31.12.2007
Deutschland: Wildtiere kommen zurück
Wildtiere könnten in einigen Jahren vielleicht schon zum gewohnten Anblick in Deutschland werden. Jedenfalls scheinen sie sich zunehmend wohler in Deutschland zu fühlen. Das lässt zumindest die steigende Zahl einiger Wildtierpopulationen vermuten. Dabei verlieren viele Wildtiere mehr und mehr die Scheu vor dem Menschen. „So kann es schon mal vorkommen, dass man einem Fuchs vor seinem Haus gegenübersteht, einen Kormoran beim Fischen beobachtet oder einen Rothirsch beim Joggen im Wald zu Gesicht bekommt“, weiß Andrea Thümmel von dem Tierschutzverein TASSO e.V. aus eigener Erfahrung zu berichten.Die Wolf-Population erholt sich allerdings erst sehr langsam in Deutschland. Nachdem 1996 der erste Wolf in Deutschland gesichtet wurde, schätzt man den Bestand heute auf zirka 35 Tiere. (siehe auch TASSO Newsletter vom 18.12.2007). In der Eifel, dem Bayerischen Wald, im Pfälzer Wald und im Schwarzwald gibt es wieder einige der ebenfalls unter Bestandsschutz stehenden Luchse. Mehrere Elche wurden in Ostdeutschland gesehen. Man vermutet, dass sich diese imposanten Tiere z.B. in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg ansiedeln könnten. Der Waschbär hat sich mittlerweile so weit fortgepflanzt, dass er zur Bestandskontrolle leider schon wieder geschossen wird. Schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Biber leben an der Elbe. Auch diese Tierart hat sich seit den 70er Jahren wieder erholt und gilt nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Laut einer repräsentativen EMNID-Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung ist die Hälfte aller Deutschen (49%) der Meinung, dass alle einst in Deutschland lebenden Wildtiere das Recht haben, sich hier wieder anzusiedeln.
27.12.2007
Tollwutgefahr bei Hunden und Katzen
Fledermäuse sind gefährliche Überträger
Nicht nur Füchse gelten als potentielle Überträger der für Tier und Mensch gefährlichen und meist tödlich verlaufenden Tollwut. Zunehmend stellen auch Fledermäuse eine ernstzunehmende Gefahr für Haustiere dar. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) warnte unlängst, den Tollwut-Impfschutz für Hunde und Katzen beim Tierarzt regelmäßig überprüfen zu lassen. “Die Tiere könnten jederzeit tollwütige Fledermäuse aufstöbern und sich infizieren”, so Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des bpt. Das Tollwutvirus wird mit dem Speichel des infizierten Tieres durch Kratzen oder Beißen übertragen. Erste Symptome der schnell verlaufenden Krankheit sind Nervosität und Scheu sowie vermehrter Speichelfluss. Im weiteren Verlauf werden die Tiere bissig oder aggressiv. Kurz vor dem Tod treten Lähmungen auf. Tollwut ist bis heute nicht behandelbar. Daher ist vorsorglicher Schutz so wichtig, rät auch die Tierschutzorganisation TASSO e.V.
23.12.2007
Weihnachtsgruß vom TASSO-Team
An dieser Stelle möchten wir uns für das in uns gesetzte Vertrauen bei allen Tierhaltern, Förderern unserer Tierschutzarbeit, unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern und bei allen in tierschützerischer Partnerschaft verbundenen Tierschutzvereine und Tierheime ganz herzlich bedanken.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen und allen Hilfesuchenden auch in der Weihnachtszeit unter unser Notruf-Nummer +49 (6190) 937300 rund um die Uhr zur Verfügung.
Das TASSO-Team wünscht allen eine friedliche und besinnliche Weihnachtszeit.
18.12.2007
Jäger erschießen frei lebenden Wolf
Zwei Jäger erschossen am Samstag während einer Jagd im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen einen frei lebenden Wolf. Obwohl den Jägern bewusst war, dass es sich um ein vom Aussterben bedrohtes und unter Naturschutz stehendes Tier handelte, gaben die Männer mehrere Schüsse auf den Wolf ab. Die Jäger gaben an, der Wolf sei bereits verletzt gewesen. Das eigenmächtige Vorgehen löste Entrüstung und Unverständnis nicht nur bei Tier- und Naturschützern aus. Auch der Präsident des Deutschen Jagdverbandes räumte ein, dass Jäger verletzte Tiere nicht eigenmächtig von ihrem Leid erlösen dürften.
2000 wurde nach mehr als 140 Jahren zum ersten Mal wieder ein Wolf in der sächsischen Lausitz geboren. Derzeit gibt es gerade mal vier Familienverbände mit insgesamt zirka 35 Tieren in Deutschland. „Leider nähren derartige, mir vollkommen unverständliche Vorkommnisse, immer wieder das ohnehin schon angeschlagene Verhältnis zwischen Tierfreunden und der Jägerschaft.”, kommentiert Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO den Vorfall.
14.12.2007
Zahl der Tierversuche in Deutschland drastisch gestiegen
Trauriger Rekord: Die Zahl der Tierversuche ist in Deutschland 2006 um 100.000 gestiegen. Damit wurden insgesamt 2,2 Millionen Mal Versuche an Tieren durchgeführt. Schuld an der drastischen Entwicklung sei laut Aussagen von Experten auch REACH, die neue EU-Chemikalienverordnung. Diese fordert die nachträgliche Überprüfung von über 30.000 Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin. “Und das bedeutet Versuche an schätzungsweise 45 Millionen Tieren innerhalb der nächsten 11 Jahre.”, verdeutlicht Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. das Ausmaß dieser nach außen hin so harmlos klingenden EU-Maßnahme. “Die jüngste Verleihung des Tierschutz-Forschungspreises vom Bundeslandwirtschaftsministerium an Frau Dr. Fritsche von der Universität Düsseldorf und an Herrn Dr. Giese von der Firma ProBioGen zeigt deutlich, dass es auch anders geht.”, so McCreight weiter. Beide haben Methoden entwickelt, die Arzneimittel- und Chemikalienforschung ganz ohne Tierversuche möglich machen. “Wir benötigen in Deutschland endlich den Mut, uns unserer Verantwortung den Tieren gegenüber zu stellen.” fasst der Tierschützer die unerfreuliche Entwicklung zusammen.
08.12.2007
Silvester-Feuerwerk:
So nehmen Sie Ihren Tieren den Stress
TV-Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg gibt Tipps für den lauten Jahreswechsel
Wenn es die Deutschen zu Silvester wieder so richtig krachen lassen, verkriechen sich auch wieder Zehntausende von Hunden und Katzen ängstlich unterm Sofa. Tiere haben schließlich ein bedeutend empfindlicheres Gehör als der Mensch, für sie sind explodierende Raketen und Böller echter Stress. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. bat TV-Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg um Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter:
· Zitternde Tiere nicht trösten, das bestärkt sie nur in ihren Ängsten
· Keine Ohren verstopfen, das regt sie nur noch mehr auf
· Sinnvoll ist ein vorheriges Geräusch-Training mit speziellen CDs vom Tierarzt
· Angstlösende Medikamente vom Tierarzt helfen unmittelbar, leichte Beruhigungsmittel wie Baldrian reichen nicht aus
· Wahre Wunder werden zuweilen von alternativen Präparaten wie Homöopathika (Phosphorus) oder Bach-Blütenextrakten berichtet
· Ganz wichtig: Die Tierhalter dürfen selber keine Angst vor dem Knallen haben, das würde sich auf ihre Tiere übertragen
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale: "Wer ängstliche Heimtiere besitzt, sollte eines auf keinen Fall tun: Selber mitknallen. Dies wäre ausgesprochen verantwortungslos." Weitaus sinnvoller sei es, die Vorhänge zu schließen und Fernseher, Radio oder den CD-Player auf eine etwas höhere Lautstärke zu stellen. "Für mich ist der Silvesterlärm ohnehin unsinnig, teuer und akustische Umweltverschmutzung", ergänzt Dr. Spangenberg.
