Vorsicht Haustierdiebstahl!
von Ilona Kreilingin TierfreundLich e.V.
Lich | Jährlich verschwinden tausende von Haustieren, vorwiegend Katzen, spurlos und werden trotz Vermißtmeldungen und aller Bemühungen der Besitzer nicht mehr gefunden. Das bedeutet einerseits große Sorge, was dem verschwundenen Tier zugestoßen sein könnte, andererseits Trauer um den Verlust des geliebten Haustiers.
Auffallend ist, wenn in einzelnen Orten, Ortsteilen oder Straßen gleichzeitig mehrere Katzen verschwinden. Da liegt der Verdacht nahe, dass Tierfänger am Werk waren. Fragt man, ob zeitgleich mit dem Verschwinden der Tiere eine Altkleidersammlung stattgefunden hat, wird dies häufig bestätigt. Es gibt zwar keine eindeutigen Beweise für den Zusammenhang zwischen den Sammlungen und dem Verschwinden der Katzen, man kann auch nicht alle Altkleidersammler über einen Kamm scheren, aber der Verdacht eines Zusammenhangs verstärkt sich immer mehr. So nimmt sich auch die Zeitschrift "Bild der Frau" in ihrer Ausgabe vom 29.11.08 dieses Themas an und berichtet darüber. Der Verein "Tierversuchsgegner Puhlheim e.V. - Menschen für Tierrechte" warnt bereits seit Jahren vor dem Verschwinden von Haustieren im Zusammenhang mit Altkleidersammlungen. Jeder von uns hat sie schon gesehen, die Eimer oder Körbe mit Aufklebern oder Zetteln versehen, die dazu dienen sollen Schuhe oder Altkleider für irgendwelche Oranisationen, die niemand kennt, aufzunehmen. Meistens ist auch irgendwo eine Telefonnummer zu finden, die nähere Auskunft über die jeweilige Sammlung geben soll. Aber wer ruft schon an? Sollte man aber mal versuchen. In der Regel läuft ein Band mit unverständlichem Text ohne die Möglichkeit eine Nachricht zu hinterlassen. Auffallend ist auch, dass nie jemand gesehen wird, der die Behältnisse aufstellt und abholt. Wie von Geisterhand stehen sie plötzlich da und ebenso sind sie nach zwei bis drei Tagen wieder verschwunden. Doch was hat es mit den Sammelbehältern auf sich? Die Tiere werden natürlich nicht mit diesen Behältnissen gefangen, die sind nur als Ablenkung gedacht, um keinen Verdacht zu erregen, wenn die Umgebung ausgekundschaftet wird. In Untersuchungen an von Tierschützern mitgenommenen Körben konnten zum Teil Reste von Lockstoffen nachgewiesen werden. Niemand muß die Sammelbehälter auf seinem Grundstück dulden, sie können entfernt und auf einem öffentlichen Platz deponiert werden. Stehen sie auf dem Bürgersteig, ist das Ordnungsamt zuständig, da es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt.
Nun stellt sich die Frage, was mit den armen Katzen geschieht. Ein Teil geht wahrscheinlich in illegale Versuchslabore, der Rest wird zur Fellgewinnung getötet. Rheumadecken aus Katzenfell werden vielerorts zum Verkauf angeboten und auch gekauft, obwohl der Nutzen höchst zweifelhaft ist. In Asien werden jährlich 2 Millionen Hunde und Katzen nur wegen ihres Fells auf bestialische Art getötet. Ein Großteil dieser Felle ging bisher in die EU. Deutschland importiert jährlich 500000 Katzen- und 100000 Hundefelle aus asiatischen Ländern. Bereits seit Ende der 90er Jahre wurde ein Ein- und Ausfuhrverbot von Hunde- und Katzenfellen unter anderem vom Deutschen Tierschutzbund gefordert. Mit Erfolg, denn ab 31.12.08 dürfen keine Katzen- und Hundefelle mehr in die EU eingeführt werden. Auch der Verkauf von Kleidungsstücken, modischen Accessoires oder Spielzeug aus Heimtierfell sind dann untersagt. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird.
Doch was können wir tun, um unsere Tiere zu schützen?
Zum einen ist die Kennzeichnung durch eine Tätowierung oder einen Chip und die anschließende Registrierung z.B. bei TASSO unerläßlich. Im Ernstfall hilft das zwar nicht gegen den Diebstahl selbst, aber verloren gegangene Tiere werden so dem Besitzer wieder zugeführt. Manche von Tierfängern gestohlene Tier werden wieder freigelassen oder sie können entkommen und gelangen durch die Registrierung wieder nach Hause. Weiterhin ist es ratsam, die Freigänger unter den Katzen auf keinen Fall in der Nacht draußen zu lassen. TierfreundLich e.V. und auch andere Tierschutzvereine legen jedem neuen Katzenbesitzer bei der Vermittlung einer Katze ans Herz, das Tier ab der Abenddämmerung bis zum nächsten Morgen im Haus zu lassen, um dem Haustierdiebstahl vorzubeugen. Wenn die Katze sich dem menschlichen Tagesablauf angepaßt hat, ist dies durch entsprechende Fütterungszeiten auch möglich. Eine gewisse Zeit der Gewöhnung und Anpassung ist eventuell erforderlich. Wird eine Altkleidersammlung im Ort oder Ortsteil angekündigt, sollte man seine Katze ein paar Tage nicht nach draußen lassen, auch wenn sie ihren Freigang noch so lautstark fordert.
Vor allen Dingen ist während dieser Tagen auch erhöhte Aufmersamkeit angesagt. Der Deutsche Tierschutzbund rät, Fakten und Details zu sammeln und eine Statistik zu erstellen, wann und wo Tiere verschwinden, Datum, Uhrzeit und Autokennzeichen zu notieren, von Kleinbussen und Kastenwagen mit fremden Kennzeichen, die langsam durch die Straße fahren. Die Polizei kann nur einschreiten wenn jemand auf frischer Tat ertappt wird. Ansonsten sei es kein Straftatbestand, wenn Tiere spurlos verschwinden. Wichtig ist nach dem Verschwinden des geliebten Haustieres und der erfolglosen Suche in der Nachbarschaft, Handzettel zu verteilen, Vermißtmeldungen bei den umliegenden Tierschutzvereinen zu machen und bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Man soll sich auf keinen Fall abweisen lassen, die Polizei ist dazu verpflichtet eine Diebstahlanzeige aufzunehmen. Im Zusammenhang mit den Haustierdiebstählen wurde eine Seite im Netz eingerichet, die allen Interessierten genaue Informationen gibt: http://www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de/
Eine Liste von Altkleidersammlungen aus dem gesamten Bundesgebiet zeigt die Verbindung zwischen diesen Aktivitäten und dem Verschwinden von Haustieren. Gleichzeitig werden Warnungen über aktuelle Altkleidersammlungen herausgegeben, sowie Ermittlungen der Polizei, die in verschiedenen Städten laufen.
Auch in Gießen, Ortsteil Wieseck, gab es kürzlich eine Altkleidersammlung verbunden mit dem Aufstellen von Körben. Tierschützer verteilten Handzettel bei den Anwohnern und mahnten alle Katzenbesitzer zu erhöhter Aufmerksamkeit. Gleichzeitig fuhren mehrere von ihnen die ganze Nacht über durch die Straßen, um eventuellen Haustierdiebstahl zu verhindern. In den folgenden Tagen standen die Körbe in Buseck, Reiskirchen und zuletzt in Lich. Auf Anfrage war zu erfahren, dass die Tierschützer in den nächsten Tagen einen Termin bei einem Sachbearbeiter der Polizei in Giessen haben, um das Thema Haustierdiebstahl zu erörtern.
http://www.giessener-zeitung.de/lich/beitrag/4801/vorsicht-haustierdiebstahl
14.12.2008
Katzen- und Hundefänger in der Gegend
Mering/Kissing (AN) - Tierschützer starten jetzt einen Aufruf an alle Katzen- und Hundebesitzer: Die Tiere bitte in der Dunkelheit nicht unbeaufsichtigt lassen, Katzen nachts bitte einsperren. Es dürften im Altlandkreis Friedberg wieder Tierfänger unterwegs sein. Jüngster bekannter Vorfall in Scheuring. Dort sind in den letzten Monaten ca. 16 Katzen verschwunden. Wobei hier direkt vor dem Anwesen einer Geschädigten ein weißer Kangoo mit Münchener Kennzeichen auffällig wurde und ca. 40 m entfernt auf der anderen Straßenseite ein roter amerikanischer Van mit silbernen Seitenstreifen, ebenfalls mit Münchener Kennzeichen. Aufgrund von Nachfragen bei den umliegenden Nachbarn stellte sich heraus, dass niemand die Besitzer dieser beiden Fahrzeuge kannte, sehr wohl aber, dass in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Katzen spurlos verschwanden.
ALFA
Importverbot für asiatische Hunde- und Katzenfelle
Möglicherweise hat es damit zu tun, dass Ende 2008 das Importverbot für asiatische Hunde- und Katzenfelle für Deutschland, Österreich und die Schweiz gilt. Oder aber, dass im sogenannten „Reach“- Millionen Versuchstiere gebraucht werden. Auf der Internetseite: www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de können sich alle melden, deren Haustier seit Januar 2005 spurlos verschwunden ist.
Weitere Infos über vermisste Tiere unter www.katzensuchdienst.de und www.tierschutzverzeichnis.de
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Aichach/Lokalnews/Artikel,-Katzen-und-Hundefaenger-in-der-Gegend-_arid,1418068_regid,6_puid,2_pageid,4492.html#null
13.12.2008
„Warnung an alle Katzenbesitzer“
Scheuring (wimd) - Gemeinderat Andreas Kurz sprach in der jüngsten Sitzung eine Warnung an alle Katzenbesitzer in Scheuring aus: „Es sind wohl Katzenfänger unterwegs. Mehrmals wurde ein dunkles Auto mit getönten Scheiben im Ort gesehen.“ Kurz selbst vermisst seit einigen Tagen seinen schwarzen Kater „Eddi“. Seine Recherchen hätten ergeben, dass in Scheuring derzeit rund 16 Katzen vermisst werden. „Pro Fell werden bis zu 800 Euro bezahlt“, hat Kurz im Internet herausgefunden.
