22.12.2005

Norwegen erhöht Walfangquote 

Die norwegische Regierung in Oslo überschreitet mit den zum Abschuss für das Jahr 2006 freigegebenen Zwergwalen die Marke von 1.000 Tieren und setzt sich damit über international vereinbarte Schutzabkommen und jahrzehntelange Proteste von Umweltorganisationen hinweg. Sogar die Jagd in internationalen Gewässern des Nordatlantiks wird das erste Mal seit den 80er Jahren wieder erlaubt. Waren es 2005 „nur“ 796 Wale, die den Harpunen der Walfänger zum Opfer fallen durften, so steigert sich die am letzten Mittwoch beschlossene Quote für 2006 um zirka 40 % auf 1.052 Tiere. Die Umweltorganisation WWF kritisierte den Beschluss der norwegischen Regierung als unnötige Provokation, zumal der Bedarf an Walfleisch in Norwegen seit den 70er Jahren deutlich zurückgegangen sei. Damals wurden zirka 1.800 Zwergwale jährlich erlegt. Die Stellungnahme der norwegischen Regierung hierzu erscheint vielen Tierschützern als zynisch: Die erhöhte Fangquote sei ein Vorteil für das Ökosystem. Nach Ansicht der Regierung nehmen die Walbestände seit längerem unkontrolliert zu, während die von Fischen schwinden. Das Fangziel von 1.052 Tieren sei konservativ, da in den norwegischen Jagdgebieten im Nordatlantik schätzungsweise 107.000 Zwergwale heimisch sind. Ein Sprecher des Fischereiministeriums betonte außerdem, dass die Internationale Walfangkommission (IWC) keine Möglichkeit habe, Norwegen wegen der Erhöhung der Fangquote zu bestrafen.  

08.12.2005

Hasenpest fordert vermutlich ein Todesopfer 

Für 20 Teilnehmer einer Treibjagd am 29. Oktober 2005 in Griesheim/Kreis Darmstadt-Dieburg hat deren Jagd-Passion mitunter fatale Folgen: Einige der Jäger infizierten sich durch den Kontakt mit bei der Jagd erlegten Feldhasen, die offenbar die hochansteckende Hasenpest hatten. Laut Aussagen des Landratsamtes Darmstadt-Dieburg hat sich Zahl der Infizierten Jäger mittlerweile auf sechs erhöht. Bei einem Jäger wird noch auf den Befund gewartet. Ein bereits verstorbener Jagdteilnehmer ist allerdings nicht in die Ansteckungsbilanz eingerechnet, weil er bereits beerdigt wurde, bevor der Verdacht auf Hasenpest aufgekommen war. Allerdings gehen die Behörden davon aus, dass der Mann Opfer der Hasenpest wurde, da er an den typischen Symptomen litt. Alle infizierten Jäger kamen beim Ausweiden der Hasen mit dem Erreger in Kontakt. Später klagten die betroffenen Jäger über hohes Fieber, Muskelschmerzen und Erkältungssymptome. Die Hasenpest ist nach Behördenangaben nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. 

26.11.2005

Frau lebte mit 263 Hunden in Einfamilienhaus 

"Das war jenseits jeder Vorstellungskraft. Es stank bestialisch", sagte Reinhold Mettlen vom Ordnungsamt, der an der Durchsuchung eines Einfamilienhauses in Duisburg durch das Ordnungsamt am vergangenen Mittwoch beteiligt war. 263 Hunde waren bei der Razzia sichergestellt worden. Ausgelöst wurde die Durchsuchung durch Beschwerden von Nachbarn, die auf die unhaltbaren Zustände auf dem Grundstück hingewiesen hatten. Gegen die Frau, welche die 263 Hunde beherbergte wurde mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Haus und Grundstück waren größtenteils mit Hundekot verschmutzt gewesen. Der große Garten des Grundstücks soll nach Augenzeugenberichten eine einzige Matschfläche gewesen sein. Die meisten der sicher gestellten Hunde waren in ihrem Verhalten gestört. Viele von Ihnen seien von Touristen beispielsweise aus Mitleid aus den südeuropäischen Ländern mitgebracht worden. Wieso viele der Hunde dann an die Duisburgerin abgegeben wurden, ist noch nicht geklärt. Mehr als 100 der sichergestellten Hunde wurden im Duisburger Tierheim untergebracht.  