06.12.2007
Tierschützerisches Engagement wird belohnt
TASSO verleiht “Goldene Pfote”
TASSO verleiht im nächsten Jahr zum ersten Mal die „Goldene Pfote”. Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis möchte TASSO herausragende Leistungen im Tierschutz ehren. Teilnehmen können sowohl Privatpersonen als auch Tierheime, Tierschutzvereine und Tierschutzorganisationen sowie Tierärzte und Tierheilpraktiker. Bewertet werden Initiativen, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder präventiv zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Vergabe des Preisgeldes ist die unmittelbare Verwendung für das eingereichte Projekt. Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort unter award@tasso.net angefordert werden. Einsendeschluss für die Einreichung ist der 31. August 2008.
Beispiele für bereits eingereichte Projekte werden nach Eingang auf der TASSO-Homepage veröffentlicht. Die Verleihung der „Goldenen Pfote” findet im Rahmen einer Feierstunde am 4. Oktober 2008, dem Welt-Tierschutztag, statt. “Wir stellen immer wieder fest, dass hochmotivierte Tierschutzprojekte an der nötigen finanziellen Unterstützung scheitern. Mit dem Preis wollen wir nicht nur das Engagement belohnen, sondern auch einen Teil zur wirtschaftlichen Realisierung beitragen.”, erklärt Philip McCreight die Idee zur “Goldenen Pfote”
27.11.2007
Handelsverbot für Hunde- und Katzenfelle durch EU beschlossen
Die EU-Landwirtschaftsminister haben am Montag in Brüssel dem im Sommer von der EU beschlossenen Handelsverbot von Hunden- und Katzenfellen innerhalb der EU zugestimmt (TASSO berichtete). So dürfen ab dem 31. Dezember 2008 keine Katzen- und Hundefelle mehr in die EU ein- oder ausgeführt noch in Verkehr gebracht werden. Das beinhaltet auch den Verkauf von Kleidung, Spielzeug, Accessoires sowie Rheumadecken, die mit diesen Fellen hergestellt sind. Die Verordnung muss nun noch formal vom Europaparlament verabschiedet werden. Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. sieht die langjährigen Bemühungen europäischer Tierschutzorganisationen mit diesem Entschluss bestätigt. “Wir freuen uns über diesen politischen Meilenstein im Tierschutz, der dem grausamen Vorgehen Asiens jetzt die wirtschaftliche Grundlage entzieht.”
24.11.2007
Bundesgerichtshof pro Haustiere
Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil vom 13. November 2007 (Aktenzeichen: VIII ZR 340/06) den Weg für die Tierhaltung in Mietwohnungen entschieden erleichtert. Danach ist eine Klausel, nach der jede Tierhaltung mit Ausnahme von Ziervögeln und Zierfischen von der Zustimmung des Vermieters abhängig ist, unwirksam. Kleintiere gehören laut Gericht zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung. Demzufolge müssen Mieter künftig nicht mehr die Einwilligung des Vermieters einholen, wenn sie diese halten wollen. Beim Halten von Hunden und Katzen steht hingegen die Abwägung aller Interessen im Vordergrund. Laut Auffassung des Deutschen Mieterbundes bestätigte der Bundesgerichtshof mit diesem Urteil allerdings eine Entscheidung von 1993, wonach das Halten von Haustieren nicht grundsätzlich verboten werden darf. Exotische Tiere wie Schlagen, Affen, Spinnen gelten übrigens nicht als Haustiere. Ihre Haltung in der Wohnung ist daher verboten. “Das beste ist nach wie vor, Hund oder Katze mit in den Mietvertrag aufzunehmen, um eventuellem Ärger aus dem Weg zu gehen.”, empfiehlt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
22.11.2007
TASSO warnt vor unüberlegten tierischen Weihnachtsgeschenken
Vor allem Hundewelpen und Katzenkinder
gehören nicht unter den Christbaum
Alle Jahre wieder sehen sich Tierheime mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, deren Besitzerwechsel erst wenige Wochen zurückliegt. Dabei handelt es sich um Weihnachtsgeschenke für Kinder, überwiegend kleine Hunde und Katzen, oft auch Meerschweinchen und Hamster. Nach der anfänglichen Freude über das "Spielzeug" vergeht den Beschenkten offenbar recht schnell die Lust am neuen Hausgenossen, mutmaßt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. "Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", so der Tierschützer. "Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung." Diese Einschätzung findet sich durchgängig auch bei Tierheimen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München, wie diese auf Nachfrage bestätigten.
Philip McCreight appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. "Auf Welpen unterm Christbaum sollte man aber grundsätzlich verzichten", empfiehlt McCreight. "Damit sie möglichst schnell stubenrein werden, zerren manche frischgebackenen Hundebesitzer die kleinen, noch sehr empfindlichen Tiere durch den Schnee. Das kann mit bösen Erkältungen oder einer Lungenentzündung enden." Die beste Zeit, sich einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei das Frühjahr. "Dann macht es auch mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.
19.11.2007
Japanische Walfangflotte ausgelaufen
Nach 44 Jahren wieder Jagd auf Buckelwale
Am Sonntag lief Japans Walfangflotte JARPA II im Hafen von Shimonoseki zum größten Walfangprogramm seit Bestehen der Schutzmaßnahmen der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus. Bereits zwischen 1904 und 1986 wurden in der Arktis mehr als 200.000 Buckelwale und mehr als 720.000 Finnwale gejagt und getötet und damit stark in ihrer Existenz bedroht. Seit 1986 das internationale Moratorium für den kommerziellen Walfang erlassen wurde, konnten sich einige Arten langsam wieder erholen. Für Japan offensichtlich Grund genug, jetzt nach 44 Jahren wieder Jagd auf Buckelwale zu machen. Denn begründet wird die “wissenschaftliche Forschung” mit der Zunahme der Buckel- und Finnwalbestände. Bis zum Ende der Walfangperiode im Sommer 2008 steht die Tötung von 50 Finnwale, 850 Südlichen Zwergwale und erstmals 50 Buckelwalen zu wissenschaftlichen Zwecken auf dem Programm. Gerade Buckelwale stehen aber als vom Aussterben bedroht auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Laut der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) sind seit 1986 in der Arktis, im Nordpazifik und Nordatlantik fast 30.000 Wale getötet worden, davon 10.500 durch japanische Walfänger. “Jeder weiß, dass es Japan beim Walfang nur um Profit geht. Walfleisch verkauft sich dort nämlich sehr gut und teuer.”, erklärt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO. “Es wird sicherlich einiges mehr als internationale Proteste bedürfen, um Japans Walfang-Lobby in die Knie zu zwingen.”
15.11.2007
Blinde haben ein Anrecht auf einen Blindenhund
Sowohl das Sozialgericht Aachen als auch in zweiter Instanz das Landessozialgericht Stuttgart entschieden unabhängig voneinander, dass die Krankenkassen im entsprechenden Rechtsstreit die Kosten für die Ausbildung eines Blindenhundes – zirka 20.000 Euro – zu tragen hätten. Der Hund biete den Menschen mehr Sicherheit als der Blindenstock, auch eine ständige Begleitung durch Dritte sei offensichtlich nicht zumutbar, so die Gerichte.
