22.06.2007
Sieg für Tierschützer - EU beschließt europaweites Handelsverbot für Hunde- und Katzenfelle
Das EU-Parlament hat gestern ein lückenloses Handelsverbot von Hunde- und Katzenfellen innerhalb der Länder der EU beschlossen. Das Verbot bezieht sich auf alle Felle, auch solche, die nicht von Pelzfarmen stammen. Die EU-Kommission sah ursprünglich eine Ausnahmeregelung für Felle vor, die nicht aus Pelzfarmen stammten. “Damit wäre es einfach gewesen, das Verbot zu umgehen und der Handel hätte weiter floriert.”, so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. In Asien werden jährlich über zwei Millionen Hunde und Katzen nur wegen ihres Fells auf brutalste Weise getötet. Da es in den USA und in Australien bereits seit längerer Zeit Handelsverbote für Hunde- und Katzenfelle gibt, war die EU jahrelang Hauptabnehmer der Felle. Diese wurden zu Pelzbesatz oder Spielzeug weiterverarbeitet. In Deutschland ist die Situation äußerst paradox. Einer Umfrage zufolge sprechen sich 88% der Deutschen für ein vollständiges Handelsverbot von Hunde- und Katzenfellen aus. Andererseits war Deutschland innerhalb der EU Hauptabnehmer dieser asiatischen Produkte. Wegen der mangelnden Kennzeichnungspflicht war dem Verbraucher oft nicht bewusst, dass es sich nicht um Kunstpelz handelte.“Das Verbot ist ein sehr wichtiger Meilenstein für den Tierschutz. Jetzt müssen entsprechende Kontrollmaßnahmen für die Einhaltung der neuen Bestimmung sorgen.”, so Philip McCreight weiter.
20.06.2007
Artenschutzkonferenz in Den Haag beendet - Ergebnisse hinter den Erwartungen
Die Ergebnisse der Montag in Den Haag zu Ende gegangenen Artenschutzkonferenz sind für die meisten Tierschützer nur bedingt zufriedenstellend. Zwar wurden für einige Arten große Erfolge erzielt, andere Vorhaben scheiterten jedoch. Der Schwerpunkt der internationalen Konferenz war der Handel mit Elfenbein. Nach offensichtlich heftigem Tauziehen einigten sich die afrikanischen Länder auf einen Kompromiss. Danach dürfen Namibia, Botswana, Südafrika und Simbabwe ihre aktuellen Elfenbeinvorräte verkaufen. Danach ist ein neunjähriges Moratorium vereinbart. Tierschützer hatten eine generelle Absage an den Elfenbeinhandel erwartet.Dafür wurde – zum ersten Mal seit 30 Jahren – ein absolutes Handelsverbot für fünf Affenarten – darunter die Plumploris, kleine nachtaktive Affen aus Südostasien – beschlossen. Japan scheiterte mit seinem Versuch, die Walfangquoten zu lockern. Ein weiterer Sieg für Tierschützer!Der Handel mit Sägefischen ist zukünftig verboten, Europäische Aale und Rote Edelkorallen dürfen zumindest nur noch begrenzt gehandelt werden. Der Versuch, den Handel mit Tropenhölzern aus Lateinamerika zu kontrollieren, scheiterte leider am Widerstand der Herkunftsländer. Diese wollen in Zukunft selbst für eine Kontrolle sorgen. Alles in allem scheint die Artenschutzkonferenz in zunehmendem Maße zu sehr von politischen und ökonomischen Interessenskonflikten geprägt zu sein, anstatt sich um die eigentlichen Themen rund um den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu kümmern, so das Resultat von PRO WILDLIFE.
12.06.2007
Derzeitiges Artenschutz-Konzept nicht sinnvoll
Derzeit gibt es weltweit noch ca. 360.000 Pottwale. Trotz der - auf den ersten Blick - scheinbar hohen Gesamt-Population gelten diese Tiere als vom Aussterben bedroht. Warum? Die Internationale Walfangkommission gibt lediglich generelle Quoten für den Fang vor, um eine Tierart vor dem Aussterben zu schützen. Dabei wird jedoch nicht unterschieden, ob eine Population in dem einen Gebiet bereits so gut wie verschwunden und in einem anderen Gebiet noch in reichlicher Anzahl vertreten ist. So gibt es nach Aussage des Geschäftsführers von der „Whale and Dolphin Conservation Society“ (WDCS) in Deutschland, Nicolas Entrup, zum Beispiel vor den Galapagosinseln nur noch ein einziges geschlechtsreifes Pottwal-Männchen. Wird dieses geschossen oder verletzt, könne es Jahre dauern, bis sich die Population dort wieder erholt. Artenschutz darf also nicht erst beginnen, wenn die Tiere als vom Aussterben bedroht gelten, so Entrup. Dann könnte es für manche Populationen zu spät sein. Den größten Erfolg der Bestandserhaltung würde man erzielen, wenn man im gesamten Verbreitungsgebiet einer Tierart gesunde Bestände erhalten würde, so Entrup weiter.
11.06.2007
Was dem Hund hilft, kann für Katzen tödlich sein
Manche der bei Hunden wirksamen Spot-on Präparate gegen Parasiten könnten für Katzen lebensgefährlich sein. Der in den Mitteln enthaltene Wirkstoff Permethrin kann von Katzen offensichtlich nicht abgebaut werden, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin.Allein in den letzen 2 Jahren seien rund 50 Katzen daran erkrankt. Die Hälfte der Tiere starb an der falschen Behandlung. Zu den für Katzen ungeeigneten Produkten gehöre Exspot, Advantix spot on für Hunde, Preventic Spot on und Fleetic spot on, so der BVL.
09.06.2007
Achtung: Rasierklingen in Hundeködern
Offensichtlich gibt es immer wieder Menschen, die Gefallen daran finden, Hunde absichtlich zu verletzen. Letzte Woche erst hatte eine 45-jährige Hundehalterin in einem Park in Berlin einen mit Rasierklingen versehenen Wurstköder entdeckt. Zum Glück rechtzeitig vor ihrem Hund.Die Täter bleiben in den meisten Fällen unentdeckt. “Hundebesitzer können nur aufgefordert werden, aufzupassen wenn ihr Hund länger an einer Stelle schnüffelt oder etwas in den Mund nimmt.” so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim.
