinden. Die EU Kommission dankte den Tierschutzorganisationen für die übergebenen Resolutionen und den sachlichen Dialog, ohne sich jedoch auf konkrete Zusagen festzulegen. Die Tierschutzorganisationen werden sich daher weiterhin mit aller Kraft für die Umsetzung ihrer Forderung einsetzen.

Ansprechpartner:

BMT e.V. Tierschutzzentrum

Gönninger Straße 201

72793 Pfullingen

Tel.: 07121 – 820170

e-Mail: mailto:petra.zipp@bmt-tierschutz.de

Web: http://www.bmt-auslandstierschutz.de

TASSO e.V.

Frankfurter Str. 20

65795 Hattersheim

Tel.: 06190 - 93 73 00

Fax: 06190 - 93 74 00

E-Mail: mailto:info@tasso.net

Web: http://www.tasso.net

25.04.2009

Leinenpflicht in Italien

In Städten und Parkanlagen dürfen Hunde nicht mehr frei laufen – Maulkorb sollte immer mitgeführt werden

Hundebesitzer auf dem Weg nach Italien müssen im Reisegepäck nicht nur eine Hundeleine mitführen, sie sollten sie auch verwenden. Zumindest dann, wenn es mit dem Vierbeiner durch Städte oder Parkanlagen geht. Denn seit dem 1. April gilt eine entsprechende Regierungsverordnung. Wie die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtet, dürfe die Leine sogar nur eineinhalb Meter lang sein, ausziehbare Leinen müssten sich nach dieser Distanz einrasten lassen. Um Hundeangriffe auf Menschen und andere Tiere zu verringern, sei auch das Mitführen eines Maulkorbs Pflicht. Eine generelle Maulkorbpflicht gebe es zwar nicht – sollte es aber zu Zwischenfällen kommen, trage der anwesende Hundehalter die volle Verantwortung. Zur Vermeidung berühmt-berüchtigter „Tretminen“ ist nach dem Bericht des Blatts auch die Beseitigung des Hundekots gesetzlich vorgeschrieben. Wie und durch wen die neuen Regeln überprüft werden, ist aber offenbar noch unklar. Das gilt auch für die Höhe des Bußgelds, das bei Verstößen fällig wird. Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sieht die neuen Vorschriften mit gemischten Gefühlen: „Hinsichtlich der geforderten Beseitigung von Hundehäufchen habe ich ein gewisses Verständnis für eine gesetzlich Regelung. Beim generellen Leinenzwang in Städten und Parks und dem grundsätzlichen Mitnehmen eines Maulkorbs ist man aber deutlich über das Ziel hinaus geschossen. Ein Leinenzwang allein verhindert noch lange keinen Beißvorfall. Denn meist ist das Problem am anderen Ende der Leine zu finden.“

19.04.2009

Skandal aufgedeckt:

Massenmord an rumänischen Hunden

Seit Tagen werden in weit von Brasov, Rumänien, entfernten Gemeinden Hunde vom Tierordnungsdienst Brasov systematisch gejagt, betäubt, auf Transporter geworfen und mehr tot als lebendig in die Tötungsstation nach Brasov gebracht. Dort werden die Tiere nach 14 Tagen getötet. Diese Entwicklung ist auch darum so unfassbar, weil Rumänien seit Monaten die Verabschiedung eines modernen Streunerhunde-gesetzes, das die Tötung von Straßenhunden endgültig verbieten soll, ankündigt. Eine tierschutzgerechte Lösung des Straßenhundproblems in der Karpatenstadt Brasov und Umgebung ist jetzt dringender denn je. Um bis zur Verabschiedung des Streunerhundgesetzes so viele Hunde wie möglich aus der Tötungsstation in Brasov zu retten, unternahm der Bund gegen Missbrauch der Tiere, mit dem TASSO beim Straßenhundeprojekt eng zusammenarbeitet, in den vergangenen Monaten emotionale, logistische und finanzielle Kraftanstrengungen. Viele zum Tode verurteilte Hunde konnten gerettet und in liebevolle Familien vermittelt werden.

Ab Mai sollen die Straßenhunde in und um Brasov kastriert werden. „Die Vorbereitungen beim bmt laufen auf Hochtouren - und mitten drin erreicht uns nun diese Hiobsbotschaft, dass die Bürgermeister einiger Gemeinden und der Leiter des Tierordnungsamtes Brasov einen Massenmord an Hunden organisieren.“, erzählt Petra Zipp, verantwortlich für den Auslandstierschutz beim bmt, fassungslos. Der bmt hat sofort beim Botschafter Rumäniens in Berlin protestiert und aufgrund der Tragweite des Geschehens um seine persönliche Unterstützung gebeten und ebenfalls das Auswärtige Amt benachrichtigt. „Es kann nicht sein," sagt Petra Zipp „dass Rumänien Subventionen von der EU zum Ausbau der Wirtschaftsleistung erhält und sich gleichzeitig eklatante Rückschritte im Tierschutz erlaubt. Die Praktiken, Hunde zu jagen, in Tötungsstationen einzusperren, verhungern zu lassen oder sie umzubringen, stehen einem jungen EU-Mitgliedsstaat sehr schlecht an. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Denn das Töten gesunder Hunde verbietet das 2008 in Kraft getretene Tierschutzgesetz auch in Rumänien.“ Der Bürgermeister von Brasov hat seine Bereitschaft zugesichert, ein tierschutzgerechtes Vorgehen zu unterstützen. „Die Bevölkerung in Brasov und den meisten Gemeinden, mit denen wir gesprochen haben", erklärt Petra Zipp, „wollen ihren Straßenhunden helfen. Sie sind von den Kastrationen als einziger Lösung des Straßenhundproblems überzeugt - und sind jetzt genauso schockiert und tieftraurig wie wir, dass einige Politiker sich weiter an solchen Verbrechen schuldig machen."

Das können Sie für die Hunde in Brasov tun:

Unterstützen Sie die Forderung des bmt an die Verantwortlichen in Brasov und Gheorgheni nach einem Stopp aller Tötungen und fordern Sie mit uns Kastrationsprogramme als einzige humane Lösung des Streunerhundeproblems. Beteiligen Sie sich hier an der Protestaktion:

Meine Stimme für Streuner in Europa

16.04.2009

Tiertafel Deutschland e.V.

