25.12.2004

Geklonte Katze zum ersten Mal verkauft

In den USA ist erstmals ein geklontes Haustier verkauft worden. "Little Nicky", ein neun Wochen alter Kater, wurde der Auftraggeberin in Texas überreicht. Das geklonte Kätzchen kostete 50.000 Dollar (37.400 Euro) und wurde aus der DNA der Katze "Nicky" geklont. Nicky war im vergangenen Jahr im Alter von 17 Jahren gestorben. "Er ist identisch. Er hat denselben Charakter", sagte die Auftraggeberin, die ihren vollen Namen und ihren Wohnort, aus Furcht vor Gegnern des Klonens, nicht preisgeben möchte. Das Unternehmen „Genetic Savings and Clone“ aus dem kalifornischen Sausalito, welches "Little Nicky" geschaffen hat, will bis Mai zum ersten Mal auch einen Hund klonen. Die Firma hofft auf einen noch größeren Markt für geklonte Hunde als für Katzen. Die ethischen Aspekte des Klonens sind durchaus umstritten. David Magnus, Kodirektor des Zentrums für biomedizinische Ethik an der Stanford-Universität, spricht in diesem Zusammenhang von einer "moralisch problematischen und etwas verwerflichen" Verfahrensweise. Kritiker verweisen außerdem darauf, dass Auftraggeber, die um ihr verstorbenes Haustier trauern, falsche Vorstellungen von der geklonten Kopie hätten. Die erste im Jahre 2001 geklonte Katze, hatte eine andere Fellzeichnung als die DNA-Spenderin. Dies wird als ein Hinweis darauf gesehen, dass Umwelteinflüsse und andere biologische Variablen es unmöglich machen, Tiere exakt zu kopieren. "Viele Menschen machen sich nicht klar, dass die geklonte Katze nicht dieselbe ist wie das Original", äußert sich hierzu Bonnie Beaver, Verhaltensforscherin an der Texas A&M University. "Sie hat einen anderen Charakter. Sie hat andere Erfahrungen gemacht. Die Leute wollen 'Fluffy', aber es ist nicht 'Fluffy'." 

23.11.2004

Tierschutzvereine fordern flächendeckende Haustier-Registrierung

Bereits mehrere Monate ist der neue EU-Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen alt. Trotzdem ist der Ansturm auf die deutschen Tierarztpraxen zur Ausstellung des EU-blauen Dokumentes immer noch ungebremst. Bei 50.000 bis 70.000 Neuzugängen pro Monat kann man sich unschwer vorstellen, mit welchem Arbeitsaufwand die Mitarbeiter der TASSO-Notruf-Zentrale in den letzten Monaten zu kämpfen hatten. Die mit dem EU-Ausweis einhergehende Chip-Pflicht für das Haustier, hat zu einem verstärkten Bewusstsein unter Tierhaltern über den Sinn einer zentralen Registrierung geführt. So können Dank der millionenfachen Registrierung durch TASSO e.V. jährlich bereits zwischen 10.000 und 12.000 verlorene Haustiere an deren glückliche Tierhalter zurückvermittelt werden. Dabei ist es gelungen über 22 Jahre hinweg den Service völlig kostenfrei anzubieten. Mit einem gewissen Stolz können die Mitarbeiter der TASSO-Notruf-Zentrale auf einen Datenbestand von mittlerweile 2,2 Millionen registrierten Haustieren blicken. In über zwei Jahrzehnten Tierschutztätigkeit hat sich TASSO e.V. zu der zentralen Anlaufstelle für verlorene und gefundene Haustiere und zu Europas größtem Haustierzentralregister entwickelt (nur zum Vergleich: Das nächst größere deutsche Haustierregister hat gerade mal 450.000 Einträge). Mittlerweile hat es zahllose Versuche gegeben die TASSO-Idee mit mehr oder minder großem Erfolg zu kopieren „Auf der einen Seite ist es natürlich ein positives Zeugnis, dass unsere Idee im Laufe der Jahre soviel Anklang gefunden hat, dass auch mitunter größere Institutionen versucht haben, diese zu kopieren. Man muss aber ganz klar sagen, dass es für Tierschutzvereine und andere Institutionen eher eine ungünstige Entwicklung ist, da deren Mitarbeiter bei Fundtieren im Ernstfall bei drei Institutionen anrufen müssen, um den Tierhalter zu ermitteln.“, erklärt hierzu Philip McCreight, Leiter der TASSO-Notruf-Zentrale. Das haben mittlerweile auch die meisten Tierschutzvereine und Tierärzte erkannt. So lassen bereits über 90 % der deutschen Tierarztpraxen gechippte und tätowierte Tiere bei TASSO e.V. registrieren. Trotz der millionenstarken Tiergemeinschaft bei TASSO e.V. gibt es in Zukunft noch viel zu tun. Bei geschätzten 12 Millionen Hunde und Katzen in Deutschland sind zwar schon zirka 20 % registriert, aber 80 % der deutschen Haustiere genießen immer noch nicht den Schutz der zentralen Haustierregistrierung. Daher wird von immer mehr Tierschutzvereinen und Verbänden eine flächendeckende Registrierung von Haustieren gefordert. Hier gilt es in Zukunft anzusetzen, denn das Szenario von nicht registrierten vermissten Tieren ist den Mitarbeitern der TASSO-Notruf-Zentrale durch leidliche Erfahrung nur allzu bekannt: „Täglich erhalten wir Dutzende verzweifelte Anrufe von Tierhaltern, deren Tiere bereits vermisst werden, aber nicht registriert sind. Diese Tiere müssen wir dann nachträglich registrieren und können dann nur hoffen, dass es noch nicht zu spät ist. “, berichtet Elke Ruppert Mitarbeiterin der TASSO-Notruf-Zentrale. 