Die Ausbildung eines Hundes zum Blindenhund ist teuer. Etwas 20.000 Euro werden dafür veranschlagt. Die Krankenkasse und das Sozialgericht Karlsruhe hatten den Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass es günstigere Alternativen gäbe und man mit dem Stock gut klar kommen kann.
Ein Blindenhund sucht wunschgemäß Türen, Treppen, Zebrastreifen, Telefonzellen, Briefkästen, freie Sitzplätze (z.B. in Bus oder Bahn) und vieles mehr. Er zeigt das Gefundene an, indem er davor stehen bleibt. Der Hund muss auch Hindernisse anzeigen und umgehen, die für ihn selbst keine sind. “Eine enorme Leistung des Tieres, die durch den Blindenstock in keinster Weise zu ersetzen sind.”, begrüßt Philip McCreight das Urteil.
07.11.2007
Weltweit sicher mit PETMAXX Brasilien als 28. Register angeschlossen
Die Anzahl registrierter Haustiere nimmt stetig und sprunghaft zu. Und das nicht nur in Deutschland und Europa. Auch Länder wie Georgien, Australien, Russland und die Ukraine haben die Vorteile einer zentralen Registrierung von Haustieren erkannt: eine schnelle und effiziente Rückvermittlung vermisster Tiere ist ohne Registrierung undenkbar. Richtig wertvoll wird eine Registrierung aber erst dann, wenn das jeweilige Register PETMAXX.com angeschlossen ist. Diese internationale Meta-Suchmaschine erlaubt mit einer einzigen Abfrage parallel Zugriffe auf weltweit 28 Zentralregister mit über 15 Millionen registrierten Tieren. Für unzählige Reisende die einzige Möglichkeit, ihren entlaufenen Vierbeiner auch im Ausland wieder zu bekommen. Mit “Pet Link” ist Brasiliens Zentralregister als 28. Register bei PETMAXX.com aufgenommen worden. “Über kurz oder lang wird die Registrierung von Haustieren einfach dazu gehören.”, ist sich Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister, sicher. “Und PETMAXX bereichert diesen Service.”
Nähere Informationen: www.PETMAXX.com
05.11.2007
Tierärzteverband und TASSO fordern allgemeine Kennzeichnungspflicht per Transponder-Chip
"Wir fordern schon lange eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht, um das Tierschutzproblem in Deutschland in den Griff zu bekommen." Das sagte Dr. med. vet. Burkhard Wendland, Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), im Gespräch mit der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Dass die Chippung für das Tier gesundheitsschädlich sei, weist Wendland energisch zurück: "Nicht nur bei Hunden, Katzen und Frettchen, sondern sogar bei kleinen Nagern und Pferden wurde eine hohe Bioverträglichkeit der Transponder festgestellt", erklärte der Tierarzt. "Die kleine Injektion ist auf jeden Fall einer für das Tier schmerzhaften Tätowierung vorzuziehen."Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim, begrüßt das engagierte Vorgehen des bpt-Vizepräsidenten, verweist aber auf zahlreiche Haustiere, die trotz Transponder nicht ihren Besitzern zugeordnet werden können, da die Tiere nicht registriert sind. "Damit ist eine Rückvermittlung von vornherein ausgeschlossen", so McCreight. 603.000 Tiere sind nach einer Hochrechnung von TASSO zwar gechippt, tauchen aber in keiner Haustier-Datenbank auf. "Deshalb sind wir auch für die untrennbare Einheit von Chippen und Registrieren", sagt der Tierschutzexperte. "Das Eine macht ohne das Andere keinen Sinn."
30.10.2007
Neues Zuhause für 46 Mini-Schweinchen gesucht
Die inzwischen 46 Schweinchen fühlen sich nach ihrer Befreiung aus nicht artgerechter Haltung jetzt im Tierheim Dreieich im wahrsten Sinne des Wortes sauwohl. Klaus Kohberger, der Tierheimleiter, bietet den neuen Bewohnern hinsichtlich Auslauf, Futter, Infrarotlampe für die Ferkel und persönlicher Zuwendung auch wirklich alles, was sich ein Tier wünschen kann. Allerdings ist das Tierheim jetzt hinsichtlich des Platzbedarfs an seine Grenzen gestoßen. “Im Vordergrund steht für uns die Vermittlung.”, betont deswegen Klaus Kohberger. Wer eines der Schweinchen haben möchte, meldet sich im Tierheim. Allerdings werden die Tiere nur paarweise abgegeben. Kohberger betont außerdem den Platzbedarf der Tiere: ein mindestens 150 Quadratmeter großes Außengelände und einen 20 Quadratmeter großen winterfesten Stall. Kulinarisch anspruchsvoll sind die neugierigen und untereinander sehr sozialen Tiere dagegen nicht: Obst, Gemüse, Schweinepellets und hin und wieder Eicheln, die Lieblingsspeise der Schweine. Die zwischen 40 und 120 Kilogramm schweren Tiere sind liebenswert, neugierig und lernbegierig, so der Tierheimleiter.Wer den Minischweinen ein neues Zuhause geben mag und kann meldet sich bitte bei Herrn Kohberger unter: 06103-82788. Wer die Kleinen verwöhnen möchte, sammelt Eicheln und gibt sie im Tierheim ab.
23.10.2007
Krieg im Virunga Nationalpark Gorillas geraten zwischen die Fronten
Im Länderdreieck Kongo, Ruanda und Uganda befindet sich der Virunga Nationalpark, das älteste Naturschutzgebiet Afrikas. Dort leben die meisten der 700 Berggorillas, die es weltweit noch gibt. Den Kämpfen zwischen der kongolesischen Armee und den Tutsi-Rebellen in Nord Kivu fallen bedauerlicherweise nicht nur tausende von Menschen zum Opfer sondern jetzt auch die dort lebenden Berggorillas. Sie haben sich durch die Parkranger, die aus dem Nationalpark flüchten mussten, so an Menschen gewöhnt, dass sie auch bei den anhaltenden Kämpfen zunächst nicht geflohen sind. Der Park ist für die Rebellen offensichtlich wegen der angrenzenden Versorgungsbasis strategisch wichtig. Die Abwesenheit der Parkranger macht den Weg jetzt auch noch ungewollt für Wilderer frei. “Die Nachrichten über den Krieg im Kongo, der schon zehntausende von Menschen das Leben gekostet hat und hunderttausende zu Flüchtlingen machte, sind ein Beweis politischer Hilflosigkeit. Dass dadurch eine vom Aussterben bedrohte Tierart vermutlich ausgerottet wird, ist eine weitere bislang unbeachtete Facette dieses sinnlosen Konflikts.”, so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
19.10.2007
Tasmanischer Teufel vom Aussterben bedroht Artgenossen übertragen Krebs
Der Mangel an genetischer Vielfalt beim Tasmanischen Teufel, einem nur noch auf der australischen Insel Tasmanien vorkommenden Beuteltier könnte offensichtlich zu dessen raschem Aussterben führen, wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die ca. 70 Zentimeter langen, schwarz behaarten Tiere, mit den bei Aufregung hellrot leuchtenden Ohren übertragen durch Bisse eine tödliche Krebsart auf ihre eigenen Artgenossen. So entsteht bei den Tieren ein Gesichtskrebs, der die Tiere am Fressen hindert. Sie verhungern. Die Population ist seit dem ersten Auftreten der Krankheit in den 90er Jahren um schätzungsweise 90 Prozent auf ca. 100.000 Tiere geschrumpft. Die Homogenität bzw. mangelnde Vielfalt der Gene könnte in naher Zukunft auch für andere Tiere wie Schnabeltier und Koala eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Jetzt werden gesunde Exemplare des Tasmanischen Teufels von Forschern in Tierparks nach Australien gebracht, damit sie sich dort ungestört vermehren können und die Art somit hoffentlich erhalten bleibt.