Erfolgreiches Konzept für Hilfsbedürftige in ganz Deutschland

Obwohl erst vor 3 Jahren ins Leben gerufen, suchen immer mehr Tierhalter mit ihren Vierbeinern regelmäßig eine der 20 Ausgabestellen der Tiertafel Deutschland e.V. auf. Monatlich kommen über 7.000 Tierhalter vorbei, in erster Linie um die Futterration für die Woche abzuholen. Der Nachweis über die Bedürftigkeit erfolgt über entsprechend vorzulegende Bescheide. „Wir unterstützen Menschen, die finanziell oder körperlich nicht in der Lage sind, ihre Tiere artgerecht zu ernähren oder zu halten.“, erklärt Michaela Köhler von der Tiertafel in München. Darüber hinaus gibt es auch hin und wieder Zuschüsse für lebensnotwendige Operationen, Impfungen oder Kastrationen. Die Hilfe findet sinnvolle Einschränkungen. So ist die Tiertafel Deutschland e.V. bestrebt, dem Animal Hoarding durch Unterstützung von maximal 4 Tieren pro Haushalt Einhalt zu gebieten. Auch Neuanschaffungen werden nicht unterstützt. „Es ist unverantwortlich sich in einer finanziellen Notlage ein neues Tier anzuschaffen.“, verteidigt Michaela Köhler die Regeln. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzt prominenter Paten, großzügiger Spender, Tierärzten und Tiertrainern. „Wir haben hier in München alles. Nur die Räumlichkeiten fehlen uns. Es findet sich einfach niemand, der uns adäquate Räume vermieten möchte. Täglich rufen Kunden an und fragen wie es weiter geht. Die meisten kenne ich persönlich, muss sie aber immer wieder vertrösten.“, so Köhler. Wer also einen zirka 100 Quadratmeter großen Raum in München vermieten kann, der ebenerdig und im Gewerbegebiet liegt, aber trotzdem gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und darüber hinaus noch für einen Verein bezahlbar ist, der möge sich bitte an Michaela Köhler wenden.

Kontakt:

Michaela Köhler

Telefon 03385-494965 (wochentags von 11:00 bis 17:00 Uhr)

http://www.tiertafel.de

mailto:Michaela.koehler@tiertafel.de

13.04.2009

TASSO warnt: Betrüger nutzen Tierleid aus -

SMS-Codes und Anrufe in Zusammenhang mit Online Bezahldiensten ignorieren

Wer sein Tier vermisst, weiß wie hoch emotional die Situation ist und wie empfänglich man für jeden Hinweis nach dem Ausreißer ist. Nicht neu, aber immer wiederkehrend, ist folgende Masche von Betrügern. Das Internet wird nach den Homepages von Tierheimen und Tierschutzvereinen und dort speziell nach den Such- und Fundtieranzeigen abgesucht. In guter Absicht geben die Tierhalter, die dort eine Anzeige aufgeben, unter anderem ihre Telefonnummern bekannt. Laut Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, erhielten die so von den Betrügern ermittelten Tierbesitzer Anrufe von angeblichen Tierschutzvereinen, in denen ein zuvor per SMS auf das Handy übermittelter PIN-Code des Online-Bezahldienstes Clickandbuy abgefragt wird. Dieser Code muss aktiviert werden - so die Behauptung - um angeblich im Internet zu sehen, ob es sich wirklich um das eigene Tier handelt. Tatsächlich aber dient der gesendete und schließlich aktivierte Code ausschließlich zur Verifizierung der Anmeldung beim Bezahldienst Clickandbuy.

Der TASSO-Chef empfiehlt: „Wenn jemand am Telefon nach eindeutig vertraulichen Informationen wie PIN-Codes fragt, grundsätzlich auflegen.“ Um Abzock-Versuchen vorzubeugen, sollten Vermisstenanzeigen niemals Name, Anschrift oder Telefonnummer enthalten, warnt der Tierschutzexperte. Durch die öffentliche Preisgabe persönlicher Daten und Kontaktnummern im Internet, haben Betrüger leichtes Spiel.

Viel besser sei es, die Suche TASSO zu überlassen. Die von dem Verein verbreiteten Suchanzeigen enthalten keinerlei Informationen, die auf den Besitzer des vermissten Tieres schließen lassen. Zudem ist dieser Service vollkommen kostenfrei.

Bitte melden Sie uns schriftlich mit ausführlicher Beschreibung unter newsletter@tasso.net alle Anrufe in Zusammenhang mit Betrügereien im Zusammenhang mit Online-Bezahldiensten, da die Kriminalpolizei bereits eingeschaltet ist.

09.04.2009

Kater unter Trümmern geborgen

Fast fünf Wochen nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs haben Helfer der Feuerwehr am Montag einen Kater lebend aus den Trümmern geborgen. Der zwischen dem Schutt eingeklemmte Kater sei zwar sehr abgemagert gewesen, aber ansonsten offensichtlich unverletzt. Die Besitzerin von Felix konnte ihr Glück kaum fassen, ihr Tier nach so langer Zeit doch noch lebend wieder in die Arme schließen zu können. Die Feuerwehr vermutet, dass die Katze sich durch Regenwasser am Leben halten konnte.

05.04.2009

Falsche Tierschützer am Telefon: Bei Anruf Abzocke

„Hallo, ich rufe an vom Tierschutz, um die Daten Ihres Haustiers abzugleichen und zu fragen, ob die Mitgliedschaft verlängert werden soll.“ So oder so ähnlich melden sich derzeit falsche Tierschützer am Telefon. Ihr Ziel: Die Angerufenen sollen Geld überweisen oder persönliche Daten mitsamt Bankverbindung preisgeben. Als Urheber der Telefonaktionen werden bevorzugt Tierschutzorganisationen missbraucht, unter anderen der auf die Rückvermittlung von Haustieren spezialisierte Verein TASSO e.V.: „Abgesehen davon, dass wir gar keine Mitgliedsbeiträge oder sonstige Gebühren verlangen; wir nehmen Kontakt mit den bei uns registrierten Tierbesitzer ausschließlich im Rahmen von Rückvermittlungen verlorener Tiere auf“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim bei Frankfurt.

Telefonanrufen, bei denen es um Geld geht, sollte man grundsätzlich mit äußerster Vorsicht begegnen, rät McCreight. Sicheres Indiz für unseriöse Anfragen sei die ausgeblendete Telefonnummer. „Moderne Telefone verfügen über ein Display, das die Nummer des Anrufers zeigt“, erklärt der Tierschützer. Diese Nummer werde automatisch an den Angerufenen übermittelt – es sei denn, die Weitergabe wurde vom Anrufer bewusst abgeschaltet. CLIR (Calling Line Identification Restriction) nennt sich diese Funktion, die anonyme Anrufe überhaupt erst möglich macht. „Leider gibt es keine Möglichkeit, bei aktivierter CLIR den Anrufer zu identifizieren“, bedauert McCreight und empfiehlt: „Ruft jemand in Sachen Tierschutz an, fragt nach persönlichen Daten oder bittet um Beiträge oder Spenden, genügt ein Blick aufs Display. Bleibt dieses leer, einfach um eine Telefonnummer für den Rückruf bitten – mit ziemlicher Sicherheit wird dann das Gespräch vom Anrufer blitzschnell beendet…“  