Im Tierheim Landsberg gibt es viele Nachfragen aus dem gesamten Landkreis, ob Katzen abgegeben worden sind. Pro Tag sind es laut Tierheimleitung zwei bis drei.
www.augsburger-allgemeine.de
04.12.2008
Viele Katzen bleiben für immer verschwunden
«Sorgentelefon» wird rege genutzt - Über 30 Tiere seit dem Sommer als vermisst gemeldet
VON REGINA RETZLAFF,
LODERSLEBEN/MZ. Im August diesen Jahres hat Silvia Wiegner aus Lodersleben ein "Katzentelefon" eingerichtet (die MZ berichtete). Sie erzählte damals, dass das Verschwinden nicht nur ihrer Katzen der Grund gewesen sei, warum sie diese Möglichkeit geschaffen habe. Sie habe aus den verschiedensten Orten gehört, dass auch dort regelmäßig Samtpfoten spurlos verschwanden. Beim Tierschutzbund hatte man ihr damals geraten, Fakten zu sammeln und eine Statistik zu erstellen, wann und wo Tiere verschwinden, Datum und Uhrzeit zu erfassen, Autokennzeichen zu notieren und Zeugen zu finden. Die Polizei könne nur eingreifen, wenn jemand auf frischer Tat erwischt wird, hatte Wiegner erfahren. Ansonsten sei es eben kein Straftatbestand, wenn Tiere spurlos verschwinden. "Deshalb habe ich aufgerufen, mir mitzuteilen, wo und wann Tiere verschwunden sind", erzählt Silvia Wiegner heute, da die ersten Monaten vergangen sind in denen sie auch Mitglied im Querfurter Tierhilfeverein geworden ist. In dieser Zeit wurden ihr per Telefon 31 Katzen bzw. Kater und ein kleiner Hund als vermisst gemeldet. Im März sind Katzen in Halle-Reideburg verschwunden, im April in Zingst, im Mai wieder in Halle-Reideburg und Seeben, in Dornstedt, in Zingst und in Eisleben, im Juni in Salzmünde und drei Tiere innerhalb einiger Tage in Erdeborn. Im Juli verschwanden Tiere in Farnstädt und in Kleineichstädt (drei am gleichen Tag), in Zöschen, in Ziegelroda (wieder drei gleichzeitig), in Halle-Nietleben und Reideburg, in Eisleben, in Röblingen und in Leuna. Ein kleiner Hund verschwand in Etzdorf, Katzen in Dornstädt, Gatterstädt und immer wieder auch in Halle. "In Etzdorf, wo der kleine Hund vermisst wird, beobachtete eine Nachbarin einen weißen Kleinbus. Eine Hundebesitzerin aus Döcklitz berichtete, dass Ende August ein Nachbar beobachtet und verhindert hat, dass Männer ihren kleinen Hund unter dem Drahtzaun hindurch aus dem Garten stahlen. Er sah einen weißen Transporter mit Sangerhäuser Kennzeichen. Eine Tierfreundin aus Sennewitz berichtete, dass sie von Bekannten aus dem Harz, aus Köln und aus Berlin erfahren hat, dass auch dort auffallend viele Katzen verschwinden. Es wurde ein weißer Kleinbus mit polnischem Kennzeichen gesehen", schildert Silvia Wiegner, was sie während der Telefonate alles in Erfahrung bringen konnte. Im Wald zwischen Wiehe und Donndorf (beide Orte liegen im benachbarten Kyffhäuserkreis) fand ein Spaziergänger gehäutete Katzenkörper. "Ich habe alle Anrufer um ihre Telefon-Nummer und um den Wohnort gebeten, außerdem habe ich Aussehen , Alter und Geschlecht der Tiere erfasst. Das heißt, dass die Daten alle belegbar sind. Ich vermute, dass das nur die Spitze des Eisberges ist, denn diese 31 Tiere sind ja nur diejenigen, deren Besitzer den Artikel gelesen und die mich angerufen haben. Gern würde ich bei dieser Gelegenheit noch mal die Nummer des Katzentelefons veröffentlichen: Sie können anrufen Dienstag und Freitag jeweils von 16 bis 18 Uhr unter 034771 / 41 41 67 und mir ihre Beobachtungen und ihre verschwundenen Tiere weiterhin melden", so die Tierfreundin. Im Internet unter Katzensuchdienst.de wird übrigens bundesweit ein ganz enger Zusammenhang zwischen angeblichen Altkleidersammelaktionen und dem Verschwinden von Katzen hergestellt. In den ausgeteilten Behältern wurden Kratzspuren und Tierhaare gefunden. Die Katzenfänger arbeiten mit Lockstoffen. "Falls andere Tierhilfsvereine, Tierarztpraxen oder Behörden dazu Daten vorliegen haben, würde ich sie gern um Mitarbeit bitten", wünscht sich Silvia Wiegner. "Bei Polizei, Veterinäramt und Ordnungsamt habe ich schon angerufen - dort ist nichts erfasst." Es gebe aber auch noch eine positive Nachricht, freut sich Wiegner. Ab dem 31. Dezember 2008 ist die Einfuhr und der Handel mit Hunde- und Katzenfellen in der EU verboten. Auch der Verkauf von Kleidungsstücken, modischen Accessoires, Spielzeug oder Rheumadecken aus Heimtierfellen seien dann endlich untersagt.
http://www.mz-web.de/
Grausame Tat an der Straße: Hund aus Auto geworfen
Frau beobachtet Fahrer am Langenhennersdorfer Kreuz
Unüberlegt gekauft und dann ins Tierheim gebracht - dieser Welpe wird derzeit von Marina Fischer im Naundorfer Tierheim liebevoll betreut. Der kleine Kerl hatte dennoch Glück im Unglück, denn andere seiner Artgenossen - wie am Langhennersdorfer Kreuz geschehen - werden einfach ausgesetzt.
Freiberg / Mittweida / Naundorf. Was Gabi Ficker aus Bräunsdorf neulich auf ihrem Weg zur Arbeit beobachtete, wird sie wohl so schnell nicht vergessen. Am Langhennersdorfer Kreuz hielt ein roter Kleinwagen mit Mittweidaer Kennzeichen an, ein junger Mann warf einen Schäferhundmischling aus dem Auto und fuhr weiter. "Ich habe mich schon gewundert, was er früh um fünf hier macht. Als er mich sah, gab er sofort Vollgas. Ich habe daraufhin die Polizei und das Freiberger Tierheim informiert", sagte sie am Dienstag der "Freien Presse". Der Hund, der sehr scheu ist, wurde seit jenem Tag, dem 22. November, schon mehrfach von Passanten gesehen."Derartige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sind leider keine Seltenheit", weiß Regina Otto vom Freiberger Tierheim. Erst am vorigen Wochenende hat sich während der Betriebszeit jemand einer Katze entledigt. Das Tier war in einer Kiste mit der Aufschrift "Tobi - 2 Jahre" am Heim abgestellt worden.
"Eine solche Tat ist sicher auch schlimm, aber noch schlimmer ist es, einfach das Tier irgendwo im Freien auszusetzen", verurteilt Regina Otto den Fall mit dem Hund. "Der Mischling hält sich immer noch in der Nähe auf, flieht aber, sobald sich ihm jemand nähert", weiß die Tierschützerin auch von einem Tierfreund aus Freiberg, der regelmäßig an jener Stelle vorbeifährt und den Hund mehrfach gesehen hat."Schön wäre es, wenn jener junge Mann, der den Hund ausgesetzt hat, ausfindig gemacht werden könnte", hofft Regina Otto. Er habe ein Kopftuch (so genanntes Piratentuch) getragen und soll einen roten Kleinwagen mit Spoiler und Kennzeichen "MW" gefahren haben. "Wer weiß, ob der Hund noch lebt", ist Gabi Ficker besorgt Der Leiterin des Tierheims Heim-Tier-Eck in Naundorf bei Rochlitz, Marina Fischer, sind aus ihrer langährigen Arbeit auch Fälle derartiger Tierquälerei bekannt. "Kürzlich wurden Chinchillas in einer Kiste hinter dem Peniger Markt gefunden, die ausgesetzt worden waren", nennt sie als Beispiel. Einziger Hund, der ein Opfer von unüberlegt handelnden Besitzern wurde, ist derzeit ein Welpe, der auf einem Kleintiermarkt gekauft worden war und nun in ihrem Tierheim betreut wird. "Es gibt aber eine Dunkelziffer, nicht alles ist uns bekannt", weiß sie. Derzeit werden aber, so Marina Fischer, die meisten der gefundenen Hunde wieder von ihren Besitzern abgeholt, da sie entlaufen sind oder beispielsweise bei Autounfällen in Panik das Weite gesucht haben. Ausdrücklich wolle sie aber auch nochmals davor warnen, unüberlegt Tiere zu Weihnachten zu verschenken. Oftmals landen diese dann schließlich in einem Tierheim, wie mehrfach schon passiert.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/MITTELSACHSEN/MITTWEIDA/1410471.html
02.12.2008
Katzenfänger in Giessen und Umgebung
Gießen | ACHTUNG!!!
In Giessen und den angrenzenden Ortschaften sind zur Zeit Katzenfänger unterwegs!
Man sollte also besser ein Auge ( besser noch zwei ) auf seine vierbeinigen Mitbewohner haben und diese nach Möglichkeit nachts erst einmal nicht mehr zum "rumstrommern" herauslassen!
Die Vorgehensweise sieht bei diesen "sogenannten" Sammelaktionen wie folgt aus:
Es werden in Wohngebieten Körbe (ähnlich wie Wäschekörbe/Waschkörbe) aufgestellt.. In den Körben liegt jeweils ein Zettel mit dem Hinweis, dass die Körbe aufgestellt werden um für den Verein „Club für Behinderte in Brasilien e.V.“ Schuhe zu sammeln. Dann findet sich auf dem Zettel noch ein Hinweis auf die Fa. „Erhan Recycling“ . Diese angebliche Spendensammlung dient ausschließlich dazu, die Wohngegend nach Haustieren (vorzugsweise Katzen) auszukundschaften. Schließlich ist ein langsam fahrender Transporter, der Spendenkörbe aufstellt nicht weiter verdächtig.
Der Transporter, der anschließend wieder zum einsammeln der „Spenden“ genutzt wird, ist so umgebaut, dass sich an der Fahrzeugunterseite eine Öffnung im Boden befindet. Durch diese Öffnung werden Duftstoffe versprüht, die Katzen unwiderstehlich anlocken. Sobald die Katze unter der Öffnung sitzt wird ein Drahtkorb über die Katze gestülpt, die Katze betäubt und eingeladen. Ob die Katzen in Tierversuchslaboratorien landen, oder ob sie geschlachtet werden, weil „nur“ das Fell für lustige kleine Plüschtiere „aus echtem Fell“ gebraucht wird (zu bewundern sind diese Perversitäten auf jedem Flohmarkt…) weiß natürlich keiner.