25.11.2005

Rheinland-Pfalz erfasst fast 3.000 so genannte „gefährliche Hunde“ in Chip-Datei

"Mit der landesweiten Chip-Datei können wir jederzeit jeden nach dem Landeshundegesetz meldepflichtigen Hund seinem Halter zuordnen. Außerdem haben wir so einen Überblick über alle gefährlichen Hunde in Rheinland-Pfalz" erklärt der zuständige Mitarbeiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) Bernhard Kuhn, die neue zentrale Datei für die so genannten „gefährlichen Hunde“. Seit Anfang 2005 hat das Landesgesetz über gefährliche Hunde die bis dahin geltende Gefahrenabwehrverordnung „Gefährliche Hunde“ abgelöst. Für die Rassen American Staffordshire Terrier, Typ Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und deren Abkömmlingen, aber auch für auffällige Hunde besteht, ebenso wie bei der alten Verordnung, eine Meldepflicht. Bereits seit dem 30.06.2000 mussten diese Tiere mit einem Chip (Transponder) gekennzeichnet werden. Neuerdings werden diese nun in der zentralen Chip-Datei des ADD gespeichert. Auch zirka 300 Hunde anderer Rasse sind bereits in dieser Datei erfasst. "Wer solche Hunde halten will, muss dies bei den örtlichen Ordnungsbehörden der Gemeinde, Verbandsgemeinde oder Stadtverwaltung anmelden und eine Erlaubnis beantragen. Dabei sind neben der Rasse und des Alters des Hundes auch die Personalien des Halters anzugeben. Diese Daten werden dann in der Chip-Datei gespeichert." erläutert Kuhn. Spitzenreiter bei der Population der so genannten „gefährlichen Hunde“ in Rheinland-Pfalz ist im Übrigen Ludwigshafen mit insgesamt 188 Hunden. Dicht gefolgt von Pirmasens mit 150 meldepflichtigen Hunden. Die ADD und die Leiter der Diensthundestaffeln der Polizei können die Chip-Datei mit den Daten zum Tier- und Tierhalter jederzeit über einen gesicherten und durch ein Kennwort geschützen Bereich im Internet abfragen. Wer sein Tier gegen Verlust schützen will, sollte sich aber keinesfalls auf eine Speicherung seiner Daten bei den Meldebehörden verlassen: „Das Land Rheinland-Pfalz erfüllt mit der Chip-Datei lediglich Auflagen des Gesetzgebers. Die Funktion und der Sinn dieser Datei ist aber eine grundlegend andere, als die Registrierung beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. Das Haustierzentralregister ist auf das Rückvermitteln verlorener Tiere spezialisiert. Eine vorsorgliche Registrierung beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. ist, unabhängig von der gesetzlichen Meldepflicht, aus tierschützerisch Sicht unbedingt anzuraten. Sollte ein verlorener Hund in einem anderen Bundesland als Rheinland-Pfalz oder gar im Ausland aufgefunden werden, ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich der Finder bei einem Ordnungsamt in Rheinland-Pfalz meldet. TASSO e.V. betreibt mit knapp 2,7 Millionen registrierten Tieren, Europas größtes Haustierzentralregister und ist die am häufigsten kontaktierte Institution bei gefundenen Haustieren in Deutschland. Wer sein Tier also den maximalen Schutz gegen Verlust geben möchte, sollte es unbedingt beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. registrieren lassen.“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Notruf-Zentrale.  

15.11.2005

Dramatischer Anstieg der Tierversuchzahlen in 2004

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat am 14.11.2005 die aktuelle Statistik für in Tierversuchen getötete Tiere im Jahre 2004 veröffentlicht und damit heftige Reaktionen bei Tierschützern hervorgerufen.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht hier sofortigen Handlungsbedarf für die Regierung: "Seit 1991 sind nicht mehr so viele Tiere in Tierversuchen verbraucht worden", äußerte sie Dr. Corina Gericke, Fachreferentin des Verbandes, angesichts der vorliegenden Zahlen. 2004 wurden im Vergleich zum Vorjahr 7,3 Prozent mehr Tiere im Tierversuch getötet. Dies entspricht einer Zahl von 153.148 Tieren. Die Gesamtzahl der in Deutschland im Tierversuch getöteten für 2004 Tiere liegt bei 2.265.489 Tieren. Im Koalitionsvertrag sprechen sich die Koalitionspartner der kommenden Regierung sich für eine zügige Weiterentwicklung von Ersatzmethoden aus, damit der Tierversuch nicht automatisch zur Risikobewertung von Stoffen herangezogen würde.Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Bundesländern unverzüglich mit der Förderung tierversuchsfreier Verfahren beginnen müsse. Die Einrichtung von Lehrstühlen für Ersatzmethoden zum Tierversuch sei hierbei ein unverzichtbarer erster Schritt.  "In Zeiten von Hartz IV und Mehrwertsteuererhöhung, wo an allen Ecken und Enden gespart wird, dulden wir nicht, dass neue Tierversuchsanstalten mit zweistelligen Millionenbeträgen bezuschusst werden, während die tierversuchsfreie Forschung auf der Strecke bleibt", kritisiert Dr. Corina Gericke.  