05.06.2007
Welt-Artenschutzkonferenz hat begonnen
Am Sonntag hat in Den Haag die 14. Welt-Artenschutzkonferenz begonnen. Die 171 Mitgliedsstaaten entscheiden bis zum 15. Juni darüber, welche Tiere und Pflanzen gehandelt werden dürfen, welcher Handel begrenzt und welcher strikt verboten wird. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz steht unter anderem der Elfenbeinhandel. Mehr als 20.000 Tiere werden pro Jahr wegen ihres Elfenbeins getötet. Botswana und Namibia möchten den Elfenbeinhandel in begrenzten Umfang zulassen, Kenia und Mali dagegen sprechen sich für ein Exportverbot für die nächsten 20 Jahre aus. Es steht zu befürchten, dass eine mögliche Lockerung des Elfenbeinhandels ein erneutes Aufflackern der Wilderei zur Folge haben könnte.Auf der Liste der aller 3 Jahre stattfindenden Konferenz stehen rund 40 Anträge auf Änderung. So wird z.B. über den Handel mit Zwerglumpori, kleine nachtaktive Affen, zu entscheiden sein. Diese Tiere sind in Asien wegen ihres Fleisches beliebt und finden dort auch in der Medizin Verwendung. Kambodscha als Herkunftsland möchte den Handel komplett verbieten lassen. Uganda spricht sich dafür aus, 50 Leoparden-Jagdtrophäen jährlich exportieren zu dürfen. Und Japan möchte das strikte Handelsverbot für Wale gelockert sehen.Interessant im Zusammenhang mit dem Artenschutz ist die Stellung der EU. Laut einer neuen Studie sei sie größter Importeur wilder Pflanzen und Tiere. Allein im Jahr 2005 habe die EU Tiere und Pflanzen im Wert von ca 93 Milliarden Euro importiert. Insofern erscheint es mehr als notwendig, dass die EU ganz eindeutig auch Verantwortung zeigt, wenn es um den Schutz vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten geht.Das Washingtoner Artenschutzabkommen (WA) wurde 1973 ins Leben gerufen. Bereits 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten sind in dem Regelwerk aufgenommen.
03.06.2007
Vorsicht vor Trickbetrügern:Verzweiflung von Tierhaltern schamlos ausgenutzt
Mit einer neuen Masche versuchen zur Zeit bundesweit verstärkt findige Trickbetrüger verzweifelten Tierhaltern verlorener Hunde höhere Geldbeträge aus der Tasche zu ziehen. Dies wurde in den letzten Tagen der TASSO-Notruf-Zentrale vermehrt gemeldet.Die Vorgehensweise ist in allen gemeldeten Fällen nahezu identisch: Die Betrüger besorgen sich vermutlich aus dem Internet von Suchmeldungen vermisster Hunde die dort hinterlegten Privatnummer der Tierhalter. Danach nehmen die Täter mit den verzweifelten Tierhaltern Kontakt auf und behauptet, dass ihr Hund in der Ukraine gefunden worden sei. Die Grenzstation habe das Tier identifiziert und auf Umwegen seien sie nun an die Info gekommen und wollen jetzt helfen. Der Anrufer gebe sich häufig als Rechtsanwalt einer deutschen Kanzlei aus, der zur Zeit in Antalya in der Türkei sei. Um Vertrauen zu erwecken hinterlässt der Täter in der Regel eine türkische Rückrufnummer und eine eMail-Adresse, unter der er dann auch tatsächlich erreichbar ist. Um das Tier nun nach Deutschland zurück zu bringen, solle der Betroffene per Reise-Bank (Direkt-Bank) einen Betrag zwischen 600 und 800 EUR an eine ukrainische Kontaktadresse überweisen. „Da der Geldtransfer über eine Direktbank erfolgt, kann man davon ausgehen, dass die Betroffenen weder das Tier noch das Geld wiedersehen werden, da durch dieses Verfahren eine direkte Barabhebung am Zielort möglich ist und kein Konto geführt werden muss.“, warnt Philip McCreight Leiter der TASSO-Notruf-Zentrale eindringlich.Wie von Betroffenen berichtet wurde, gehen die Betrüger psychologisch sehr intelligent vor. Zuerst wird dem Tierhalter das ganze aufwendige amtliche Prozedere für die Rückholung des Tieres aus der Ukraine geschildert, sodass die Tierhalter in der Regel dankbar sind, dass angeblich jemand anderes die Rückholung nach Deutschland in die Wege leiten kann. Außerdem werden die Beträge nicht so hoch angesetzt, dass es den Betroffenen verdächtig erscheinen könnte. Nach Zeugenaussagen scheint wohl auch keinen allzu großen Druck ausgeübt zu werden, was die Betroffenen sicherlich misstrauisch gemacht hätte. Von Opfern die im letzten Moment die TASSO-Notruf-Zentrale kontaktierten, wurde berichtet, dass deren emotionale Betroffenheit oft zu eingeschränkter Urteilsfähigkeit geführt habe und man daher bereit war den Geschichten der Betrüger zu vertrauen. „Immer wieder weisen wir aus leidlicher Erfahrung darauf hin, Suchmeldungen allgemein zu halten, keine Belohnungen auszusetzen und auf keine Fall Privatnummern mit anzugeben, um Missbrauch zu vermeiden.“, erklärt Philip McCreight von der TASSO-Notruf-Zentrale. „Alternativ kann man auf den kostenlosen Suchplakat-Service und Internet-Suchmeldungs-Service von TASSO zurückgreifen. Hier werden Anzeigen anonymisiert veröffentlicht und TASSO fängt unseriöse Anrufer von vornherein ab.“, so McCreight weiter.
02.06.2007
EU-Chemikalienverordnung REACH tritt in Kraft Rückschritt für den Tierschutz
Seit 2003 berät die Europäische Kommission über eine europaweite Neuordnung der Chemikalienpolitik. Am 1. Juni 2007 tritt als Resultat die für alle Mitgliedsstaaten bindende Chemikalienverordnung REACH in Kraft – das größte umweltpolitische Projekt der EU in den letzten 20 Jahren. REACH regelt die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien in der Europäischen Union. Produktion, Anwendung und Import von Chemikalien in Europa sollen somit transparent und sicher werden. Das bedeutet auch eine grundlegende Neuregelung des deutschen Chemikalienrechts. Die Neuordnung hat dabei den Schutz des Menschen und der Umwelt in Zusammenhang mit Chemikalien im Blick. In diesem Zusammenhang werden vor allem Chemikalien, die bereits vor 1980 auf dem Markt waren, unter die Lupe genommen. Für neue Stoffe gelten schon länger engere Richtlinien. Innerhalb der nächsten elf Jahre muss die chemische Industrie ca. 30.000 Stoffe auf ihre Verträglichkeit hin überprüfen und bei der Chemikalienagentur in Helsinki registrieren. Nichtvertrauliche Informationen über gefährliche Substanzen sollen dem Verbraucher öffentlich zugänglich gemacht werden. “Die EU schreibt zwar vor, zu der anstehenden Überprüfung der Chemikalien auch alternative, sprich tierversuchsfreie, Methoden wie zum Beispiel das Zellkulturverfahren, heranzuziehen. Angesichts der hohen Anzahl der zu testenden Stoffe liegt jedoch die Vermutung mehr als nah, dass die EU-Mitgliedsstaaten Mittel und Wege finden werden, die Stoffe auch weiterhin an Tieren zu testen. Eine Kontrolle ist unmöglich.”, erklärt Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO e.V. Schätzungen gehen von Versuchen an bis zu 45 Millionen Tieren in den nächsten elf Jahren aus. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt REACH vor, dass für Chemikalien, die in einer Menge von über einer Tonne hergestellt werden und auf ihre Giftigkeit für die Fortpflanzung untersucht werden, ein 2-Generationentest an Ratten durchgeführt werden muss. Das allein bedeutet für jeden Stoff Versuche an 3.000 Tieren! “REACH mag den richtigen Ansatz und ehrenwerte Ziele haben. Doch für die Umsetzung werden Millionen von Tieren leiden müssen. Angesichts der heute bestehenden Test–Alternativen ist das ein Armutszeugnis der Verantwortlichen.”, so Andrea Thümmel weiter.
