13.06.2008 

Bei Anruf Abzocke 

Betrüger suchen gezielt nach Telefonnummern in Vermisstenanzeigen 

von Tieren und erschleichen sich Aktivierungscodes von Online-Bezahlsystemen 

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. warnt vor betrügerischen Aktionen angeblicher Tierschutzorganisationen. Laut Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, erhielten derzeit zahlreiche Telefonbesitzer Anrufe aus Spanien, in denen nach einem per SMS auf das Handy übermittelten PIN-Code des Online-Bezahldienstes „Clickandbuy“ gefragt wird. Dieser Code würde beispielsweise für die Weiterleitung der Vermisstenanzeige an Tierheime benötigt, so die Behauptung. Tatsächlich aber dient der von „Clickandbuy“ gesendete Code ausschließlich zur Verifizierung der Anmeldung beim Bezahldienst. „Die Betrüger haben sich mit den Angaben aus der Vermisstenanzeige angemeldet, unter anderem auch mit der üblicherweise angegebenen Handy-Nummer“, mutmaßt McCreight. „Damit die Registrierung klappt und man per Mausklick weltweit einkaufen kann, muss man den von ‚Clickandbuy‘ per SMS zugesandten Bestätigungs-Code in ein Web-Formular eingeben. Damit soll die Authentizität der Anmeldung sichergestellt werden.“   er TASSO-Chef empfiehlt: Wenn jemand am Telefon nach eindeutig vertraulichen Informationen wie PIN-Codes fragt, grundsätzlich auflegen. „Da auf die klassischen ng-Methoden per E-Mail kaum noch jemand hereinfällt, suchen sich die Betrüger neue Einnahmequellen“, meint McCreight. „Besitzer vermisster Tiere scheinen optimale Opfer zu sein. Schließlich würden viele alles tun, nur um ihren Liebling zurückzubekommen.“ Um Abzock-Versuchen vorzubeugen, sollten Vermisstenanzeigen niemals Name, Anschrift oder Telefonnummer enthalten, warnt der Tierschutzexperte. Viel besser sei es, die Suche TASSO zu überlassen. Die von dem Verein verbreiteten Suchanzeigen enthalten keinerlei Informationen, die auf den Besitzer des vermissten Tieres schließen lassen. Zudem ist dieser Service vollkommen kostenfrei.   

12.06.2008

EU beschließt Chip- und Registrierungspflicht für Pferde  

Die Europäische Union hat heute einen Vorschlag der Gesundheits-Kommission angenommen, nach dem Equiden – dazu zählen u. a. Pferde, Esel, Zebras und Maultiere - in Zukunft europaweit durch einen Mikrochip gekennzeichnet und registriert werden müssen. Ziel der einheitlichen Verordnung ist der Schutz der Gesundheit von Tier und Mensch. Spätestens im Alter von 6 Monaten oder bei Import müssen die Tiere gechippt sein und einen einheitlichen Gesundheitspass haben. Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. begrüßt die Entscheidung der EU: „Früher oder später werden alle Tiere in Europa nur schon aus Gründen der Sicherheit gekennzeichnet und registriert sein. Schön, dass die EU sich schon jetzt dafür stark macht.“ Für den Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister steht nicht allein die Tiergesundheit im Vordergrund. „Registrierung schützt Tierleben. Ohne Registrierung wären wir nicht in der Lage, jährlich allein über 40.000 entlaufene Hunde Katzen und Pferde an ihre Besitzer zurück zu vermitteln.“, so McCreight. Die Verordnung tritt voraussichtlich am 1. Juli 2009 in den Mitgliedstaaten in Kraft.  

04.06.2008

Dobermann beinahe im Auto gestorben

Die morgendlichen Temperaturen haben einen Hundehalter veranlasst, seinen jungen Hund während eines Seminars 4 Stunden lang im Auto zu lassen. Dass die Sonne steigt und das Auto sich in dieser Zeit aufheizen würde, daran dachte der Halter nicht. Passanten alarmierten die Polizei, als der Hund schon regungslos auf den Lederrücksitzen des Autos lag und hechelte. Die zu Hilfe gerufene örtliche Tierschutzvereinsvorsitzende Jutta Schneider meinte zu dem Vorfall: „Wäre der Hund älter oder krank gewesen, hätte er die Unachtsamkeit seines Herrchens nicht überlebt.“ In dem Auto, das von der Polizei aufgebrochen wurde, wurden 40 Grad Celsius gemessen. „Ein paar Grad mehr und der Hund wäre jämmerlich eingegangen.“ Immerhin war der Halter, der seinen „Henry“ am übernächsten Tag aus dem Tierheim holen durfte, sehr reumütig. TASSO rät: Wenn Sie einen Hund im Auto sehen, der unter der Hitze im verschlossenen Auto leidet, informieren Sie bitte unverzüglich die Polizei. Lieber einmal zu viel eingreifen, als wegschauen.  

01.06.2008

Hund verursacht Unfall - Nicht immer haftet der Halter  

Im zugrunde liegenden Fall war eine Hundehüterin mit dem Hund ihres Bekannten unterwegs. Der Hund riss sich plötzlich ohne ersichtlichen Grund von der Leine los. Die „Hundesitterin“ lief hinter dem Hund her. Ein Autofahrer musste ausweichen, um weder Mensch noch Hund zu gefährden. Zum Sach-Schaden von 5.000 Euro kam es, als ein weiteres Auto das ausweichende Auto überholen wollte. Die Hundehaftpflichtversicherung weigerte sich zunächst, den Schaden zu begleichen und begründete ihre Entscheidung damit, dass das Auto angesichts des über die Straße laufenden Hundes nicht hätte überholen dürfen. Das Landgericht Coburg entschied zu Gunsten der Hundehalterin; die Versicherung muss den Schaden bezahlen. (Az 22O 283/07).