04.04.2009

TASSO warnt:Hunde nicht vor dem Geschäft anleinen

Es gehört schon so zum Straßenbild dazu, dass es fast nicht mehr auffällt: der in guter Absicht vor einem Geschäft „mal kurz“ angeleinte Hund. Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, warnt eindringlich vor dieser Fahrlässigkeit vieler Hundehalter. Gerade im Zusammenhang mit dem in Deutschland zunehmenden illegalen Hundehandel ist die Gefahr für das Tier, geklaut zu werden, besonders groß. Ob der Hund dabei nur ganz kurz oder für längere Zeit angeleint ist, spielt überhaupt keine Rolle. Das Klauen sei eine Sache von Sekunden, weiß McCreight. Diebe würden die Situation ausgiebig beobachten und dann im geeigneten Augenblick zuschlagen. Ein weiterer wichtiger Faktor kommt laut McCreight dazu: „Nicht jeder Mensch traut sich, an einem nahe der Eingangstür zum Supermarkt angeleinten Hund vorbei. Für viele Hunde ist die Abwesenheit von Herrchen oder Frauchen purer Stress. Nähern sich dann auch noch Fremde,  kann auch der liebste Hund durchaus auch mal in Panik geraten und zuschnappen.“

29.03.2009

Kanada tötet Robbenbabies – Jagd blutiger denn je

Seit einer Woche färbt sich das kanadische Packeis wieder einmal blutrot: Kanada hat dieses Jahr 338.200(!) Robben zum Töten freigegeben. Das sind 55.000 Tiere mehr als im letzten Jahr. Hauptschauplatz ist die Nordküste von Neufundland. 95 Prozent der Robben sind jünger als 3 Monate. „Die Robbenjagd, die eigentlich Robbengemetzel heißen müsste, hat deshalb so unglaublich brutale Ausmaße, weil die Regierung die Fangquoten nicht pro Schiff oder Robbenjäger festlegt, sondern für die gesamte Saison der Jagd.“, so Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Der Wettkampf, der so unter den Jägern ausbricht, sorgt dafür, dass einfach blind auf die Tiere eingeschlagen wird, um möglichst viele Robben in kurzer Zeit zu erlegen. Vielen Jungtieren wird dabei oft bei lebendigen Leib das Fell abgezogen; zum vorherigen Töten bleibt keine Zeit.“ Die kanadische Regierung unterstützt die jährliche Robbenjagd. Die Fischereiministerin Gail Shea kündigte an, sich auch weiterhin international für den Fortbestand der Robbenjagd einzusetzen. Darüber hinaus zeigte sie sich enttäuscht von den Plänen der Europäischen Union, den Handel mit Robbenprodukten zu verbieten. In der EU ist der Import des weißen Fells von Seehundebabies seit 1983 verboten. Das Europaparlament hat sich vor 3 Wochen einstimmig für ein Einfuhrverbot von Robbenprodukten in der EU ausgesprochen. Der Gesetzentwurf muss jedoch noch gebilligt werden. Belgien, die Niederlande und die USA haben bereits ein generelles Einfuhrembargo gegen Robbenprodukte. Erstmals hat Russland kurz vor Beginn der Jagdsaison sein Gesetz gegen das Töten von Jungtieren verschärft. Demnach stehen Tiere, die jünger als ein Jahr sind, unter Schutz. Die über 6.000 Robbenjäger kümmert das wenig. Sie sollen in den letzten drei Jahren fast 1 Million Robben getötet haben.

So können Sie protestieren

1. Schreiben Sie an den kanadischen Botschafter in Berlin

An den Botschafter von Kanada

Seine Exzellenz Herrn Paul Dubois

Leipziger Platz 17

10117 Berlin

Fax 030-20312-111

E-Mail: brlin-pa@international.gc.ca   

2. Zusätzlich können Sie Ihren Protest an die Bundesregierung richten:

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

11055 Berlin

Telefon: 030-2006-0 oder 01888-529-0

Telefax: 030-2006-4262 oder 01888-529-4262

E-Mail: poststelle@bmelv.bund.de  

3. Oder Sie helfen den Robben, in dem Sie sich beim EU-Umweltkommissar für ein Handelsverbot mit Robbenprodukten aussprechen:

Stavros Dimas

Generaldirektion Umwelt

EU-Kommission

1049 Brüssel

Belgien

Telefon: 0032-2 29 53 528

E-Mail: stavros.dimas@ec.europa.eu

26.03.2009

Richtigstellung des Newsletters „Zeckenalarm“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in einem unserer jüngsten Newsletter berichteten wir über die Zeckenprophylaxe. Unter vielen anderen Möglichkeiten auch über eine Zecken-Schutzimpfung. Als Quelle für die Information diente uns eine entsprechende aktuelle Pressemitteilung der Firma Merial, die am 5. März 2009 unter anderem auch auf zahlreichen Webseiten veröffentlicht wurde (z. B. www.presseecho.de/vermischtes/NA3731363991.htm ). Zu unserem großen Bedauern handelt es sich bei dem im Text genannten Impfstoff keineswegs - wie von uns berichtet - um ein neues Produkt. Nur wegen der "Aktualität" haben wir uns überhaupt dazu entschlossen, diesen Impfstoff als eine Möglichkeit der Prophylaxe zu erwähnen, weil wir wissen, wie hart diskutiert das Thema Impfen generell ist.

Außerdem wurde von Lesern unseres Newsletters angemerkt, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs umstritten sei. Das zu beurteilen obliegt Tierärzte. Deswegen haben wir uns zu Wirkweise und Gefahren eines verschreibungspflichtigen Medikamentes bewusst nicht geäußert.

Abschließend noch ein Hinweis: Weder TASSO noch die für uns tätigen Mitarbeiter oder Dienstleister stehen direkt oder indirekt in irgendeiner materiellen oder ideologischen Beziehung zum Hersteller des Impfstoffs.

Unsere vielfältigen Tierschutzaufgaben sind von Meinungsbildnern zum Glück unabhängig.

Es grüßt Sie herzlich

Philip McCreight

Leiter der TASSO-Zentrale

23.03.2009

Zoll beschlagnahmt 164 Vogelspinnen

Ein Schweizer wurde letzten Donnerstag von Zollbehörden am Grenzübergang Inzlingen gestellt, als er 164 Vogelspinnen nach Deutschland schmuggeln wollte. Der Mann gab an, die unter Artenschutz stehenden Tiere auf einer Tierbörse in Deutschland zum Verkauf anbieten zu wollen. 2007 war der Mann schon mal aufgefallen. Damals hatte er zusammen mit einem Deutschen fast 1.000 Vogelspinnen schmuggeln wollen. Der Schmuggler müsse sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz verantworten. Philip McCreight von TASSO e.V., der den steigenden Trend zum Halten von Exoten in Privathaushalten mit großer Skepsis verfolgt, weiß: „Exoten sind in der Haltung anspruchsvoll, aufwendig und teuer und gehören nicht in die Hände von Laien. Die wenigsten Tierhalter kennen sich wirklich damit aus.“ Das Resultat seien Tiere, die unter falschen klimatischen Haltungsbedingungen krank werden, entsetzlich leiden und schließlich ausgesetzt würden. Aus diesem Grund sehen sich auch immer mehr Tierheime mit Exoten konfrontiert. TASSO plädiert unter Tierschutz-Aspekten für ein Haltungsverbot von Exoten in Laienhänden