11.11.2005

Polizei stoppt überladenen Tiertransport

Die Polizei hat am Mittwoch an der Autobahnausfahrt Neumarkt einen völlig überladenen Tiertransporter gestoppt und entdeckte dabei viele zum Teil schwer verletzte Schweine. Die Polizei-Beamten stellte bei dem Transporter „tierschutzunwürdige Transportbedingungen“ fest. Laut Polizei standen die Tiere teilweise übereinander. Die Tränke- und Belüftungsanlage waren nicht in Betrieb oder fehlten völlig. 91 Schlachtschweinen waren auf engsten Raum zusammen gepfercht. Berechnungen der Polizei-Beamten vor Ort ergaben, dass der gesetzlich vorgeschriebene Raumbedarf um ein Drittel unterschritten wurde. In einer der Boxen waren elf Schweine derartig zusammengedrängt, das der Großteil von Ihnen erheblich verletzt war. Bereits mehr als sieben Stunden war der 46jährige Viehspediteur aus dem Raum Dillingen mit den Tieren unterwegs. Zu dem Zielort, einer Großschlächterei in Norddeutschland, wären noch weitere sieben Fahrtzeit nötig gewesen. Dann wäre die maximal erlaubte Fahrtzeit von acht Stunden um sechs Stunden überschritten gewesen. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt des Tiertransportes. Für zehn Schweine endete die Reise vorzeitig. Sie wurden bei einer Viehhandlung ausgeladen. Für den Fahrer und auch für die Tiere wurde eine achtstündige Pause angeordnet. Der Viehspediteur muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen mehrerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz rechnen. 

26.10.2005

EU verhängt Importverbot für Zier- und Wildvögel 

Wegen der Vogelgrippe hat die Europäische Union am Dienstag ein Einfuhrverbot für Zier- und Wildvögel beschlossen. Laut Beschluss der EU-Kommission soll das Importverbot zunächst bis Ende November gelten. Mit dem Verbot des kommerziellen Imports von Zier- und Wildvögeln möchte die EU nach dem Auftreten eines Vogelgrippe-Falls in einer britischen Quarantäne-Station in der vergangenen Woche ihre Schutzmassnahmen gegen die „hoch ansteckende Vogelgrippe“ verstärken, ließ die EU-Kommission in Brüssel in einer Erklärung verlautbaren.  

28.09.2005

Polizei entdeckt unsachgemäßen Tiertransport auf der A5    

Am Montagvormittag kontrollierten Beamte der Polizeiautobahnstation Mittelhessen auf der A5 einen Tiertransporter aus Jessen/Deutschland, der mit 227 Kälbern beladen war. Auf dem Parkplatz Limes West stellten die Beamten fest, dass 15 der geladenen Kälber jünger als 14 Tage waren.  Teilweise waren die Tiere nur 8 Tage alt und daher noch nicht gar nicht transportfähig. Außerdem bestand die Befürchtung, dass die erlaubte Transportdauer der Kälber, bei deren Fahrt von Polen nach Spanien, erheblich überschritten würde. Nachdem eine Tierärztin des Veterinäramtes Gießen hinzugezogen wurde, kam man zu der Entscheidung, den Transport unter Polizeibegleitung bis zum nächsten EU-Aufenthaltsort Trebur-Astheim weiterfahren zu lassen. Dort wurden die 15 Kälber entladen und bis zum Weitertransport versorgt.  

21.09.2005

Datenaustausch der Deutschen Haustierregister  

Seit Mitte September 2005 tauschen die drei Haustierzentralregister von Bedeutung in Deutschland TASSO, IFTA und das Deutsche Haustierregister (DHR) des Deutschen Tierschutzbundes, Informationen über verlorene und gefundene Tiere aus. Diese Lösung im Sinne des Tierschutzes und zur Einbindung der kleineren Haustierregister neben TASSO e.V. bei der Rückvermittlung von Haustieren, wurde bereits seit Jahren zwischen TASSO und IFTA quasi „im Hintergrund“ praktiziert. Dank des unermüdlichen Engagements von Herrn Dr.med.vet. Wolf-Dieter Schmidt vom BPT (Bundesverband praktizierender Tierärzte), konnte das nächst kleinere Register in Deutschland, das Deutsche Haustierregister (DHR) des Deutschen Tierschutzbundes, sozusagen mit „ins Boot geholt“ werden. Das DHR beteiligt sich nunmehr auch am Datenaustausch gefundener und verlorener Tiere. Hiermit ist ein großer Schritt in Sachen Tierschutz getan. Was ändert sich für Tierhalter, Tierärzte, Tierschutzvereine und Tierheime? Für die über 90 % der Tierärzte, Tierheime und Tierschutzvereine, welche die Tiere ihrer Kundschaft kostenlos bei TASSO e.V. eintragen lassen, ändert sich nichts. Die knapp 2,6 Millionen bei TASSO registrierten Tiere sind weiterhin gut bei Europas größtem Haustierzentralregister aufgehoben und deren Tierhalter können im Verlustfall die weltweit einmaligen kostenlosen Service-Leistungen von TASSO e.V. zur Rückvermittlung ihres Vierbeiners in Anspruch nehmen. Durch den Datenaustausch bleibt es lediglich den Findern eines Tieres erspart, bei den drei Deutschen Registern anzurufen. Künftig kommt der Finder eines Tieres mit einem Anruf aus, um alle drei Register abzufragen. Der Austausch der Fundmeldung erfolgt automatisch.  