30.05.2007
Katzen und Hunde in der Wohnung - auch ohne Genehmigung des Vermieters möglich
Einem der wohl häufigsten Streitpunkt zwischen Mietern und Vermietern- das Halten von Hunden und Katzen in der Wohnung – scheint das Amtsgericht Bremen offensichtlich eine neue Wendung gegeben zu haben. Das Gericht entschied, dass das Halten von Tieren unter Umständen auch ohne die Genehmigung des Vermieters erlaubt sei. Das gelte insbesondere dann, wenn der Mietvertrag keine Tierhaltungsklausel enthält oder diese unwirksam ist. Ohne eine wirksame Regelung gelte der Grundsatz: Das Halten von Hunden und Katzen zählt grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung und bedarf keiner Genehmigung des Vermieters. Allerdings müssen die Tiere so gehalten werden, dass sie Nachbarn nicht unzumutbar stören.
Auch eine Eigentümergemeinschaft kann das Halten von Tieren nicht grundsätzlich verbieten. Das Oberlandesgericht Saarbrücken entschied, dass ein solches generelles Verbot gegen das Wohnungseigentumsgesetz verstoßen würde, nach dem jeder Eigentümer mit seiner Wohnung nach Belieben verfahren könne. Das Halten von Haustieren gehöre zum normalen Gebrauch. Allerdings betonte das Gericht, dass die Beurteilung vom Einzelfall abhänge.
23.05.2007
Neue Fälle illegaler Jagd auf Wale
Nach Island und Norwegen, die sich in keinster Weise an internationale Abkommen gebunden fühlen, und Japan, das laut eigenen Aussagen zu wissenschaftlichen Zwecken jagt, steht nun auch Südkorea im Verdacht der illegalen Jagd auf Zwergwale. Das Walfleisch sei auf südkoreanischen Märkten entdeckt worden. Gentests bestätigten den Verdacht. In Südkorea darf Walfleisch, das als so genannter Beifang versehentlich in die Netze geht, legal verkauft werden. Allerdings müssen die Beifänge der Regierung gemeldet werden. Den Gentest zufolge habe Südkorea zwischen 1999 und 2003 fast doppelt so viele Wale getötet wie an die Regierung gemeldet. Seit 1986 ist jeglicher kommerzieller Walfang durch das Moratorium der Internationalen Walfangkommission IWC verboten. “Solange es eine Nachfrage gibt, wird es auch ein Angebot geben”, bringt Philip McCreight die Situation auf den Punkt. “Und solange für Walfleisch horrende Summen gezahlt werden, werden Fischer weiterhin Jagd auf die Tiere machen”, so Philip McCreight weiter.
19.05.2007
Deutschland liebstes Haustier: Reiselustig, zäh und ausdauernd
Katzen sind offensichtlich viel ausdauernder als mancher Besitzer ihnen zumuten mag. Laut Medienberichten überlebte unlängst ein Katze aus China eine 35 Tage dauernde Schiffspassage von China in die USA im Frachtraum des Schiffes, in den sie wahrscheinlich versehentlich geraten war. In einem Motorradladen in North Carolina hatte die Reise dann ein glückliches Ende, als das Tier in einem Karton mit Motorradhelmen gefunden worden war. Wahrscheinlich habe sich die Katze durch Kondenswasser am Leben halten können, erklärte eine Tierärztin. Ein Mitarbeiter des Motorradladens taufte die Katze “CHINA” und möchte sie jetzt adoptieren. In einem anderen Fall sei eine Katze 3 Wochen lang im Laderaum eines Flugzeuges um die halbe Welt gereist, da sie sich offensichtlich auf dem Flug von England nach München aus ihrem Käfig befreien konnte und so ihren Anschlussflug nach Washington verpasste. Am Flughafen in Denver sei sie dann 21 Tage später wohlbehalten gefunden und von United Airlines nach Hause geflogen worden. Eine andere Katze sei mit ihrem unwissenden Frauchen 1400 Kilometer im Koffer mitgereist, ohne von Zoll- oder Flughafenpersonal entdeckt worden zu sein. “Diese Geschichten sind ein weiterer Beweis für die Wichtigkeit, kleine und große reiselustige Vierbeiner registrieren zu lassen, um diese im Notfall auch im Ausland zurück vermitteln zu können” , so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.
17.05.2007
Sandmücke und Co. auf dem Vormarsch nach Deutschland Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels für Mensch und Tier
Vom globalen Klimawandel profitieren offensichtlich zahlreiche Parasiten. Die Erwärmung begünstige in Mitteleuropa die Ansiedlung von bis vor wenigen Jahren noch unbekannten Exemplaren der Krankheitsüberträger: Die Sandmücke gilt als Überträger der Leishmaniose, einer für Mensch und Hund nicht zu unterschätzenden Krankheit, die Auwaldzecke kann die Hundemalaria übertragen (TASSO berichtete im TIERNOTRUF Winter 2006/2007) und Moskitos können beim Blutsaugen Wurmlarven auf den Hund übertragen. Die wärmeren Winter tragen dazu bei, dass die Parasiten überleben, was die Situation zusätzlich verschärft.
Im April 2006 wurde in Großbritannien das CVBD World Forum gegründet, ein Expertengremium aus Naturwissenschaftlern, Human- und Veterinärmedizinern aus der ganzen Welt, das sich mit den durch Parasiten übertragenen Krankheiten des Hundes beschäftigt.
15.05.2007
25 Hühner auf einem Quadratmeter Neue EU-Richtline für Masthühner verabschiedet
Dass nicht jede Neuregelung zwangsläufig auch eine Verbesserung der Situation mit sich bringt, zeigt die am Montag letzter Woche verabschiedete Richtlinie für Masthähnchen der EU-Agrarminister. In Zukunft werden sich 25 Masthühner eine Fläche von einem Quadratmeter teilen – und das gelte als Fortschritt in der Geflügelmastzucht. EU-Kommissar Kyprianou und Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer würden die Einigung als großen Erfolg im Tierschutz werten, so eine Meldung von raiffeisen.com. Auch der Präsident der Deutschen Geflügelwirtschaft, Gerhard Wagner, begrüße die erzielte Neuregelung. “Man stelle sich aber bitte einmal eine Fläche von einem Meter auf einen Meter vor, auf dem sich 25 Hühner drängen. Rund um die Uhr! Tag für Tag.”, kritisiert Philip McCreight von dem Tierschutzverein TASSO die Entscheidung. Wenn bestimmte Voraussetzungen, wie z.B. spezielle Lüftungsanlagen, erfüllt sind, darf die so genannte Besatzdichte sogar noch höher liegen. “Unter derartigen Voraussetzungen ist eine artgerechte Haltung ausgeschlossen und aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht akzeptabel.”, so Philip McCreight weiter Die neue Verordnung soll ab 2010 greifen.