Informationen unter:
www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/4133/katzenfaenger-in-giessen-und-umgebung/
01.12.2008
Kater Willy war immer zutraulich - seit dem Vorfall mit der Schlinge lässt er sich selbst von Grit Lanzendörfer nur mühsam anlocken.
Thalheim/ Stollberg. Beinahe wäre es ein trauriges Weihnachtsfest geworden für Familie Albrecht in der Thalheimer Hofackersiedlung: Ihr Kater Willy ist vor einigen Tagen nur knapp einem heimtückischen Anschlag entgangen, eine Drahtschlinge hatte sich fest um seinen Hals gezogen.
"Willy und unser zweiter Kater Rudi kamen ganz verstört die Haustreppe heraufgerannt", berichtet die 22-jährige Grit Lanzendörfer, die "Schwiegertochter in spe" der Familie. "Von Willys Hals stand das Ende der Schlinge richtig starr weg - der Draht war straff zugezogen, ich habe ihn zuerst gar nicht gesehen." Der verängstigte Kater röchelte, Grits Freund Thomas Albert kappte den tückischen Draht kurzerhand mit einer Zange. Zum Glück erholte sich das zweieinhalb Jahre alte Tier schnell. "Kater Rudi wich die ganze Zeit nicht von Willys Seite - eigentlich verstehen sich die beiden sonst nicht", erzählt Grit. Die beiden Kater wurden erst einmal nicht mehr aus dem Haus gelassen. Inzwischen dürfen sie wieder hinaus, doch die Familie hat jetzt immer ein mulmiges Gefühl. Und der sonst so zutrauliche Willy ist bis heute sehr schreckhaft - nur mit großer Mühe lässt er sich vor die Kamera locken. "Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wer solche Schlingen auslegen könnte - ich kenne hier keinen einzigen Tierhasser", meint "Katzenmutti" Kerstin Albert, die zum Zeitpunkt der Tat gerade nicht da war. Vielleicht habe ja jemand Marder mit dem Draht fangen wollen, mutmaßen sie und Grit. Oder war es ein dummer Streich von Teenagern? Dagegen spricht, dass es schon vor Jahren einen ganz ähnlichen Fall in der Hofackersiedlung gab: Brigitte Lindners damaliger Kater Moritz verfing sich mit dem Bein in einer Drahtschlinge. "Die schnitt richtig ins Fleisch ein, der Tierarzt musste helfen", erinnert sich die Nachbarin der Alberts. Und ihr letzter Kater, Felix, ist vor einem Jahr spurlos verschwunden. "Seitdem haben wir keine Katzen mehr - der Kummer ist jedes Mal zu groß", meint Brigitte Lindner. Der Tierschutzverein Stollberg hat seit September erneut (wie schon zu Jahresbeginn) ein vermehrtes Verschwinden von Katzen in der gesamten Region registriert. "Es kommen sehr viele Tiere weg, sogar kastrierte Kater, die eigentlich nicht ausreißen", sagt Petra Brandt, die stellvertretende Vorsitzende. Sie verdächtigt professionelle Fänger, die aus Katzenfellen Rheumadecken herstellen oder die Tiere an Labors verkaufen. Einem Kater sei ein Hinterbein zertrümmert worden - vermutlich in einer Falle. Und in einem Garten in Lugau habe man vor einigen Wochen ein Blasrohr entdeckt, mit dem Betäubungspfeile auf Katzen geschossen werden könnten. Bei der Polizei in Chemnitz sind laut Pressesprecher Reinhard Walther in den letzten Monaten keine entsprechenden Anzeigen eingegangen. Das sagt nicht viel: Auch die Alberts haben bisher keine Anzeige erstattet. "Das ist immer sinnvoll, auch wenn der Erfolg ausbleibt", meint Walther. "Aber sonst können wir ja nicht aktiv werden."
Von Bernd Appel
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/1406769.html
26.11.2008
Das Hallo-Wach-Thema: Katzenfänger unterwegs?
Autor: Kevin Semrau Viele Katzenhalter in Hamm machen sich im Moment ziemliche Sorgen um Ihre Tiere. In Hamm sind nämlich Altkleidersammler unterwegs, die schlichte Wäschekörbe vor die Haustüren stellen und warten das diese mit alten Klamotten gefüllt werden. Die Altkleidersammler gehören allerdings nicht zum roten Kreuz und ein paar Katzenhalter vermuten, dass es Ihnen auch gar nicht wirklich um Klamotten geht...
Lippewelle-Beitrag Katzenfänger unterwegs?
http://www.lippewelle.de
26.11.2008
Katze "Pussy" aufrätselhafte Weise verschwunden
STRAUBENHARDT. Es sind aufregende Wochen, die hinter Pussy liegen. Zweimal war die fünfjährige Katze wie vom Erdboden verschwunden und es dauerte lange, bis sie wieder gefunden wurde – weit weg von ihrem Zuhause.
Sabine Mayer-Reichard
„Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, was da passiert ist“, meinen Horst und Michaela Noreikat aus Ottenhausen, die sich um Pussy und andere Katzen kümmern.
Zutrauliches Tier
Das weiße Tier mit dem schwarzen Schwanz gehört zu vier „Findeltieren“, die das Ehepaar täglich mit Futter versorgt. „Pussy ist recht zutraulich und ein ganz liebes Tier“, erzählt der 56-Jährige. Sie sei eigentlich immer draußen unterwegs, komme aber mehrmals täglich bei ihrer „Familie“ vorbei, um zu „vespern“ – oder einfach nur nach dem Rechten zu sehen. Und das seit fünf Jahren. Aber vor einigen Wochen war Pussy plötzlich verschwunden. Horst und Michaela Noreikat machten sich große Sorgen, bis der erlösende Anruf aus dem Tierheim kam: Eine Familie auf dem Dobel habe ihre Katze gefunden. Wegen der Tätowierung wusste man, wohin das Tier gehört. „Pussy war halb verhungert und völlig verstört“, erinnert sich das Ehepaar. Aber damit nicht genug: Nach eineinhalb Wochen war sie wieder verschwunden – diesmal tauchte sie in Dennach wieder auf. Für die beiden Katzenliebhaber ist das Ganze ein Rätsel. „Normalerweise entfernen sich Tiere nie so weit von ihrem Zuhause“, wissen sie. Das bestätigt auch Pussys Tierärztin, Dr. Karla Schelp aus Ittersbach. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine Katze so weit weg läuft.“ Es komme jedoch immer wieder vor, dass die Tiere einfach verschwinden. Das Ehepaar Noreikat ist auf jeden Fall überzeugt, es könne kein Zufall sein, dass es bei ihrer Katze gleich zwei- mal so kurz nacheinander passiert ist. Sie vermuten, dass jemand das zutrauliche Tier eingefangen und weit weg von zu Hause wieder ausgesetzt hat. Keine besonders angenehme Vorstellung, wie sie betonen: „Man ist so hilflos.“ Um das Geschehen aufzuklären, haben sie einen ungewöhnlichen Weg gewählt: In einer Anzeige setzten sie 500 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zur Aufklärung der Vorkommnisse führen. „Vielleicht hat ja jemand etwas beobachtet“, hofft Horst Noreikat.
Weitere Betroffene
Zeugen haben sich bisher zwar noch nicht gemeldet – dafür aber zwei Familien aus Straubenhardt, die ebenfalls seit kurzem ihre Katzen vermissen: In Feldrennach ist ein Tier seit über einer Woche verschwunden, in Pfinzweiler wird eine Katze seit einigen Tagen gesucht. Der 56-Jährige hat sich auch an die Polizei gewandt, damit das Geschehen aktenkundig wird. Sehr große Hoffnung auf Aufklärung konnte man ihm dort jedoch nicht machen. „Eigentlich ist hier doch genug Platz für jeden“, meint das Ehepaar, das direkt am Ortsrand wohnt. Damit Pussy nicht ein weiteres Mal verschwindet, lassen die beiden das Kätzchen jetzt nur noch nachts raus – denn die Vorfälle ereigneten sich immer tagsüber. Sie hoffen, dass endlich wieder Ruhe einkehrt in ihr Leben und das von Katze Pussy. Aber die Sorge um das Tier wird sie wohl noch lange begleiten.
http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Region/Nordschwarzwald/Verschwinden-bleibt-raetselhaft-_arid,80369_puid,1_pageid,88.html
20.11.2008
Katzenfang mit Altkleidersammlung?