Begründung: Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen, dass sich ein Hund unvermittelt losreißt, zumal er ordnungsgemäß angeleint war. Auch waren die Autos nicht zu schnell unterwegs. Der Unfall hätte laut Auffassung des Gerichtes nicht vermieden werden können. „Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie wichtig eine Hundehaftpflichtversicherung ist, die manche Tierhalter leider immer noch lieber sparen möchten.“, so Andrea Thümmel von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Außerdem muss überprüft werden, ob im Versicherungsschutz auch der Tierhüter mit eingeschlossen ist.“, so Thümmel weiter  

26.05.2008

Neuer Service für Kunden von Vetinf GmbH:

Registrierung bei TASSO aus der Praxisverwaltungssoftware  

Der Softwarehersteller Vetinf GmbH aus dem bayerischen Rohrbach bietet seinen Kunden aus dem veterinärmedizinischen Bereich ab sofort die Möglichkeit, direkt aus der Praxisverwaltungssoftware heraus bei TASSO zu registrieren. Auf Knopfdruck werden alle relevanten Stammdaten des Tieres und des Tierhalters aus der Tierarztdatenbank übernommen und online an TASSO geschickt. “Oft genug haben die Tierärzte im Praxisalltag einfach nicht die Zeit, unsere Anträge auszufüllen. Wird statt der Registrierung vor Ort der Antrag dem Tierhalter mitgegeben, gerät die für das Tier wichtige Registrierung leider oft in Vergessenheit.”, weiß Philip McCreight, Leiter bei TASSO e.V., aus leidvoller Erfahrung. “Der größte Vorteil ist, dass das Tier mit der Online-Registrierung automatisch sofort bei uns registriert und somit für den Verlustfall auch sofort geschützt ist.”, so McCreight weiter. In Kürze sollen alle Tierärzte mit einer Praxisverwaltungssoftware diesen Service angeboten bekommen. “30 Prozent aller Registrierungen erfolgen bereits online. Diesen Trend möchten  wir mit geeigneten Maßnahmen auch in Zukunft sinnvoll unterstützen.”, erklärt Tierschützer McCreight sein Vorhaben. “Der Tierarzt kann in der Praxisverwaltungssoftware auch sofort sehen, ob ein Tier bereits registriert ist oder nicht und die Kennzeichnung und Registrierung gegebenenfalls nachholen.”, ergänzt Gerd Zimmermann, Geschäftsführer von Vetinf GmbH. Tierhaltern rät McCreight, den Tierarzt beim nächsten Besuch auf die Online-Registrierung anzusprechen, falls das Tier noch nicht bei TASSO eingetragen ist.

Das entsprechende Software-Update erhalten alle Veterinäre mit Beratungsvertrag bei Vetinf GmbH automatisch in den nächsten Tagen.

21.05.2008

TASSO-Tipp:

So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie ein Tier finden  

Viele Menschen die ein offensichtlich entlaufenes Tier finden, haben Mitleid und behalten das Tier in guter Absicht. Dabei unterliegt auch ein vermisstes Tier dem Fundrecht und muss wie andere Fundgegenstände unverzüglich bei der Polizei oder dem Ordnungsamt gemeldet werden. Im Ernstfall droht ansonsten eine Anzeige wegen Unterschlagung einer Fundsache. Ist das Tier bei TASSO gemeldet, kann man davon ausgehen, dass der Besitzer auch ermittelt werden kann. Wie geht man also am besten vor, wenn man ein Tier findet? “Wenn das Tier zutraulich ist, überprüfen Sie bitte zunächst, ob es eine SOS-Halsbandplakette von TASSO trägt. Geben Sie uns die dortige Kennummer telefonisch durch. Um alles weiter kümmern wir uns.” rät Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister. Wenn das Tier keine Marke trägt, ist es ratsam, es zum Tierarzt oder Tierheim zu bringen. Dort wird nach einer Tätowierung oder einem Chip gesucht, um somit den Besitzer über TASSO, zu ermitteln. Häufig kommt es jedoch vor, dass das Tier weder gekennzeichnet noch registriert ist und auch sonst nichts auf den Besitzer hindeutet. In einem solchen Fall kann der Finder dem Tier nach der Fund-Anzeige für zunächst 6 Monate einen Pflegeplatz geben. Meldet sich der Besitzer innerhalb dieser Zeit, muss das Tier wieder zurückgegeben werden; wenn nicht, kann der Finder das Tier behalten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie ein Tier finden, rufen Sie bitte kurz bei TASSO an.

21.05.2008

Tierschützer empfehlen:

Den Hund nicht lange im geparkten Auto lassen

Auch wenn draußen die Temperaturen noch eher frühlingshaft als sommerlich sind: Im geparkten Auto kann bei prallem Sonnenschein das Thermometer dennoch auf mehr als 30 Grad steigen. Besonders betroffen sind dunkel lackierte Wagen mit großen Scheiben. Hier einen Hund für mehrere Stunden einzusperren – wie sogar auf Zoo-Parkplätzen empfohlen wird (siehe Foto) – kann an Tierquälerei grenzen, so die Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Viele Hundebesitzer wollen ihren Vierbeiner nicht allein zu Hause lassen und nehmen ihn im Auto mit. Auch dahin, wo Hunde nicht erlaubt sind. In Zoos, Museen und Rummelplätzen beispielsweise. Auf dem Parkplatz wird dann die Seitenscheibe ein paar Zentimeter heruntergekurbelt und der Hund oft für mehrere Stunden seinem Schicksal überlassen. Was aber viele nicht bedenken: Auch wenn der Wagen anfangs im Schatten steht, schon nach wenigen Minuten kann sich die Situation radikal ändern. Die Sonne wandert, trifft sie das Auto, wird es im Innenraum schnell unerträglich heiß. „Hunde schwitzen nur ein wenig an den Pfoten“ erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Ihren Wärmehaushalt regeln sie überwiegend durch das Hecheln.“ Doch bei Temperaturen von weit über 30 Grad würde das auch nicht mehr helfen. „Die Tiere verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit, das führt zum Kollaps und schließlich zum Tod.“