20.03.2009

Auslandsreisen mit dem Vierbeiner - Impffristen beachten

Seit 2004 ist bei der Einreise in die Länder der EU eine Kennzeichnung für Hunde und Katzen mittels Mikrochip Pflicht. Die übergangsweise zulässige Kennzeichnung mittels Tätowierung entfällt ab 2011. Spätestens dann muss jedes Tier vor dem Auslandsurlaub gechippt sein. Eine gültige Tollwutimpfung und der EU-Heimtierausweis sind bei der Einreise ebenfalls Pflicht. Für die Einreise nach Irland, Schweden, Malta und das Vereinigte Königreich gelten zusätzliche Anforderungen. Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. rät dringend, sich auf jeden Fall rechtzeitig vor der Reise mit dem behandelnden Tierarzt zu besprechen. Und auch der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) weiß, dass die Ergebnisse für die erforderlichen Tests für die Einreise nach Irland, Malta, England und Schweden oft Monate dauern können. Grundsätzlich warnt der bpt vor der zunehmenden Impfmüdigkeit der Tierhalter. Ein wirksamer Schutz vor schwerwiegenden, ansteckenden und oft tödlich verlaufenden Krankheiten sei nur gewährleistet, wenn mindestens 70 Prozent aller Tiere geimpft sind. Derzeit ist aber lediglich jeder zweite Hund und nur jede dritte Katze in Deutschland ausreichend geimpft und damit geschützt.

 

18.03.2009

TASSO warnt: Zecken-Alarm - Hunde sind besonders gefährdet

Der Frühling naht – und mit ihm eine Gefahr, die in Sträuchern und auf Gräsern lauert: Zecken! Steigen die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad, werden die spinnenartigen Tiere putzmunter und entwickeln Appetit auf frisches Blut. Dass beim Stich Erreger der Borreliose oder Babesiose übertragen werden können, ist eine sowohl für Menschen als auch für Tiere gefährliche Nebenerscheinung.

Zecken lauern im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und "spucken" unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Und genau dabei können krank machende Erreger übertragen werden. Eine Blutmahlzeit kann durchaus mehrere Tage andauern.

Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. "Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel." In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. "Öl oder Nagellack sind tabu", warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage "Ziehen oder Drehen?" hat Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor, eine ganz einfache Antwort: "Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen." Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion sehr unwahrscheinlich.

Impfung ist möglich

Gegen die Borreliose gibt es für Hunde seit kurzem eine Impfung. Laut Informationen des Herstellers ist der Impfstoff gegen die pathogenen Keime bisher einmalig in Deutschland. Die Grundimmunisierung kann laut Herstellerangaben bereits bei Welpen ab einem Alter von zwölf Wochen durchgeführt werden. Der beste Startpunkt für die Grundimmunisierung sei das zeitige Frühjahr, beginnend mit zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Danach folgt die dritte Impfung im Herbst. Eine weitere Auffrischung folgt im Frühjahr des Folgejahres. Danach sollte der Hund jedes Jahr - im Idealfall vor Beginn der Zeckenzeit - erneut geimpft werden. Als kleine Eselsbrücke gilt: Im ersten Jahr die Impfungen immer dann durchführen, wenn die Uhren umgestellt werden! In den darauffolgenden Jahren genügt eine Impfung im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger und die Uhren vorgestellt werden.

Bei der Hunde-Borreliose handelt es sich um eine Erkrankung durch den Bakterienstamm Borrelia burgdorferi sensu stricto. Symptome wie Appetit- und Lustlosigkeit oder Fieber sind die ersten Anzeichen. Im späteren Verlauf der Borrelioseerkrankung können Gelenkentzündungen und Lahmheit dazu kommen.

15.03.2009

Wolf illegal getötet

10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter

Nach dem illegalen Abschuss einer Wölfin in der Lausitz Ende Januar wollen die Naturschutzverbände NABU, WWF und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe gemeinsam eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise auf den Schützen aussetzen. „Die Täter haben auf besonders perfide und schmerzhafte Art ein geschütztes Tier getötet“, hieß es am Freitag in einer Erklärung. Das junge Tier war Ende Januar südlich des Tagesbaus Reichwalde tot aufgefunden worden. Wie die Obduktion ergeben hatte, war es illegal erschossen worden. Der Wolf ist ein in Deutschland streng geschütztes Tier. Der Bestand wird auf gerade mal 40 Tiere geschätzt. Der illegale Abschuss stellt eine Straftat dar, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

13.03.2009

Warmes Klima bedroht Robben-Babies

Robben-Babies leben in der ersten Zeit nach ihrer Geburt vorwiegend in Schneehöhlen auf dem Packeis, bis sie eine dicke, isolierende Fettschicht entwickelt haben, die sie gegen die Kälte des Meeres schützt. Ringelrobben-Babies in der Ostsee finden diese überlebens-wichtigen Voraussetzungen diesen Winter zum zweiten Mal in Folge nicht vor. Grund sei der vergangene, warme Winter gewesen, der als eisärmster Winter seit 300 Jahren gilt, so der World Wide Fund (WWF). Gab es vor 100 Jahren noch 180.000 Ringelrobben rund um die Ostsee, findet man heute nur noch vier Populationen mit insgesamt nicht mehr als 10.000 Tieren vor. So steht mit den Ostsee-Ringelrobben leider wieder eine Tierart mehr auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN.

10.03.2009

VORSICHT: Spenden-Abzocke am Telefon

Es sei immer wieder das gleiche Muster, beschreibt Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, das Vorgehen der Telefonabzocker.  Die  Masche ist zwar alt, funktioniert aber immer wieder. Unter falschem - aber allseits bekannten - Namen großer Tierschutzorganisationen wird am Telefon um eine Spende für den Tierschutz gebeten. Meist seien es allein stehende, ältere Menschen, die auf den Trick reinfallen. Klappt die Abzocke nicht auf Anhieb, werde mit dem Leid von Tier oder Mensch oft heftig Druck auf die Angerufenen ausgeübt, die sich verbal einfach nicht so gut wehren können. McCreight warnt: „Seriöse Organisationen wie zum Beispiel TASSO oder der Bund gegen Missbrauch der Tiere werden nie am Telefon um Spenden bitten und nie die Kontodaten erfragen.“ Ganz wichtig sei es, den Anrufer sofort wissen zu lassen, dass Telefonanrufe an Privatpersonen zu Werbezwecken gesetzlich verboten sind. Das hilft meist schon und man hat seine Ruhe.

06.03.2009

Der Igel ist Tier des Jahres 2009

Der Igel ist zum "Wildtier des Jahres 2009" gekürt worden. Das teilte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jetzt mit. Die Schutzgemeinschaft wählt seit 1992 jedes Jahr ein Wildtier, auf das in der Öffentlichkeit besonders hingewiesen werden soll, zum "Tier des Jahres". Mit dieser Wahl soll auf die zunehmende Bedrohung der Tiere durch Gefahren auch durch den Menschen aufmerksam gemacht werden.