Tierschützer schlagen Alarm – Hilfsorganisationen weisen Verdacht zurück
Werden süße Miezen in Nacht- und Nebelaktionen in Lieferwagen gezerrt und abtransportiert? Auch für Würzburg und einige Stadtrandgemeinden warnen Tierschützer aktuell vor Katzenfängern.Sie würden angeblich die Tiere ausspähen und mitnehmen – getarnt durch eine Altkleidersammlung, die nur zum Schein einem guten Zweck dient. Alles nur Panikmache? Oder sind die Katzen ernsthaft in Gefahr? In Versbach, in Rottenbauer, in Gerbrunn oder Reichenberg: Vielerorts tauchten seit Ende Oktober die ominösen Plastikeimer auf. Sie wurden in Wohngebieten vor den Haustüren deponiert, tags darauf von Lieferwagen mit auswärtigen Kennzeichen wieder abgeholt. Aufkleber warben um Kleiderspenden für einen wohltätigen Verein: „Step“. Was die Aufschrift verheimlichte: Es handelte sich um eine gewerbliche Sammlung, von der nur ein Bruchteil an den Verein fließt. Dies ergaben Recherchen der Main-Post. Durchgeführt wurde die Altkleidersammlung von der Firma Pako mit Sitz im schwäbischen Fellbach. Die auf den Eimern angegebene Nummer gehört laut Telefonverzeichnis dem Unternehmenschef Ahmad Samal.Bei Anruf meldet sich dagegen Rebwar Mahmoud. Er ist nach eigenen Angaben zuständig für die Altkleidersammlung von Pako. Die Firma, sagt er, sei normalerweise in der Gebäudereinigung tätig. Erst im Herbst sei man in das Geschäft mit Altkleidern eingestiegen. Was mit dem Sammelgut geschieht? „Das weiß ich nicht“, behauptet Mahmoud.Erst auf Nachfrage räumt er ein, dass Pako bereits im Februar Altkleider gesammelt hat – angeblich probeweise für eine andere Hilfsorganisation. Wieviel von der aktuellen Sammlung tatsächlich bei „Step e.V.“ verbleibt,... ...ist unklar. Darüber wird laut Step-Geschäftsführer Dietmar Schwarze gerade verhandelt. „Zehn bis 30 Prozent“ könnte vielleicht der 2002 gegründete Verein bekommen, der bis dato kaum in Erscheinung getreten ist. Spender in die Irre geführtLaut Schwarze fördert man weltweit Projekte, unter anderem für Behinderte in Kasachstan und Afghanistan sowie für die Anti-Aids-Arbeit in Südafrika. Der Internet-Auftritt befindet sich seit Monaten „in Aufbau“. Bis 24. November, verspricht Schwarze nun, stünden alle Infos online. Von Tierdiebstahl distanziert sich Step ebenso deutlich wie mittlerweile auch andere Hilfsorganisationen. Sie befürchten durch Warnungen von Tierschützern eine pauschale Verteufelung von Altkleidersammlungen.Dennoch haben Step und Pako die aktuelle Sammelaktion in der Region Würzburg zunächst gestoppt. Schwarze gibt zu, dass die Aufkleber irreführend waren. Sie sollen künftig transparenter über die Verwendung des Erlöses informieren. Die Würzburger Polizei hat nach einer Anzeige die Sammlung überprüft, konnte laut Polizeisprecher Wolfgang Glücker aber keinerlei Hinweise auf ein Vergehen oder gar Tierfängerei finden. Dennoch raten Tierschützer zu Wachsamkeit bei Altkleidersammlungen. In deren Umfeld seien in der Vergangenheit vielfach Katzen verschwunden. Einer Interessengemeinschaft gegen Tierdiebstahl liegen Augenzeugenberichte dazu vor. Gemeinsam mit den Tierversuchsgegnern Pulheim betreibt sie die Internetseite www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de und gibt Tierfängerwarnungen heraus. Hierfür reicht freilich schon ein vager Verdacht und der Hinweis auf eine Altkleidersammlung. Ein Mitglied, das nicht genannt werden möchte, geht davon aus, dass gestohlene Katzen illegal für Tierversuche missbraucht oder ihre Felle für Rheumadecken oder Spielzeug verarbeitet werden.
http://www.mainpost.de/lokales/wuerzburg/Stadt-Wuerzburg;art735,4822066
19.11.2008
Polizisten kontrollieren Altkleidersammler
Verdacht Ossendorfer Tierschützer bestätigt sich nicht
Ossendorf (NW/scho). Der Verdacht, den sie gegenüber der Polizei äußerte, bestätigte sich nicht: Eine Bürgerin aus Ossendorf hatte am Mittwoch Anzeige erstattet, weil sie Tierfänger in der Ortschaft vermutete (die NW berichtete gestern). Unbekannte hatten in großer Anzahl Waschkörbe und Tonnen zur Altkleidersammlung vor den Hauseingängen im Ort abgestellt. Die Behältnisse sollten mit einem speziellen Duftstoff präpariert worden sein, um Katzen anzulocken. Durch Löcher in den Tonnen hätten die Katzen hineinkriechen können. "Die Frau hatte aus dem Radio erfahren, dass Täter in Hessen mit einer solchen Arbeitsweise auf Tierfang waren und dingfest gemacht werden konnten", berichtet Polizeisprecher Peter Schneider. Da die in Ossendorf abgestellten Tonnen mit Tag und Uhrzeit des Abholtermins beschriftet waren, erwarteten Warburger Polizeibeamte gestern Morgen die Abholer. "Die drei jungen Männer aus Duisburg und ihr Kleintransporter wurden genau unter die Lupe genommen", so Schneider. Allerdings fanden sich keine Anhaltspunkte, dass es sich um Tierfänger handelte. Die eingesammelten Tonnen auf dem Wagen waren nur mit Altkleidern gefüllt. "Auch wurden keine Käfige oder andere Hilfsmittel wie beispielsweise Arbeitshandschuhe gefunden, um möglicherweise, sich wehrende Katzen umzuladen", meldet Schneider. Die Löcher in den Tonnen seien nach Angaben der Sammler erforderlich, um für die Belüftung zu sorgen, da die eingeworfene Kleidung nicht immer sauber und trocken sei. Auch für die Ausschnitte in den Wäschekörben habe das Trio eine plausible Erklärung gehabt: Die abgestellten Körbe seien in zurückliegender Zeit immer wieder gestohlen worden, so dass man diese jetzt durch Herausschneiden einer Öffnung für die "gute Wäsche" unbrauchbar gemacht habe.
Letztlich bestätigte sich für die Polizei nicht, dass hier Tierfänger am Werk waren. "Bleibt noch zu prüfen, ob die drei Männer aus Duisburg eine Genehmigung zur Altkleidersammlung in unserem Bereich hatten", so Schneider abschließend.
http://www.nw-news.de/nw/lokale_news/warburg/warburg/?cnt=2686262
14.11.2008
Bündnis gegen illegale Kleidersammler
Gerade um die Weihnachtszeit herum gehen sie wieder von Haus zu Haus: die Kleidersammler. Doch längst nicht immer handelt es sich dabei um seriöse Anbieter. Für mehr Transparenz setzen sich nun die Stadt München und die Chance Eine Welt GmbH (CEW) ein. Am Donnerstag präsentierten sie das gemeinsame Konzept zur Fair-Wertung von Altkleidern und -schuhen. Schätzungen zufolge gibt es allein in München hunderte illegal aufgestellte Altkleider-Container. "Oft gaukeln die Sammler vor, es wäre für einen guten Zweck. Dabei geht es nur ums Geschäft", sagt Markus Schildhauer, Geschäftsführer der CEW. Auch diese sammelt und verkauft die Altkleider nach Asien, Afrika oder in den Nahen Osten. Dabei stelle sie jedoch hohe Anforderungen an die Kleidung, zudem setze das zum gemeinnützigen katholischen Hilfswerk Missio zugehörige Unternehmen auf Transparenz. "Es gibt ein bundesweit gültiges Siegel der Fairwertung", sagt Schildhauer. Dieses findet sich sowohl auf den Sammelzetteln als auch auf den Containern, die etwa auf den Werkstoffhöfen der AWM oder bei Partnern wie dem Bio-Supermarkt Basic stehen. Etwa 750 000 Tonnen Altkleider werden jährlich in Deutschland gesammelt. Längst sind lokale Produzenten verdrängt. Schilhauer räumt ein Mitverschulden ein. "Aber wir unterstützen mit den Überschüssen karitative Projekte in München und in der Dritten Welt. eer
http://www.sueddeutsche.de/252381/196/2632516/Buendnis-gegen-illegale-Kleidersammler.html
14.11.2008
Der Nepp mit den Altkleidern
München - In München treiben dubiose Altkleidersammler ihr Unwesen. In der Vorweihnachtszeit machen sie sich die Spendenbereitschaft vieler Menschen zu nutze.
Allein in diesem Jahr wurden 300 illegal aufgestellte Altkleider-Container in München entfernt. Vor Kirchen oder bei Altpapier-Sammelstellen bauen sie Container auf, werben damit, Kinder in Rumänien, Weißrussland oder Afrika mit T-Shirts, Hosen und Schuhen zu unterstützen. Doch die Bedürftigen bekommen die Spenden nie zu sehen. Vielmehr verkaufen findige Unternehmen die gebrauchten Sachen in die ganze Welt – mittlerweile steckt hinter den Altkleider-Sammlern ein Millionen schwerer Markt. Die illegal aufgestellten Container scheinen derzeit die Stadt regelrecht zu überschwemmen. Kommunalreferentin Gabriele Friderich spricht von „dramatischen Ausmaßen“. In diesem Jahr seien bereits mehr als 300 Container von öffentlichem Grund entfernt worden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 118. Die Hintermänner zu fassen, ist fast unmöglich. Auf den immensen Kosten für das Entfernen der Stahlbehälter bleibt die Stadt sitzen.Für die illegalen Kleidersammler bleibt das Geschäft trotzdem lukrativ: Der Preis für eine Tonne Altkleider liegt – je nach Qualität – zwischen 300 und 1000 Euro. 1,1 Millionen Tonnen gebrauchter Kleidung werden jedes Jahr in Deutschland gesammelt. Der Markt wird auf 350 Millionen Euro jährlich geschätzt. Im Schnitt spendet jeder Bundesbürger 16 getragene Kleidungsstücke von sich. Doch was als gute Tat beginnt, endet als knallhartes Geschäft. Markus Schildhauer, Geschäftsführer von „Chance Eine Welt“ beim katholischem Missionswerks bemängelt vor allem, dass die Spender getäuscht werden. Tatsächlich bekommen die Bedürftigen nur sehr selten die Sachen als Spende. Sehr gut erhaltene Kleider werden für viel Geld sogar in Europa weiterverkauft. Der Rest wird massenweise nach Afrika oder Osteuropa geschafft – inklusive dem Müll, der ebenfalls in den Containern landet. Die Folgen des weltweiten Altkleiderhandels sind verheerend – vor allem für afrikanische Länder. Deutschlands gebrauchte Jacken und Hosen zerstören dort die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie. Denn mit den Preisen für abgetragene westliche Kleidung können die afrikanischen Produkte nicht mithalten.Wer sicher gehen will, dass seine Kleider-Spende Hilfsbedürftigen zugute kommt, kann seine Sachen zum Beispiel bei den 12 städtischen Wertstoffhöfen abgeben. Verantwortungsbewussten Umgang mit der gespendeten Kleidung garantiert auch das Logo des Dachverbands „Fairwertung“.