McCreight empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, sofort den Besitzer ausfindig zu machen. Beispielsweise durch einen Lautsprecher-Ausruf. Führe dies nicht zum Erfolg, solle man die Polizei rufen. „Die wird dann wahrscheinlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien“, so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. „Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen“, gibt der TASSO-Chef zu bedenken.

Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. „Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein. Trinkt er gar nicht mehr, muss er sofort zum Tierarzt, der den Flüssigkeitsverlust über Infusionen ausgleicht“, rät Wilcken.  

16.05.2008

Chip oder Tätowierung? Hauptsache gekennzeichnet und registriert!

Wofür man sich als Tierarzt, Züchter oder Tierhalter bei der Kennzeichnung von Haustieren entscheidet, ist wohl eher Ansichtssache, als eine Frage der sachlichen Begründung. Es gibt Vor- und Nachteile für beide Methoden. Die Züchter bevorzugen nach wie vor die Tätowierung, wohingegen es in den Tierarzt-Praxen immer mehr Usus ist, zu chippen. 2012 wird das Chippen für Reisen ins europäische Ausland allerdings Pflicht, so dass mit einem weiteren Anstieg der gechippten Tiere zu rechnen sein dürfte. Zirka 20 Prozent der bei TASSO eingehenden Neuanträge basieren auf einer Tätowierung. Aufgrund der Tatsache, dass beide Kennzeichnungsmethoden europaweit gängig sind und sich für die Registrierung eignen, führt TASSO neben der Abfrage der Transpondernummern bereits seit seiner Gründung auch Europas größte Tätowierungsdatenbank. Dort sind die Tätowierungscodes von knapp 10.000 Tierärzten gelistet. Falls ein Tier nicht registriert ist, lässt sich so zumindest der behandelnde Tierarzt feststellen. Die TASSO-Mitarbeiter sind darauf geschult, auch eine verblasste oder eine doppelt vergebene Nummer sicher dem Tierhalter oder Tierarzt zuzuordnen. Leider fehlt im Zusammenhang mit der Tätowierung eine einheitliche Regelung, die die Vergabe der Nummern- und Buchstabenkombination festlegt. So sind mehr als 7 Prozent der 1,3 Millionen Tätowierungsnummern in der TASSO-Datenbank doppelt. Tierärzte können sich von TASSO gerne über eine Codierung beraten lassen, die sich im Alltag bewährt hat und die Zuordnung eines nicht-registrierten Tieres zum Tierarzt erleichtert, sowie eine Doppelung sicher ausschließt. Tel.: 06190.937300

12.04.2008

24-jährige Studentin sollte 2000 Euro zahlen - Erpresser bei der Übergabe von der Polizei geschnappt - Methode könnte trotzdem Nachahmer finden

Klein, ungefährlich und wertvoll - so beschreibt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die typischen Eigenschaften potenzieller tierischer Entführungsopfer. Für McCreight hat der Fall der 24-jährigen Studentin Carolin Kass aus Paderborn, die vor wenigen Tagen 2000 Euro "Finderlohn" zahlen sollte, Seriencharakter: "Die Erpresser hatten die kleine Chihuahua-Hündin angeblich gefunden und verlangten von TASSO die Telefonnummer der Besitzerin, um bei ihr dann richtig abkassieren zu können.", berichtet der Tierschützer. "Wir haben Frau Kass aber gewarnt und um Einschaltung der Polizei gebeten."

Die Studentin befolgte den Rat, TASSO gab die Rufnummer mit ihrer Einwilligung an die Erpresser heraus, und wenige Stunden später schnappte die Kripo-Falle bei der Geldübergabe zu. "Für die Hundebesitzerin und ihren kleinen Liebling ist zwar alles glimpflich abgelaufen", so McCreight weiter, "es hätte aber auch böse enden können." Dass die Erpresser den Hund tatsächlich nur gefunden hätten, wie sie gegenüber der Polizei wohl behaupteten, bezweifelt der TASSO-Chef. "Dazu sind die uns gegenüber viel zu abgebrüht aufgetreten." So sei denn auch durchaus damit zu rechnen, dass diese Entführung kein Einzelfall bleibt. Damit es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt, rät McCreight:

  ·          Der Hund sollte möglichst keinerlei Hinweise auf den Besitzer mit sich tragen, beispielsweise keine Telefonnummer. Besser ist die kostenlose SOS-Halsbandplakette von TASSO mit individueller Registrier- und zentraler Rufnummer. Die TASSO-Mitarbeiter sind geschult und fühlen den Findern auf den Zahn.

·          Nach deutschem Recht ist der Finderlohn bei Tieren auf drei Prozent des Wertes festgesetzt (§ 971 BGB). Für einen 1000 Euro teuren Hund wären also 30 Euro Finderlohn angemessen, wer mehr verlangt und das Tier zurückhält, macht sich strafbar. In solchen Fällen immer die Polizei einschalten.

·          Wirkliche Tierfreunde helfen ohne jeden finanziellen Hintergedanken. Wenn die Belohnung beim Finder ganz eindeutig im Vordergrund steht, sollte man misstrauisch sein.