09.05.2007
Gefahr durch Grasen Sandkolik bei Pferden wird meist zu spät erkannt
Die mit dem sonnigen Wetter einhergehende Trockenperiode der letzen Wochen scheint Veterinäre vor neue Herausforderungen zu stellen. Pferde seien in zunehmendem Maße von der so genannten “Sandkolik” betroffen. Da auf den Weiden derzeit offensichtlich zu wenig Gras wächst, würden die Tiere vermehrt Sand aufnehmen. Dieser würde nicht auf natürlichem Wege ausgeschieden, sondern im Magen-Darm-Trakt verbleiben. Die Pferde “versanden” innerlich. “Befindet sich bereits Sand im Bauch des Pferdes, kann es helfen, Flohsamen zuzufüttern, der den Sand bindet.”, erklärt Clemens Kampmann, Leiter der Tierklinik Wahlstedt im Kreis Segeberg. Jürgen Fischer, Arzt an der Pferdeklinik Seestermühe, geht für dieses Jahr von fünf bis zehn Prozent mehr Fällen von Sandkoliken aus, als im vergangenen Jahr. 20 Prozent der Pferde würden eine Operation nicht überleben
28.04.2007
Ratte zum Versuchstier des Jahres 2007 gekürt
Seit 2003 ernennt der “Bundesverband Menschen für Tierrechte” jedes Jahr ein Tier zum Versuchstier des Jahres. Damit will der Verband auf das Leid von Tieren in Laboren aufmerksam machen. Nach der Muschelmaus 2006, dem Javaneraffen 2005 und 2004, sowie der Goldorfe 2003 wurde dieses Jahr die Ratte gekürt. Zwei wissenschaftliche Studien kämen zu dem erschreckenden Ergebnis, dass 15 Jahre experimentelle Alkoholforschung an Ratten keine relevanten Ergebnisse für alkoholkranke Menschen gebracht haben, so der Bundesverband. Im Rahmen der Versuchsreihen würden die Ratten alkoholkrank gemacht und dann auf Entzug gesetzt. Davon würde man sich Rückschlüsse auf Stoffwechselvorgänge oder Organschädigungen versprechen. Nicht nur, dass diese Versuche unendliche Qualen für die hochsozialen und intelligenten Ratten bedeuten. Zudem sei dadurch für alkoholkranke Menschen keine Therapieverbesserung belegt!, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des “Bundesverbandes Menschen für Tierrechte”. Außerdem gäbe es nach Aussagen von Dr. Simons genug alternative und effizientere Möglichkeiten der Forschung wie z. B. Untersuchungen an gesunden und kranken Menschen oder an Zellkulturen. Weitere Informationen – auch zu tierversuchsfreien Forschungsansätzen – sowie eine Unterschriftenliste finden sich unter: www.versuchstier-des-jahres.de
25.04.2007
Streunende Katzen in Österreich sind 1,38 Euro wert
Dass nach Angaben der österreichischen Zeitung “Der Standard” unser Nachbarland Österreich offensichtlich ebenso Jagd auf streunende Katzen macht wie Deutschland, ist zwar traurig, verwundert aber wohl niemanden. Die Jagd scheint sich dort allerdings durch ein skurriles Zulagensystem abzuheben. Ein beamteter Jäger in Österreich erhält pauschal eine Prämie von 1,38 Euro, wenn er eine streunende Katze fängt oder schießt, so “Der Standard”. Der österreichische Rechnungshof schätzte den für die Auszahlung nötigen Verwaltungsaufwand auf ca. 25 Euro. Das dürfte nicht nur Tierschützer auf den Plan rufen. Eine Durchforstung der ca. 1.500 Zulagen und Nebengebühren für österreichische Beamte – teilweise über 40 Jahre alt – sei vom österreichischen Rechnungshof nun angeraten.
21.04.2007
Haltung wilder Tiere in Wohngebieten unzulässig
Das Verwaltungsgericht Lüneburg untersagte unlängst einem Hobby-Halter das Aufstellen eines Gepardengeheges in einem Wohngebiet. Das Baurecht erlaube Tierhaltung nur, wenn sie üblich und ungefährlich sei. Was im Fall des Geparden nach Auffassung des Gerichtes nicht gegeben war. Das Gericht stützte seine Entscheidung auf Urteile des Bundesverwaltungsgerichts, das die Haltung von Pumas und Ozelots in bewohnten Gebieten untersagt hatte. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg, der dem 64 Jahre alte Tierliebhaber den Bau des 45 mal 25 Meter großen Geheges untersagt hatte, verwies auf 2 Fälle, bei denen Menschen durch Wildtiere angegriffen wurden. "Neben den angeführten Begründungen der Gerichte, stellt sich mir die Frage, ob ein wildes Tier in einem Hobby-Gehege überhaupt artgerecht gehalten werden kann. Oder ob es sich hierbei nicht um falsch verstandene Tierliebe handelt.", äußert sich Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. zu dem Fall.
19.04.2007
Diabetes bei Vierbeinern auf dem Vormarsch:40.000 Hunde und Katzen sind betroffen
Dass Diabetes inzwischen zu einer Massenkrankheit in Deutschland geworden ist, ist allseits bekannt. Mehr als 6 Millionen Deutsche leiden unter der Stoffwechsel-Krankheit. Die unter anderem durch Fehlernährung erworbene Insulinresistenz (Diabetes Typ 2) - früher Altersdiabetes genannt - tritt heutzutage vor allem immer öfter schon bei jüngeren Menschen auf . Dass die Krankheit allerdings auch unsere Vierbeiner - vor allem Katzen - treffen kann, mag für manchen Tierliebhaber neu sein. Erste Anzeichen einer Diabetes sind - wie beim Menschen - vermehrter Durst, häufiges Urinieren und Abmagerung trotz Heißhungerattacken. Diabetes gehört zur Behandlung unbedingt in die Hand eines Tierarztes. Mit den entsprechenden Medikamenten, kontrollierter Nahrungsaufnahme und entsprechender Bewegung, kann das Tier ein beschwerdefreies Leben führen.