Markus Knall
http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_51195.html
13.11.2008
Katzenfänger unterwegs
Ossendorfer entdecken trügerische Kleiderbehälter, an denen sie Lockstoffe vermuten
Diese Eimer bleiben besser leer
Ossendorf (pan). "Sie kommen in der Nacht und nehmen Katzen aus den Wohngebieten mit", sagt Andrea Bierwirth. Die Diebe tarnten sich als Sammler von Kleiderspenden. In Ossendorf sind gestern solche Machenschaften von Katzenfängern aufgefallen. Anwohner bemerkten, dass die an den Hauseingängen verteilten Behälter Katzen anlockten. Sie riefen die Polizei. "Wir haben in den Tonnen Katzenhaare gefunden, da war für uns klar, dass wieder Katzenfänger unterwegs sind", erklärt Andrea Bierwirth, Anwohnerin in der Siedlung am St.-Johannes-Weg. Überall in der Siedlung seien rote und weiße Tonnen mit Duftstoffen, die Katzen magisch anlockten, verteilt worden. "Die Katzen riechen den Duft, setzen sich zu den Behältern, werden dann von den Tierfängern eingesammelt und später für Versuche missbraucht und getötet", sagt Bierwirth. Nachdem die Kinder der Siedlung von den Katzendieben erfahren hatten, sammelten sie fleißig alle Tonnen ein. Statt Mittagessen oder Hausaufgaben machen haben sie nach der Schule mit Andrea Bierwirth, Tierfreundin Vera Kuhlmey und anderen Anwohnern Pläne geschmiedet, wie die Täter zur Strecke gebracht werden können. Die engagierten Anwohner wollen sich auf die Lauer legen. "Wir möchten andere Menschen vor diesen Leuten warnen und bitten darum, die Polizei zu verständigen, wenn auffällige Personen in einem rostroten, älteren Kleintransporter entdeckt werden", so Bierwirth. Die Anwohner hoffen dabei auch, dass die Taten der Tierdiebe publik werden. "Viele Leute nehmen diese Tierquälerei nicht ernst. Es muss endlich etwas geschehen", fordert Vera Kuhlmey.
http://www.nw-news.de/nw/lokale_news/warburg/warburg/?cnt=2684297
13.11.2008
Kreis Kassel warnt vor eventuellen Tierfängern
Altkleidersammlung als Deckmantel
In Fuldabrück und in Kommunen des nördlichen Schwalm-Eder-Kreises sind in den vergangenen Tagen Altkleidersammlungen mit Eimern und Körben von Organisationen durchgeführt worden, bei denen der Verdacht auf Tierfängerei besteht. "Die Kleidersammlungen des Clubs für Behinderte in Brasilien e.V. haben einen zweifelhaften Ruf", informiert Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ( vergleichbar mit einem Regierungspräsidium in Hessen ) Trier ( Rheinland-Pfalz ) hat der Vereinigung mit Sitz in Frankfurt am Main das Einsammeln von Kleidung und Schuhen in Rheinland-Pfalz untersagt.
Kühlborn: "In Zusammenhang mit den Sammlungen des Vereins warnen Tierschützer vor organisierter krimineller Tierfängerei". Der Verein stelle Körbe und Eimer auf, in die Altkleider und Schuhe gelegt werden sollen - immer dann, wenn diese Sammlungen stattfanden, häuften sich allerdings auch das Verschwinden von Katzen. Das Verbot der Sammeltätigkeit in Rheinland-Pfalz hängt laut Kühlborn jedoch nicht mit diesem Verdacht, sondern mit einer nicht zweckentsprechenden Verwendung der Sammelerlöse für karitative Zwecke zusammen. "Wir können das Aufstellen der Körbe nicht verbieten - allerdings muss Niemand Sammelbehältnisse auf seinem Grund und Boden dulden", erläutert Kühlborn. Grundsätzlich sei immer Vorsicht geboten, wenn unbekannte Institutionen Altkleider oder Schuhe sammeln und sich dabei eines gewerblichen Unternehmens bedienen. Der Fachbereich Aufsicht und Ordnung der Kreisverwaltung werde die Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der kreisangehörigen Kommunen weiter intensiv beobachten, kündigte der Pressesprecher abschließend an.
http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=19651
13.11.2008
Altkleider-Rätsel in Orange
Eimer sollen krebskranken Kinder helfen, doch Sammler bleiben im Dunkeln
Hildburghausen/Waldau – Über Nacht tauchen sie auf in
Solche Eimer stehen immer wieder in den Dörfern der Region. Wo der Inhalt am Ende landet, bleibt offen. Archivfotos: Frank/Thomas
den Dörfern der Region, zu Dutzenden stehen sie am Wegesrand. Heute hingestellt, morgen wieder abgeholt. In Waldau etwa, in Schleusingen, Goldlauter, Steinheid, Coburg, Birkenfeld, zuletzt dieser Tage in Gerhardtsgereuth: Orangefarbene Eimer mit der Aufschrift „Humana Kinderhilfe“. Schuh- und Kleidergaben werden erbeten, ein herzverzierter Aufkleber an der Minitonne sagt Dank im Namen der „Humana, Hilfe bei Kinderkrebs e. V., eingetragen beim Amtsgericht Hildesheim“. Klingt seriös.
Sind Katzenfänger am Werk? „Wir wissen auch nicht, wo das hingeht“, sagt eine Gerhardtsgereutherin. Vorgestern hatte sie junge Männer beobachtet, wie sie die meist gut gefüllten Tonnen in einen Lieferwagen luden. „Fast alle im Dorf haben was in die Eimer getan“, erzählt die Frau, Schuhe, Jacken, altes Zeug. „Bevor man’s in den Müll wirft ...“ Aber ob das wirklich kranken Kindern zu Gute kommt? Schulterzucken. In Gerhardtsgereuth und anderswo: Die Tonnen-Aktion mit dem Herz für kranke Kinder hat offensichtlich Erfolg. Fragt sich nur, zu wessen Nutzen. Das Rätselraten beginnt bei der ungewöhnlichen Sammel-Taktik: Die Tonnen tauchen immer unangekündigt auf und stets nur in einem Dorf oder in ein paar Straßenzügen, nie flächendeckend. Der Lieferwagen, der tags drauf die Eimer mitnimmt, trägt keine Aufschrift, kein Firmenlogo. Wo so viel Fragezeichen stehen, sind Verschwörungstheorien nicht weit.
Einer „Kinderhilfe“ soll die Sammlung zu Gute kommen.
Eine kursiert seit langem im Internet: Tierschützer argwöhnen, bei den Altkleidersammlern handele es sich in Wirklichkeit um fiese Katzenfänger. Ein Lockstoff ziehe die Miezen zu den Eimern, und schwupps, sind sie geschnappt, in Autos verfrachtet und zu ungewissen Zielen verschleppt. Humana-Kinderhilfe? Alles Ablenkungsmanöver, sagen die Tierschützer. In Goldlauter haben Katzenfreunde im Sommer sogar alle Eimer abgeräumt und versteckt, bevor das Sammelauto kam. Man wisse ja nie, sagten damals die Schutz-Aktivisten, die anonym bleiben wollen. „Ich kenne diese Theorie mit den Katzenfängern“, sagt Monika Hahn aus Hinternah. So richtig dran glauben will die Vorsitzende des Südthüringer Tierschutzvereins aber nicht. „Als die orangenen Tonnen in Waldau standen, haben wir sehr genau darauf geachtet, ob in dieser Zeit Katzen vermisst wurden“, berichtet die Hinternaherin. Kein einziges Tier sei damals gemeldet worden. „Aber an jedem Gerücht ist etwas dran“, sagt Monika Hahn. Und empfiehlt allen Katzenhaltern, mehr als sonst auf ihre Tier aufzupassen, sobald die orangenen Eimer in Sicht sind. Die Tierfänger-These ist also eher unwahrscheinlich. Bleibt die Frage nach den Krebs-Hilfsprojekten, die mit dem Erlös der Kleidersammlung finanziert wurden. Die Antwort ist einfach: Es gibt keine. Jedenfalls keine, die publik gemacht worden wären. Zunächst geht der wertvolle Tonnen-Inhalt gar nicht an den Humana-Verein. Der gibt sozusagen nur seinen gut klingenden Namen. Wie die Neue Presse bei einer ähnlichen Sammelaktion Anfang des Jahres in Mitwitz (Kreis Kronach) herausfand, werden die Altkleider von einer Firma namens „Abdelaal“ aus Waiblingen bei Stuttgart abgeholt und weiterverkauft. Das erklärt auch das Stuttgarter Autokennzeichen, das viele der Abholwagen tragen. Und „Abdelaal“ verbirgt sich vermutlich hinter der Stuttgarter Telefonnummer, die auf den Eimer-Aufklebern angegeben ist. Nur, dass dort niemand rangeht. Die kommerzielle Firma „Abdelaal“, so heißt es, zahle dem Verein „Humana Hilfe bei Kinderkrebs“ eine Lizenzgebühr, um unter dem wohltätigen Namen auftreten zu können. Wie viel, ist unbekannt. Dass sich mit dem Weiterverkauf von Altkleidern viel Geld verdienen lässt, ist indessen bekannt. Gänzlich unbekannt ist, was der Humana-Club mit seinen Lizenz-Einnahmen anstellt. Zwar gibt es den Verein in Niedersachsen wirklich, und desssen Vorsitzender Michael Wedekin beteuert: „Wir helfen hier vor Ort bei vielen Projekten.“ Das Geld derer, die Kleidung in die Eimer legen, komme beim Verein an, sagt er. Und wird dann einsilbig. Konkrete Zahlen und Projekte bleibt Wedekin schuldig. Nirgends gibt es Informationen darüber, nicht mal dort, wo Humana angeblich vor Ort agiert. Die Gemeindeverwaltung am Vereinssitz, dem Örtchen Diekholzen, kann „zu der Wohltätigkeit des Vereins keine Angaben machen“. Behörden sind einflusslos Und erst recht wissen die Behörden im Landkreis Hildburghausen nichts über den Wahrheitsgehalt der Versprechen auf den orangenen Tonnen. Eigentlich sind sie auch gar nicht zuständig. „Altkleider sind Wertstoffe und kein Abfall“, erläutert Helge Hoffmann, Beigeordneter im Landratsamt. Daher gehe das den Kreis schlicht nichts an. Städte und Gemeinden wiederum werden nur nach Beschwerden tätig, also wenn die Eimer irgend jemanden stören würden. Tun sie aber bisher nicht, jedenfalls nicht auf dem Gebiet der Stadt Hildburghausen, sagt Holger Schmidt vom Ordnungsamt der Kreisstadt. Angemeldet werden muss eine solche Sammelaktion ohnehin nicht.
http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/hildburghausen/hildburghausenlokal/art2480,897275
13.11.2008
Katzen verschwunden
BAD BRÜCKENAU (Lkrs. Bad Kissingen). Wie der Polizei mitgeteilt wurde, ist seit Samstag eine grau getiegerte Hauskatze verschwunden. Die 1-jährige Katze hört auf den Namen „Kimi“ und gehört in den Brückenauer Weg in Volkers. Die Katzenbesitzerin macht sich auch deshalb Sorgen, weil in der Nachbarschaft zur gleichen Zeit ebenfalls eine Katze verschwunden ist. Sie befürchtet, dass die Tiere professionellen Tierfängern in die Hände gefallen sind. Hinweise nimmt die Polizei Bad Brückenau entgegen.
http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1157552
10.11.2008
Kreis warnt vor eventuellen Tierfängern
Altkleidersammlung als Deckmantel
Kreis Kassel. In Fuldabrück und in Kommunen des nördlichen Schwalm-Eder-Kreises sind in den vergangenen Tagen Altkleidersammlungen mit Eimern und Körben von Organisationen durchgeführt worden, bei denen der Verdacht auf Tierfängerei besteht. „Die Kleidersammlungen des Clubs für Behinderte in Brasilien e.V. haben einen zweifelhaften Ruf", informiert Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (vergleichbar mit einem Regierungspräsidium in Hessen) Trier (Rheinland-Pfalz) hat der Vereinigung mit Sitz in Frankfurt am Main das Einsammeln von Kleidung und Schuhen in Rheinland-Pfalz untersagt.