26.08.2005

Jede Minute sterben vier Versuchstiere in Deutschland    

Laut aktueller Statistik wurden im Jahr 2003 zirka 2,1 Millionen Versuchstiere in Deutschland für die Forschung „verbraucht“. Das ergibt eine erschreckenden Tötungsrate von vier Versuchstieren pro Minute oder alle 15 Sekunden der Tod eines Versuchtieres im Namen der Forschung. Wenn es nach Verbraucherministerin Renate Künast ginge, würden Tierversuche nach Möglichkeit ganz ersetzt werden. So zumindest äußerte sich die Ministerin zur Eröffnung des 5. Weltkongresses für Alternativen zum Tierversuch in Berlin. „Wir müssen uns fragen: Wo sind Tierversuche wirklich notwendig, um unser Leben sicherer zu machen?“ In Berlin diskutieren 850 internationale Experten, wie die Forschung zukünftig ohne Affen, Hunde, Kaninchen und Ratten auskommen kann. Im Rahmen der Veranstaltung zeichnete Renate Künast den Toxikologen Christoph Helma von der Universität Freiburg mit dem mit 15.000 EUR dotierten Tierschutzforschungspreis aus. Der Freiburger Forscher hat eine Datei entwickelt, in der Krebs erregende Stoffe gespeichert werden. Dank dieser Datenbank können viele Tierversuche bereits im Vorfeld vermieden werden. Tierschutzorganisationen stellten anlässlich des Kongresses eine gemeinsame Resolution vor. Darin wird unter anderem gefordert, dass weltweit auf Versuche an Affen verzichtet wird. Die Tierschutzorganisationen zeigten sich besorgt darüber, dass die Entwicklung von Alternativenforschung und ihrer Anerkennung nur schleppend vorangingen. Eine Verzögerungstaktik, die EU-weit jedes Jahr immerhin 10 Millionen Versuchstieren das Leben kostet. 

05.08.2005

In eigener Sache: Achtung internationale Telefonnummer  

Über 2,7 Millionen Haustiere sind mittlerweile bei dem Haustierzentralregister von TASSO e.V. registriert. Zirka 20.000 dieser Tierhalter und deren Vierbeiner wohnen außerhalb Deutschlands. Einige hunderttausend registrierte Tierfreunde nehmen ihren Vierbeiner regelmäßig mit in den Urlaub innerhalb und außerhalb Europas. Grund genug die TASSO-Notruf-Nummer auf den SOS-Halsband-Plaketten und den TASSO-Briefbögen im internationalen Format zu drucken. Denn ein Finder aus beispielsweise Spanien wird kaum wissen, dass ein Fundhund aus Deutschland kommt und dann der Rufnummer auf der SOS-Halsband-Plakette ein 0049 voransetzen. Seit einigen Monaten steht ebenfalls auf den TASSO-Briefbögen die Telefon-Nummer nach DIN 5008, also +49 (6190) 937300. „Dies war eine Entscheidung die wir mittlerweile schon fast bereut haben“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. „Einerseits ist es bei einem Verein, der mehr und mehr auch Anrufe außerhalb Deutschland bekommt, einfach eine Notwendigkeit die Nummer international aufzuführen, aber auf der anderen Seite erstaunt es wirklich sehr, dass es immer wieder Leute gibt, welche die Nummer einfach nicht richtig wählen können.“ Hiervon können zumindest drei Telefonbesitzer aus Berlin, Hamburg und München ein Lied singen. Manche Tierhalter überlesen schlichtweg beim Wählen der Telefonnummer das „Plus“ und wählen einfach gnadenlos 49 (6190) 937300. Der Anrufer landet dann bei der bedauernswerten Person mit der Nummer 496190... im eigenen Ortsnetz. Wohl gemerkt: Die Zahl dieser Missverständnisse ist zwar gering, macht sich aber in Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München schnell unangenehm bemerkbar. Nach einem fehlgeschlagenen Anruf müsste eigentlich spätestens ab hier dem Anrufer klar sein, dass er irgendetwas falsch gemacht hat; es versteht sich eigentlich von selbst, dass die TASSO-Notruf-Zentrale keine Telefon-Nummer hat, die aus dem eigenen Ortsnetz erreichbar ist. Dies ist ausschließlich den öffentlichen Notrufen der Polizei, Krankenhaus und Feuerwehr vorbehalten. Leider reagieren manchmal einige Tierhalter dann trotzdem etwas unfreundlich, wenn sie auf ihren Fehler hingewiesen werden. Ein doppeltes Ärgernis für die betroffenen Telefonbesitzer. Besonders bemerkbar macht sich das Problem bei den halbjährlichen Tierschutz-Anschreiben an die beim Haustierzentralregister von TASSO e.V. eingetragenen Tierhalter. Hier häufen sich dann die Fehlanrufe. Die TASSO-Notruf-Zentrale hat nach bekannt werden des Problems selbstverständlich reagiert und lässt seit Juli 2005 die Telefon-Nummern sämtlicher Briefbögen mit einer leicht abgewandelten (aber durchaus gebräuchlichen) Form zur DIN 5008-Norm drucken, nämlich +49 (0) 6190 937300. „Wir hoffen nun, dass es nicht alle Telefonbesitzer in den Großstädte mit der Telefonnummer 4906190… trifft. Aber ab einem gewissen Punkt sind wir natürlich auch machtlos.“, äußert sich hierzu Philip McCreight. Im Übrigen gab es vor Jahren einen sehr ähnlichen Fall: Scheinbar gibt es einen ziemlich klassischen Zahlendreher, den man auf einer Telefontastatur produzieren kann. Dieses wiederholte „Verwählen“ führte dazu, dass ein Telefonbesitzer aus Hattersheim (Vereinssitz von TASSO e.V.) ständig Anrufe für TASSO e.V. erhielt. Diese Person ging so weit zu fordern, dass TASSO e.V. seine zentrale Rufnummer ändern solle. Nach sich über Tage hinziehende Diskussionen konnte dem Telefonbesitzer klar gemacht werden, dass es schlicht und ergreifend nicht finanzierbar sei über 2 Millionen Tierhalter eine neue SOS-Halsband-Plakette mit neuer Telefonnummer zuzusenden, nur weil manche Tierhalter sich verwählen. In einem anderen Fall wurde vergessen die „6“ in der Vorwahl zu wählen. Aus 06190-937300 wurde 0190-9373...  eine kostenpflichtige 0190-Nummer. Obwohl unschuldig, bekamen die Telefonistinnen in der TASSO-Notruf-Zentrale den Ärger des Anrufers zu spüren und mussten versuchen den absurden Vorwurf zu entkräften, dass TASSO e.V. mit windigen 0190-Nummern versucht Geschäfte zu machen.

