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Katzen vermisst: Waren es Tierfänger?

Von Jörg Riefenstahl

Bargteheide -

In Stormarn sind zurzeit Tierfänger unterwegs, die es auf das Fell von Rassekatzen abgesehen haben. Davon ist Heike Reher, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bad Oldesloe, überzeugt.

"Die Täter geben vor, Altkleider oder Ähnliches für Bedürftige zu sammeln, und stellen dazu Körbe mit entsprechenden Zetteln vor die Haustür", sagt Heike Reher. Nach einigen Tagen würden die Körbe abgeholt. Heike Reher: "Dann schlagen die Tierfänger zu. Sie nehmen im Zuge der Sammlung zutrauliche Katzen einfach mit oder betäuben sie mit einem Spray."

In Bargteheide und Bad Oldesloe seien Körbe - versehen mit Zetteln mit der Aufschrift "Alt-Schuh- und Kleidersammlung" für den "Club für Behinderte in Brasilien e. V." aufgetaucht. Jutta Ernst (42) vom Zooshop Bargteheide: "Wir haben solche Körbe in silber, blau und rot bei uns vor der Haustür gehabt und uns zunächst gar nichts dabei gedacht."

Bis ihr dreijähriger norwegischer Waldkater Balu plötzlich verschwunden ist. Als Jutta Ernst daraufhin zur Tierärztin in Bargteheide ging, um für ihr edles Tier eine Vermisstenmeldung zu machen, wunderte sie sich, dass dort bereits acht Katzen vermisst gemeldet waren. Ein Anruf im Tierheim Bad Oldesloe brachte die Katzenbesitzerin schließlich auf den Verdacht, es seien Tierfänger gewesen.Unterdessen hat Jutta Ernst bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls ihres Katers Balu erstattet und eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Die Beamten ermitteln. Für einen Zusammenhang des Verschwindens der Katze mit einer Altkleidersammlung in Bargteheide haben sie bisher keine konkreten Hinweise gefunden. Matthias Kipp, der Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg: "Den Hinweisen auf angebliche Tierfänger geht die Polizei derzeit nach."

Damit gibt sich Jutta Ernst nicht zufrieden und legt sich selbst auf die Lauer. Sie habe beobachtet, wie Körbe in Transporter geladen wurden - mit polnischen und Stader Kennzeichen. Und heute in Oldesloe in einen weißen Mercedes Sprinter mit Offenbacher Kennzeichen. Ob es sich dabei allerdings um Tierfänger handelt, ist fraglich.

http://www.abendblatt.de/daten/2006/08/31/604726.html

31.08.2006    

Jagdhund biss Katze vor den Augen kleiner Kinder fast zu Tode

ROHRBACH. Ein Jagdhund biss im Bezirk Rohrbach vor den Augen kleiner Kinder eine Katze fast zu Tode - auf Befehl eines Jägers, klagen Augenzeugen an.

Es hätte ein gemütlicher Nachmittagsspaziergang werden sollen. Zwei Ehepaare trafen sich mit ihren vier kleinen Kindern auf einem Parkplatz im Bezirk Rohrbach. Als sie aufbrechen wollten, schrie eines der Kinder: "Mami, schau was der Hund mit der Katze macht."

"Dann wurden wir Zeugen einer grausamen Tat", sagt Beate U. Der Hund hielt die Katze im Maul und schüttelte sie kräftig durch. "Dann hat der Jäger ihm Befehl gegeben, die Katze immer und immer wieder zu beißen", sagt die Frau, noch immer geschockt. Als der Hund endlich aufhörte, nahm der Jäger (Name der Redaktion bekannt) einen Stock, erschlug die Katze und warf sie auf den Misthaufen. "Unser Schreien und Flehen hat nichts genützt. Im Gegenteil, der Mann hat uns nur angegrinst", sagt U. "Und das alles vor den Augen unserer Kinder. Sie haben geweint und geschrien und wir konnten nichts tun."

Beate U. wollte den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen und erstattete Anzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle. Die Beamten machten ein Foto von der toten Katze. Der Fall wird noch bearbeitet und geht dann weiter zum Bezirksgericht Rohrbach.

Der Jäger rechtfertigt sich damit, dass der Hund die Katze in einem Maisfeld aufgestöbert habe, und er sie nur von ihrem Leiden erlösen wollte, so das Protokoll. Doch der Jäger - er ist auch Jagdleiter - ist bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft kein Unbekannter. Im Vorjahr hat er einen "wildernden" Hund erschossen. Der Fall wurde aber zu den Akten gelegt.