12.04.2007
Hoffnung auf Schutz weiterer Tier- und Pflanzenarten:Washingtoner Artenschutzkonferenz entscheidet im Juni
Weltweit werden jedes Jahr mehr als 350.000 Wildtiere und -Pflanzen gehandelt. Wobei der kommerzielle Fischfang und die Holzwirtschaft noch nicht mit eingerechnet sind. Das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (WA) schützt bisher ca. 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzen-Arten vor einer Übernutzung durch den internationalen Handel. Je nach dem Schutzstatus ist der Handel dann eingeschränkt oder ganz verboten. Auf der internationalen Konferenz in Den Haag vom 3.-15.Juni 2007 entscheiden die 169 Mitgliedsstaaten über den Schutzstatus von weiteren 65 Tier- und Pflanzenarten bzw. Lockerungen oder den Ausbau bestehender Bestimmungen. Deutschland hat wegen der Gefahr der Überfischung einen Antrag zu weltweiten Handelskontrollen des Dorn- und Heringshai vorgelegt. Bei uns werden diese Fische als Schillerlocken oder Heringssteak verkauft.
07.04.2007
Kanadas Jagd auf Robben hat begonnen
Kanada ist die siebtgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Keiner muss dort wegen Hunger auf die Jagd gehen oder bräuchte Felle, um sich warm zu halten. Dennoch werden allein in diesem Land jedes Jahr 335.000 Robben getötet. Wegen der dünnen Eisdecke hat die Regierung die Fangquote dieses Jahr auf 270.000 Tiere reduziert. Internationale Tierschutzorganisationen prangern neben der bestandsgefährdenden Jagd vor allem die brutale Vorgehensweise an: Man schätzt, dass 40% der Robben vor dem Enthäuten noch nicht tot sind. Die meisten der getöteten Tieren sind jünger als 3 Monate. Teilweise sind die Tiere noch bei vollem Bewusstsein und werden bei lebendigem Leib gehäutet. Die kanadische Regierung schätzt die Robbenpopulation im Atlantik auf ca. 5,5 Millionen Tiere und sieht keinen Anlass zur Sorge. Staatliche Wissenschaftler hingegen halten die jährlichen Fangquoten für bestandsgefährdend.
03.04.2007
Weitgehend unbekannt: Südamerikas Jagd auf Affen
Die Jagd auf Gorillas und Schimpansen in Afrika ist seit Jahren in den Schlagzeilen. Der Affenwelt Süd- und Mittelamerikas droht aber ebenfalls die Ausrottung durch den Menschen. Doch davon weiß kaum jemand. Allein im Amazonas-Gebiet werden jährlich 3 Millionen Affen erbarmungslos wegen ihres Fleisches gejagt. Vor allem die größeren Arten sind inzwischen vielerorts schon verschwunden. Gerade jetzt, nach der Regenzeit, ist mit einer vermehrten Jagd zu rechnen, da die Tiere gut genährt sind. Das traditionelle Blasrohr als Jagdwaffe hat längst dem effektiveren Gewehr Platz gemacht. Mit Konsequenzen für die Affenwelt: 20 Affenarten gelten auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht, 14 als stark gefährdet und 27 als gefährdet. Der Gelbschwanzwollaffe gilt mit gerade mal noch 250 Exemplare als einer der bedrohtesten Primaten weltweit.
03.04.2007
Kaninchenmast in Deutschland
Kaninchenfleisch gilt als Delikatesse und gehört zu Ostern bei vielen deutschen Familien einfach dazu. 30 Millionen Kaninchen werden in Deutschland Jahr für Jahr geschlachtet. Doch die enorme Nachfrage kann nur durch Mastbetrieb gedeckt werden. Und der schließt eine artgerechte Haltung definitiv aus. Dicht an dicht in enge Käfige gezwängt, wie bei der Haltung von Hühnern in Legebatterien, werden die Kaninchen mit Kraftfutter und Antibiotika innerhalb kürzester Zeit schlachtreif gefüttert. Dass dabei jedes 5. Tier an den Folgen der Haltung stirbt, ist einkalkuliertes Risiko.Der Hessische Rundfunk (HR) beschäftigt sich mit dem Thema "Kaninchenmast" am 4. April 2007 um 21:15 Uhr in der Sendung "Alles Wissen". Weiteres Informationsmaterial in Form von Videodokumentation und Fotos kann beim Deutschen Tierschutzbüro angefordert werden: www.tierschutzbuero.de
31.03.2007
Südkoreanische Wissenschaftler klonen den ersten Wolf
Dem Forscherteam rund um den Tiermediziner Lee Byeong Chun und Shin Nam Sik von der Seouler Nationaluniversität sei es eigenen Angaben zufolge erstmals gelungen, 2 Wölfe zu klonen. Die beiden Jungtiere "Snuwolf" und "Snuwolffy" seien vor eineinhalb Jahren gesund zur Welt gekommen. Die Forscher begründen ihr Experiment mit dem Schutz von vom Aussterben bedrohten Tierarten. Die Erhaltung des Wolfes durch künstliche Befruchtung sei nach Angaben der Wissenschaftler schwierig. Lee war Mitglied um den damals als Fälscher enttarnten Klonexperten Hwang Woo Suk, der später aus dem Hochschuldienst entlassen wurde und seine Lizenz zur Forschung mit embryonalen Stammzellen verlor. Eine unabhängige Bestätigung des Klon-Erfolges steht aus. "Wann immer der Mensch versucht, sich über die Natur zu stellen, ist Vorsicht geboten.", mahnt Philip McCreight vom Tierschutzverein TASSO e.V. "Die mittelbaren und unmittelbaren möglichen Folgen des Klonens sind beim derzeitigen Stand der Forschung für niemanden einzuschätzen. Und mit Tierschutz hat dieser Versuch, der auch noch darin gipfelte, dass 12 Hündinnen als Leihmutter fungieren mussten, nun am wenigsten zu tun.", so McCreight weiter.