Link zum Thema ISO 5008:

http://www.bva.bund.de/aufgaben/win/beitraege/00064/ 

05.08.2005

Einfuhr exotischer Tiere kann zu hohen Strafen führen

Mehr als 8.000 Tierarten und 40.0000 Pflanzen fallen zur Zeit unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Urlaubern wird daher dringend abgeraten Tier- oder Pflanzensouvenirs aus dem Urlaub mitzubringen. Immer wieder nehmen Urlauber lebende oder tote Tier-Souvenirs als Andenken an den Urlaub mit nach Hause. Sollte man am Zoll mit einem durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützten Tier erwischt werden, ist die Beschlagnahmung noch das geringste Übel. Es können auch Bußgelder bis zu 50.000 EUR oder sogar Haftstrafen drohen. Die Klientel für die Tiersouvenir-Händler ist groß und der Markt hat sich dementsprechend auf die Urlauber eingestellt. Trotzdem ist ein gesundes Misstrauen angebracht, wenn Verkäufer der Tier-Souvenirs versichern, dass der Kauf des entsprechenden Tier-Souvenirs erlaubt sei. Teilweise angebotene Ausfuhrgenehmigungen sind oftmals das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Ausfuhrgenehmigungen dürfen nur von den Behörden des Herkunftslandes ausgestellt werden. Die meisten Urlauber machen sich auch wenig Gedanken, dass sie durch ihr Kaufverhalten zum Artensterben beitragen. Die Versicherung vieler Verkäufer, dass es sich bei den beliebten Seepferdchen und Muscheln um Todfunde handelt ist in den meisten Fällen falsch. Gerade vor Beginn der Urlaubssaison werden Tier-Souvenirs in großer Zahl getötet. Links zum Thema:Auswärtigen Amt - Informationen zu Reisen und Artenschutz Zoll Online – Auflistung geschützter Arten in den jeweiligen Urlaubsländern Artenschutzdatenbank des Bundesamt für Naturschutz 

04.08.2005

Hund durch südkoreanische Forscher erstmals erfolgreich geklont

„Snuppy“ (Abkürzung für Seoul National University puppy), heißt der erste Klon-Hund, der durch einen Kaiserschnitt bei seiner Leihmutter, einer Labrador-Hündin, zur Welt gekommen ist. Der in Südkorea wie ein Nationalheld verehrte Veterinärmediziner Woo Suk Hwang, gelang damit, woran bisher viele Wissenschaftlerteams gescheitert sind. Hwang sorgte bereits durch seine umstrittene Stammzellforschung weltweit für Aufsehen. Erst letztes Jahr hatte sein Team zum ersten Mal in der Geschichte der Genetik einen menschlichen Embryo geklont und diesem embryonale Stammzellen entnommen. Bei den bisherigen Versuchen zur Hunde-Klonung der Südkoreaner waren zunächst zwei genetisch identische Kopien eines männlichen afghanischen Windhundes lebend zur Welt gekommen. Einer der Welpen starb jedoch nach 22 Tagen an einer Lungenentzündung.Die Technik zur Erzeugung von Klon-Hunden sei immer noch sehr ineffizient, erklärt das Team von Dr. Hwang. „Die beiden Hundewelpen waren das Ergebnis von 123 Übertragungen von Embryonen, die zu lediglich drei Schwangerschaften führten.“ Eine der Schwangerschaften wurde allerdings durch eine Fehlgeburt frühzeitig beendet. Firmen, die kommerzielles Klonen betreiben, lässt das gelungene Klonen eines Hundes aufhorchen. Die amerikanische Firma „Genetic Savings & Clone“, die mit bereits 2 kommerziell geklonten Katzen gut betuchte US-Amerikaner erfreuen konnte (siehe „Tiernotruf Sommer 2005“), plant das Klonen eines Hundes schon seit längerem. Deren Klientel war bereit für ein geklontes Kätzchen über 30.000 Dollar auszugeben. Der Markt für geklonte Hunde verspricht ähnliche Umsätze. Die südkoreanischen Forscher hingegen distanzierten sich aber von jeglicher kommerzieller Nutzung des Klonens. 