Forderung nach Ehrengericht "Ich weiß nicht, was passiert ist, das müssen die Behörden entscheiden. Aber ich fordere ein Ehrengericht für solche Fälle", sagt Bezirksjägermeister Hieronymus Spannocchi. Dann könne man innerhalb der Jägerschaft entscheiden, ob unehrenhaftes Verhalten vorliegt.

Derzeit könne in Oberösterreich die Jagdberechtigung nur dann entzogen werden, wenn es eine gerichtliche Verurteilung gibt.

http://www.nachrichten.at/lokal/469049?PHPSESSID=df5a4f000f1a846b016f1a1fe214ab2f

19.08.2006    

Salzwedeler Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Streunende Katze mit Waffe beschossen

Von Torsten Adam

Salzwedel. Ein Salzwedeler hat am Dienstag bei der Polizei Anzeige wegen Tierquälerei erstattet. Der am Dämmchenweg wohnende Mann gab an, dass eine freilaufende Katze, die täglich zum Fressen auf sein Grundstück kam, vom 9. bis 11. August plötzlich verschwunden war. Am Sonnabend tauchte sie wieder auf. Jedoch erst am Montagabend entdeckte der Salzwedeler ein Einschussloch am rechten Hinterlauf des grau-getigerten Tieres. " Die Katze läuft oft in die Gärten am Freibad. Ich vermute, dass sie dort beschossen worden ist ", so der Tierfreund. Seinem Nachbarn sei vor anderthalb Jahren ähnliches widerfahren, als dessen Katze beschossen wurde. Offenbar sind das keine Einzelfälle in Salzwedel : Am 12. Juli des Vorjahres war im Wohngebiet Siebeneichen ein verletztes Katzenbaby gefunden worden, bei dessen Untersuchung ein Tierarzt Luftgewehr-Munition festgestellt hatte.

Der Salzwedeler hofft nun, die Katze einfangen umd zum Arzt bringen zu können, was auch für die Ermittlungsarbeit der Polizei hilfreich wäre. Doch der Stubentiger habe bislang keinen an sich herangelassen. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon ( 03901 ) 84 80 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokales/salzwedel/?sid=27131b44e5c18af6545b1168bb5333b3&em_cnt=142848

   

Auffällig viele Tiere verschwinden

Tierschutzverein warnt vor Katzenfängern

Vorsitzende Nicole Brühl berichtet von Fällen in Machtlfing, Feldafing und Traubing

Von Sylvia Böhm-Haimerl

Starnberg - In der Kreisstadt herrscht Katzenalarm: Nach den Beobachtungen des Tierschutzvereins Starnberg ist die Zahl der Katzen, die spurlos verschwinden, in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen. Allein in Machtlfing seien bereits 20 Katzen verschwunden, sagt die Vorsitzende Nicole Brühl."Ich denke, dass bei uns im Landkreis wieder Katzenfänger unterwegs sind, aber bislang haben wir keine konkreten Beweise." Die Lage werde jedoch immer schlimmer. Auch in Feldafing und Traubing häuften sich nach Angaben der Vorsitzenden die Fälle. "Das ist eine Anzahl, die alles übertrifft", sagt Brühl. Dies lasse durchaus die Vermutung zu, dass Katzenfänger unterwegs seien. Zumal Brühl auch Warnungen von Tierschutzvereinen aus Nachbarlandkreisen, beispielsweise aus Bad Tölz - Wolfratshausen bekommen hat. Brühl: "Entweder ist es ein einzelner Katzenhasser, oder eine Bande."Offenbar seien Tierfänger am Werk, die es auf die Felle abgesehen haben, meint die Vorsitzende. Denn es seien bereits erste Katzen-Kadaver gefunden worden, denen das Fell abgezogen worden sei. Nach ihren Angaben ist allgemein bekannt, dass Jacken oder Mäntel häufig einen Besatz aus Hunde- oder Katzenfell hätten. Dies sei normalerweise dann der Fall, wenn die Fellart nicht näher bezeichnet werde, sondern auf dem Kleidungsstück lediglich "Echtfell" angegeben sei.Bislang haben Meldungen bei Polizei, Tierärzten, Tierheimen oder Anzeigen in Zeitungen laut Brühl nichts ergeben. Von anderen Tierschutzvereinsvorsitzenden wurde sie aber darüber hinformiert, dass Transporter mit einer größeren Menge an Lockmäusen im Führerhaus entdeckt worden seien. "Helfen Sie mit, dass diese Machenschaften unterbunden werden", bittet die Vorsitzende. Man sollte in Wohngebieten auf fremde Autos achten. Häufig kämen Tierfänger in Kastenwägen mit polnischen Autokennzeichen.Doch die Kennzeichen seien in der Regel gestohlen und würden zudem häufig verändert. Brühls Tipp: "Beobachten Sie verdächtige Autos durchaus auffällig, notieren Sie Autotyp und Kennzeichen und melden Sie sie der Polizei." Ihren Erfahrungen nach suchten die Fänger meist das Weite, sobald sie bemerkten, dass sie beobachtet würden.Der Tierschutzverein warnt alle Katzenbesitzer davor, ihre Tiere aus den Augen zu lassen. Die Katzen einzusperren - davon hält Brühl aber nichts. Man sollte sie jedoch verstärkt beobachten.