  ·          Bei der Übergabe des Hundes sollte der Besitzer keinesfalls allein sein, sondern einen Zeugen dabei haben. Plötzlichen Erpressungsversuchen könnte man so schon im Vorfeld begegnen.

Pro Jahr liefen hochgerechnet rund 170.000 Hunde ihren Besitzern weg, so McCreight. Dank der Registrierung bei TASSO und der Mithilfe zahlreicher Tierfreunde würde zwar die Mehrheit der Vierbeiner früher oder später wieder zu Hause landen; allzu leichtfertig solle man aber nicht mit dem Tier umgehen: "Auch der gehorsamste Hund kann plötzlich das Weite suchen und dabei unseriösen Geschäftemachern in die Hände fallen. Hinzu kommt die ‚Entführungsgefahr' beispielsweise beim Festbinden vor einem Geschäft. Mein Tipp: In unbekannter Umgebung den Hund nie frei laufen lassen und beim Festbinden in kurzen Abständen nachsehen, ob er noch da ist."   

06.04.2008  

Katastrophale Zustände bei Lebend-Tiertransporten  

Von 77 kontrollierten Lebend-Tiertransporten in Mittelhessen wurde im letzten Jahr 48 Transporte beanstandet, so die Statistik des Giessener Regierungspräsidiums. Damit ist nicht einmal jeder zweite Transport in Ordnung. Missstände gab es vor allem wegen der Überschreitung der zulässigen Fahrthöchstdauer von 8 Stunden bei Normalfahrzeugen ohne Tränkesystem und Ventilatoren, dem Platz für jedes einzelne Tier und den Transportpapieren. Verstöße gegen die Transportverordnungen oder das Tierschutzgesetz seien eigentlich eher die Regel als die Ausnahme, weiß Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale aus jahrelanger Erfahrung im Tierschutz. “Man kann sich anhand der Stichprobe in Hessen ganz leicht ausrechnen, wie viele Tiere stundenlang unter unzumutbaren Transportbedingungen in Deutschland und Europa leiden müssen.”, so McCreight. Die Tierschutzorganisation Animals Angels haben Beispiele für Transportzeiten dokumentiert: So seien Pferde von Weißrussland nach Sardinien in der Regel fünf Tage unterwegs, Schafe von Spanien nach Griechenland vier Tage, Kälber von Deutschland nach Spanien 25 Stunden. Tiertransporte per Schiff von Australien nach Ägypten bräuchten ca. 3 Wochen. Dabei handele es sich um Durchschnittswerte. Verzögerungen z. B. durch Staus, Grenzkontrollen oder Unfälle seien noch gar nicht eingerechnet. “Eine Änderung der Situation wird es wohl erst geben, wenn die Verstöße gegen die bestehenden Gesetze drastischer sanktioniert werden und sich das Verbraucherverhalten ändert.”, vermutet Philip McCreight.

03.04.2008

Kostenlose Hilfe für Tiere Obdachloser Düsseldorfer Projekt sehr erfolgreich  

Underdog, eine Initiative des Obdachlosen-Vereins FiftyFifty in Düsseldorf kümmert sich seit 2 Jahren um die medizinische Erstversorgung der Tiere von Obdachlosen. Jeden Mittwoch werden in den Räumen der Sozialstation “Axept” Hunde und Katzen kostenlos behandelt. Finanziert wird das Projekt des Franziskanerbruder Matthäus Werner von Spenden und dem Land NRW. Über die Tiere die Menschen erreichen, ist die Philosophie des Schirmherren von Underdog. Während die ehrenamtlich arbeitenden Tierärzte die Patienten behandeln, bekommen die Halter von der Sozialarbeiterin einen Kaffee angeboten. So kommt man leichter ins Gespräch und kann versuchen, auch den Menschen zu helfen. “Tiere sind oft die einzigen Vertrauten von Obdachlosen. Dass ihnen im Krankheitsfall unbürokratisch und kostenlos geholfen wird, ist ein tolles Engagement der Stadt Düsseldorf, das ich mir für andere Städte auch wünschen würde.”, so Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO e.V., Europas größtem Haustierzentralregister.  

28.03.2008

Zecken-Alarm: Hunde sind besonders gefährdet Experten warnen vor der unbehandelt tödlichverlaufenden Babesiose-Infektion

Die im Volksmund „Hundemalaria“ genannte Babesiose des Hundes ist weiter auf dem Vormarsch. Übertragen werden die Bakterien durch Auwaldzecken, die inzwischen aus ihrer Winterruhe erwacht sind und gierig auf Opfer lauern.

Der diesjährige Winter war zwar ungewöhnlich lang, aber insgesamt eher mild. Aufgrund der fehlenden zweistelligen Minusgrade werden somit Heerscharen von Zecken überlebt haben. Die winzigen Spinnentiere lauern nun im kniehohen Gras oder niedrigen Büschen auf ihre Opfer, die sie an deren Ausdünstungen erkennen. Bei unmittelbarem Kontakt mit dem Opfer lassen sie sich vom Halm oder Ast abstreifen und suchen eine warme Körperstelle mit möglichst dünner Haut. Dort stechen sie zu, saugen Blut und „spucken“ unverdauliche Blutbestandteile von Zeit zu Zeit in die Wunde zurück. Eine Blutmahlzeit kann so mehrere Tage andauern.