Der Igel ist ein Einzelgänger und vorwiegend nachtaktives Tier. Sobald Dauerfrost oder Schnee das Land überziehen und die mittlere Lufttemperatur nur noch acht bis zehn Grad beträgt, sucht er sich einen geeigneten Platz für den Winterschlaf, wühlt sich ein und rollt sich zu einer Kugel zusammen. So schläft er bis März, April. Dabei sind alle Lebensvorgänge stark verlangsamt, er atmet nur noch fünf bis acht Mal in der Minute, sein Herz schlägt etwa zwanzig Mal. Wenn der Stachelige aber auch bei kalten Temperaturen noch herumläuft, handelt es sich entweder um ein krankes oder verletztes Tier, doch gelegentlich, wenn auch selten um einen verwaisten Jungigel, so die Schutzgemeinschaft. Dann, aber auch nur dann braucht er menschliche Hilfe. Sie gelingt am besten, wenn ein Tierarzt zu Rate gezogen wird oder wenn sich in der Nähe eine Igelstation befindet, die Auskunft gibt, wie mit einem Igel umzugehen ist. Doch allzu oft versuchen Menschen sich allein als Igelretter, und in vielen Fällen begehen sie schwerwiegende Fehler, die ihrem Findling das Leben kosten können. Natürliche Feinde hat er wenige, lediglich Greifvögel und große Eulen wie der Uhu sind in der Lage, seinen Panzer aufzubrechen. Sein größter „Feind“ ist, wenn auch ohne Absicht, der Mensch mit seiner Landwirtschaft und Technik oder unwissentlich falschen Fütterung von Essensabfällen, Obst und Milch. Die Vermenschlichung des Igels wie auch vieler anderer Tiere ist unsinnig und tut ihm nicht gut. Dagegen braucht er unseren Schutz in Freiheit und ebenso die Hilfe von Organisationen wie etwa „Pro Igel“ und Igelstationen, die alljährlich Hunderte von Igeln betreuen. „Der putzig anmutende Igel verleitet leider zu oft dazu, ein zuviel menschlicher Fürsorge walten zu lassen.“, weiß auch Philip McCreight von TASSO e.V. Das Tier der Märchen und Fabeln will in Ruhe gelassen werden, ganz besonders, wenn es dem Menschen begegnet.

28.02.2009

Sterben für die Wissenschaft

Als Zellkultur wird die Kultivierung tierischer oder pflanzlicher Zellen in einem Nährmedium außerhalb des Organismus zu wissenschaftlichen Zwecken bezeichnet. Dieses Nährmedium, das die Zellkulturen zum Wachstum benötigen, wird in der Regel aus fetalem Kälberserum hergestellt. Jährlich sterben für diese wissenschaftlichen Zellkulturen schätzungsweise 2 Millionen Kälber, wie aus einer Meldung von Ärzte gegen Tierversuche hervorgeht. Dr. Corinna Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Verein Tierärzte gegen Tierversuche weiß: „Trächtigen Kühen wird unmittelbar nach dem Schlachten, die Gebärmutter mit dem Fetus entfernt. Dem noch lebenden Kalb wird eine dicke Nadel zwischen die Rippen durch Haut und Muskeln direkt in das schlagende Herz gestoßen. Das Blut wird abgesaugt, bis das Tier blutleer ist und stirbt.“ Inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, dass wissenschaftliche Versuche, durchaus auch ohne Tierversuche auskommen können und auch ohne, dass Tiere dafür sterben müssen, wie im Fall des Kälberserums. Tierversuchsfreie Alternativen gäbe es genug. Das Groteske an den Tierversuchen ist, dass sie sich nicht immer eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen. Das Beispiel des Blutfettsenkers Lipobay oder des Schlafmittels Contergan haben das auf tragische Weise bewiesen. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland schätzungsweise 55.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Arzneien, die alle vorher in unzähligen Tierversuchen getestet wurden.

25.02.2009

Handel mit Billigwelpen floriert - Aufklärung tut Not

Ein 25-jähriger Mann aus Potsdam wurde am Freitag in Untersuchungshaft genommen. Er steht in Verdacht, ungeimpfte Welpen aus Polen illegal als angebliche Tiere aus deutscher Zucht in Deutschland und der Schweiz über das Internet verkauft zu haben. Die Tiere seien erkrankt oder gestorben, teilte das Landeskriminalamt Brandenburg mit. Pro Verkauf erzielte der Betrüger bei einem Einkaufspreis von 30 Euro, zwischen 400 bis 600 Euro. Den Angaben zufolge hat der Mann vor allem mit Welpen der Rassen American Stafford, Labrador, Prager Rattler, Bulldogge, Shi Tsu, Stafford Terrier und Pitbull gehandelt, so die Märkische Allgemeine Zeitung.

„Hunde sind keine Ware und gehören nicht als Billigangebot ins Internet, auf Wochenmärkte oder Parkplätze! Keiner sollte sich in solch illegale Geschäfte reinziehen lassen.“, lautet der eindringliche Rat von Philip McCreight von TASSO e.V. Die Welpen werden oft viel zu früh von ihren Müttern getrennt, sind weder sozialisiert noch medizinisch untersucht oder geimpft und sterben in den meisten Fällen in den ersten Lebensmonaten. In vielen Ländern Europas werden Hunde genau für diesen tierschutzwidrigen Handel gezüchtet. Ein leider einträgliches Geschäft! „Erst wenn die Betrüger erkannt haben, dass Hundeliebhaber in Deutschland aufgeklärt sind und deshalb kein Absatz zu erwarten ist, wird der Handel nachlassen.“, weiß McCreight.

21.02.2009

Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge in Hessen meldepflichtig

Das Land Hessen hat die Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVo) zum Jahresbeginn geändert. Die wichtigsten Änderungen betreffen die so genannte Rasseliste, in der als gefährlich eingestufte Hunde aufgelistet sind. Neu aufgenommen in der Liste ist die Rasse Rottweiler. Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge sind somit ab Jahresbeginn als gefährliche Hunde eingestuft. Nach der neuen Verordnung dürfen Rottweiler, die nach dem 30.12.2008 geboren wurden, nur noch mit Erlaubnis des zuständigen Ordnungsamtes gehalten und geführt werden. Der Besitzer muss nachweisen können, dass er genügend Sachkunde hat, um ein solches Tier zu halten. Außerdem muss der Hund eine Wesensprüfung ablegen. Je nach Gemeinde muss das Tier zusätzlich einen elektronischen Chip tragen, mit dem es eindeutig zu identifizieren ist. Hundebesitzer, die Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge bereits vor dem 30. Dezember 2008 gehalten haben, müssen dies der zuständigen Ordnungsbehörde schriftlich bis spätestens 30. Juni 2009 anzeigen. Die hessische Hundeverordnung listet zehn Rassen als "vermutlich gefährlich" auf. Das sind Pitbull-Terrier, Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka und Rottweiler. Aus der Liste fielen Mastiff und Mastino Napoletano.