SZ Regionalausgabe,Ausgabe Starnberg

16.08.2006    

"LOONA" GEKLAUT

Dieb stahl Welpen: Zwei Monate Knast

Von DIETMAR BICKMANN

 Bonn – Er fühlte sich so einsam. Da stahl er einfach einen kuscheligen Hund. Weil Reiner B. (42) herzlos den vorm Supermarkt angebundenen Welpen Loona losmachte und mitnahm, muss er jetzt zwei Monate ins Gefängnis.Beatrix Macaro (37) wollte nur schnell ein paar Lebensmittel kaufen. Mit Loona, ihrem sechs Monate alten Golden-Retriever-Welpen, ging sie zum Supermarkt auf der Weberstraße. Louna band sie vor dem Geschäft fest. Der Schock dann nach Verlassen des Geschäfts: Die Hündin war nicht mehr da. Die Hundehalterin: „Ich bin in Panik ausgebrochen, habe immer wieder ihren Namen gerufen.“ Ein Passant nahm mit Beatrix Macaro schließlich die Verfolgung des Diebes auf. Der Mann hatte gesehen, wie der Dieb Loona losgemacht hatte und mit ihm weggerannt ist. Doch vergebens: Der Übeltäter war über alle Berge, Loona weg. Beatrix Macaro ging zur Polizei, erstattete Anzeige. Sie machte Flugblätter, die sie bis in die Nacht in Bonn verteilte. Am nächsten Tag flog sie nach Griechenland in den Urlaub. Beatrix: „Was sollte ich machen? Es war ja schon alles gebucht. Umso schöner, als dort die gute Nachricht eintraf.“  Denn der daheimgebliebene Freund Armin Dreiling (43) hatte die Suche nach Loona fortgesetzt. Und siehe da: Die Flugblatt-Aktion zeigte Wirkung. Es meldete sich jemand telefonisch aus der Szene des Bonner Lochs: „Ich glaube, ich weiß, wer ihren Hund hat.“ Dreiling verabredete sich mit dem Anrufer, gemeinsam suchte man den gemeinen Hundedieb im Umfeld des Bonner Lochs. Und sie fanden ihn: Reiner B. hatte Loona sogar mit dabei. Als der kleine Hund Armin Dreiling erkannte, war er außer sich vor Freude. Frauchen Beatrix: „Loona schleckte ihn überall ab.“ Für Dieb Reiner B. hatte die Sache jetzt ein Nachspiel vor Gericht. Der Drogenabhängige erklärte seine Tat: „Ich kam gerade aus der Therapie. Ich habe mich einsam gefühlt. Früher hatte ich selbst immer Hunde.“ Er entschuldigte sich bei der Hundehalterin. Der Amtsrichter verdonnerte B. zu zwei Monaten Knast ohne Bewährung. Denn der Hundedieb hat schon 19 Vorstrafen gesammelt. Darunter auch Diebstahlsdelikte, das wiegt besonders schwer. Der Richter: „Der Diebstahl eines Hundes tut dem Bestohlenen mehr weh als irgendein anderer Diebstahl.“

http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1006361736814&rubrik=268&artikelid=1155296548957