Tödlicher Stich Für Hunde besonders gefährlich sind Auwaldzecken, erkennbar an den Punkten auf dem Rückenschild. Diese Zeckenart ist Zwischenwirt für Hunde-Babesien (Babesia canis canis), Einzeller, die als Parasiten die roten Blutkörperchen befallen. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger zwei bis drei Tage nach dem initialen Zeckenstich durch das „Spucken“ der Zecke. Die ersten Symptome einer Infektion mit Hunde-Babesien treten nach etwa einer Woche auf. Laut Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im westfälischen Gescher, gehören dazu ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. „Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut, Blutharnen und manchmal auch zu Gelbsucht“. Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur seien ebenfalls häufig. „Die akute Form der Hunde-Babesiose endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Blutarmut und Nierenversagen“, so Dr. Wilcken.

Nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., rät allen Hundebesitzern, sofort nach einem Spaziergang im Grünen das Tier sorgfältig nach Zecken abzusuchen. „Entfernen sollte man die Schmarotzer mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zur Not funktionieren auch Pinzette oder spitze Fingernägel.“ In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man die Zecke nicht zerquetscht, denn dann würden eventuell vorhandene Erreger unmittelbar in die Stichwunde gebracht werden. „Öl oder Nagellack sind tabu“, warnt McCreight. Die Zecke würde im Todeskampf ihren Mageninhalt in die Wunde entleeren und so eine Infektion beschleunigen. Auf die traditionell strittige Frage „Ziehen oder Drehen?“ hat Dr. Wilcken eine ganz einfache Antwort: „Wie man die Zecke aus der Haut befördert, ist völlig egal. Manchmal geht es mit Ziehen, manchmal mit Drehen leichter. Man sollte aber immer am Kopf und damit so nah wie möglich an der Einstichstelle ansetzen.“ Das Wichtigste sei eine möglichst schnelle Entfernung des Parasiten, ergänzt der Tierarzt. Denn dann wäre eine Infektion mit Hunde-Babesiose sehr unwahrscheinlich.

28.03.2008

Landen Berliner Zootiere im Labor?

Direktor unter massivem Druck

Der Verdacht, dass der Berliner Zoo Tiere zu Versuchszwecken an einen Tierhändler veräußert, verhärtet sich offensichtlich. Die Grünen-Politikerin Claudia Hämmerling hatte deswegen letzte Woche Strafanzeige gegen den Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz gestellt, so Welt online. Dieser weist die Vorwürfe weit von sich und verweist auf die Zahlen im Jahresbericht des Tierparks. Allerdings gibt es offensichtlich gerade dort Ungereimtheiten. So soll zwischen 1991 und 2007 keine einzige Uganda-Giraffe nachgezüchtet worden sein, obwohl die Unterlagen das behaupten. Weiterhin sollen in den vergangenen Jahren Hunderte Wildtiere an Händler verkauft worden sein, ohne dass deren Verbleib geklärt ist. Die Jahrbücher weisen auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Tierabgaben an einen Tierhändler auf. Dieser erklärte aber, seit Jahren keinen Tierhandel mehr zu betreiben, so Welt online weiter. “Dass der Berliner Zoo gerade seine Jung-Tiere publikumswirksam einzusetzen versteht, weiß man spätestens seit “Knut”. Sollte es sich jedoch bewahrheiten, dass der Berliner Zoo illegalen Tierhandel betreibt, wäre ein Rücktritt Blaszkiewitz unumgänglich.”, so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

29.02.2008

Kleiner Aufwand – große Wirkung:

Der TASSO Suchplakat-Service: Jeder kann helfen!  

Schreckensszenario für alle Tierhalter: Ein lautes Geräusch, ein Hase oder etwas, das wir Menschen gar nicht wahrnehmen - und unser Haustier ist plötzlich weg. Pro Jahr entlaufen in Deutschland mehr als 500.000 Tiere! Wenn Rufen und Suchen oder das oft empfohlene Warten an der Stelle, an der das Tier weggelaufen ist, nicht zum Erfolg führen, muss schnell gehandelt werden. Das betroffene Tier ist meist auf menschliche Hilfe angewiesen. Der Suchplakat-Service von TASSO ist dabei eine von vielen wichtigen Rückvermittlungs-Maßnahmen. Sobald die Daten und ein farbiges Foto des Tieres – am besten per Internet – in der TASSO Notruf-Zentrale eingegangen sind, drucken die Mitarbeiter die Suchplakate. Diese Plakate erhalten auf Wunsch des Tierhalters alle Tierärzte im Umkreis von 20 Kilometern vom Verlustort und natürlich der Tierbesitzer selber.

Darüber hinaus sind mehrere tausend Tierfreunde in ganz Deutschland freiwillig bei TASSO für den Suchplakat-Service eingetragen. Wenn in der Umgebung ein Tier verschwindet, erhalten diese Helfer automatisch die entsprechenden Suchplakate zum Aufhängen zugeschickt. Das trägt dazu bei, dass die Information über ein verlorenes Tier weiträumig verbreitet wird. So kann ein Tier in der Regel innerhalb von nur kurzer Zeit wieder gefunden werden. Immer mehr Tierfreunde entschließen sich, beim TASSO Suchplakat-Service mitzumachen.

Wenn auch Sie die Möglichkeit haben, beispielsweise in einem Geschäft, einer Tankstelle oder einem Café Such-Plakate aufzuhängen, um somit entlaufenen Tieren zu helfen, dann mailen Sie uns bitte Ihre Adresse unter EAM@tasso.net. Je mehr Menschen am Suchplakat-Service teilnehmen, desto effizienter ist die Hilfe! Erzählen Sie bitte auch Ihren Freunden und Bekannten vom TASSO Suchplakat-Service.  Jeder ist willkommen.