03.08.2005

Erster Bär seit 100 Jahren in Schweiz gesichtet

Nicht nur positive Reaktionen hat das erste Auftauchen eines Braunbären in der Schweiz seit mehr als hundert Jahren hervorgerufen. Während Naturschützer und Tierfreunde sich freuen, hat die Region durch das plötzliche Erscheinens des Bären mit völlig unerwarteten Problemen zu kämpfen: Seit der ersten Sichtung des Bären hat ein regelrechter Bären-Tourismus eingesetzt. Mittlerweile sind die Hotels im Engadiner Münstertal praktisch ausgebucht. Bei dem Versuch das möglichst perfekte Foto von dem Bären zu erheischen, begeben sich die „Bären-Touristen“ oftmals in große Gefahr, mussten besorgte Wildhüter aus dem Engadiner Nationalpark feststellen. Einige Touristen gingen unvernünftig nahe an das Tier heran. Begünstigt wird das Verhalten der Touristen durch die Eigenart des Bären, wenig Scheu vor Menschen zu zeigen. In der Regel ziehen sich Braunbären zurück, wenn Menschen in der Nähe sind. Das macht die Beobachtung dieser großen Raubtiere normalerweise sehr schwierig. „So geht das nicht mehr lange gut“, zeigte sich der Engadiner Jagdinspektor Georg Brosi besorgt. In den letzen Tagen wurde der Bär regelmäßig in der Nähe des Dorfes Tschiery gesichtet. Dort hatte das Tier ein Kalb gerissen, das als Nahrung für den Bären liegen gelassen wurde. Zur Zeit scheint der Tierkadaver die einzige Nahrungsquelle des Bären zu sein. Mit Vorsicht beurteilt Brosi die Meldungen vom Dienstag, wonach der Bär im Suldental in Südtirol einen Yak-Bullen des Bergsteigers Reinhold Messner mit einem Prankenhieb lebensgefährlich verletzt habe soll. Dass der Bär einen 600 Kilogramm schweren Bullen angreift, könne sich Brosi kaum vorstellen. Der Yak-Bulle Messners wurde am Wochenende mit schweren Verletzungen aufgefunden. Die Art der Verletzungen deutet auf die Prankenhiebe eines Bären hin. 

02.08.2005

Lebende Hunde als Haiköder missbraucht

Im französischen Hoheitsgebiet der Insel La Réunion im Indischen Ozean, gehen die Einwohner mit lebenden Hunden als Köder auf Haijagd. Bei der grausamen Prozedur werden den Hunden Angelhaken durch die Pfoten und die Schnauze gebohrt, bevor sie an Angelleinen ins Wasser abgelassen, als lebender Köder Haie anlocken sollen. Übersehen wird gerne, dass auch in La Réunion das französische Tierschutzgesetz gilt. Wer Hunde oder Katzen als lebende Köder einsetzt, dem drohen Haftstrafen bis zu wie Jahren. Eine konsequente Strafverfolgung ist allerdings nicht die Regel und das Strafmaß wird fast nie im vollen Umfang ausgeschöpft. So wurde beispielsweise im März 2004 ein ertappter Fischer aus Saint-Paul zu lediglich drei Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße von 450 EUR verurteilt, nachdem er nachweislich einem Hund mehrere Angelhaken in die Haut gebohrt hatte. Die meisten Fischer müssen aber kaum mit einer Strafverfolgung rechnen. Wer nicht auf frischer Tat ertappt und umgehend angezeigt wird, kann in der Regel davon ausgehen, straffrei davon zu kommen Letztes Wochenende hatte ein Junge aus Sainte-Marie einen kleinen Royal Bourbon, der als Köder präpariert war gefunden. Der Junge befreite das Tier von den Angelhaken und brachte den Hund zum Tierarzt. Seine Familie möchte dem Hund jetzt ein neues Zuhause geben. Wie Marie-Annick Chantrel, Vizepräsidentin der Tierschutzorganisation SPA, erklärte, dringe die meisten Fälle des Hundemissbrauchs gar nicht an die Öffentlichkeit. Außerdem werden in der Regel meist größere Hunde als Haiköder verwendet. "Wir haben aber auch schon sechs Monate alte Katzen mit Angelhaken gehabt", berichtet  Marie-Annick Chantrel. Die französischen Tierschützer der Stiftung 30 Millions d'Amis versuchen nun mit einer auch im Internet verbreiteten Petition an die Ministerin für die Überseegebiete, Brigitte Girardin, gegen diese tierquälerische Tradition vorzugehen. Link zum Thema (französisch): www.30millionsdamis.fr 