26.03.2007
In der Sonne kann das Auto zur tödlichen Falle für den Hund werden
Am Sonntag starb in Braunschweig ein Hund in einem Auto, das in der prallen Sonne geparkt war. Polizisten waren auf das Auto aufmerksam geworden, dessen Scheiben schon von der Atemluft der Tiere beschlagen war. Obwohl die Beamten sofort reagierten und die Scheiben einschlugen, konnte eines der beiden Tiere nur noch tot geborgen werden. Gegen den Halter wird jetzt wegen Verletzung gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Schon bei 20 Grad Celsius Außentemperatur entwickeln sich in einem geparkten Auto innerhalb kürzester Zeit Temperaturen von bis zu 50 Grad. Aber auch weniger hohe Temperaturen machen dem Vierbeiner zu schaffen. Im Gegensatz zum Menschen ist er nicht in der Lage, sich durch schwitzen Kühlung zu verschaffen. Die paar Schweißdrüsen an den Pfoten reichen in einer solchen Akut-Situation nicht aus. Auch das Hecheln hilft dem Hund nicht. Kann das Tier seinen Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen, dickt das Blut ein. Ein Schock ist die Folge und endet oft mit dem Tod. "Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass die Wärmeeinwirkung durch die Sonneneinstrahlung in einem geparkten Auto ungleich dramatischer ist, als die Außentemperatur dies vermuten lassen würde. Und dies bereits nach wenigen Minuten.", erklärt Philip McCreight die immer wieder vorkommenden Fälle von im Auto eingeschlossenen Tieren. "Uns ist auch bewusst, dass in den meisten Fällen, in denen ein Tier im überhitzten Auto zurückgelassen wird, keine Böswilligkeit des Halters vorliegt." so McCreight weiter. Deshalb ist es um so wichtiger, immer wieder darauf hinzuweisen: Sobald das Auto in der Sonne steht, auch wenn die Temperaturen noch frühlingshaft sind, sollte es tabu sein, sein Tier im Auto zurückzulassen! Übrigens: Wenn Sie beobachten, dass ein Tier in einem in der Sonne parkenden Auto eingeschlossen ist, der Besitzer weit und breit nicht zu sehen ist und das Tier offensichtlich schon leidet, sollte Sie auf jeden Fall die Polizei verständigen. "Nur nicht tatenlos zusehen!" bittet Philip McCreight.
24.03.2007
Bereits 14 Hunde und Katzen in USA an Dosenfutter gestorben
In den USA haben die zuständigen Behörden im Bundesstaat Maryland am Donnerstag landesweit 60 Millionen Dosen Tierfutter aus dem Handel gezogen. Dies war nötig geworden, nachdem 14 Hunde und Katzen gestorben waren. Die FDA (Food and Drug Administration) geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass das im Futter enthaltene Gluten - ein in Weizen vorkommendes Bindemittel - als Giftstoff in Frage kommt. Die US-Herstellerfirma bringt Produkte unter 100 verschiedenen Markennamen auf den Markt. Wer also derzeit in Amerika sicher gehen will, füttert lieber Trockenfutter, in dem kein Gluten enthalten ist.
22.03.2007
EU verklagt Griechenland - Tierschutz-Niveau noch immer unterdurchschnittlich
Die EU-Kommission hat Griechenland wegen anhaltender, grober Verstöße gegen den Tierschutz jetzt beim Europäischen Gerichtshof angeklagt. Seit 1998 steht das Land wegen Missachtung der Vorschriften unter Beobachtung der EU. Die Vorwürfe beziehen sich dabei auf Missachtung von Transport- und Schlachtvorschriften. So wird beispielsweise die Betäubung vor der Schlachtung nicht ausreichend kontrolliert. Die Fährhäfen seien außerdem nicht auf die Versorgung der Tiere nach Langstreckentransporten eingestellt. 2006 forderte Brüssel Athen ultimativ auf, die Vorschriften umzusetzen. Erfolglos. "Was noch vor Jahren undenkbar war, nimmt jetzt mehr und mehr Gestalt an: die Umsetzung des Tierschutzgesetzes per Gerichtsbarkeit. Und Griechenland ist kein Ausnahmefall.", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.
21.03.2007
Registrierung bei TASSO spart deutschen Tierheimen 5,6 Millionen Euro pro Jahr
Die meisten deutsche Tierheime sind überfüllt. Und bei den meisten sind die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel auch sehr begrenzt. Durchschnittlich 14 Euro wendet ein Tierheim pro Tag für die Unterbringung eines Tieres auf. Tierarzt nicht mitgerechnet. Kosten in Millionenhöhe, die nicht sein müssen. Registrierte Tiere sind eindeutig im Vorteil: Denn die durchschnittliche Rückvermittlung eines entlaufenen Tieres dauert bei TASSO nur wenige Tage. So bleibt dem Tier ein Aufenthalt im Tierheim in der Regel erspart. Mit dem Zusatzeffekt, dass die Tierheime bereits jetzt schon jedes Jahr durch die 40.000 von TASSO zurückvermittelten Tiere über 5,6 Millionen Euro sparen. "Mindestens weitere 14,5 Millionen Euro könnten gespart werden, wenn jedes Tier registriert wäre. Und das Jahr für Jahr!", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "In der Entlastung der Tierheime sehen wir einen wichtigen Teilbereich unser Tierschutzarbeit. Das ist aktiver Tierschutz, dem wir verpflichtet sind.", so McCreight weiter.
19.03.2007
Erste genmanipulierter Zier-Fische in Deutschland sichergestellt
Wer genmanipulierte Tiere hält, züchtet oder vertreibt, macht sich strafbar. Bis zu 50.000 Euro Strafe drohen (TASSO berichtete). Trotzdem sind die rot, gelb oder grün leuchtenden Fische, die ursprünglich als Glofish aus Amerika kommen, inzwischen auch bei uns sehr beliebt. Die deutschen Behörden untersuchen momentan erste Fälle dieses illegalen Handels.
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe rät, sich vor einem eventuellen Kauf genau zu informieren und warnt davor, transgene Zierfische oder sonstige genmanipulierte Tiere im Internet zu kaufen. Rechtliche und ökologische Auswirkungen seien für den Laien nicht absehbar. Eine neue wissenschaftliche Methode weist das transluzente Gen im Fisch eindeutig nach. Der Verbraucher erkennt den genmanipulierten Fisch, der bereits als "deutsche Nachzucht" im Handel angeboten wird unter anderem an dem bis zu fünffach höheren Preis.
18.03.2007
Babesiose - Fast jeder 10. erkrankte Hund stirbt trotz Behandlung Wichtigster Schritt zur Vermeidung: Prävention
Die Hundemalaria - auch Babesiose genannt - galt bis vor wenigen Jahren als reine Reisekrankheit. Das hat sich entscheidend geändert. Allein 2006 meldeten 1.300 befragte Tierärzte 834 Hunde, die an der gefährlichen Hundemalaria erkrankt waren, obwohl sie nie im Ausland waren. Etwa jeder 10. erkrankte Hund starb trotz Behandlung. Aufgrund des milden Winters ist dieses Jahr mit einem weiteren Anstieg der Hundemalaria zu rechnen. Prof. Eberhard Schein, Direktor des Institutes für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin erklärt die rasante Ausbreitung mit der Besonderheit der Auwaldzecke: Diese Zeckenart überträgt die Erreger - die Babesien - direkt auf ihre Brut, sodass alle 3.000 bis 5.000 Eier einer infizierten Zecke automatisch auch Überträger der Krankheit sind. Blutarmut, hohes Fieber und Gelbsucht können die Folgen für den betroffenen Hund sein. Da es in Deutschland nach wie vor noch keine Impfprophylaxe gibt, hilft nur eines: Vorbeugen! Die sogenannten Spot-on-Produkte, die auf die Haut des Hundes geträufelt werden, verhindern ein Anheften der Parasiten. Wirkstoffe mit insektizider Wirkung wie Permethrin, töten die Zecken auch gleich ab. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit der präventiven Behandlung zu beginnen. Bezüglich der Behandlungsart und –Dauer sollten sich die betreffenden Hundehalter aber auf jeden Fall vorher von ihrem Tierarzt beraten lassen.