18.10.2007
Gefahr durch Zecken nicht unterschätzen
Noch bis Ende Oktober müssen Hunde- und Katzenfreunde mit den alljährlich auftretenden Zecken rechnen. Die Parasiten sind gefährliche Krankheitsüberträger sowohl für Mensch als auch für Tier. Weltweit gibt es mehr als 850 Zeckenarten, die Träger und Überträger unterschiedlicher Krankheitserreger sein können. In Bezug auf den Hund sind in Europa vor allem drei Zeckenarten von Bedeutung:Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern. Der gemeine Holzbock befällt vorwiegend Hunde und Katzen, aber auch den Menschen und andere Tierarten. Er spielt als Krankheitsüberträger der Borreliose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bei Hund und Mensch eine wichtige Rolle.Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) wurde aus mediterranen Urlaubsländern nach Deutschland eingeschleppt und hält sich sowohl in Zwingern und Ställen, aber auch in Wohnungen auf, wo sie sich auch schnell vermehren kann. Die braune Hundezecke befällt bevorzugt den Hund, auf den sie sowohl die Babesiose als auch die Ehrlichiose übertragen kann. Die Bunt- oder Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist gekennzeichnet durch ein marmoriertes Rückenschild und bevorzugt als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore. Als Wirt dienen der Buntzecke oder Auwaldzecke große Haus- und Wildsäugetiere, aber auch Hunde. Sie spielt als Überträger der Babesiose zunehmend auch in Deutschland eine große Rolle.Eine Zecke macht vier Entwicklungsstadien durch, ehe sie "erwachsen" ist: Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke. Um sich vom Larvenstadium in die nächsten Stadien weiterzuentwickeln, benötigt sie Blut von ihren Wirten. Das ist der Grund, warum Mensch und Tier von ihr befallen werden. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte empfiehlt, Hunde und Katzen impfen zu lassen und Spot-on Präparate zu benutzen, um die Schädlinge abzuwehren. “Ein Absuchen des Hundes nach jedem Spaziergang und bei der Katze nach dem Freigang sollte eine Selbstverständlichkeit sein, um die Gefahren etwas einzuschränken.” so Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister TASSO.
30.09.2007
Krebsgefahr für Katzen durch Passivrauchen
Den meisten Rauchern ist bewusst, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Doch wer denkt schon daran, dass die im Haushalt lebende Katze unter dem Einfluss von Nikotin ebenso gesundheitliche Schäden davon tragen kann? Passivrauchen könne bei Katzen erwiesenermaßen zu Krebs führen, so die Aktion Tier in Berlin. Katzen in Raucherhaushalten erkranken doppelt so häufig an Krebs wie Artgenossen in rauchfreier Umgebung. Laut US-amerikanischen Studien vervierfacht sich das Risiko sogar, wenn zwei Menschen in der Wohnung rauchen. Vermutet wird, dass durch die intensive Fellpflege die Giftstoffe nicht nur über die Lungen sondern auch über den Magen-Darmtrakt aufgenommen werden. Für Tierfreunde vielleicht ein Grund mehr, mit dem Rauchen in den vier Wänden aufzuhören.
25.09.2007
Baiji entdeckt - Population dennoch zu gering zur Arterhaltung
Laut Expertenmeinung gilt der seltenste Delfin der Welt – der chinesische Flussdelfin (auch Baiji) - leider weiterhin als ausgestorben. Auch wenn vor wenigen Wochen durch Zufall ein Exemplar im Jangtse gefilmt worden war. Ein internationales Forscher-Team hatte letztes Jahr den Oberlauf des Jangtse intensiv nach Baijis abgesucht. Nach wochenlanger erfolgloser Suche, bei der nicht ein einziges Tier gesehen wurde, wurde der Delfin für ausgestorben erklärt. (TASSO berichtete). Der Baiji gilt als eine der letzten Süßwasserdelfin-Arten der Welt. Trotz des jetzigen Fundes kann ein Überleben der Art so gut wie ausgeschlossen werden, weil einzelne Exemplare den Fortbestand der Art nicht sichern können. Selbst wenn weitere Baijis entdeckt werden würden, wäre der fast blinde Delfin, der sich mittels akustischer Signale zurecht findet, im verschmutzten und lauten Jangtse vom starken Schiffsverkehr bedroht.
22.09.2007
Hilfe für Jerry - Neues Zuhause gesucht
Jerry, ein 13 Monate alter Border Collie-Labrador-Mix tobt vergnügt, ist hellwach und aufgeweckt und freut sich wie verrückt, wenn er Menschen sieht. Man merkt dem quicklebendigen Junghund nicht an, dass er zeitlebens eine ganz strenge Diät halten muss bei der er kein Fleisch essen darf. Jerrys Leber würde durch Fleischkonsum, und sei es noch so wenig, so belastet werden, dass der Hund daran sterben würde. Die Krankheit „Lebershunt” ist sehr selten, erbbedingt und war bei Jerry nicht operabel.Jerry hat sich inzwischen an Quark, Vitamine & Co hervorragend gewöhnt und ist mit seiner kleinen Speckschwarte weit davon entfernt mager zu sein. Das Tierheim Marsberg in der Nähe von Paderborn, in dem er zurzeit lebt, sucht für Jerry jetzt ein neues liebevolles Zuhause. Am Sonntag ist Jerry im WDR in “Tiere suchen ein Zuhause” zu bewundern. Jerry benötigt unbedingt noch Erziehung. Daher sucht das Tierheim ein Herrchen oder Frauchen mit Erfahrung in der Haltung von Hunden. Der Hund braucht auch regelmäßige medizinische Kontrolle. Die diesbezüglichen Kosten übernimmt das Tierheim.
Interessenten wenden sich bitte an Frau Elke Heinemann unter 02994-908372 oder 0151-19111717
14.09.2007
Hundegesetz in Berlin - Chippflicht ab 2010
In Berlin gibt es seit 2004 Bestimmungen zur Kennzeichnung von Tieren mittels Mikrochip. So gilt für alle Hunde, die nach dem 1. Januar 2005 neu angeschafft wurden, eine Kennzeichnungspflicht mittels Mikrochip. Für alle Hunde, die vor diesem Zeitpunkt angeschafft wurden, gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2010. Das heißt, spätestens 2010 muss jeder Hund in Berlin gechippt sein. “Das Berliner Hundegesetz regelt die Chippflicht zwar nicht einheitlich, geht aber in Hinblick auf den Tierschutz in die richtige Richtung.” erklärt Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister. Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen verspricht sich von dieser Regelung einen größeren Schutz der Tiere. In einer Pressemeldung erklärt Sie dazu, dass immer mehr Tiere ausgesetzt würden. Die Verantwortung würde dann den Tierheimen zugeschoben. Würden die Tiere gekennzeichnet, könnten sich die Besitzer nicht so verantwortungslos verhalten. “Eine Meinung, die ich uneingeschränkt teile.“ betont Philip McCreight. “In der Schweiz ist die Kennzeichnung und Registrierung seit 2006 Pflicht. Dort ist die Zahl der ausgesetzten Tiere deutlich zurückgegangen.” Ziel muss eine länderübergreifende gesetzliche Regelung sein, die den Tierheimen Kosten in Millionenhöhe sparen würde. Mit der kostenlosen Registrierung beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. sind viele Leistungen verbunden, die dem Tier im Verlustfall das Leben retten können.