21.11.2004

Rückvermittlung auch nach acht Jahren noch möglich

Kater Percy lief vor 8 Jahren einer älteren Dame zu, welche ihn mit Fürsorge über die ganzen Jahre hinweg betreute und auch tierärztlich versorgen lies. Nun musste sein Wahlfrauchen ins Pflegeheim. So kam Percy als Pflegetier zur Katzenhilfe-Westerwald e.V.. Bei der Routineaufnahmekontrolle prüften die Mitarbeiter der Katzenhilfe die Tätowierungsnummern und konnten so - dank TASSO, Europas größtem Haustierregister - den ursprünglichen Besitzer ausfindig machen. Die Eigentümer waren mehr als erstaunt, nach so vielen Jahren ein Lebenszeichen von Percy (ehemals Fridolin) zu bekommen. Der Kater bekam damals im neuen Heim zu früh Freigang und suchte seine alte Heimat wieder, fand jedoch weder die alte, noch die neue Heimat und suchte sich daher ein neues Frauchen. Durch geänderte Lebenssituationen wünschen auch die ehemaligen Eigentümer, dass Percy nun mit Hilfe der Katzenhilfe-Westerwald e.V. ein tolles Heim für immer bekommt.

Kontakt: Katzenhilfe-Westerwald e.V. Tel. 02661-40982 od. 61621 od. 953788 od. 0177-7889766

HomePage: www.katzenhilfe-westerwald.de

eMail: info@katzenhilfe-westerwald.de 

15.11.2004

Fall von Tierquälerei in Mülheim/Ruhr aufgeklärt

Der Fall von Tierquälerei vom letzten Wochenende in Mülheim ist aufgeklärt: Spielende Kinder fanden am Samstag Vormittag letzter Woche eine schwer verletzte Katze in deren Körper ein Pfeil, der offenbar aus einer Armbrust stammte, steckte. Das Tier war so schwer verletzt, dass es von seinen Qualen befreit werden musste (Der „TASSO-Newsletter“ berichtete)

Ein anonymer Hinweis führte die Mülheimer Polizei zu dem Grundstück einer 68 Jahre alten Mülheimerin. Nach Auskunft der Polizei handelt es sich bei der Frau um eine Katzenliebhaberin“, die einen Großteil Ihrer Zeit mit der Versorgung einer Vielzahl von Katzen verbringt. Neben der medizinischen Versorgung, kümmerte sich die Frau ebenfalls im Notfall um das Töten eines Tieres, wenn es Ihrer Ansicht nach so krank war, dass für das Tier medizinisch nichts mehr getan werden konnte. Da sie die erkrankten Tiere nicht mehr mit einem Fangkasten einfangen konnte, griff Sie zu einer sehr unorthodoxen Methode und schaffte sich eine Armbrust an um die betroffenen Katzen im Notfall durch einen „gezielten Schuss“ zu töten. Am Samstag den 6. November wollte die Frau die Katze mit einem Schuss aus der Armbrust „erlösen“, traf aber nicht richtig. Woraufhin das schwer verletzte Tier in einen nahe gelegenen Wald flüchtete. Dort wurde die Katze später von Kindern gefunden 

07.11.2004

Tierquäler schießt mit Armbrust auf Katze

Mühlheim/Ruhr - Tierquälereien gegenüber Haustieren haben in der zweiten Jahreshälfte wieder einen traurigen Höhepunkt erreicht. So mussten spielende Kinder am Samstag gegen 11:00 Uhr einen grausigen Fund machen, als sie in einem Waldstück im Bereich der Kölner Straße und Markenstraße eine schwer verletzte Katze fanden. In dem Körper des Tieres steckten mehrere Pfeile, die vermutlich mit einer Armbrust oder einem ähnlichen Schießapparat abgeschossen wurden. Die Kinder verständigten ihren Vater und die Polizei. Die Katze war so schwer verletzt, dass ihr nicht mehr zu helfen war und sie getötet werden musste. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen: Wer Beobachtungen gemacht hat, die im Zusammenhang mit der Tierquälerei stehen könnten und/oder wer Angaben zu dem Tätern machen kann, soll sich bitte bei der Mühlheimer Polizei unter der Telefonnummer 0208/301-0 oder der E-Mailadresse pressestelle@muelheim.polizei.nrw.de melden. 

05.11.2004

Haftstrafe wegen Vernachlässigung eines Hundes

Zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 2000 EUR Strafe, wurde am Donnerstag ein Arbeiter aus Bochum verurteilt, der seinen Hund derartig verwahrlosen ließ, dass dieser eingeschläfert werden musste.Im April diesen Jahres wurde die Polizei durch Nachbarn alarmiert, die sich um den Zustand und die Haltung des Tieres Sorgen machten. Der achtjährige Hund lebte auf einem Firmengelände in Bochum, wo der Tierhalter arbeitete. Der hinzugezogenen Tierärztin blieb Angesichts des schlechten Zustandes des Hundes nichts anderes übrig, als das Tier inzuschläfern. Wie die Tierärztin berichtete, fand sie den völlig teilnahmslosen Hund stark ausgetrocknet und abgemagert vor. Das Tier hatte außerdem zwei große Tumore. Der zuständige Polizeibeamte berichtete, er habe den Hund trotz Hitze, ohne Wasser im Zwinger vorgefunden. Der Tierhalter sagte zu seiner Verteidigung, er habe die Tumore nicht erkannt und bestritt den Vorwurf, den Hund nicht versorgt zu haben.Diesen Ausführungen konnte das Gericht, in Anbetracht des Zustandes des Hundes, nicht folgen. Die Richter führten in ihrer Urteilsbegründung aus, dass der Tierhalter die Schmerzen des Hundes billigend in Kauf genommen hätte.

 

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