14.03.2007
Jagd auf Elfenbein: So unerbittlich wie seit 20 Jahren nicht mehr
Mehr als 20.000 Elefanten werden derzeit wegen ihres Elfenbeins Jahr für Jahr gewildert. Allein 2006 wurden 23 Tonnen geschmuggeltes Elfenbein sichergestellt. Doch die Dunkelziffer liegt bei traurigen 90%! Der Elfenbein-Schwarzmarkt hat die Ausmaße der grausamen Massaker der 70er Jahren angenommen. Damals wurden die Elefantenbestände in Afrika teilweise um bis zu 90% dezimiert. Erst mit dem Elfenbein-Handelsverbot 1989 ging auch die Wilderei zurück. Seit 1997 allerdings haben einige afrikanische Staaten eine Lockerung des Handelsverbotes erreicht. Mit dem Ergebnis, dass der Handel seitdem erneut zu blühen begann. Schuld an der für Tierschützer unverständlichen Entwicklung sind nicht zuletzt die enormen Schwarzmarktpreise, die für Elfenbein gezahlt werden. Diese haben sich in den letzten 3 Jahren fast vervierfacht. Inzwischen werden schwindelerregende Rekordpreise von 750 US-Dollar pro Kilogramm Elfenbein gezahlt! Dass vor diesem Hintergrund "...über eine Legalisierung des Elfenbeinhandels diskutiert wird, ist unverantwortlich..." erklärt die PRO WILDLIFE-Expertin Daniela Freyer.
06.03.2007
Frühjahrs-Gefahr für Katzen
Die Tage werden wieder länger und wärmer. Das ist auch allerorts die Zeit der Kippfenster. Für viele Stubentiger eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Denn immer wieder bleiben die Katzen bei dem Versuch, durch das gekippte Fenster nach draußen zu gelangen, hängen. Ganz schnell gerät das Tier in große Panik. Durch die dadurch ausgelösten hektischen Bewegungen rutscht die Katze aber nur noch tiefer in den Fensterschlitz. Nicht wenige Katzen erleiden so einen qualvollen Tod, weil jede Hilfe zu spät kommt. "Der TASSO-Notruf-Zentrale werden jedes Jahr eine Vielzahl von Fälle gemeldet, bei denen Katzen ungewollt im halboffenen Fenster hängen geblieben sind. Daher unsere Bitte: Schließen Sie Ihre Fenster, wenn Ihre Katze allein zu Hause ist!", appelliert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, an alle Katzenfreunde.
24.02.2007
Tierhalter sind für Tierheimkosten mit verantwortlich
Wer seinen Hund im Tierheim abgibt, muss damit rechnen, dass er die damit verbundenen Kosten – im folgenden Fall rund 10,-- EUR pro Tag - selbst tragen muss. Das hat das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße unlängst entschieden. Der Halter eines Staffordshire-Terrier hatte sein Tier im Juli 2003 abgeben müssen, weil er nach Angaben des Gerichtes als nicht geeignet galt, den Hund zu halten. Das zuständige Ordnungsamt verlangte von dem Mann daraufhin 3.700,-- EUR jährlich, um die Tierheim-Kosten decken zu können. Das Gericht entschied, dass nicht die Allgemeinheit, sondern der Eigentümer des Hundes die Kosten zu tragen habe.
19.02.2007
Tierheime in Deutschland kämpfen ums Überleben
Die Situation vieler Tierheime in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu: Vereinsmitglieder steigen aus finanziellen Gründen aus, die Spendenbereitschaft lässt nach. Auf Grund der eigenen wirtschaftlichen Lage vieler Familien werden immer mehr Hunde und Katzen im Tierheim abgegeben. Die durchschnittliche Verweildauer pro Tier im Tierheim ist in den letzten Jahren extrem angestiegen und damit sinkt die Chance, dass die Tiere überhaupt wieder ein zu Hause finden. Eine 2 Jahre alte Katze ist z.B. schon kaum mehr zu vermitteln, die Leute wollen Tierkinder. Zu der ohnehin schon angespannten Lage kommt noch, dass viele Katzenbesitzer die Kosten für eine Kastration scheuen. Der ungewollte Nachwuchs wird dann vielerorts einfach ausgesetzt. Dem Tierheim Trier-Zewen z.B. droht angesichts von rund 40.000 Euro Minus pro Jahr eventuell das baldige Aus. Von den Betriebskosten von EUR 315.000 werde ein Drittel durch Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt, ein Teil der benötigten Gelder kommen von der Stadt und den Kommunen sowie durch den Pensionsbetrieb im Tierheim. Das Tierheim in Trier steht exemplarisch für die meisten Tierheime in Deutschland. Am stärksten betroffen sind die kleinen und mittelgroßen Tierheime, die dringend auf Spenden angewiesen sind. "Die desolate Lage der meisten deutschen Tierheime zeigt sehr eindrucksvoll, wie wichtig die Arbeit von TASSO e.V. ist. Je mehr Fundtiere wir zurück vermitteln können, bevor sie im Tierheim landen, desto mehr können wir die Tierheime auch entlasten." so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Für eine schnelle Rückvermittlung spielt die Registrierung des Tieres die zentrale Rolle. Ein registriertes Tier wird in durchschnittlich 1 Woche von TASSO zurück vermittelt, wohingegen ein nicht-registriertes Tier oft wochenlang umherirrt oder eben im Tierheim landet.
13.02.2007
Genetisch manipulierte Haustiere in Deutschen Wohnzimmern
Bis zu 50.000 Euro Geldbuße und Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren droht dem, der in Deutschland gegen das geltende Gentechnik-Gesetz verstößt. Die Versuchung ist immer wieder groß: So sind erste fluoreszierende, genmanipulierte Aquarienfische in Deutschland, Österreich und der Schweiz entdeckt worden. Die eindrucksvoll leuchtenden Fische sind seit 2003 außer in Kalifornien in den USA für fünf US-Dollar zu haben. Sie bestechen durch ihre extreme Leuchtkraft in den Farben rot, grün oder orange. Ihr "Erfinder", Dr. Zhiyuman Gong von der National University of Singapore, hatte ursprünglich eine ganz andere Absicht, als er 1999 begann, Zebrabärblingen biolumineszente Leuchtgene von Quallen und Korallen einzupflanzen. Der genmanipulierte Fisch sollte leuchten, um schlechte Wasserqualität anzuzeigen. Geschäftstüchtige Amerikaner erwarben die Technologie und entwickelten den Fisch weiter, so dass er fortan immer leuchtete. (TASSO berichtete im eMail-Newsletter 11/2003 und im "Tiernotruf" - Sommer 2006)Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe in Deutschland (ZZF) rät seinen rund 750 Mitgliedsbetrieben dringend, genmanipulierte Fische an den Lieferanten zurückzugeben.