10.09.2007
Hund im Kanal versenkt
“Wie oft sind wir angesichts von Tiertransporten im Ausland, verwahrloster Hunde in Griechenland oder Grausamkeiten gegen Tiere in Asien entsetzt. Und vergessen darüber, dass die gleichen Grausamkeiten oft in unserer unmittelbaren Umgebung vorkommen.”, äußert sich Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO, Europas größtem Haustierzentralregister, erschüttert über die jüngste Meldung einer Tierquälerei. Ein noch unbekannter Tierquäler hatte einen jungen Cocker Spaniel zunächst getötet, dann mit Gewichten beschwert und anschließend in den Veringkanal bei Wilhelmsburg geworfen. Am 28. August entdeckte ein Spaziergänger das Tier. Wie die Welt am Sonntag berichtete, holten Polizisten das tote Tier aus dem Wasser. Der Hund wurde wohl zwei bis vier Jahre alt. Er lag erst wenige Tage im Wasser. „Am Kopf hatte der Hund Verletzungen. Er ist vermutlich erschlagen worden“, sagt ein Beamter. Ob das Tier noch lebte, als es ins Wasser geworfen wurde, steht nicht eindeutig fest.Die Polizei hofft, über das markante Laufgeschirr des Hundes, an dem auch die zwei Bremsscheiben festgemacht waren, den Besitzer zu identifizieren. „Der Cocker trug ein blaues Laufgeschirr, das mit gelb-orange Strickornamenten verziert ist“, sagt Oberkommissar Holger Vehren. Rund 140 Verfahren wegen Tierquälerei werden bei der Hamburger Polizei jährlich bearbeitet. Den Tätern drohen laut Gesetz Haftstrafen von bis zu drei Jahren. Die Polizei sucht nun Zeugen, die wissen, wo ein Cocker Spaniel verschwunden ist. Außerdem werden Zeugen gesucht, die vor dem 28. August am Veringkanal in Höhe der Industriestraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. TASSO bittet um Mithilfe bei der Aufklärung des Falles.
08.09.2007
Tierquälerei wird in USA scharf geahndet
US-Amerikanische Gerichte sind selten zimperlich, wenn es um Urteilssprüche geht. Das schließt auch die Bestrafung von Tierquälern ein. Im Gegensatz zu manch anderen Ländern macht man in Amerika auch vor Berühmtheiten nicht halt. So musste sich unlängst der amerikanische Quaterback und Super-Footballstar Michael Vick vor einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia verantworten. Er hatte zugegeben, über sechs Jahre lang illegale Hundekämpfe organisiert und finanziert zu haben. Zu diesem Zweck habe er gezielt Pitbulls abgerichtet. Hunde, die ihm für den Kampf nicht geeignet erschienen, habe er getötet. Die National Football League (NFL) reagierte prompt und suspendierte den Top-Spieler der Atlanta Falcons auf unbestimmte Zeit. Jetzt drohen Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe. Sportausrüster Nike nahm sämtliche Fanartikel aus dem Markt. Vick droht eine Gefängnisstrafe zwischen 12 Monaten und fünf Jahren.
04.09.2007
TASSO warnt vor kostenpflichtiger Online-Tierregistrierung
Seit langem gibt es die Möglichkeit, Gegenstände, die leicht verloren gehen, wie Schlüssel, Schirm oder Handy durch eine Erkennungsmarke im Verlustfall wieder zu erhalten. Die Erkennungsmarke ist dazu mit einer Internetadresse und einer Identifikationsnummer ausgestattet. Der Finder kann über das Internet somit mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen. Seit kurzem bieten Internetdienste diese Leistung auch für Haustiere an. Finder und Besitzer eines Tieres “kommunizieren” im Verlustfall allerdings nur anonym über das Internet. “Tierbesitzer müssen sich hundertprozentig darauf verlassen können, dass eine Rückvermittlung ernst genommen wird und auch klappt. Ein fehleranfälliger Webserver kann diese Aufgabe niemals bewältigen.”, warnt Philip McCreight von TASSO vor den dubiosen Anbietern. “Warum sollte jemand bis zu 60 Euro für eine unsichere Internetleistung zahlen, wenn er ein 50-köpfiges Team, das rund um die Uhr an jedem Tag in der Woche erreichbar ist, kostenlos haben kann?” wundert sich auch Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO e.V. Am meisten ärgert die Tierschützer, dass mit falschen Behauptungen Angst bei den Tierhaltern verbreitet wird. So ist zu lesen, der Mikrochip könne Allergien und Krebs auslösen. “Diese Werbung mit der Angst der Tierhalter ist höchst unmoralisch! Der Mikrochip wird erst dann aktiv, wenn ein Lesegerät in seine Nähe kommt. Ansonsten verhält er sich völlig passiv. Die Geschichte vom ständig strahlenden Chip ist nur ein Märchen.”, erklärt McCreight.
31.08.2007
TASSO warnt: Vorsicht vor illegalem Welpenhandel
In Butzbach und der Umgebung des Wetteraukreises beobachtet der dort ansässige Tierschutzverein im Augenblick vermehrt Vorkommnisse des illegalen Handels mit Welpen aus Mittel- und Osteuropa. Vor einer Fastfood-Filiale seien z. B. Chihuahua-Welpen aus Polen angeboten worden. Die Tiere werden unter widrigsten Umständen mit falschen Papieren nach Deutschland befördert, haben weder Impfung noch Ausweis und seien in aller Regel viel zu früh von der Mutter getrennt worden. Dadurch haben sie kaum die Chance, sich zu sozialen Familienhunden zu entwickeln. Die Folge: Viele dieser Hunde landen später im Tierheim. “Wer beabsichtigt einen Hund aus dem Internet oder von der Strasse zu kaufen, sollte doppelt vorsichtig sein und genau recherchieren, wo das Tier herkommt.”, warnt Andrea Thümmel, Sprecherin der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Den illegalen Handel kann man aber nur dauerhaft unterbinden, wenn die Nachfrage sinkt.“
30.08.2007
Exotenhaltung in Privathaushalten Sachkunde vorausgesetzt
Exotenhaltung ist in Deutschland zwar nicht verboten. Dennoch setzt die Haltung ein sehr spezifisches Wissen voraus. Nicht selten werden Schlangen und andere Exoten anonym in Tierheimen abgegeben, weil die Besitzer sich überfordert fühlen oder sich während des Urlaubs kein liebevoller Nachbar zur Pflege findet. So fand das Tierheim Sülfeld vor einer Woche morgens einen Eimer mit einer Boa Constrictor imperator vor der Tür. “Es kommt häufiger vor, dass wir ausgesetzte Schlangen abholen.” erklärte ein Mitarbeiter des Artenschutzzentrums in Leiferde im Landkreis Gifhorn, der vom Tierheim zu Hilfe gerufen wurde. “Insbesondere Zoofachhandlungen tragen eine Verantwortung, wenn sie Exoten verkaufen.”, findet Philip McCreight, Leiter des TASSO-Haustierzentralregisters. “Denn nicht jeder weiß, dass – wie im Fall der Boa Constrictor - aus einem 30 Zentimeter Schlangen-Baby ein 2,50 Meter Reptil wird.”