Danke Ihr TASSO-Team

18.02.2008

Hundemalaria nicht unterschätzen   

Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen draußen, ist es auch schon wieder soweit. Unbemerkt befallen Parasiten unsere Haustiere. Besonders gefährlich ist die durch die Auwaldzecke – auch Braune Zecke genannt - übertragene Hundemalaria. Diese Krankheit verläuft unbehandelt immer tödlich. Noch gibt es keinen wirksamen Impfschutz gegen Babesiose wie die Krankheit in Fachkreisen heißt. Die Erreger - Babesien - gel

angen über den Speichel der Zecke in den Blutkreislauf des Hundes und vermehren sich dort explosionsartig. Die Hundemalaria hat sich bei uns in den letzten Jahren dramatisch verbreitet. Ernst zunehmende Anzeichen dieser Krankheit können sein: Mattigkeit, Lethargie bis Apathie, Appetitlosigkeit, hohes Fieber, blasse bis gelbliche Schleimhäute sowie dunkelrot bis grünbraun verfärbter Urin bis hin zu Bewegungsstörungen. Deswegen sollte jeder Hund nach einem Zeckenbiss mit diesen Anzeichen vorsorglich zum Tierarzt. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Erkrankung gut behandeln. Auch Spot-on Präparate zur Vorbeugung werden von vielen pfohlen.  

12.02.2008

Vorsicht: Haftung trotz guter Absichten 

Wer ein Tier hält, haftet für Schäden, die es anrichtet. Das dürfte jedem Tierhalter klar sein. Was aber, wenn man zum Tierhüter wird? So nennt das Gesetz Personen, die die Aufsicht über ein Tier übernehmen. Tierhüter ist z.B., wer sich während des Urlaubs liebevoll um das Tier des Nachbarn kümmert. Zum Tierhüter wird aber auch, wer ein Fundtier bei sich aufnimmt. Die Frage nach der Haftung für den Schaden, den das fremde Tier während dieser Zeit anrichtet, richtet sich danach, ob es sich um einen„Pensionsgast“ oder um ein Fundtier handelt. 

„Neben dem Anspruch auf Ersatz der Futter- und Tierarztkosten kann der Finder vom Tierhalter auch die Kosten ersetzt verlangen, die ihm entstehen, wenn er für einen entstandenen Schaden in Anspruch genommen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Finder weder vorsätzlich noch grob fahrlässig gehandelt hat.“, so Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Tierrecht. „Anders sieht es dagegen bei der Haftung des Tierhüters für seinen Pensionsgast aus, da er sich vertraglich dazu verpflichtet hat, für eine bestimmte Zeit die alleinige Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist daher, vor der Zusage beim Tierhalter zu erfragen, ob eine Haftpflichtversicherung für das Tier besteht und ob der Tierhüter ebenfalls mitversichert ist. Fehlt eine solche Versicherung des Tierhüters, so haftet dieser mit seinem Privatvermögen und kann nur sehr begrenzt einen Ausgleich vom Tierhalter verlangen.“, so Fries weiter.

„Keiner sollte sich durch die Rechtssprechung davon abhalten lassen, einem entlaufenen Tier zu helfen. Das wäre einfach unethisch!”, appelliert Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister an alle Tierfreunde. “Es kommt darauf an, sich richtig zu verhalten, wenn man ein Tier findet.”, erläutert McCreight. Zunächst sollte überprüft werden, ob sich der Halter durch eine am Halsband befindliche Plakette mit der Adresse oder Telefonnummer feststellen lässt, oder ob das Tier eine TASSO-Marke trägt. Wenn das Tier eine Tätowierung – meist im Ohr – hat,  kann TASSO helfen, den Besitzer zu ermitteln. Findet sich weder eine Tätowierung noch ein Hinweis auf den Besitzer oder ein Zentralregister,  sollte das Tier von einem Tierarzt, einem Tierheim oder der Polizei mittels eines Lesegerätes nach einem Mikrochip abgesucht werden. Dieser Transponder ermöglicht die Zuordnung zum Tierbesitzer. “Nicht Handeln ist ebenso falsch, wie das Tier zu behalten. Das wäre Unterschlagung einer Fundsache.”, warnt Philip McCreight. Im Zweifelsfall am besten die TASSO-Notrufzentrale anrufen, wenn man ein Tier gefunden hat und sich nicht sicher ist, was zu tun ist.  

03.02.2008

Tierschützer in Rumänien bitten TASSO um Hilfe  

Registrierung soll der unkontrollierten Vermehrung nach dem geplanten Verbot der Hunde-Massentötung entgegenwirken  Hunderttausende Straßenhunde leben in Süd- und Osteuropa, den meisten von ihnen droht früher oder später das Ende in einer der vielen Tötungsstationen. Besonders schlimm sieht die Situation in Rumänien aus, wie der "Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V." (bmt) berichtet. Rumänien scheint die Tötungsmaschinerie allerdings in Kürze außer Kraft zu setzen, ein entsprechendes Verbot ist laut bmt in Vorbereitung. Daraus ergibt sich allerdings das Problem der unkontrollierten Vermehrung der Straßenhunde, die nur durch Kastration und anschließender Registrierung in den Griff zu bekommen ist. "Die datentechnische Erfassung der Hunde ist für die Unterscheidung von bereits gekennzeichneten und geimpften Tieren notwendig", erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. Die Tierschutzorganisation unterstützt das Projekt auf ausdrücklichen Wunsch der Behörden im rumänischen Brasov (Kronstadt) sowohl mit ihrem in über 25 Jahren erworbenen Registrierungs-Know-how als auch beim Aufbau einer Datenbank vor Ort.

"Unser System ist so flexibel, dass auf spezifische Anforderungen des Projekts einerseits und der besonderen Situation in Rumänien andererseits eingegangen werden könnte", so McCreight. "Das bmt-Projekt setzt im Hinblick auf die Straßenhunde auf Bewusstseinsänderung in Rumänien", sagt McCreight. "Es ist mittelfristig als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Dabei ist ein systematisches Vorgehen entscheidend für den Erfolg des Projekts. Wir sind froh und stolz, unseren Teil dazu beitragen zu können."