Kühlborn: „In Zusammenhang mit den Sammlungen des Vereins warnen Tierschützer vor organisierter krimineller Tierfängerei". Der Verein stelle Körbe und Eimer auf, in die Altkleider und Schuhe gelegt werden sollen - immer dann, wenn diese Sammlungen stattfanden, häuften sich allerdings auch das Verschwinden von Katzen. Das Verbot der Sammeltätigkeit in Rheinland-Pfalz hängt laut Kühlborn jedoch nicht mit diesem Verdacht, sondern mit einer nicht zweckentsprechenden Verwendung der Sammelerlöse für karitative Zwecke zusammen. „Wir können das Aufstellen der Körbe nicht verbieten - allerdings muss Niemand Sammelbehältnisse auf seinem Grund und Boden dulden", erläutert Kühlborn. Grundsätzlich sei immer Vorsicht geboten, wenn unbekannte Institutionen Altkleider oder Schuhe sammeln und sich dabei eines gewerblichen Unternehmens bedienen. Der Fachbereich Aufsicht und Ordnung der Kreisverwaltung werde die Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der kreisangehörigen Kommunen weiter intensiv beobachten, kündigte der Pressesprecher abschließend an.
http://www.nh24.de/content/view/16408/9/
07.11.2008
Edermünde: Katzenfänger unterwegs?
Der Tierschutzverein Edermünde schlägt Alarm. Angebliche Altkleidersammler haben Tonnen mit Löchern aufgestellt. Die Behälter sind mit Lockstoffen behaftet. Sandra Markel vom Tierschutzverein hat bei der Sammelfirma angerufen, doch da meldet sich keiner. Und eine Erlaubnis zum Spendensammeln soll die Firma auch nicht haben. Das Ordnungsamt hat die Tonnen inzwischen eingesammelt.
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http://www.ffh.de/hessen/240.php
06.11.2008
Leser sind betroffen von Chicos Schicksal
Wieso musste der Familienhund Chico sterben? Welche Version stimmt: Die des Jägers, nach der der Hund wilderte? Oder ist die Aussage der Frau richtig, dass Chico mit einem Reh verwechselt wurde? Die suedkurier.de-Leser zeigten sich über den Vorfall betroffen.
Familienhund Chico.
Was passierte, bevor die tödlichen Schüsse auf den rehbraunen Familienhund Chico fielen? Ein Rätsel, das die Gemüter erhitzt. Bei einem Spaziergang im Bereich Bettlinsbad in Rottweil wurde der Hund getötet.
Die Leser von suedkurier.de diskutierten den Vorfall und zeigten sich betroffen von Chicos Schicksal.
Flex ist betroffen von der tragischen Geschichte des Hundes:
"Weshalb immer gleich erschießen? Der Jäger selbst äußert sich nur über seinen Anwalt der Presse gegenüber. Nach seinen Angaben sei erst ein Reh mit Kitz aufgetaucht und dann plötzlich der Hund, weswegen er einen Warnschuss abgegeben habe. Der Hund aber habe nicht reagiert, darum habe er gezielt auf ihn geschossen.
Die Hundebesitzer wiederum sind nach ihren eigenen Recherchen der Überzeugung, dass der Jäger ihren Hund angeschossen hat und in Panik in den Wald hineingelaufen sei. "Er hatte einen Streifschuss an der linken Schulter", sagt Hundebesitzerin Gabi Tingler. Sie seien den Spuren gefolgt und hätten im Schnee immer wieder blutige Stellen gefunden. Dann müsse sich der Hund im Schock verkrochen haben und sei dann vom Jäger aus nächster Nähe erschossen worden. "Aus den Spuren geht klar hervor, dass mein Hund saß, als er ihn erschoss", sagt Gabi Tingler. Außerdem habe der Jäger später einer Bäuerin gegenüber gesagt, er habe den Hund mit einem Reh verwechselt... - hoffentlich bleibt diese bei ihrer Aussage!" Almahar machte eine ähnliche Erfahrung wie Chicos Familie und kritisiert das Verhalten der Waidmänner:
"Jäger knallen doch alles ab, was ihnen vor die Flinte kommt, ich kann ein Lied davon singen. Unsere Katze wurde auch von einem Jäger erschossen. - Sein Kommentar: Katzen wildern und sind eine Gefahr für den Wald. Jede Katze die er sieht wird von ihm erschossen." Checkitout prangert die Hundehalter an, die nicht in der Lage sind, ihre Vierbeiner anständig zu erziehen: "Ich jogge lieber im Wald, weil dort Hunde normalerweise an der Leine zu führen sind; außer sie gehorchen aufs Wort, selbst wenn ein Jogger vorbeiläuft. Nach meiner Erfahrung sind das die wenigstens Hunde. In Wald und Flur trifft man deswegen normaler nur Jagdhunde oder Hütehunde und die hören auf Herrchen oder Frauchen (Ausnahmen bestätigen leider die Regel). Wenn der angeschossene Hund tatsächlich alleine im Wald unterwegs war, hat das mit dem "gehorchen" wohl nicht funktioniert, sprich Herrchen oder Frauchen haben ihr Tier falsch eingeschätzt und nun ist das arme Tier tot. Statt auf den Jäger zu schimpfen sollten Herrchen oder Frauchen beim nächsten Hund besser überlegen, ob sie ihn wirklich in freier Wildbahn frei laufen lassen können. Normalerweise solllte der intelligentere Teil des Mensch-Hunde-Gespanns an der Seite der Leine sein, welches die kleinere Schlinge hat." Schlawiner hält sich in seinem Kommentar neutral, sieht es allerdings schwierig, den Jäger zur Verantwortung zu ziehen: "Meines Wissens ist im Landesjagdgesetzt nirgens davon die Rede, dass Hunde im Wald an der Leine zu führen sind. Sie müssen lediglich auf Kommandos hören, also herkommen....Leider steht hier Aussage gegen Aussage.... Ich bezweifle aber, dass der Jäger mit irgendeiner Konsequenz zu rechnen hat. Dies war in vergangenen Fälle auch nie der Fall...." Flex kennt Fälle, in denen die Waidmänner verurteilt wurden und verweist auf diverse Foren: "Doch, auch Jäger wurden schon verdonnert, weil sie angelich wildernde Hunde erschossen haben." X-file zeigt sich sehr betroffen und versteht die Hundehalter, die ihren Lieblingen auch mal Auslauf gönnen: "Mir war ja schon immer suspekt, wie man Tiere-abknallen als "Hobby" betreiben kann. Der Hund sieht nicht gerade wie eine reißende Bestie aus. Und wie ein Reh erst recht nicht. Abgesehen davon: Irgendwo müssen Hundebesitzer (nein, ich habe keinen Hund) ihre Tiere auch mal laufen lassen. In der Stadt ist es nicht erwünscht, in Grünanlagen nicht, ja, wo denn dann? Tut mir sehr leid für die Besitzer, ein Tier so zu verlieren, ist mehr als übel. " derposchtler äußert sich negativ über die Herrchen, die ihren Hund aus den Augen lassen: "Bin auch der Meinung, dass ein alleinlaufender Hund nirgendwo etwas verloren hat.Weder im Wald noch im Stadtgebiet. Der Besitzer sollte immer in unmittelbarer Nähe sein. Bin selbst Hundebesitzer und lasse meinen " Tempramentsbolzen " auch auf den Feld/im Wald von der Leine. Er gehorcht mir aber aufs Wort. Wir sind schon durch ´Schaafsherden gelaufen, er stand schon ca. 3 Meter Auge in Auge mit einem Rehkitz gegenüber - da passiert gar nix. Solange ich dabei bin!! Ich würde aber nie meinen Hund im Wald aus den Augen lassen. Ganz unschuldig ist die Hundebesitzerin in meinen Augen nicht. Tragisch für das Tier - es kann ja nichts dafür."
http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/rottweil/art372529,3500262
06.11.2008
Jäger erschießt Familienhund
Ein tödlicher Schuß auf einen Familienhund wirbelt Staub auf: Hat der Jäger Recht, der sagt, der Hund habe gewildert? Oder die Besitzerin, die dem Waidmann mutwillige Tötung unterstellt?