KRIMINALITÄT

Märchenhafter Aufstieg

Bundesnachrichtendienst und bayerische Staatsanwälte jagen einen Albaner-Clan, der beste Polit-Beziehungen hat und es in Hamburg zu Macht und ungeheurem Reichtum bringen konnte. Der älteste der vier Brüder kam zuerst: 1979 reiste der Albaner Quazim Osmani aus seinem Heimatdorf Djakovica im Kosovo nach Hamburg. Er war bitterarm. Offiziell verdingte er sich als Aushilfsfahrer bei der Altkleidersammlung. Doch schon bald brauste Osmani, wie Polizisten irritiert feststellten, im Ferrari durch die Stadt. Beim Glücksspiel, so die Legende, habe Quazim die angestammte Zuhälterprominenz um viel Geld erleichtert. Seitdem hat er auf dem Kiez den Beinamen "Felix" - der Glückliche.  Das Glück war auch seinen drei Brüdern Burim, Bashkim und Bekim hold, die ihm alsbald nach Hamburg folgten. Zügig übernahmen sie Stripteaselokale, Szenebars und Restaurants, kauften sehr viele Grundstücke an der Reeperbahn und anderswo und bauten Häuser und Hotels wie beim Monopoly. Inzwischen soll der Clan über Immobilien im Wert einer dreistelligen Millionensumme gebieten, auf dem Kiez wird der Name mit Angst und Respekt genannt. Dabei schadete den Osmanis nicht, dass sie gute Beziehungen in die Hamburger Politik pflegten und die gewieftesten Anwälte anheuerten. Siebenmal wurde seit Beginn der neunziger Jahre der Chefsessel in der Hamburger Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (OK) neu besetzt. Und jeder Neue nahm sich vor, das Rätsel um den Reichtum der Balkanbrüder zu lösen. Den Osmanis konnte - von einer kleinen unschönen Waffengeschichte und einer Verurteilung wegen Körperverletzung mal abgesehen - jedoch nie etwas Illegales nachgewiesen werden. Doch seit kurzem stören Experten von außen den dubiosen Klüngel: Bayerische Staatsanwälte durchleuchten ein Osmani-Geschäft. Und aus Bayern stammt auch ein explosives Dossier des Bundesnachrichtendienstes (BND) über kosovo-albanische OK-Gruppen. Die Geheimdienstler fanden die weltweiten Kontakte der Osmanis derart brisant, dass sie ihnen weite Teile des Berichts widmeten. Seit die Erkenntnisse der Agenten kursieren, scheint das Glück die Brüder zu verlassen. In der Hamburger Bürgerschaft tobt ein erbitterter Streit um die Frage, ob Politiker den Osmanis bei ihren Geschäften zur Seite standen - und warum ausgerechnet in Hamburg kaum jemand misstrauisch wurde, bis bayerische Fahnder kamen. Besonders scharf geführt wird die Debatte seit einer kleinen Anfrage des SPD- Bürgerschaftsabgeordneten Thomas Böwer, der in der vergangenen Woche vom Senat wissen wollte, ob dem der Inhalt des BND-Dossiers aus dem Jahr 2003 bekannt sei. Schon die Anfrage rief den Hamburger Promi-Anwalt Gerhard Strate auf den Plan. Er will im Osmani-Auftrag notfalls per Eilantrag verhindern, dass die noch ausstehende Senatsantwort veröffentlicht wird. Nicht einmal die Anfrage dürfe öffentlich werden, dies könnte die Persönlichkeitsrechte seiner Mandanten verletzen. Schließlich sei der BND-Bericht, so Strate, "erwiesenermaßen falsch", soweit in ihm von Schutzgelderpressung, Rauschgifthandel und Prostitution die Rede sei, mit denen die Osmanis Millionenbeträge umgesetzt hätten. Bisher darf aus juristischen Gründen nicht aus dem BND-Bericht zitiert werden, aber es ist fraglich, wie lange Anwalt Strate das verhindern kann: Der Hamburger SPD-Mann Olaf Scholz will das Osmani-Geflecht vom Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags untersuchen lassen. Mit gerichtlich erzwungenem Schweigen hatten die Osmanis bislang meist Erfolg. Wann immer Zeitungen über mutmaßlich dunkle Machenschaften des Clans berichteten, sorgten Medienanwälte wie Michael Nesselhauf - der schon Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder vertrat und als ehrenamtlicher Verfassungsrichter der Hansestadt agiert - mit Unterlassungsklagen für Ruhe.Ein Haftbefehl des Amtsgerichts Würzburg hält dagegen bislang allen juristischen Gegenmaßnahmen stand. Am 9. Mai stoppten Polizisten den Maserati Quadroporte von Burim Osmani im Hamburger Westen und führten den zweitältesten der Brüder ab. Der Vorwurf: Beihilfe zum schweren Betrug. Osmani soll einem zweifelhaften Unternehmer geholfen haben, einen Millionenkredit zu erschwindeln - laut Haftbefehl für eine Provision von 400 000 Euro. Haltlose Vorwürfe seien das, polterte hingegen Anwalt Strate. In Hamburg wäre dieser Haftbefehl längst vom Tisch. Vielleicht hat er damit recht, und vielleicht wird genau das zum Problem für die Hamburger Politik, in der die Osmanis offenbar ziemlich gut verdrahtet sind. Seltsam zum Beispiel, dass der ehemalige Bausenator Mario Mettbach im Zusammenhang mit einem Osmani-Grundstück in