Ende Januar 2008 wurde das Projekt einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Mercure Hotel Aufkirchen bei München vorgestellt.

Im Bild v.l.n.r: Die Moderatorin Claudia Ludwig ("Herrchen gesucht"), Liviu Harbuz (Veterinärmedizinischer Direktor in Bukarest), Christina Lapis (Leiterin des Tierheim in Brasov), Dr. Madeleine Martin (Hessische Tierschutzbeauftragte), Andrea Thümmel (TASSO), Petra Zipp (bmt) und der Schauspieler und aktive Tierschützer Pierre Brice.

Während der Veranstaltung verabschiedete der bmt eine Resolution zum Schutz von Europas Straßenhunden. Die Resolution fordert die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf, sich endlich zu ihrer Verantwortung für die Straßenhunde in der EU zu bekennen und Fördermitteln bereitzustellen. Nur durch die Finanzierung von Kastrationsprogrammen könne eine nachhaltige Lösung der Straßenhundproblematik erreicht werden.

"Wir sind dem Hund als bestem Freund des Menschen Respekt und Achtung schuldig und müssen das Töten der Straßenhunde beenden.", erklärte der bekannte Schauspieler Pierre Brice, der selbst zwei Straßenhunde aus Rumänien adoptiert hat.

Den gesetzlichen Rahmen hierfür sehen die Tierschützer in dem von der EU 2006 verabschiedeten Tierschutzaktionsplan und der im Herbst 2007 angenommenen Strategie zur Tiergesundheit. Darüber hinaus enthält der am 13.12.2007 ratifizierte EU-Vertrag ausdrücklich die Verantwortung der EU für die Tiere als fühlende, leidensfähige Wesen.

Die Resolution soll innerhalb der nächsten Monate an die EU-Kommission und die Mitglieder des Europäischen Parlamentes übergeben werden.

Interessierte Tierfreunde und Tierschützer, die die Resolution ebenfalls unterzeichnen möchten, erhalten diese beim Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Tierschutzzentrum Pfullingen, Gönninger Straße 201, 72793 Pfullingen, Tel. 07121/82017-0 oder unter www.bmt-tierschutz.de   

25.01.2008

Yorkshire-Terrier darf in der Wohnung gehalten werden - auch ohne Zustimmung des Vermieters   

Grund zur Freude für alle Hundeliebhaber, die sich einen Hund wünschen, aber vom Vermieter bisher die Erlaubnis dafür nicht bekommen haben. In Bezug auf das geltende Mietrecht wird ein Yorkshire-Terrier nicht als Hund behandelt, sondern wie ein Kleintier. Und Kleintiere dürfen auch ohne vorherige Zustimmung des Vermieters gehalten werden. Deshalb sei auch die Haltung dieser Rasse in der Wohnung immer erlaubt – ganz gleich, was im Mietvertrag steht, so der Deutsche Mieterbund. Grund dafür ist die Erfahrung, dass diese kleine Rasse die Nachbarn nicht belästigt. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Landgerichte Kassel (Az.: 1 S 503/96) und Düsseldorf (Az.: 24 S 90/93) in ihren Urteilen. “Wichtig ist, dass sich die Ausnahme nur auf das Mietrecht bezieht.”, so Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. “Ein Recht auf Erlass der Hundesteuer lässt sich daraus nicht ableiten.”  

17.01.2008

Auch Hunde können Allergien auslösen  

Schätzungsweise jeder 10. Tierhalter reagiert allergisch auf Tiere. Tendenz steigend. Dabei sind es nicht die Tierhaare selbst, sondern Eiweißstoffe im Speichel, Talg und Urin, die die ungewünschten Reaktionen hervorrufen. Allergie-Auslöser Nummer eins unter den Tieren ist nach wie vor die Katze. Aber auch Hunde, Meerschweinchen und Vögel können eine überschießende Reaktion des Immunsystems auslösen. Vorsicht ist für Tierhaarallergiker auch bei Kleidungs- und Einrichtungsgegenständen aus Tierhaaren geboten. Denn alle Gegenstände, die aus Tierhaaren gefertigt sind, wie Teppich, Felle, Matratzen usw. können auch deren Allergene enthalten (z.B. Kamelhaarmäntel, Rosshaarmatratze, Teppiche aus Tierfell oder Schaffell für Kinder). Die gute Nachricht: Die Allergien können – bei Hund und Katze – durchaus rassespezifisch sein, da die Allergenstruktur von Rasse zu Rasse variiert. Das heißt, wenn man gegen eine Katze allergisch ist, muss man nicht zwangsläufig gegen alle Katzen allergisch sein.

09.01.2008

Erfreuliche Bilanz 2007:

TASSO machte 41.271 Tierbesitzer glücklich  

Eines der erfolgreichsten Jahre bei der Rückvermittlung entlaufener Tiere - Mit rund 470.000 Neuanmeldungen sind jetzt bereits 3,7 Millionen Vierbeiner in der Datenbank