18.02.2009

Wichtiger Etappensieg im Tierschutz:

Ab März Verbot von Tierversuchen für kosmetische Inhaltsstoffe

Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetika bereits seit 1998. In der Europäischen Union waren Tierversuche für Kosmetik allerdings noch lange an der Tagesordnung. Erst seit 2004 sind Tierversuche für die Überprüfung kosmetischer Endprodukte auch in der EU verboten. Die Inhaltsstoffe oder Rohstoffe allerdings durften weiterhin an Tieren getestet werden. Am 11. März 2009 tritt nun die 7. Änderung der EU-Kosmetikrichtlinie in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind Tierversuche auch für kosmetische Inhaltstoffe und die Vermarktung von Kosmetik, die im Tierversuch getestet wurde,  EU-weit verboten. Dies ist ein weiterer Meilenstein zur gänzlichen Abschaffung der Tierversuche in der Kosmetik. „Auch wenn es noch viele Lücken gibt, die Gesetze nur schwer zu überwachen sein werden und noch viel Arbeit vor uns liegt, bis es gar keine Tierversuche mehr gibt, ist die Novellierung der Kosmetikrichtlinie absolut begrüßenswert.“, freut sich Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO. Verbrauchern, die verunsichert sind, rät McCreight auf Kosmetik von Herstellern, die Mitglied beim Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder beim Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik (IHTK) sind, umzusteigen. „Mit der Wahl derartiger Produkte, die es übrigens auch schon in Drogeriemärkten gibt, kann man sicher sein, dass kein Tier in Versuchen leiden musste.“, so McCreight weiter.

12.02.2009

Katze PEPPLES: Heimkehr nach acht Jahren Wanderschaft

TASSO brachte Haustier und Familie wieder zusammen

Ingrid Glöckler aus Nerenstetten in der Nähe von Ulm kann es immer noch nicht fassen: PEPPLES ist wieder da, zurückvermittelt von TASSO, dem größten Haustierzentralregister Europas. Anfang 2001 war die getigerte Langhaarkatze mitsamt Mutter und drei Geschwistern von einem auf den anderen Tag verschwunden, erzählt die Katzenliebhaberin. „Da alle fünf Freigänger waren, dachten wir natürlich sofort an Diebstahl. Wir haben deshalb auch keine umfangreichen Suchaktionen gestartet, sehr zum Leidwesen unserer Kinder. Vor wenigen Tagen dann der Anruf von TASSO: Wir haben Ihre PEPPLES gefunden, Sie können das Tier abholen!“ Wie Ingrid Glöckler erzählt, sei die inzwischen neun Jahre alte Katzendame in einem Mühlenbetrieb in der Nachbarschaft aufgetaucht. Dort habe man sie ins Haus gelockt und nach Tätowierungen abgesucht. „Wir hatten PEPPLES wenige Wochen nach der Geburt bei TASSO registrieren lassen, sie besitzt Markierungen in beiden Ohren. Zum Glück war eine jetzt noch eindeutig lesbar“, so Ingrid Glöckler. Diese Nummer hatte der Finder telefonisch an TASSO übermittelt, und die Tierschutzorganisation setzte sich sofort mit dem überglücklichen Frauchen in Verbindung. „PEPPLES hat uns auch sofort wieder erkannt, war ganz schmusig und hatte auch nach wie vor keine Angst vor unserem Hund. Nur die Freiheit liebt sie nicht mehr so wie früher und bleibt gerne im Haus. Wer weiß, was sie auf ihrer achtjährigen Wanderschaft so alles erlebt hat …“ 

Die anderen vier Katzen allerdings sind nach wie vor spurlos verschwunden.

10.02.2009

Jetzt auch bei Vetera:

Online registrieren aus der Praxis-Software

Seit 1989 bietet das Haus GP-Software Tierarzt-Praxen und -Kliniken, Fahrpraxen, Institute und Universitäten Produkte der Vetera Familie. Der Softwarespezialist kommt mit der erweiterten Funktion dem Wunsch vieler Tierärzte nach, die Registrierung zu vereinfachen.  Das kommt auch Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister in Hattersheim entgegen, spart die Onlineregistrierung dem Tierschutz doch viel Geld, das den Tierschutzaufgaben von TASSO zu Gute kommt. Jede zweite Registrierung bei TASSO erfolgt bereits online. Tierhaltern rät McCreight grundsätzlich, den Tierarzt beim nächsten Besuch auf die vorsorgliche Registrierung anzusprechen, falls das Tier noch nicht bei TASSO eingetragen ist.  Tierärzte, die mit der Vetera-Software arbeiten, können ein Update ab 16. Februar 2009 bei GP Software unter http://office@vetera.com kostenlos anfordern.

08.02.2009

Erster kommerzieller Klonhund

Geklonte Tiere sind keine Utopie mehr. In Amerika wurde der erste Klonhund für 155.000 US Dollar verkauft. Lancelot, ein elf Wochen alter Labrador-Welpe ist heute am Leben, weil seine Besitzer - Edgar und Nina Otto aus Florida - Genmaterial ihres im Januar 2008 verstorbenen „alten“ Lancelot einfrieren hatten lassen. Die Ottos waren eine von fünf Familien, die im vergangenen Juli im Rahmen einer Versteigerungsaktion der Klon-Firma Bioarts in Kalifornien als erste Empfänger ausgewählt wurden (TASSO berichtet). Im Oktober 2008 wurde die geklonte Eizelle einer Hunde-Leihmutter in Südkorea eingepflanzt, das Klon-Hündchen kam am 18. November letzten Jahres zur Welt. Der an dem Projekt beteiligte südkoreanische Tiermediziner Hwang Woo Suk hatte im August 2005 erstmals eine Kopie eines lebenden Hundes vorgestellt: Einen Windhund namens Snuppy. In dem Labor in Südkorea will das kalifornische Unternehmen alle weiteren Klon-Projekte in Auftrag geben.

08.02.2009

Hund brutal getötet – Zeugen gesucht

Ein Ausflug durch ein Loch im Zaun auf das Grundstück des Nachbarn endete am Freitagabend in Bad Homburg für einen wenige Monate alten Rhodesian Ridgeback tödlich. Das Tier geriet mit dem Kopf in eine in Deutschland verbotene Falle, ein Tellereisen, das der Nachbar zusätzlich an einem Baum angebracht hat. Der Mann steht im Verdacht, den verletzten Hund später in seiner Garage getötet und den Kadaver an einem unbekannten Ort entsorgt zu haben, so Berichte der Frankfurter Rundschau. Nach Angaben der Kriminalpolizei hörten die Besitzer das Tier jaulen, als es sich in der Eisenfalle verfangen hatte. Um Werkzeug zur Befreiung zu holen, liefen sie zurück ins Haus. Als sie wiederkamen, waren Hund und Falle verschwunden. Das Jaulen war jetzt aus der Garage des Nachbarn zu hören. Als die alarmierte Polizei die Garage öffnete, waren Wände und Boden blutverschmiert. Vom Hund fehlte jede Spur, so die Meldungen der Frankfurter Rundschau. Der Nachbar, der den verletzten Hund getötet und weggeschafft haben soll, verweigerte gegenüber der Polizei eine Aussage zu den Blutspuren im Kofferraum seines Fahrzeugs und zum Verbleib des Kadavers. Die Polizei Bad Homburg sucht nun Zeugen, denen ein Fahrzeug in der umliegenden Feld- und Waldgemarkung aufgefallen ist oder die etwas beobachtet haben. Die Tat geschah gegen 21 Uhr in der Tannenwaldallee.