St. Pauli als Lobbyist tätig wurde - und zwar nicht nur beim zuständigen Bezirksamt und dem Chef der Senatskanzlei, sondern auch direkt beim Ersten Bürgermeister, Ole von Beust, den derartige Petitessen eigentlich kaum zu interessieren haben. Mettbach war mehr als irgendein abgehalfterter Politiker: Drei Wochen nach seinem Termin beim Bürgermeister besorgte Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) ihm einen gutdotierten Beratervertrag. Als Logistik-Beauftragter der Hansestadt sollte Mettbach Grundstücke für Gewerbegebiete suchen und erschließen - obwohl die Geschäftsführung der Hamburgischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung dem Senator signalisiert hat, man brauche und wolle Mettbach nicht. "Osmani - Seine Freunde kommen aus der Politik" titelte die "Bild"-Zeitung auf ihren Hamburg-Seiten, die "Hamburger Morgenpost" sekundierte: "Der Ex-Senator und der geheime Kiez-König". So richtig unschön wurde der Fall, als Uldall, von Journalisten auf Mettbachs Kiezfreunde angesprochen, antwortete, dies sei ihm egal. Wenige Stunden später musste Uldall kleinlaut Mettbachs Entlassung verkünden. Seit diesem Zeitpunkt ist in Hamburg Land unter, wilde Spekulationen und schlimme Verdächtigungen machen die Runde. Zeitungen berichteten etwa über einen altgedienten SPD-Mann, der sich bei der Interessengemeinschaft St. Pauli, einer Vereinigung einflussreicher Geschäftsleute, für die Aufnahme Burim Osmanis stark gemacht habe. Ebenfalls in die Schlagzeilen geraten ist der Chef der stadteigenen Sprinkenhof AG, der Mietverträge für Objekte verlängerte, die von den Osmanis genutzt werden - obwohl sein Vorgänger dies kategorisch abgelehnt hatte. Im Senat sorgen Journalistenanfragen nach Thomas Felskowski für Unruhe. Denn der ist Mitarbeiter des Präsidialstabs, hatte sich als CDU-Abgeordneter im Bezirk Mitte für ein Osmani-Bauprojekt starkgemacht und war gesehen worden, wie er in das Auto des Albaners stieg. Felskowski verteidigte sich, er kenne Burim Osmani kaum, interessiere sich aber für Autos. Besonderen Auftrieb bekamen die Osmanis ausgerechnet durch die Law-and-Order-Partei des Richters Ronald Schill, die 2001 kurzfristig mit der CDU zusammen an die Macht geriet. Stolz präsentierte sich Bruder Bekim nach der Wahl als Betreiber des wiedereröffneten "Café Keese", eines einst legendären Tanzlokals auf der Reeperbahn. Bruder Bashkim hielt im Abschlepptempel "Pupasch" Hof und ließ sich mit Prominenten wie dem damaligen HSV-Trainer Kurt Jara fotografieren, Felix posierte mit Boxstar Dariusz Michalczewski. Auch im Fußballspieler-Vermittlergeschäft ist Bashkim aktiv. Sein bekanntester Klient: der Borussia-Dortmund-Stürmer Nelson Valdez. Auf Betreiben der Schill-Partei wurde dann auch ein ganz besonderer Baurechtsanwalt in die Deputation der Baubehörde entsandt: Peter Oberthür, der Burim Osmani seit Jahren vertritt. Mit dem Schill-Vertrauten Wolfgang Barth-Völkel saß sogar der einstige Geschäftsführer einer Osmani-Gaststätte in der Bürgerschaft. Und als Schill den Rechtsanwalt Walter Wellinghausen zu seinem Staatsrat in der Innenbehörde machte, kam ein Mann an die Schalthebel der Macht, der Wert auf die Feststellung legt, nie selbst für die Osmanis gearbeitet zu haben. Unstreitig aber ist, dass er mit einem Anwalt in einer Bürogemeinschaft saß, der Mitglieder des Clans vertrat. Besorgt registrierten OK-Fahnder den Plan des Innenstaatsrats, dann auch noch jenen Staatsanwalt zum Vizepolizeipräsidenten zu machen, der seit Jahren für Ermittlungen gegen die Osmanis zuständig ist. Mitte der neunziger Jahre hatte die Dienststelle Interne Ermittlungen Hinweise erhalten, genau dieser Staatsanwalt stehe den Albanern gefährlich nahe. Observationstrupps hefteten sich an seine Fersen. Doch die Vorermittlungen wurden bald darauf in Absprache mit dem Generalstaatsanwalt abgebrochen. Es gab keine Beweise. 1999 war es just jener Staatsanwalt, der Hamburger OK-Fahndern in die Parade fuhr, als die glaubten, ein Mitglied des Clans mit einem Kokain-Deal überführen zu können. Buchstäblich im letzten Moment blies der Staatsanwalt die Aktion ab. All dies dürfte in den kommenden Wochen in der Hamburger Bürgerschaft zur Sprache kommen. "Ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeiten" will der SPD-Fraktionschef Michael Neumann die Karriere der Osmani-Familie aufklären: "Ich neige ja als Katholik und Sozialdemokrat in vielerlei Hinsicht zum Glauben. Doch dass dies alles Zufall ist, glaube ich einfach nicht." Eine Hamburger Behörde hat Burim Osmani das Vertrauen nun entzogen. Das Einwohnerzentralamt hat seinen Antrag auf Einbürgerung bis zur Klärung der Vorwürfe auf Eis gelegt.