10.07.2005

Islands Walfangschiffe wieder auf Beutejagd

Wie der „International Fund for Animal Welfare“ mitteilte, sind im isländischen Reykjavik die ersten Walfangschiffe dieses Jahres ausgelaufen und haben dadurch den Startschuss für die neue Jagdsaison auf Zwergwale durch die isländischen Walfänger gegeben. Zwar gab die isländische Regierung hierzu kein offizielles Statement ab, aber bereits vor einigen Wochen empfahl das isländische Meeresinstitut (MRI) eine Quote von 39 Walen und genehmigt hierdurch die höchste Fangquote seit der Wiederaufnahme des Walfangs im Jahre 2003. Ein trauriger Rekord, den auch Norwegen dieses Jahr für sich beanspruchen kann. Die Norweger haben 2005 ebenfalls die höchste Zwergwal-Abschuss-Quote seit der Wiederaufnahme des Walfanges durch Norwegen im Jahr 1993 (siehe „Tiernotruf Sommer 2005“) genehmigt bekommen. Wie auch Japan und Norwegen zieht sich die isländische Regierung den Deckmantel des so genannten „wissenschaftlichen Walfangs“ an um die Jagd auf die friedlichen Meeressäuger zu legitimieren. Die britische, französische und deutsche Regierung haben im Mai in einer gemeinsamen Erklärung die angestrebte isländische Quote von 39 Zwergwalen stark kritisiert. Wirtschaftlich hat der Walfang für Island keinerlei Bedeutung mehr, wird aber trotzdem weiterhin fortgesetzt. Die Isländer zeigten bislang kaum Interesse am Kauf von Walfleisch. Der größte Teil des Walfleisches blieb bislang in Kühllagern und wurde nie verkauft. „Der Walfang ist eine absolute Tierquälerei - das Töten der Tiere kann niemals human sein. Man hat sich hier über eine große internationale Opposition hinweggesetzt, die sich gegen den Walfang ausspricht.", kritisiert der Meeresbiologe des IFAW, Dr. Ralf Sonntag die Entscheidung der isländischen Regierung. 

23.03.2005

Hund an ausgelegten Giftköder verendet

Am 20. März teilte eine Hundebesitzerin der Polizei in Wattenscheid mit, dass ihr Jack-Russel-Terrier "Eddy", einige Stunden nach einem Spaziergang im Bereich des Marienhospitals am 18. März, Vergiftungserscheinungen aufwies. Ein von der Frau aufgesuchter Tierarzt schloss nicht aus, dass der Brechdurchfall des Tieres auf Rattengift zurückzuführen sein könnte. Ebenfalls am 20. März meldete sich ein weiterer Hundebesitzer bei der Polizei und teilte mit, dass sein Hund infolge von Rattengift verendet sei. Auch er hat sich mit dem Tier unter anderen im Bereich des Marienhospitals (Marienstraße) aufgehalten. Polizeibeamte der Polizeiinspektion West suchten daraufhin die Umgebung auf mögliche ausgelegte Köder ab - ohne Ergebnis. Nach Rücksprache mit den zuständigen Ämtern sind im Wattenscheider Stadtgebiet zur Zeit keine Köder ausgelegt. Es besteht daher der Verdacht, dass ein unbekannter Täter, möglicherweise ein "Hundehasser", in der Umgebung des Stadtgartens Giftköder ausgelegt hat. Zeugenhinweise bitte an die Polizei in Wattenscheid unter Telefon 02327-963-3221 

19.03.2005

Tiertransport mit 100 Beagle-Welpen für Tierversuche gestoppt

Die Polizei hat am 17. März 2005 bei der Kontrolle eines Lastwagens auf einer Autobahnraststätte bei Baden-Baden 100 ausgehungerte Beagle-Welpen entdeckt. Die Tiere waren für ein schweizerisches Pharmaunternehmen bestimmt. Der LKW, der nicht als Tiertransport gekennzeichnet war, befand sich auf der Fahrt von den Niederlanden in die Schweiz. Die erst wenige Monate alten Welpen hatten seit 18 Stunden weder Fressen noch Wasser erhalten. Eine Amtstierärztin hatte daraufhin eine Untersuchung und die Versorgung der Tiere angeordnet. Der Fahrer erhielt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und konnte gegen Hinterlegung einer Kaution seine Fahrt in die Schweiz fortsetzen.Importe von Hunden und Katzen aus Ländern ohne urbane Tollwut, benötigen keine spezielle Bewilligung. Bei Transporten von mehr als zwei Hunden, ist der Grenztierarzt lediglich verpflichtet die Transportbedingungen der Tiere zu kontrollieren und wenn nötig zu beanstanden. Experten vermuten, dass in naher Zukunft auch die grenztierärztlichen Kontrollen innerhalb der EU rapide abnehmen werden.  