31.01.2009

Fundtiere melden - Polizei oft erste Anlaufstelle

Wer ein Tier gefunden hat oder sein eigenes Tier vermisst, informiert oftmals die nächstgelegene Polizeidienststelle oder die Tierheime in der Umgebung. Das erleichtert nicht nur die Rückvermittlung, sondern hat auch rechtliche Hintergründe. Mit der rechtlich gesehenen Inbesitznahme eines Fundtieres, zum Beispiel durch Anleinen eines entlaufenen Hundes, geht der Finder zunächst die Verpflichtung ein, das Tier tierschutzgerecht unterzubringen und die gesetzlichen Bestimmungen des Fundrechtes (§§ 965 ff. BGB i.V.m. § 90a BGB) zu befolgen: Der Fund ist unverzüglich dem Verlierer bzw. Eigentümer bzw., wenn dieser unbekannt ist, der zuständigen Gemeinde oder Polizeibehörde anzuzeigen. Die Polizei wird das Tier dann in einem Tierheim unterbringen, das sich bemüht, den Halter ausfindig zu machen. Ein Anruf bei TASSO  würde dem Tier einen langen Aufenthalt im Tierheim oft ersparen. Leider wissen noch immer viel zu wenig Polizisten von TASSO und der schnellen und effizienten Methode der Rückvermittlung entlaufener Tiere. Polizeibeamte haben jetzt die Möglichkeit unter eam@tasso.net kostenloses Informationsmaterial bei TASSO zum Thema „Die Polizei und TASSO: Freunde und Helfer vermisster Tiere“ zum Auslegen in den Polizeidienststellen anzufordern.

29.01.2009

Eis schmilzt schneller als gedacht - Eisbären hungern

 Das Eis in der Arktis und auch in Grönland scheint nach Ansicht von Experten sehr viel schneller zu schmelzen, als gedacht. Die derzeitige Erderwärmung um zirka 0,8 Grad sei schon ein Wert, der - wenn sich nichts ändert -  zu einem neuen bedenklichen Klimazustand führen könnte. In diesem Zusammenhang ist der Anstieg des Meeresspiegels das unter Forschern am heftigsten diskutierte Thema. Die Ergebnisse reichen von mehreren Metern bis zu 70 Metern. Genau weiß das niemand, weil das Abschmelzen des zirka 2 Kilometer dicken Grönland-Eis die große Unbekannte ist. Fest steht allerdings, dass etwas passieren muss. Bis 2050 - so die Berechnungen -  müsse der Hauptverursacher CO2 um 50 Prozent halbiert werden. Dieser Prozess müsse allerdings bis 2020 eingeleitet sein. Hans Joachim Schellnhuber, Klimaschutzbeauftragter der Bundesregierung, warnt vor einem „desaströsen Klimawandel“, sollte der Umschwung hin zur CO2-Einsparung nicht funktionieren. Der Klimawandel hat auch direkt auf die Eisbären Einfluss. Erst seit kurzem auf der „Rote Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten 2006“ wird ihre Nahrung, die auf dem Eis gefangen wird, zunehmend knapper, wenn das Eis schmilzt. Die Eisbärenpopulation ist laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) bereits auf 22.000 Tiere gesunken, zu erwarten ist eine weitere Abnahme um ein Drittel innerhalb von 45 Jahren.

22.01.2009

TASSO sagt Danke!

Registrierung auf Knopfdruck ist aktiver Tierschutz und offensichtlich unter Tierhaltern und Tierärzten sehr beliebt. Jede zweite(!) Registrierung bei TASSO erfolgt heute bereits online. Innerhalb von nur 3 Jahren hat sich diese einfache Form des vorsorglichen Tierschutzes damit fast verdoppelt. Online-Registrierung ist nicht nur schnell und bequem, sie spart dem Tierschutz auch viel Geld und schützt nebenbei die Ressourcen unserer Umwelt. 

Mehr als 175.000,- EUR für Datenerfassung und Druck von Anträgen werden so pro Jahr eingespart! Im selben Zeitraum wird die Umwelt mit einer Einsparung von 1,5 Tonnen Papier entlastet. Für dieses zukunftsweisende Engagement der Tierärzte, Tierschutzvereine und Tierhalter möchte sich TASSO an dieser Stelle herzlich bedanken. „Jeder kann dazu beitragen, dass in Zukunft jährlich zusätzlich weitere 175.000,- EUR in den Tierschutz investiert werden können, anstatt in den Druck von Anträgen. Jede Online-Registrierung hilft dem Tierschutz!“ appelliert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim.

20.01.2009

Schuldspruch trotz Leine und Warnung

 Beißt ein Hund einen Menschen, haftet in aller Regel der Besitzer. Ist der Hund durch vorausgegangene Beißvorfälle schon auffällig geworden, bleibt die Haftung auch dann bestehen, wenn der Hund angeleint und seine Gefährlichkeit bekannt war. Das Landgericht Coburg hat eine Hundehalterin zur Zahlung von 1.500,- EUR Schmerzensgeld verurteilt, weil ihr Hund einen achtjährigen Jungen gebissen hatte (AZ 11 O 660/07). Das Kind hatte sich dem Hund heimlich trotz Warnung durch die Besitzerin genähert. Das Gericht sah allerdings durchaus eine Mitschuld des Geschädigten und sah daher die Schmerzensgeldforderung der Klägerin von 12.500,- EUR als nicht angemessen an.

17.01.2009

TVS Münster bietet Veterinären neuen Service

Registrierung bei TASSO aus der Praxisverwaltungssoftware

 Registrierung per Knopfdruck - das ist das erklärte Ziel von Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister in Hattersheim. Die tierärztliche Verrechnungsstelle Nordrhein-Westfalen r.V. in Münster  (www.tvs-muenster.de) ist mittlerweile der zehnte Softwareanbieter, der seinen Kunden aus dem veterinärmedizinischen Bereich ab Mitte Januar die Möglichkeit bietet, direkt aus der Praxisverwaltungssoftware (ANIKA) heraus bei TASSO zu registrieren. Alle relevanten Stammdaten des Tieres und des Tierhalters werden direkt aus der Tierarztdatenbank übernommen und online an TASSO geschickt. “Oft genug haben die Tierärzte im Praxisalltag einfach nicht die Zeit, unsere Anträge auszufüllen. Wird statt der Registrierung vor Ort der Antrag dem Tierhalter mitgegeben, gerät die für das Tier wichtige Registrierung leider oft in Vergessenheit.”, weiß Philip McCreight, Leiter bei TASSO e.V., aus leidvoller Erfahrung. “Der größte Vorteil ist, dass das Tier mit der Online-Registrierung automatisch sofort bei uns registriert und somit für den Verlustfall auch sofort geschützt ist.”, so McCreight weiter. Die Online-Registrierung wird bei den Tierärzten immer beliebter, spart sie doch viel Zeit. 45 Prozent aller Registrierungen bei TASSO erfolgen bereits online. Tierhaltern rät McCreight, den Tierarzt beim nächsten Besuch auf die vorsorgliche Registrierung anzusprechen, falls das Tier noch nicht bei TASSO eingetragen ist.