Familienhund Chico mit Katze auf der heimischen Couch
Böse Vorwürfe gegen einen Jäger erhebt eine Hundehalterin auf einem Flugblatt, das in Rottweil an öffentlichen Plätzen ausgehängt wurde. Grund: Der Jäger hatte im Bereich Bettlinsbad ihren geliebten Vierbeiner "Chico" erschossen. Damit beschäftigt sich nun auch die Polizei, die Aussagen der Betei ligten sind unterschiedlich. Die Halterin widerspricht der Aussage des Jägers, dass ihr Hund gewildert habe. Sie gehe vielmehr davon aus, dass der Jäger den Hund zunächst mit einem Reh verwechselt habe und ihn mit einem zweiten Schuss dann regelrecht "hingerichtet" habe, Der Anwalt des schießenden Jägers widerspricht vehement und droht mit einem Strafverfahren. Sollte keine sachliche Klärung möglich sein, hieß es, werde er ein Strafverfahren wegen der ehrverletzenden und unwahren Vorwürfe einleiten.
http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/rottweil/art372529,3498460
06.11.2008
Sorgen um verschwundene Katzen
SOS-Tierhof: Tierschutzverein ruft zu verstärkter Aufmerksamkeit auf
VON ELKE JÄGER,
Vereinsvorsitzende Christine Mahler mit dem Geschwisterpärchen Mandy und Momo (r.), das sie aufgepäppelt hat. Die beiden etwa 14 Wochen alten Persermix-Katzen werden nur gemeinsam vermittelt. (FOTO: PETER WÖLK)
BAD DÜRRENBERG/MZ. Am Eingangstor zum SOS-Tierhof in der Windmühlenstraße 46 in Bad Dürrenberg hängt ein Blatt mit einem Suchaufruf. Vermisst wird Susi, eine schwarzweiße Katze, die sich im Tierhof ihr Fressen holte, sonst aber Freigänger war. Seit Ende Mai ist sie verschwunden. "Wir machen uns große Sorgen", erzählen Christine Mahler, Vorsitzende des Tierschutzvereins und Ilona Zocher, engagiertes Mitglied. Denn sie hörten von weiteren Fällen aus Bad Dürrenberg und Umgebung, in denen schwarz-weiße Katzen plötzlich verschwunden waren. Leider habe es nur einen vagen Hinweis gegeben, bedauern die Frauen. Eine ältere Dame habe vor einem Grundstück, wo Katzen saßen, einen langsam fahrenden hellen Transporter bemerkt. Doch ehe sie den Fahrer nach seinem Anliegen fragen konnte, sei er schnell davon gebraust. Die Tierschützerinnen rufen deshalb zu verstärkter Aufmerksamkeit auf. Auffällig sei außerdem, dass im Tierhof in den vergangenen Monaten mehrere Katzen mit schwarz-weißem Fell wegen Stichverletzungen aufgenommen wurden. Darunter auch die zierliche Rosi, der man ein Ohr abgeschnitten und sie offenbar heftig gegen den Kopf getreten hatte. Rosi, kaum ein Jahr alt, war trächtig. Ihre Kinder, der schwarze Momo mit weißen "Socken" und Lätzchen sowie die dreifarbige Mandy päppelte Christine Mahler mit der Flasche auf. Sie sind inzwischen rund 14 Wochen und sollen auf jeden Fall gemeinsam vermittelt werden. Auf Vermittlungen ihrer Schützlinge in gute Hände legen die Mitglieder des SOS-Tierhof-Vereins großen Wert. Allerdings haben sie gegenwärtig wegen der Umleitung nach Goddula mit Problemen zu kämpfen. "Es ist im Moment schwierig, zu uns zu gelangen", schätzt Frau Zocher ein. "Wir freuen uns aber über jeden Tierfreund, der trotzdem her findet." 72 Samtpfoten konnten in diesem Jahr bereits an neue Besitzer abgegeben werden. Doch immer noch warten weitere im Gehege, und wenn ein Tier auszieht, blieben die Körbchen und Schlafhöhlen selten mehrere Tage unbesetzt. Neben Mandy und Momo suchen derzeit der temperamentvolle rote Nikki, der schwarz-weiße zutrauliche Emil und drei verschmuste, auch an einen Hund gewöhnte Minis (eins rot-weiß, zwei schwarz-weiß) ein liebevolles Zuhause. Die Vereinsmitglieder kümmern sich aber auch um ältere frei lebende Katzen im Stadtgebiet. "Es geht darum, dass Elend nicht zu vergrößern und die Geburten zu steuern. Deshalb bemühen wir uns, möglichst viele der Streuner einzufangen und kastrieren zu lassen", berichtet Vereinsvorsitzende Mahler. Exakt ein Dutzend Streuner wurden in diesem Jahr nach der tierärztlichen Behandlung wieder in ihr gewohntes Revier gebracht. Die Kosten dafür muss der Verein freilich selbst aufbringen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. "Wir kämpfen ständig ums Überleben, denn die Tierarzt- und Betriebskosten steigen immer weiter an", seufzt Frau Zocher.
Tel. 0162 6087339, geöffnet
Mo-Fr 9-12 Uhr, 15-17 Uhr; Internet:
http: //sos-tierhof.repage6.de
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1225104614684&openMenu=1012902958666&calledPageId=0&listid=0
29.10.2008
Reichersbeuern / Penzberg - In einer gemeinsamen Aktion haben acht Beamte der Polizei Weilheim und die Isarwinkler Tierfreunde
23.10.2008
weiter Info
Quelle Merkur-online.de
Reichersbeuern / Penzberg - In einer gemeinsamen Aktion haben acht Beamte der Polizei Weilheim und die Isarwinkler Tierfreunde ein Ehepaar aufgespürt, das in Penzberg einen Welpen gestohlen hatte. Der elf Wochen alte Hund war bereits Ende September in Penzberg auf dreiste Art und Weise gestohlen worden. Die Besitzerin wandte sich an die Isarwinkler Tierfreunde, die in einer groß angelegten Suchaktion schließlich die beiden Diebe aufspüren konnten. Acht Beamte der Weilheimer Polizei verhafteten die Täter am 8. Oktober in Geretsried. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie morgen in der Heimatzeitung.
http://www.merkur-online.de/nachrichten/lokales/polizei-rettet-welpe-dieben-16937.html
22.10.2008
Finger weg von Altkeidertonnen?
von Gekka
Plötzlich steht vor der Haustür eine Plastiktonne mit einem Aufkleber, dass diese für Altkleider gedacht ist und am nächsten Tag wieder abgeholt wird. Selten habe ich mich an solchen Aktionen beteiligt. Aber auch nicht lange drüber nachgedacht, was es mit diesen Tonnen auf sich hat. In der letzten Zeit aber häufen sich in unserer Gegend die Gerüchte, dass dies eine Aktion organisierter Katzenfänger sein soll. Dadurch, dass die Tonnen auf die Grundstücke gestellt und auch wieder abgeholt werden, bekommen die Tierfänger angeblich einen guten Überblick über Gewohnheiten der Hausbewohner und über herum- oder freilaufende Katzen. Und sammeln am nächsten Tag nicht nur die vollen Tonnen, sondern auch die Katzen mit ein. Laut Zeitungsberichten gäbe es sogar Beweise über einen Zusammenhang zwischen dem Aufstellen der Tonnen und einem gehäuften Verschwinden von Katzen. Unser Regionalblättchen warnt die Mitbürger und bittet um Hinweise, wenn die Tonnen gesichtet werden. Ich halte das Ganze zwar nicht für unmöglich, jedoch mag ich nicht so recht daran glauben. Mir erscheint der Aufwand des 'Tonnenverteilens' zu hoch. Ist hier nicht eventuell im Laufe von Monaten eine moderne Sage entstanden, schnell verbreitet durch das Internet? Britta Franz vom Tierschutzverein Geldern, die Meldungen immer an das Veterinäramt des Kreises weiterleitet, räumt ein, dass es sicherlich schwarze Schafe gebe. 'Aber kein Labor nimmt Katzen von der Straße', gibt sie zu bedenken. (Quelle: RP-online) Andersherum: Heute morgen standen vor dem Haus unseres Nachbarn bunte Wäschekörbe, und gerade las ich in der Zeitung, dass von diesen Organisationen nun auch Wäschekörbe eingesetzt werden und dringend geraten wird, Haustiere im Haus zu halten. Jetzt wurde mir doch bei allem Zweifel ein bisschen mulmig... Hätte ich ein Haustier, bliebe es im Moment im Haus! Im übrigen finde ich es besser, nur an mir bekannte karikative Einrichtungen zu spenden. Denn dass gewerbliche Lumpensammler gern mal unter der Flagge einer gemeinnützigen Einrichtung segeln, ist keine Sage, sondern Fakt.
http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::406743&hxmain_category=::pjsub::opinio::/tier___mensch/katze
24.10.2008
Worms: Tierfelle und abgetrennter Gockelkopf gefunden
Worms. Ein Spaziergänger fand heute in Worms-Heppenheim auf einem Wiesenstück hinter dem Eisbach drei kleine Tierfelle, die offenbar frisch vom Tierkörper abgezogen worden sind. Möglicherweise handelt es sich hierbei um Katzenfelle. In der Nähe lag laut Polizei auch der abgetrennte Kopf eines Gockels. Vermutlich wurden die Kadaverteile in der Nacht dort abgelegt. Der Fundort befindet sich südwestlich von Worms-Heppenheim. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz. (hafi/pol)
http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/artikel/regionalticker_20417.html
22.10.2008
ENTSETZTE TIERFREUNDE
Mit Gewehr auf Katze geschossen
Von Britta Wonnemann
Im Elsdorfer Ortsteil Esch wurden schon mehrfach Tiere gequält. Tierfreunde bitten die Bevölkerung in Flugblättern um Mithilfe und erstatteten Strafanzeige.
Ein unbekannter Täter hat Jenny eine Drahtschlinge um den Bauch gebunden, die innere Verletzungen verursacht hat.
ELSDORF-ESCH - Im Bereich Wiesenstraße / Mauritiusweg treibt im Moment offenbar ein brutaler Tierquäler sein Unwesen. Vor knapp zwei Wochen kamen die Katzen einer Anwohnerin verletzt nach Hause: „Rocky“ hatte ein blutiges Maul, weil einige Zähne eingeschlagen waren. „Ihm hat wohl jemand ins Gesicht getreten“, vermutet Irmgard Treiber, die mit der Besitzerin befreundet ist und ihr den Kater und seine Schwester „Jenny“ vermittelt hat. Treiber engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für den Tierschutz, kümmert sich um zugelaufene Katzen und gibt sie an neue Besitzer ab. Auch für die Sterilisation setzt sie sich ein, damit sich streunende Katzen nicht vermehren.
Rocky musste ein Zahn herausoperiert werden, aber noch schlimmer erwischte es Jenny: Die eineinhalbjährige Katze stand nachmittags plötzlich mit einer engen Drahtschlinge um den Bauch vor ihrer Besitzerin. Sie hatte es selbst geschafft, den Draht an einer Stelle durchzubeißen. „Die Zähnchen waren blutig und die Hinterpfoten auch, weil sie versucht haben muss, die Schlinge abzustreifen“, berichtet Treiber. Der Tierarzt habe innere Verletzungen unter anderem an den Nieren und der Blase festgestellt. Dann gelangte auch noch Wasser in die Lunge. „Wir haben bis vor kurzem noch gedacht, dass Jenny es nicht überlebt“, so Treiber, die selbst neun Katzen hält.