26.08.2007
Bundesrat beschließt strengere Auflagen beim Schächten
Kaum ein Tierschutz-Thema berührt die Menschen in Deutschland so sehr und nachhaltig wie die Diskussionen um das Schächten (betäubungsloses Schlachten von Tieren bei Muslimen). Tierschützer scheinen dem Ziel, das betäubungslose Schlachten zu verbieten oder zumindest stark einzuschränken, jetzt einen Schritt näher zu kommen. Der Bundesrat hat auf Basis einer Gesetzesinitiative Hessens (TASSO berichtete) in seiner 835. Sitzung am 6. Juli 2007 beschlossen, beim Bundestag einen Gesetzesentwurf einzureichen, der strengere Auflagen bezüglich einer Ausnahmegenehmigung beim Schächten vorsieht. Diese Ausnahmen wurden Vertretern des muslimischen Glaubens bisher erteilt, wenn diese darlegen konnten, dass ihr Glaube ein Schlachten mit vorheriger Betäubung verbietet. Bisher genügte eine reine Beschreibung des religiösen Anliegens, kommentiert PROVIEH die Situation. Jetzt ist die Regierung aufgefordert, das betäubungslose Schächten durch eine Änderung des Tierschutzgesetzes nur noch dann zuzulassen, wenn religiöse Gründe dies zwingend erfordern und den Tieren dadurch nicht mehr Leid zugefügt wird als durch das Schlachten mit vorheriger Betäubung. Die Elektrokurzzeitbetäubung, die das Bewusstsein der Tiere aushebelt, wird inzwischen auch von vielen Muslimen akzeptiert.“Wir werden immer wieder gefragt, was man als Einzelner gegen die Grausamkeit des Schächtens unternehmen kann.” erzählt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO. “Die Chance auf eine Änderung des Paragraphen 4a des Tierschutzgesetzes ist jetzt greifbarer als je zuvor. Die Umsetzung verschärfter Bestimmungen beim Schächten sind nun gesetzlich soweit vorbereitet, dass man mit einem Brief an den für den Tierschutz zuständigen Minister dazu beitragen kann, dass Tieren nicht mehr bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird.” ermutigt McCreight alle Tierfreunde.
Adresse für Ihren Protestbrief:
Bundesminister Horst Seehofer
Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wilhelmstrasse 54
10117 Berlin
24.08.2007
Ohne Registrierung chancenlos-603.000 Tiere betroffen
Von 100 in Deutschland per Transponder oder Tätowierung gekennzeichneten Tieren sind nur 80 registriert. Das bedeutet, 20 Prozent der Hunde und Katzen können im Verlustfall nicht zurückvermittelt werden, weil der Halter nicht ausfindig gemacht werden kann. Und das betrifft in Deutschland 603.000 Vierbeiner! “Das ist traurig, zumal die Registrierung und die Leistungen von TASSO völlig kostenlos für den Tierbesitzer sind.”, bedauert Philip McCreight die momentane Situation. Den Grund dafür sieht der Leiter der TASSO Zentrale in einem großen Missverständnis. Vielen Tierhaltern ist der Unterschied zwischen der Chippung einerseits und einer Registrierung andererseits einfach nicht bewusst. “Aber nur beides zusammen kann das Tier im Ernstfall schützen.”, erklärt McCreight weiter.
15.08.2007
Weniger ausgesetzte Tiere dank Registrierung - Schweiz als Vorbild
Eine Registrierung hilft, ein verlorenes Tier schnell zum Besitzer zurück zu vermitteln. Das ist allgemein bekannt. Denn durch den 15-stelligen Zahlencode ist eine eindeutige Identifizierung des Halters möglich. Weniger bekannt ist, dass eben diese Identifizierung auch dazu beiträgt, dass weniger Tiere ausgesetzt werden. Seit 2006 die Kennzeichnungspflicht mittels Mikrochip für Hunde in der Schweiz eingeführt wurde, verzeichnen die dortigen Tierheime zum Beginn der Urlaubszeit einen deutlichen Rückgang der ausgesetzten Tiere. “Eine Registrierung bedeutet neben gelebtem Tierschutz auch ein enormes Einspar-Potential für die Tierheime. Eine generelle Registrierungspflicht würde deutschen Tierheimen 14,5 Millionen Euro pro Jahr an Unterbringungskosten sparen.”, betont Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister. Eine gesetzliche Verankerung der Registrierung ist allerdings in Deutschland ungleich schwerer durchzusetzen als in der Schweiz.
11.08.2007
Hundehalter haften trotz Warnschild
Das Anbringen eines Schildes “Warnung vor dem Hunde” oder ähnlich gut gemeinte Vorsichtsmaßnahmen von Hundehaltern, die ungebetene Besucher auf die Anwesenheit eines Hundes im betreffenden Grundstück hinweisen möchten, befreien den Halter dennoch nicht von der Haftung, wenn es zu einem Angriff durch den Hund kommt. Vielmehr kann der Geschädigte Schadenersatz geltend machen, wenn er durch den Hund verletzt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Zutritt unbefugt oder unerbeten war. Laut BGB §833 (Bürgerliches Gesetzbuch) ist der Halter eines Hundes verpflichtet, einem durch den Hund Geschädigten den verursachten Schaden zu ersetzen. “Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das man sein Grundstück als Hundehalter so abgesichert haben muss, dass sich niemand Zutritt verschaffen kann.”, erläutert Philip McCreight, Leiter des Haustierzentralregisters TASSO.
08.08.2007
Bundesgericht verbietet Sonargeräte
Die US-amerikanische Naturschutzorganisation “Natural Resources Defense Council” (NRDC) erwirkte am Montag eine einstweilige, gerichtliche Verfügung gegen die US-amerikanische Marine. Bestimmte, vor der Küste Kaliforniens eingesetzte Sonargeräte zur Ortung von z.B. Unterseebooten verursachten das Stranden von Walen und damit deren Tod, so die Naturschützer. Mit einer ähnlichen Methode, wie sie die Marine einsetzt, orientieren sich manche Tierarten, wie etwa Fledermäuse und Wale. Fledermäuse stoßen kurze Schreie im Ultraschallbereich aus, deren Echo ihnen ein Vorbeifliegen an Hindernissen und die Suche nach Insekten ermöglicht. Zahnwale setzen zur dreidimensionalen Echolokation unter Wasser Folgen kurzer Ultraschalltöne ein, sogenannte Klicks. Naturschützer hoffen nun auf eine endgültige Entscheidung des Gerichtes, da neun weitere Einsätze der Marine bis 2009 geplant sind
06.08.2007
Alternativen zu Tierversuchen - TASSO begrüßt Initiative von Bund und Ländern
Gesundheits- und Grundlagenforschung verhilft dem Menschen durch Innovationen zu immer mehr Lebensqualität und rettet sogar Leben. Leider meint die Forschung nach wie vor nicht ohne Tierversuche auskommen zu können. In manchen Bundesländern sei zwar ein Rückgang der insgesamt eingesetzten Tierversuche von einem Jahr auf das andere verzeichnet worden. So z.B. in Rheinland-Pfalz. Dort soll die Zahl der Versuchstiere von 155.000 auf 122.000 Tiere gesunken sein. “Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber insgesamt müssen immer noch zu viele Tiere in Laboren ihr Leben lassen.”, so Philip McCreight Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim. “Das Bestreben von Regierung, Tierschützern und Interessensverbänden muss also langfristig dahin gehen, Alternativen zu finden, die ohne Tierversuche auskommen.”, fordert McCreight. Bund und Länder unterstützen die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen immer öfter mit Forschungsgeldern. So hat Rheinland-Pfalz einen Forschungspreis in Höhe von 20.000 Euro für die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen ausgeschrieben. Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz fördert seit 2006 ein Projekt der Technischen Universität Kaiserslautern mit über 70.000 Euro sowie seit 2005 ein Projekt der Freien Universität Berlin mit 40.000 Euro. Beide Forschungsprojekt haben das Ziel, Alternativen zu Tierversuchen zu finden.