Tierärzte, die die Online-Registrierung aus der Praxisverwaltungssoftware heraus wünschen, können sich gerne unter vets@tasso.net mit TASSO in Verbindung setzen.

11.01.2009

Fast 50.000 Hunde und Katzen zurückvermittelt

TASSO-Bilanz 2008: So viele „Flüchtlinge“ wie niemals zuvor

Exakt 49.103 entlaufene Hunde und Katzen haben im Jahr 2008 buchstäblich das Weite gesucht und konnten trotzdem an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Dank TASSO, der Tierschutzorganisation, die sich seit über 26 Jahren unter anderem der kostenlosen Suche nach vermissten Haustieren widmet. 

Dass der Verein im vergangenen Jahr besonders erfolgreich war, ist laut TASSO-Chef Philip McCreight auf das weiter wachsende Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter zurückzuführen: „Der unter die Haut schmerzlos eingesetzte Transponder-Chip ist bei Hunden und Katzen immer häufiger anzutreffen. Dieser Chip ist schließlich die Voraussetzung für die eindeutige Identifizierung des Tieres. Er allein aber nützt gar nichts, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist, was übrigens keinerlei Kosten verursacht. 2008 hatten wir zum Glück einen regen Zulauf, es gab genau 501.159 Neuzugänge in unserem Haustierzentralregister.“ 

Trotz der positiven Bilanz ist McCreight nicht recht zufrieden: „Noch immer sind rund 63 Prozent aller Heimtiere nicht registriert, obwohl sie vielfach einen Chip besitzen. Dabei funktioniert die Registrierung über das Internet schnell und sicher: Einfach unter www.tasso.net auf „Registrierung“ klicken. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, persönliche Daten sind so vor jedem „Mitlesen“ geschützt.“

08.01.2009

Strategien gegen klirrende Temperaturen:

Kalte Füße und gefettete Federn

Trotz der eisigen Kälte, die derzeit herrscht, müssen wir uns um Vögel keine Sorgen machen. Die Natur hat die Tiere wie immer mit den passenden Überlebensstrategien gegen Frost und Minusgrade ausgerüstet. Obwohl die meisten Vögel mit einer Körpertemperatur von 40 Grad Celsius gut gegen Kälte geschützt sind, fließt in die Füße nur sehr wenig Blut, so dass diese mit 6 Grad kaum gewärmt sind. Und das ist von der Natur auch so gewollt. Hätten zum Beispiel Enten warme Füße, würden sie das Eis auf dem sie stehen, antauen und dann mit dem Schmelzwasser festfrieren, so Dr. Martin von der Deutschen Wildtierstiftung. Das Aufplustern, das man im Winter bei Vögeln beobachtet, dient dazu, Luft zwischen die Federschichten zu bekommen, die als Isolierschicht dient. Wasservögel können ihre Federn zusätzlich noch mit einem Körpersekret fetten, um Wasser abzuweisen.

07.01.2009

Länder legalisieren Jagd auf Kormorane

Der Kormoran galt in Deutschland lange Zeit als fast ausgestorben. Die Fischerei sah in ihm eine starke Konkurrenz in Bezug auf die gemeinsam genutzte Ressource „Fisch“ und bejagte ihn deshalb gnadenlos. Dank der EU-Vogelschutzrichtlinie von 1979 haben sich die Bestände in den letzten Jahren wieder erholt.  

Vermehrt treten allerdings in letzter Zeit  auf Länderebene - wie zum Beispiel in Nordrheinwestfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg – Verordnungen zum Schutz von Fischereigebieten und Gewässern in Kraft. Damit wird die Kormoranjagd zumindest zum Teil legalisiert. Und das, obwohl der Vogel laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten zählt. Die Argumente für den Abschuss sind immer wieder die gleichen: Die Vögel würden den Fischbestand in Deutschland vernichten. Langzeitbeobachtungen zeigen allerdings, dass der Rückgang der Fischbestände auch in den Binnengewässern eher einen globalen Hintergrund aus Verschmutzung der Gewässer, Überfischung der Bestände, Trockenlegung und Abwässer aus der Industrie hat. „Den Kormoran als Hauptverursacher für die rückläufigen Fischbestände verantwortlich machen zu wollen, entbehrt jeglicher Grundlage. Auch wenn es keinen einzigen Kormoran in Deutschland mehr gäbe, würde das die Fischbestände nicht retten.“, kommentiert Philip McCreight von der Tierschutzorganisation.

TASSO e.V. die traurige Entwicklung.

02.02.2009

Das TASSO-Team wünscht ein gutes neues Jahr 2009

Das TASSO-Team dankt allen Förderern unserer Tierschutzarbeit, allen kooperierenden Tierschutzvereinen und Tierärzten, den tausenden ehrenamtlichen Helfern und allen Tierfreunden für ihre unermüdliche Unterstützung. Durch Ihre Hilfe konnten alleine im Jahr 2008 über 49.000 herrenlose Tiere mit deren überglücklichen Frauchen oder Herrchen wieder zusammengeführt werden.

Ihr Zuspruch und Ihre Unterstützung ist das, was die Mitarbeiter der TASSO-Notruf-Zentrale Tag für Tag in ihrer Tierschutzarbeit bestärkt und motiviert.

Das TASSO-Team hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit in 2009 und wünscht allen einen guten Start in das neue Jahr.

(Aaron McDevin, Anett Holzapfel, Angeliki Arelaki, Bettina Daum-Klusch, Camelia Cîndea, Carmen Ludwig, Christa Ziemer, Christiane Mayer-Kirchhof, Claudia Naumann, Constance Paul, Corina Tolzin, Daniel Duran, Denise Duran, Dennis Schiffer, Desireé Weller, Dorota Velazquez de Armas, Edith Rossmann, Elke Ruppert, Elwira Klement, Evelin Geißler, Evelyn Weilbächer, Ewelina Wojciechowska, Fani Natsina, Gabriele Bauer, Giulia Weilbächer, Janina Volkland, Jennifer McDevin, Jennifer Ruppert, Karolina McCreight, Malgorzata McCreight, Manuela Brack, Manuela Schiffer, Marianne Person, Marnie Gütschow, Martina McDevin, Nadine Schlaich, Patricia Mertiny, Peter Raehse, Petra Giessel, Philip McCreight, Sabrina Wittka, Sebastian Weilbächer, Sibel Alkin, Stefan Person, Susanne Düll, Sylke Schenkewitz, Sylvia Ruppert, Tiziana Trupia, Ursula Rathgeber)

 

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