Das ist aber noch nicht alles: Beim Röntgen stellte sich heraus, dass ein Geschoss aus einem Luftgewehr in Jennys Rücken steckt. Ob der gleiche Täter auf sie geschossen hat, der sie mit der Drahtschlinge quälte, ist nicht klar. Nicht nur Treiber war fassungslos: „So was habe ich noch nicht gesehen.“ Und es sei nicht das erste Mal, dass in der Gegend etwas passiert ist: In jüngster Zeit hätten sich drei Anwohner bei ihr gemeldet, deren Katzen spurlos verschwanden. Eine wurde später tot am Mauritiusweg gefunden. Jenny geht es inzwischen besser, aber den Tierbesitzern reicht es: Sie haben jetzt Flugblätter in Esch verteilt und bitten die Bevölkerung um Hinweise. Bei der Polizei wurde Strafanzeige erstattet, auch der Tierschutzbund ist informiert. Wer etwas beobachtet hat, kann sich bei der Polizei unter 02233 / 520 melden.
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660678262.shtml
14.10.2008
Katze angeschossen
Mittelfischacher vermuten Tierquälerei in Serie - Hausbefragung der Polizei
Es klingt unglaublich: In Mittelfischach soll seit zehn Jahren ein Tierquäler sein Unwesen treiben: Vergiftete und verletzte Katzen - und jetzt eine Katze, die mit einem Luftgewehr angeschossen wurde.
JOCHEN KORTE
Die Katze "Sammy" ist mit einem Luftgewehr beschossen worden. Das Einschussloch auf dem Rücken ist deutlich zu erkennen. Zudem hat jemand das Tier offensichtlich brutal getreten. Obersontheim "Im Bereich Friedhof und Bühlweg bis zur Fischachstraße sind in den letzten neun Monaten mindestens neun Katzen erstochen, verstümmelt oder beschossen und mit brutalsten Schlägen misshandelt worden", sagen Susann und Andreas Bernhard. Eine ihrer Katzen, so Andreas Bernhard, sei vor Wochen mit einer Verletzung nach Hause gekommen, die nur von einer Drahtschlinge herrühren könne. Rund um den Hals habe die Katze Schnittwunden gehabt, die Haare im Nacken seien abgetrennt gewesen. Ende September dann habe es "Sammy" erwischt. Der Kater ist mit einem Luftgewehr beschossen worden. Das Diabolo-Projektil hat ein Tierarzt aus dem Körper operiert. Zudem sei "Sammy" so brutal getreten worden, dass er Trümmerbrüche in der Hüfte davongetragen habe. Bernhards haben Anzeige erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen - und plötzlich fügt sich ein Mosaiksteinchen zum anderen. Offensichtlich waren das keine Einzelfälle. Es scheint sich um eine ganze Serie von Tierquälerei zu handeln. Das hat sich bei der Hausbefragung am 1. Oktober gezeigt. Die Polizei ist mit fünf Beamten in Mittelfischach von Haus zu Haus gezogen und hat mit den Anwohnern gesprochen. Dabei wurde eine Vielzahl von weiteren Fällen gemeldet. Wie zum Beispiel die von Familie Schäfer. "Eine Katze ist seit Pfingsten spurlos verschwunden. Und vor neun Monaten ist eine Katze vergiftet worden", erzählt Sylvia Schäfer. Erst vor wenigen Tagen sei "Max" erstochen worden. Jetzt passen ihre Jungs Oliver, Daniel und Dominik ganz besonders auf "Momo" und "Speedy" auf. "Die Katzen kommen nur noch tagsüber nach draußen", so Sylvia Schäfer.
Dennoch bleibe ein ungutes Gefühl. "Ich traue niemandem aus meiner Umgebung so etwas zu", meint Sylvia Schäfer. Wenn jemand etwas gegen Katzen habe, könne er sie ja verscheuchen. Aber dass jemand so extrem reagiere, könne sie nicht verstehen. Offensichtlich hat die Serie schon vor Jahren ihren Anfang genommen, als Anwohner einen abgetrennten Katzenkopf in einer Plastiktüte fanden, mehrere Hunde vergiftet wurden und immer wieder von verschwundenen beziehungsweise tot aufgefundenen Katzen berichtet wurde. "Das Diabolo-Geschoss ist sichergestellt", sagt Polizei-Pressesprecher Hans-Ulrich Stuiber. Die Polizei gehe weiteren Hinweisen nach, doch ganz konkrete Spuren gebe es nicht. Da einige zurückliegende Fälle erst jetzt nachträglich angezeigt worden seien, könne möglichen Spuren nicht mehr nachgegangen werden. Bei Vergiftungen könne nicht ausgeschlossen werden, ob die Katzen eventuell vergiftetete Mäuse gefressen hätten und daran gestorben seien. "Der Tierquäler hat schon Grenzen überschritten. Da ist es nicht auszuschließen, dass er irgendwann auch Kinder oder andere Personen nicht verschont", befürchtet Andreas Bernhard. "Wir wollen, dass der Täter endgültig aufhört", wünscht sicher nicht nur er sich.
http://www.suedwest-aktiv.de/region/neuekreisrundschau/rundschau_lokal/3890800/artikel.php?SWAID=d65e97ba6d8e3dd5349c5184d602f746
10.10.2008
Polizei rät zu erhöhter Aufmerksamkeit
"Solche Fälle von möglicher Tierquälerei können kaum geschehen, ohne dass Nachbarn davon etwas mitbekommen", meint Polizeipressesprecher Hans-Ulrich Stuiber. Er rät den Mittelfischachern, Auffälligkeiten zu melden. So sei das Schießen mit einem Luftgewehr deutlich zu hören. Vor allem sollte nicht gezögert werden, bei verdächtigen Wahrnehmungen gleich bei der Polizei anzurufen. Bei Fällen von offensichtlicher Tierquälerei solle gleich Anzeige erstattet werden. Die Polizei nehme die genannten Fälle sehr ernst. Der Polizeiposten Bühlertann ist unter Telefon 0 79 73/51 37 zu erreichen.
http://www.suedwest-aktiv.de/region/neuekreisrundschau/rundschau_lokal/3890804/artikel.php?SWAID=d65e97ba6d8e3dd5349c5184d602f746
10.10.2008
Katze mit Schrotkugeln angeschossen
Geilenkirchen-Waurichen. Birgit Keldenich ist erbost und traurig zugleich. Am Montagabend kam ihr Kater verletzt nach Hause. Wie sich später herausstellte, war er während seines kurzen «Ausgangs» von fünf Schrotkugeln aus einem Gewehr getroffen worden. Eine Notoperation konnte den kleinen roten Kater retten, aber zwei Kugeln konnten nicht entfernt werden. «Wer macht so etwas», fragt sich Birgit Keldenich und fürchtet nun um das Leben ihrer zweiten Katze. Außerdem befinden sich in der Nachbarschaft an die 20 Katzen, die sich nun plötzlich der «Schießfreude» eines Unbekannten ausgesetzt sähen. Ihr Kater habe sich am Montagabend zwischen 18 Uhr und seiner Rückkehr um 19.30 Uhr in der nahen Umgebung aufgehalten. Birgit Keldenich weiß, dass in Wohngebieten nicht geschossen werden darf. Zwischenzeitlich hat sie Anzeige bei der Polizei in Geilenkirchen erstattet und hofft, dass der Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen wird.
http://www.az-web.de/lokales/geilenkirchen-detail-az/680612?_link=&skip=&_g=Katze-mit-Schrotkugeln-angeschossen.html
09.10.2008
Melsungen
Casper und Pepe sind weg
Familie Zajac-Schindler sucht verzweifelt seit drei Wochen ihre beiden Kater
Von Tilman Sanner
Melsungen. "Als wir am Sonntag nach Hause gekommen sind, waren die Katzen einfach weg", sagt Sabine Zajac-Schindler. Das war vor drei Wochen. Seitdem sind die erst fünf Monate alten Kater Casper und Pepe spurlos verschwunden. Und seitdem sucht die Mutter gemeinsam mit ihrem Mann Marco Zajac und den Kindern Jan (8), Zeno (7), Anouk (5) und Matti (2) verzweifelt nach den beiden Tieren. Überall in der Stadt hat die Familie Plakate aufgehängt, und auch über das Internet werden Casper und Pepe gesucht. Der Verlust ist für den achtjährigen Jan besonders bitter. Er leidet unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS). "Seit wir die Katzen haben, ist er viel ruhiger und stabiler geworden", erzählt Marco Zajac. Aber auch die anderen Kinder hängen sehr an den beiden Tieren. "Es gab weniger Zank", erzählt Marco Zajac. In der engen Wohnung sei das Spiel mit den Katern für die Kinder eine Möglichkeit gewesen, sich zurückzuziehen. "Die Katzen haben viel Ruhe in die Familie gebracht", sagt der Vater. Große Anteilnahme Familie Zajac-Schindler wohnt noch nicht lange in Melsungen und freut sich über die große Anteilnahme in der Stadt: "Wir wurden schon oft auf der Straße angesprochen, da merkt man, dass die Leute mitfühlen", freut sich Marco Zajac. Schon einige Male meinten Anwohner einen der beiden Kater gefunden zu haben: In einem Altenheim ist eine rote Katze gesichtet worden, die Casper ähnlich sieht, und eine Frau hat auf dem Parkplatz eines benachbarten Supermarktes eine herrenlose, schwarze Katze gefunden, die aussieht wie Pepe. Doch vergeblich. Die jungen Tiere bleiben verschwunden. Die Zajac-Schindlers hatten die schwarze Katze vom Parkplatz dennoch vorübergehend aufgenommen, bis die Guxhagener Katzenhilfe sie abgeholt hat: "Die hätte man unmöglich zurück auf die Straße schicken können", sagt Sabine Zajac-Schindler. "In der ersten Woche waren wir noch euphorisch, doch jetzt schwindet die Hoffnung, und ich bin näher am Wasser gebaut", erzählt die Mutter. Aber die Familie will nicht aufgeben und weiter nach ihren Katern suchen. Pepe: schwarzes Fell, braune Augen. Casper: rot-getigert, kahle Stelle auf der Oberseite der Vorderpfote. Beide Kater sind fünf Monate alt, unkastriert und kinderbezogen.
Der Finder wird gebeten, sich bei Familie Zajac-Schindler zu melden: Tel. 0 56 61/ 9 22 86 61
http://www.hna.de/melsungenstart/00_20081008180212_Casper_und_Pepe_sind_weg.html
08.10.2008
Weiter