04.08.2007
Hunde und Katzen als Urlaubs-Mitbringsel
Viele Menschen sind beim Anblick streunender Katzen und verwahrloster Hunde in südlichen Urlaubsländern entsetzt und wollen helfen. Schnell ist der Entschluss gefasst, ein Tier mit nach Hause nehmen. Manche Urlauber stellen sich auch bereitwillig als Flugpate zur Verfügung. TASSO begrüßt das tierschützerische Engagement, warnt aber dringend davor, die entsprechenden Vorschriften zu beachten. “Das böse Erwachen kommt spätestens bei der Einreise nach Deutschland, wenn der Hund oder die Katze vom Zoll weggenommen wird und in Quarantäne muss.”, so Philip McCreight. “Und dann ist die Situation für die Tiere oftmals noch schlimmer als vorher.”, so McCreight weiter. Das müssen Sie beachten: Die mitgebrachten Tiere müssen bei der Einfuhr nach Deutschland gechippt oder gut leserlich tätowiert sein und über einen mindestens einmonatigen Tollwutimpfschutz verfügen. Es muss eine spezielle amtliche (EU) Mustergesundheitsbescheinigung für sie vorgelegt werden. Aus zahlreichen Urlaubsländern muss zusätzlich eine Bescheinigung über einen Bluttest, der drei Monate vor der Einfuhr erfolgte, vorgelegt werden. (Quelle rp) Sorgfältige Recherche der manchmal unterschiedlichen Bestimmungen erspart Mensch und Tier großen Ärger.
26.07.2007
Mit dem Hund nach Dänemark
Dänemark gilt als eines der beliebtesten Urlaubsländer Europas. Nicht ohne Grund: lange, oft einsame Strände bieten Entspannung pur, weitläufige Wälder, idyllische Heidegebiete und Wiesen laden zum stundenlangen Spazierengehen ein. Ideale Voraussetzungen für den Urlaub mit Hund.Diese Idylle kann sich ganz schnell in einen Albtraum verwandeln. Dann nämlich, wenn der Vierbeiner entlaufen sollte und nicht binnen 3 Tagen wieder bei seinem Besitzer ist. Denn genau nach diesen drei Tagen kann der Hund von den Behörden – meist der Polizei - ohne weiteres eingeschläfert werden. So sieht es das dänische Hundegesetz vor. “Drei Tage sind keine Zeit! Im Durchschnitt dauert es fünf Tage, bis wir einen Hund zurückvermitteln.”, erklärt Andrea Thümmel von der Tierschutzorganisation TASSO. “In Dänemark kennt man ein Tierheimsystem wie in Deutschland nicht. Dazu kommt, dass der entlaufene Hund sich in einer für ihn ganz unbekannten Gegend befindet. Faktoren, die die Suche zusätzlich erschweren.” warnt Thümmel vor der oft unterschätzen Gefahr.TASSO empfiehlt allen Dänemark-Urlaubern mit Hund, ihr Tier vor Reiseantritt registrieren zu lassen und den Hund nicht ohne Plakette am Halsband laufen zu lassen. Denn die dänischen Behörden sind sehr wohl bemüht, ein Fundtier zurückzuvermitteln. Dafür werden in der lokalen Presse Anzeigen geschalten und gegebenenfalls die ausländischen Polizeibehörden informiert. Wenn ersichtlich ist, dass es sich um ein Tier aus dem Ausland handelt. Aber ohne Kennzeichnung durch Chip, ohne Registrierungsplakette oder wenigstens einer Telefonnummer des Besitzers können auch die dänischen Behörden nichts unternehmen. “Die kostenlose Registrierung sollte für jeden Tierliebhaber eine Selbstverständlichkeit sein.”, ermutigt Andrea Thümmel.
25.07.2007
“Mitbringsel” aus dem Urlaub können teuer werden: Einfuhr von geschützten Tieren streng verboten
Nicht wenige exotische Tier- und Pflanzenarten stehen unter Artenschutz. Auf den Märkten vieler Urlaubsländer werden Produkte genau dieser Tierarten angeboten, ohne dass der Käufer weiß, worauf er sich einlässt. Bei der Einfuhr nach Deutschland drohen dann unter Umständen hohe Geld- oder sogar Gefängnisstrafen. Besonders beliebt seien Elfenbein- und Korallenprodukte, so der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW). Der Handel mit Produkten bedrohter Tierarten stelle eine massive Bedrohung für die Tiere da. Allein 2006 habe der Zoll laut dpa zirka 1.500 Tier- und Pflanzenarten beschlagnahmt. “Es kommt auch nicht selten vor, dass Menschen lebende Tiere aus dem Urlaub mitbringen, die an unsere klimatischen Bedingungen überhaupt nicht adaptiert sind.”, erklärt Andrea Thümmel von der Tierschutzorganisation TASSO. “Die hart erscheinenden Bestimmungen machen also durchaus Sinn, da sie Tierleben schützen.”, so Thümmel weiter.
21.07.2007
Neue Generation von Mikrochips - Biopolymer ersetzt Glas
Die gängigste Methode zur Kennzeichnung von Tieren ist die Chippung. Sie erfolgt mittels eines reiskorn-großen, sogenannten Transponders. Die handelsüblichen Produkte der verschiedenen Hersteller zeichnen sich alle durch ein geringes Migrationsrisiko (Wanderung des Chips im Tier) und eine sehr gute Gewebeverträglichkeit aus. Dazu kommt die einfache Handhabung für den Tierarzt. Gründe für den großen Erfolg von Mikrochips in den letzten Jahren. Bei der neuen Transponder-Generation ersetzt ein Biopolymer-Kunststoff die bisherige Glaskapsel. Biopolymer wird auch in der Humanmedizin mit Erfolg angewendet. Die seit Anfang des Jahres erhältlichen Mikrochips sind damit so gut wie unzerbrechlich. Auch sie zeichnen sich durch eine sehr gute Gewebeverträglichkeit aus. Die Firma Virbac, die die neuen Transponder unter dem Namen “BackHome BioTec” vertreibt, weist auf eine gute Resonanz bei den Veterinärmedizinern hin. “Wie wichtig Vorsorgemaßnahmen sind, erkennt man sehr schnell: Pro Jahr entlaufen ca. 500.000 Hunde und Katzen in Deutschland. Nur Tiere, die gekennzeichnet und registriert sind, können im Verlustfall schnell zurückvermittelt werden.” erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Notrufzentrale in Hattersheim.