18.01.2007
Eines der seltensten Säugetiere ausgestorben
Nach 6 Wochen wurde am 13. Januar die Suche nach Exemplaren des chinesischen Flussdelphin Baiji enttäuscht abgebrochen. 30 Forscher aus 6 Ländern hatten auf über 3.500 Kilometern den längsten Strom Chinas hoffnungsvoll nach dem Säugetier abgesucht. Der Baiji gilt als vom Aussterben extrem bedroht. Zur Rettung der Population wären 25-30 Delphine nötig.
"Wie so oft sind Umweltverschmutzung, Überfischung und illegale Fangmethoden für das Aussterben einer weiteren Tierart verantwortlich.", so Andrea Thümmel, Sprecherin der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
17.01.2007
650.000 EUR für eine Mauer gegen Hundegebell
Das Tierheim des Tierschutzvereins Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis wird möglicherweise mit Ausgaben im 6-stelligen Bereich konfrontiert werden, die rein gar nichts mit dem Tierschutz zu tun haben. Ein Anwohner in unmittelbarer Nähe des Tierheims hatte sich mehrfach über Hundegebell beschwert. Eine Einigung auf friedlichem Weg vor einem Jahr durch einen Ombudsmann schlug fehl. Das Tierheim versuchte mit Bauwägen, Containern und einem Bretterzaun Abhilfe zu schaffen. "Wir haben alle Maßnahmen getroffen, um eine friedliche Lösung zu finden.", sagte die Vorstandssprecherin des Vereins Christiane Thul-Steinheuer. Der vom Hundegebell genervte Nachbar wandte sich an den Petitionsausschuss des Landtages, der das staatliche Umweltamt einschaltete. Eine Messung des Lärmpegels ergab eine Überschreitung von 6 Dezibel. Ein vom Tierheim beauftragter Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass nur eine Mauer zwischen 8 und neun Meter Höhe und 82 Metern Länge Abhilfe schaffen könnte. "Selbst die Berliner Mauer war nur 6 Meter hoch.", so Thul-Steinheuer enttäuscht. In Sachen Schallschutz lässt der Verein rechtliche Schritte prüfen. Eine Reihe von Benefiz-Veranstaltungen wie ein Rockkonzert und eine Ü-30-Party sollen zwischenzeitlich allerdings schon mal die Kassen füllen.
13.01.2007
EU verbietet den Import von Wildvögeln dauerhaft
Die EU war bisher mit 85% der mit Abstand weltweit größte Abnehmer exotischer Wildvögel. Der Fang und Handel europäischer Vögel ist dagegen seit 1979 streng verboten. Seit dem 11. Januar 2007 ist es nun auch untersagt, Wildvögel in die Europäische Union zu importieren. Basis für diese Entscheidung ist ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde. Die Einfuhr stelle ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko durch die Übertragung von Krankheiten von den Vögeln auf die Menschen dar.
Bis 2005 importierte die EU jährlich 1,76 Millionen - zum Teil bedrohte - Vogelarten aus Afrika, Asien und Südamerika. Brutale Fangmethoden, tagelange Transporte in viel zu engen Käfigen, kein Wasser und keine Nahrung verursachen Stress und Krankheit. Dadurch sterben zusätzlich weitere 1,7 Millionen Vögel, bevor sie ihren Bestimmungsort überhaupt erreichen.
Setzen die Behörden das Verbot nun auch noch konsequent durch, dürfte der Plünderung von Wildvögeln endlich ein Riegel vorgeschoben sein.
08.01.2007
Neue EU-Verordnung schafft gesetzliche Grundlage für Verbesserungen bei Tiertransporten
Am Freitag trat die neue EU-Verordnung Nr. 1/2005 für Tiertransporte in Kraft. Diese sieht höhere Auflagen für die Ausstattung von Transport-Fahrzeugen sowie strengere Auflagen für die Personen vor, die den Transport begleiten.
So müssen Neufahrzeuge, mit denen Tiere 8 Stunden und länger transportiert werden, ab sofort mit einem Satelliten-Navigationssystem ausgestattet sein. Dies ermöglicht den Behörden eine lückenlose Kontrolle über die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten. Ältere Fahrzeuge müssen bis 2009 nachgerüstet werden. Des Weiteren gelten ab sofort schärfere Bestimmungen für die regelmäßige Tränkung der Tiere. Der Einsatz von Schlagstöcken ist künftig untersagt und trächtige Tiere, die kurz vor der Geburt stehen, sowie Neugeborene dürfen nicht mehr transportiert werden. Fahrer und Betreuer müssen Schulungen absolvieren und benötigen ab 2008 eine Zulassung für den Umgang mit den Tieren.
Noch keine Einigung gibt es weiterhin für Beförderungszeiten und die Besatzdichten, also wie viele Tiere pro Quadratmeter transportiert werden dürfen. "Natürlich sind mit der neuen EU-Verordnung nicht alle tierschützerischen Aspekte der Tiertransporte berücksichtigt. Aber dennoch ist neben den einzelnen Neuerungen, die ohnehin schon sehr begrüßenswert sind, das wirklich revolutionäre der EU-Verordnung, dass die Verantwortung für die Transporte ab sofort nicht mehr nur beim Transportunternehmen liegt, sondern alle am Transport beteiligten Personen mit einbezieht. So wird in Zukunft jeder - vom Händler bis zum Fahrer - bei Verstößen zur Verantwortung gezogen werden können. Das sollte eine mögliche Ahndung von Zuwiderhandlungen einfacher machen." erläutert Philip McCreight, Leiter des Tierschutzvereins TASSO e.V.
03.01.2007
Tötung unzähliger Schwarzdelfine trotz Verbot
Allein vor den Küsten Perus werden jährlich Tausende Schwarzdelfine getötet. Diese hochintelligenten Lebewesen dienen den einheimischen Fischern in erster Linie als willkommener, kostenloser Köder für die Haifischjagd. Dabei hat die peruanische Regierung bereits 1990 erstmalig ein Jagd- und Handelsverbot für Delfine erlassen. Dieses Gesetz ist jedoch bis heute nicht mehr als ein Papiertiger, wie die letzten 16 Jahre eindrucksvoll zeigten: Mitte der 90er Jahre erreichte die Jagd auf Delfine mit 20.000 getöteten Exemplaren pro Jahr ein trauriges Rekordhoch. Deswegen hat PRO WILDLIFE den Schwarzdelfin anlässlich des "Jahres des Delfins" in den Mittelpunkt der Aktivitäten gestellt. Die Biologin Dr. Sandra Altherr vermutet hinter der massiven Delfintötung eine weitere Ursache: "Wie überall sind auch die Fischbestände vor Peru durch Überfischung knapp geworden. Da schaltet man die Fisch fressenden Delfine als Konkurrenten gerne aus".
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