GUNTHER LATSCH, ANDREAS ULRICH

Der Spiegel

14.08.2006    

Patrouille will Tierfänger schnappen

Ostheimer Katzenfreunde wollen aktiv werden

Bad Kissingen

n/a

OSTHEIM (SKI) Birgit Abe ist wütend. Vor acht Wochen ist ihr Kater Philipp spurlos verschwunden. Ebenso wie zahllose weitere Katzen in Ostheim und Umgebung, wie sie sagt. Ihr Verdacht: Tierfänger sind unterwegs und haben ihren Stubentiger gestohlen. Das schlimme Schicksal, das ihr Haustier in diesem Fall hat erleiden müssen, beherrscht seit Wochen ihre Gedanken und schürt unbändigen Zorn. Vor drei Wochen, nachts um 3 Uhr, sei einer Bekannten, die allerdings nicht öffentlich genannt werden möchte, ein weißer Kastenwagen mit abgedunkelten Scheiben und einem Kfz-Kennzeichen aus dem angrenzenden Thüringer Raum in der Ostheimer Friedenstraße aufgefallen. Die Frau will gesehen haben, wie Männer mit Netzen Katzen eingefangen und ins Auto geladen haben. Birgit Abe ist empört. Gemeinsam mit Harry Flache, dessen Frau Hannelore und anderen Katzenfreunden hat sie eine Interessengemeinschaft gegründet. Ihr Ziel: Tierfängern auf die Schliche kommen und das Handwerk legen. Einige Nächte lang - vorwiegend am Wochenende - sind sogar zwei bis vier Tierfreunde nachts durch Ostheims Straßen patrouilliert und haben nach verdächtigen Personen und Fahrzeugen Ausschau gehalten, erzählt Birgit Abe. Vergeblich. Sie selbst will nicht aufgeben. Sie ist weiterhin unterwegs und hält die Augen offen. Bis zu 50 Katzen, schätzt sie nach Hörensagen, sind seit Juni in Ostheim verschwunden, die Dunkelziffer dürfte sich auf ein Vielfaches mehr belaufen, wie sie sagt. Auch beim Tierheim Wannigsmühle häufen sich die Suchmeldungen nach vermissten Stubentigern. Die Polizei hingegen kann den Verdacht, dass Tierfänger die Katzen stehlen, nicht bestätigen (wir berich teten) . Für Birgit Abe ist das aber kein Merkmal dafür, dass keine Katzen abhanden kommen: "Wer seine Katze sucht, geht in der Regel nicht zur Polizei, sondern inseriert in Zeitungen, teilt Flugzettel aus und ruft im Tierheim an." Birgit Abe hütet ihre Katze, die vier kleine Katerchen geworfen hat, mittlerweile wie ihren Augapfel - Kater Philipp, Vater der kleinen Miezen, bleibt verschwunden. Und auch die Flaches lassen ihre Katze Micky nachts nicht mehr vor die Tür. Abe will nun Flyer in Ostheim  verteilen und mit anderen Tierfreunden, die ebenfalls ihren Stubentiger vermissen, überlegen, was Tierhalter tun können, um den Katzenfängern Einhalt zu gebieten. "Wir müssen aktiv werden", sagt sie kämpferisch. "Sonst geht der Katzenklau munter weiter." Wer sich bei Birgit Abe informieren möchte, erreicht sie unter Tel: (01 60) 43 65 37 0.

MAINPOST Ausgabe

12.08.2006    

Streunende Katzen und Hunde erschossen  

In Thüringen sind im letzten Jahr mehrere hundert streunende Haustiere geschossen oder gefangen worden. Wie Sascha Burgardt von der Obersten Jagdbehörde MDR 1 Radio Thüringen sagte, handelte es sich bei den "etwa 250" erlegten Tieren mehrheitlich um Katzen. Zum Schutz des Wildes dürfen Thüringer Jäger Katzen und Hunde töten, wenn diese sich mehr als 200 Meter von der Wohnbebauung entfernen. Der Thüringer Tierschutzverband kritisiert das Abschuss-Recht dagegen als "mitteralterlich" 

zuletzt aktualisiert: 06. August 2006 | 07:05

Quelle: MDR 1 RADIO THÜRINGEN

http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/3270974.html

06.08.2006    

Das kann wohl kein Zufall sein.