13.07.2007
Malaysia: Tierschützer decken Wildschmuggel auf
Die malaysischen Behörden haben diese Woche den wohl größten Schmuggel wild lebender Tiere in ihrem Land aufgedeckt. Wildschützer entdeckten in einem Lagerhaus im Bundesstaat Juhor mehr als 950 verwahrloste Affen. Laut Medienberichten waren die Tiere in winzigen Käfigen eingesperrt und schon so ausgehungert, dass sie begonnen hatten, ihre Artgenossen zu fressen. Die Makaken seien für holländische Labors und chinesische Restaurants bestimmt gewesen, wo der Verzehr von Affenfleisch zwar verboten ist, aber nach wie vor als Delikatesse angeboten wird. Der Schwarzmarktwert solle sich auf mehrere zehntausend Euro belaufen. Die malaysischen Behörden wollen die Affen nun zunächst versorgen und dann wieder in die Freiheit entlassen. Makaken sind meerkatzenartige Affen, von denen etwa 20 Arten in Süd- und Ostasien, Nordwestafrika und auf Gibraltar existieren. Sie verfügen über eine bemerkenswert soziale Intelligenz, leben in hochgradig interaktiven Gruppen von 80 bis 100 Mitgliedern und können komplexe Beziehungen erkennen und aushandeln.
10.07.2007
Unterschätzte Gefahr für Hunde: Schneckenkorn
Die Situation ist bekannt: Schnecken lieben es, Blumen und Gemüsepflanzen anzuknabbern. Sehr zur Verärgerung aller Hobbygärtner. Nur allzu oft wird den Plagegeistern mit Schneckenkorn zu Leibe gerückt. Weniger bekannt ist, dass diese chemische Keule für Hunde sehr schnell tödlich enden kann. Das im Schneckenkorn enthaltene Metaldehyd ist ein Nervengift, das der Hund über den Kontakt mit dem Schneckenkorn aufnimmt, auch wenn er sich nur die Pfoten leckt. Laut Aussage von Veterinärmedizinern reiche schon eine geringe Menge aus, um einen Hund in ernsthafte Gefahr zu bringen. Das Fatale daran: Hunde mögen den süßen Geschmack von Schneckenkorn; ganz im Gegensatz zu Katzen. Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang auch die Kennzeichnung entsprechender Produkte durch die Hersteller. Liegt der Wert des eingesetzten Giftstoffes Metaldehyd unter 6% werde das Schneckenkorn oft als giftfrei deklariert. Erste Symptome für eine Vergiftung können sein: Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen mit Blut, Reizung der Augen- und Mundschleimhaut, Durchfall, Krämpfe, Koordinationsstörungen und Fieber. In Verdachtsfällen muss der Hund sofort zum Tierarzt. Nur innerhalb von 30 bis maximal 60 Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen und Abführmitteln verhindert werden. Ist der nächste Tierarzt zu weit entfernt und der Hund noch bei Bewusstsein helfen 10 bis 15 in Wasser aufgelöste Kohletabletten als Erste-Hilfe-Maßnahme. Kohle absorbiert kurzfristig einen Teil des Giftes. “Leider droht die Gefahr auch auf Feldern, weil manche Landwirte das Schneckenkorn in großem Umfang gedankenlos einsetzen.”, berichtet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. “Weitere Gefahren für den Hund, an die man im ersten Augenblick einfach nicht denkt, sind Tabak-Stummel, Schokolade und Tennisbälle”, so McCreight weiter
08.07.2007
Neue Hoffnung für Tierschützer Bundesrat für schärfere Vorschriften beim Schächten
Der Bundesrat hat gestern eine Initiative Hessens und Hamburgs aufgegriffen, die das Schächten von Tieren in Zukunft nur noch in Ausnahmefällen möglich machen soll. Wenn es nach dem Bundesrat geht, soll die Genehmigung zum betäubungslosen Schächten nur noch erteilt werden, wenn sie nachweislich erforderlich ist, um den Bedürfnissen von Mitgliedern bestimmter Religionsgemeinschaften zu entsprechen, so Welt-Online. Außerdem darf den Tieren nicht mehr Schmerz zugefügt werden, als bei einer Schlachtung mit Betäubung. In allen anderen Fällen müsse das Tier vor dem Schächten betäubt werden. “Der dem Bundestag vorliegende Gesetzesentwurf ist ein Balanceakt zwischen der Religionsfreiheit einerseits und dem Tierschutz andererseits. Beide sind im Grundgesetz verankert.” so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. “Bei allem Respekt für andere Religionen, ist es für uns Tierschützer - ungeachtet der Beweggründe - jedoch nicht akzeptabel, dass Tieren Leid zugefügt wird.”, erklärt McCreight kategorisch. Zum Hintergrund: Das betäubungslose Schächten von Tieren ist in Deutschland grundsätzlich verboten. So sieht es das Tierschutzgesetz vor. Das Gesetz sieht jedoch leider auch Ausnahmen aus religiösen Motiven vor. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgericht aus dem Jahre 2002 müssen Ausnahmege-nehmigungen erteilt werden, wenn der Antragsteller der Überzeugung ist, dass sein Glaube das Schächten erforderlich mache.“Es bleibt zu hoffen, dass ein entsprechend eindeutiges Gesetz dem jahrelangen Streit um das Schächten, der die Gerichte immer wieder beschäftigt, nun endlich ein Ende bereitet.”
02.07.2007
Gerichte sehen das Halten von Haustieren uneinheitlich
Hunde und Katzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. 5,3 Millionen Hunde, 7,8 Millionen Katzen rund 6,3 Millionen Kleintiere und 4,6 Millionen Ziervögel sprechen eine eindeutige Sprache. So gibt es inzwischen in jedem zweiten Haushalt in Deutschland ein oder mehrere Tiere. Mit dieser Tatsache müssen auch die deutschen Gerichte leben. Denn nicht jeder Nachbar freut sich über die tierischen Mitbewohner. Die diesbezüglichen Gerichtsurteile lassen eine klare Linie vermissen. Vielmehr kommt es beim Thema Tierhaltung auf den Einzelfall an. So urteilte das Landgericht Hamburg unlängst, dass das Recht eines Mieters auf das Halten eines Hundes nicht generell verweigert werden darf. Im konkreten Fall konnte ein älteres Ehepaar dem Gericht offensichtlich plausibel darlegen, dass der Hund eine Bereicherung in ihrem Leben darstelle. Das Gericht genehmigte die Haltung unter der Maßgabe, das die Erlaubnis auch wieder entzogen werden könne, wenn es zu erheblichen Störungen durch den Hund kommen sollte (Az.: 334 S 26/01).Generell ist das Halten von Haustieren nur mit der Zustimmung durch den Vermietern zulässig. Das Recht unterscheidet dabei drei verschiedene Klauseln: eine Erlaubnis-, eine Verbots- und eine Zustimmungsklausel. Keine Probleme haben Tierfreunde, die eine Erlaubnisklausel oder gar keine Regelung in ihrem Mietvertrag haben. Sie dürfen auch ohne vorherige Genehmigung ein Tier halten. Eine einmal erteilte Erlaubnis dürfe auch nicht wieder entzogen werden. Allerdings muss der Mieter bei Belästigungen durch das Haustier mit Auflagen seitens des Vermieters rechnen. Bei der Zustimmungsklausel behält der Vermieter sich das Recht vor, jeweils individuell über die Zustimmung zur Haltung zu entscheiden.Mit der Verbotsklausel kann der Vermieter das Halten von Haustieren ausschließen. Diese Klausel ist allerdings unwirksam und nützt im Zweifelsfall nur den Mietern. “Eine klare Regelung vor Einzug kann beide Parteien vor unnötigen Streitereien bewahren.” empfiehlt Philip McCreight, Leiter von Europas größtem Haustierzentralregister TASSO.
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