Im vergangenen Jahr konnte TASSO e.V. genau 41.271 Heimtierbesitzer glücklich machen: Die europaweit agierende Tierschutzorganisation verhalf ihnen zu einem Wiedersehen mit dem entlaufenen Vierbeiner. "Betroffen waren überwiegend Hunde- und Katzenhalter", berichtet Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, und schildert den typischen Ablauf einer "Rettungsaktion": "In den meisten Verlustfällen erreichen uns Anrufe von Tierheimen oder Menschen, die das Tier aufgenommen und unsere Telefonnummer der SOS-Halsbandplakette entnommen haben. Wir setzen uns dann mit dem Besitzer in Verbindung und sagen ihm, wo sein Liebling sich gerade befindet." Recht häufig musste TASSO aber auch selbst auf die Suche gehen, so McCreight weiter. Dazu gehörten Anrufe bei in Frage kommenden Tierheimen ebenso wie der Suchplakat-, E-Mail- und SMS-Service. "Wir nutzen nahezu sämtliche Kommunikationskanäle, um Tiere zurückzuvermitteln", erklärt McCreight. "Und da die gefunden Tiere dank unseres Engagements nur sehr kurze Zeit in Tierheimen verbringen, ersparen wir den ohnehin finanziell  knapp ausgestatteten Auffangstationen jedes Jahr fast sechs Millionen Euro Unterbringungskosten." Doch trotz dieses großen technischen und personellen Aufwands stünden die TASSO- Leistungen allen Beteiligten kostenlos zur Verfügung: "Das verdanken wir allein der finanziellen Hilfe großzügiger Tierfreunde", erklärt der TASSO-Chef. Voraussetzung für eine Rückvermittlung ist nach Angaben von McCreight die - kostenlose - Registrierung des Heimtieres in der TASSO-Datenbank. Davon sei auch 2007 ausgiebig Gebrauch gemacht worden: Rund 470.000 Neuanmeldungen verzeichnete die Tierschutzorganisation allein im vergangenen Jahr. Der Gesamtbestand liege nunmehr bei über 3,7 Millionen Tieren. "Damit sind wir - mit gewaltigem Abstand zu anderen Haustierregistern - nicht nur die Nummer Eins in Deutschland, sondern sogar in ganz Europa", sagt McCreight.

07.01.2008

Unnötiges Tierleid: Mehr als 2,5 Millionen Versuchstiere in Deutschland  

Trotz des nicht unerheblichen und seit vielen Jahren andauernden Drucks seitens vieler Tierschützer steigt die Zahl der Tierversuche in Deutschland kontinuierlich an. So gab das Bundesverbraucherministerium Mitte Dezember die erschreckende Zahl von mehr als 2,5 Millionen Versuchstieren für 2006 bekannt. “Ich befürchte leider, dass sich an dieser dramatischen Situation auch in den nächsten Jahren nichts ändern wird.”, kommentiert Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO den Bericht des Ministeriums. Er ist sich vielmehr sicher, dass die Zahlen drastisch steigen werden. “Dazu wird REACH, die neue EU-Chemikalienverordnung einen nicht unerheblichen traurigen Beitrag leisten.”, so McCreight weiter. REACH schreibt vor, dass die chemische Industrie in den nächsten 11 Jahren zirka 30.000 Stoffe auf ihre Verträglichkeit hin überprüfen lassen muss. Hochrechnungen gehen von Versuchen an 45 Millionen Tieren in diesem Zeitraum aus. “Wir werden immer wieder von entsetzen Tierfreunden gefragt, was man gegen dieses unnötige Tierleid tun kann.”, weiß der Tierschützer zu berichten. “Tierschutz ist eine Politik der kleinen Schritte. So hat jeder von uns die Möglichkeit, in seinem Alltag dazu beizutragen, Tierleid zu vermeiden.” TASSO hat deshalb als eine der ersten Tierschutzorganisationen konkrete Maßnahmen zur Verwendung von Kosmetika, die ohne Tierversuche auskommt, ergriffen.

Information: Ohne fundierte Fachkenntnisse und angesichts der riesigen Auswahl an Kosmetika ist kaum möglich, tierversuchsfreie Produkte zu erkennen. Deswegen hat TASSO einen Kosmetikkatalog zu tierversuchsfreier Kosmetik herausgebracht, um dem interessierten Tierfreund eine erste Orientierungshilfe zu bieten. Gerne senden wir Ihnen auch eine Liste der Hersteller zu, die ohne Tierversuche in der Kosmetik auskommen. Den kostenlosen TASSO-Kosmetikkatalog gibt es unter: kosmetik@tasso.net oder unter  06190.937300. Die Erlöse der Verkäufe kommen zu 100 Prozent den Tierschutzprojekten von TASSO zu Gute.

01.01.2008

„Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“

(Franz von Assisi 1181-3.10.1226)    

Ihnen und Ihrer Familie von Herzen für 2008 viel Glück, Gesundheit und Erfolg. Wir wünschen Ihnen, dass Sie - ganz im Sinn von Franz von Assisi, dem wohl ersten Tierschützer – auch im nächsten Jahr den Mut, die Kraft und die Entschlossenheit finden, Tieren, die Ihre Hilfe brauchen, eine Stimme zu geben.   

Ihr  TASSO-Team  

(Aaron McDevin, Andrea Thümmel, Anett von Papen, Angeliki Arelaki, Antoaneta Astelean Quadros, Bettina Daum-Klusch, Camelia Cindea, Carmen Ludwig, Christa Ziemer, Christiane Mayer-Kirchhof, Constance Paul, Corina Tolzin, Daniel von Papen, Denise Duran, Dennis Schiffer, Desireé Weller, Dorota Velazquez de Armas, Edith Rossmann, Elke Ruppert, Evelyn Weilbächer, Fani Natsina, Gabriele Bauer, Karolina McCreight, Manuela Brack, Manuela Schiffer, Maria Zwergel, Marianne Person, Martina McDevin, Nicole Scheffel, Philip McCreight, Rita Meyer, Sabrina Schenker, Sabrina Wittka, Susanne Düll, Ursula Rathgeber)  

TASSO e.V.

Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany

Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400

eMail: newsletter@tasso.net

HomePage: www.tasso.net

 

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