13.03.2005

Neuer TASSO-Tierausweis im Scheckkartenformat

Ab sofort können bei TASSO e.V. eingetragene Tierhalter den neuen TASSO-Tierausweis im Scheckkartenformat für bereits eingetragene Tiere kostenlos beziehen.Bereits seit Anfang März 2005 erhalten alle neu eingetragenen Tierhalter den praktischen neuen Tierausweis im kompakten Format, der in jedem Portemonnaie Platz findet. Dadurch wird das alte Format, welches ungefähr die Größe einer Postkarte hatte, und sich daher kaum zur Mitführung eignete, abgelöst. Aber nicht nur das Format hat sich geändert. Auch für die EU-Ausweis-Nr., die viele Tierhalter mit dem neuen EU-Heimtierpass erhalten haben, ist neuerdings ein Feld auf dem TASSO-Tierausweis vorgesehen.Tierhalter können den neuen TASSO-Tierausweis formlos bei TASSO e.V. per eMail unter tasso@tiernotruf.org per FAX unter 06190-937400 oder einfach telefonisch unter der 24-Stunden-Hotline 06190-937300 kostenlos bestellen. 

13.03.2005

Iberischer Luchs vom Aussterben bedroht

Der in Spanien und Portugal beheimatete Iberische Luchs blickt in eine düstere Zukunft. Der WWF befürchtet für den Fall, dass die EU und Spanien nicht möglichst bald reagieren, der Iberische Luchs in wenigen Jahren ausgestorben sein wird. Noch vor 2 Jahren wurden zirka 160 Luchse gezählt. Mittlerweile ist der Bestand auf zirka 100 Tiere geschrumpft. Zwar gibt es ein letztes Rückzugsgebiet im Nationalpark Coto de Doñana in Südspanien, aber ausgerechnet hier hat die spanische Regierung im letzten Jahr mit Hilfe von EU-Fördergeldern eine Sandpiste asphaltiert. Die Straße führt genau durch den Lebensraum der Luchse. Mehrere überfahrene Luchse waren bislang die Folge. "Der Zustand der Bestände ist so kritisch, dass jeder einzelne Unfall die Luchse einen Schritt näher ans Aussterben bringt", äussert sich der Artenschutzexperte Volker Homes. "Autounfälle sind inzwischen die Todesursache Nummer 1 geworden." Der WWF vertritt die Auffassung, dass bei der aktuell anstehenden Reform der EU-Strukturfonds solche tierschutz- und natur-feindlichen Konsequenzen durch den richtigen Einsatz von Fördergeldern verhindert werden sollten. Projekte die bedrohte Tierarten gefährden, sollten nicht durch EU-Fördergelder unterstützt werden. "Europa sieht sich oft als Vorbild in Sachen Natur- und Umweltschutz", sagt Volker Homes, "wir können nicht zulassen, dass in einem reichen und fortschrittlichen Land wie Spanien, die bedrohteste Wildkatze der Welt ausstirbt." 

27.02.2005

Hohe Geldstrafe für Tritte gegen Dackel-Mischling

Trotz Unschuldsbeteuerung wurde ein 34-jähriger Feldwebels, zu einer Geldstrafe von 2.750 EUR verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im September 2004 bei einer Veranstaltung in Varrel, den Dackelmischling „Billy“ erheblich verletzt hatte. Folge der Misshandlungen war unter anderem ein Knochenbruch im Pfotenbereich. Billy war auf der Veranstaltung mitsamt seiner Leine weggelaufen und soll den Golden Retriever angegangen sein, den die Begleiterin des Feldwebels an der Leine hatte. Der Feldwebel konnte den Hund an der Leine erwischen. Laut Aussage einer der Töchter des Hundehalters, habe der Mann „Billy“ an der Leine in die Luft hochgezogen und das wehrlose Tier mit Tritten gegen die Brust in die Seite traktiert. „Ich war wie geschockt“, erinnert sich die Tochter des Klägers. Sie sei durch das Jaulen des Hundes aufmerksam geworden und zu dem Ort des Geschehens geeilt. Der Angeklagte räumte zwar ein, „Billy“ an der Leine hochgezogen zu haben, stritt aber den Vorwurf aller weiteren Misshandlungen ab. Dies sah die zuständige Richterin anders: "Sie haben berreagiert. Ich bin überzeugt, dass Sie den Hund getreten und gewürgt haben", äußerte sich die Strafrichterin. Die Richterin wurde unter Anderem durch die Aussagen eines Tierarztes und nach Sichtung der Röntgenbilder von „Billy“ in ihrer Auffassung bestärkt.

 

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