In Schwanheim werden seit Tagen 3 Katzen vermisst.

Anneliese Lüttich glaubt inzwischen nicht mehr an einen Zufall. Seit 4 Tagen ist ihre Katze verschwunden, ein 17 Jahre altes Tier, das sich noch nie im Leben von seinem zuhause in der Gartenstrasse entfernt hat. Jetzt ist sie aber weg und auf der Suche nach ihrem Stubentiger mußte Anneliese L. feststellen, daß ihrer nicht der einzige ist, der in den letzten Tagen vermißt gemeldet wurde. Zwei weiter Schwanheimer, einer in der Höhenstraße, einer in der Dorfwiesenstraße, teile ihr Schicksal.Die eigenartige Häufung abhanden gekommener Samtpfoten in einem so kleinen und überschaubaren Ort wie Schwanheim gibt ihr verständlicherweise zu denken und so möchte Frau Lüttich die Suche nach ihrer verlorenen Katze auf die Suche nach möglichen Zeitgenossen ausdehen, die irgendetwas zum Verbleib der Tiere sagen können und in den letzten Tagen vielleicht verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Jeder Hinweis: Tel. 06262/95080 wäre ihr willkommen.

Rhein-Neckar-Zeitung Eberbacher

04.08.2006    

Container nicht für Katzen

RN Region Niederrhein

Geldern (-fft) Böse Falle dachten sich gestern Zeugen in Geldern und argwöhnten, dass hier, wie anderswo schon geschehen, womöglich Katzenfänger am Werk seien. Sie informierten die Polizei, nachdem sie beobachtet hatten, wie aus einem Lieferwagen mit DU-Kennzeichen heraus Schuhsammelcontainer aufgestellt wurden. Die Anrufer vermuteten darin Köder, mit denen Katzen angelockt werden sollten. Die Beamten überprüften einige Eimer, konnten den Verdacht aber nicht bestätigen.

Rheinische

03.08.2006    

Sind Katzenfänger unterwegs?

VON SIMONE DURCHHOLZ

Gelderland Weiße und schwarze Kunststoff-Eimer versetzen Katzenbesitzer in Veert und Kerken in Aufregung. Laut Aufdruck dienen die Behälter zur Altkleidersammlung. Doch der Verdacht liegt nahe, dass es sich um eine Masche skrupelloser Katzenfänger handelt. "In die Eimer sind faustgroße Löcher gesägt. Wofür soll das denn bei Kleidung gut sein?", fragt sich Herbert Johnen, der den Eimer vor seiner Haustür genauer betrachtet hat. Seine Vermutung: Die Öffnungen dienen als Luftlöcher, um lebende Tiere transportieren zu können. Stutzig machen nicht nur die faustgroßen Löcher. Laut Aufdruck ist Initiator der Sammlung ein Verein mit dem Namen "Die Hoffnung". Eine Einrichtung, die sich weder über das Internet noch die Telefonauskunft ermitteln lässt. Unter der auf die Plastikeimer gedruckten Handynummer ist niemand zu erreichen. Dass hinter vermeintlichen Altkleidersammlungen Katzenfänger stecken, ist deutschlandweit schon häufiger vorgekommen. Die Ganoven stellen tagsüber im Namen eines karitativen Unternehmens Eimer für Kleider- oder Schuhsammlungen auf. Was dann passiert, beschreibt Eva Schade-Tomala, die auf ihrer Internetseite "Katzerei.com" vor solchen Machenschaften warnt, folgendermaßen: Die Katzenfänger fahren nachts in die Seitenstraßen, setzen sich in das Wageninnere des Lieferwagens, schrauben von innen eine Platte aus dem Wagenboden heraus und stellen unter die Wagenmitte ein extremes Lockmittel.Durch diese Sexual-Lockstoffe werden die Katzen, die nachts frei herumlaufen, sogar hunderte Meter weit entfernt rasend vor Sucht. Wenn sie zum Lieferwagen laufen und in den Bereich der Öffnung kommen, spritzt ihnen die Besatzung ein Nervenspray direkt in die Augen. Es betäubt die Tiere sofort und macht sie zumindest zeitweise blind. Dann werden sie in die vermeintlichen Kleidercontainer gesteckt und an Labore oder Fellhändler verkauft.Laut Tomala ist es typisch, dass die vermeintlichen Sammelaktionen nur in abgelegenen Seitenstraßen stattfinden, wo die Tierfänger nicht so schnell entdeckt werden. So ist es auch in Johnens Wohngegend. Die Behälter stehen nur Am Booshof und Am Neray, nicht aber an der Hauptstraße. "Hier gibt es auch besonders viele Katzenbesitzer", vermutet er. Eine Umstand, den Katzenfänger in der Regel vorher genau auskundschaften. "Ein unbekanntes älteres Ehepaar hat sich in den letzten Tagen auffällig interessiert unsere Grundstücke angesehen", berichtet Johnen, der Angst um seinen Kater Don hat. Bis die Plastikeimer wieder verschwinden, wird er ihn vorsichtshalber nachts im Haus behalten.

Rheinische Post

02.08.2006    

Schon einmal

Es ist nicht das erste Mal, dass hinter einer Altkleidersammlung im Kreis Kleve Katzenfänger vermutet werden. Im September 2002 verschwanden in Bedburg-Hau und Goch parallel zu vermeintlichen Sammeleimern des Roten Rings auffällig viele Tiere. Der Roten Ring gab damals an, gar keine Aktion durchgeführt zu haben.

Rheinische Post

02.08.2006    

Unbekannte schießen auf Katzen

Polizei bittet um Hinweise

red. RÜSSELSHEIM Ein besorgter Tierhalter brachte kürzlich seinen Kater zum Tierarzt da sie bedeutlich an Gewicht verloren hatte. Die Untersuchung ergab, dass ein unbekannter Tierquäler mit einem Luftdruckgewehr oder -pistole auf das Tier geschossen hatte. Das so genannte Diabolo-Geschoss oder Eierbechergeschoss befindet sich noch immer im Bauch des Katers. Weitere Ermittlungen bei einer Katzenpension Im Dorfband ergaben, dass auf mindestens acht Katzen geschossen wurde. Es wurden auch totgeschossene Katzen am Feldrand aufgefunden. Konkrete Täterhinweise liegen derzeit nicht vor.

Die Polizei bittet um Hilfe: Wer kann Hinweise auf den oder die Täter geben, die offenbar seit geraumer Zeit ihr Unwesen in Bauschheim treiben? Hinweise bitte an die Polizei in Rüsselsheim unter 06142 / 69 60.

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2473583

02.08.2007    

Immer mehr Katzen-Suchmeldungen

Über Tierfänger ist der Polizei nichts bekannt

RH-GRABFELD/BAD KISSINGEN (TS) In den Landkreisen Rhön- Grabfeld und Bad Kissingen verschwinden immer mehr Katzen. Beim Tierheim Wannigsmühle häufen sich die Suchmeldungen nach vermissten Stubentigern.

n/a

Leider tauchen die Tiere weder zu Hause, noch im Tierheim auf - sie bleiben spurlos verschwunden. Deshalb hat die Leiterin des Tierheims,Ursula Böhm, den Verdacht, dass Tierfänger im Landkreis unterwegs seien.Die Polizei kann den Verdacht nicht bestätigen. Uwe Hückmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken hat bei seinen Kollegen in Bad Neustadt, Bad Kissingen, Bad Brückenau, Bad Königshofen, Mellrichstadt und Hammelburg nachgefragt und herausgefunden, dass es in letzter Zeit keine einzige Anzeige wegen einer vermissten Katze gab. "Auch die Vermutung, dass Katzenfänger unterwegs wären, ist in der Region Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen unbekannt", teilte Hückmann auf Anfrage der MAIN-POST mit. Dennoch sollen in den letzten Wochen viele Katzenbesitzer den Verlust ihres Stubentigers beklagt haben. Für den Fall,dass Tierfänger ihr Unwesen treiben, ohne dass die Polizei bisher Hinweise darauf bekommen hätte, hat das Tierheim einige Verhaltensregeln parat: Katzenfänger treiben meist in der Abend- bzw. Morgendämmerung ihr Unwesen. Deshalb sei es ratsam, die Tiere über Nacht im Haus zu behalten und nur am Tag Frischluft schnuppern zu lassen. Auch wenn Katzen als nachtaktiv gelten, so gewöhnen sie sich doch relativ problemlos an eine Umstellung ihres Tagesrhythmus. Weiterhin sei es es sinnvoll, heißt es in der Mitteilung des Tierheims, das Fell entlang des Rückens und der Seite zu rasieren. Damit sei das Tier zur Pelzgewinnung wertlos. Weiterhin sei es sinnvoll, auf auffällige Kleinbusse oder Kastenwagen mit abgeklebten Scheiben und nicht regionalen Kfz-Kennzeichnen zu achten. Bisweilen seien Tierfänger unter dem Deckmantel einer Altkleidersammlung unterwegs. In solchen Fällen sollte, so die Tierheim-Leiterin, die Polizei verständigt werden. Zeugen sollten das Kennzeichen notieren und der Polizei den Wagen

genau beschreiben können.

MAINPOST

27.07.2006    

Einbruch: X-Box und Katze weg

Brandenburg/Havel

In der Nacht zum Dienstag wurde in eine Parterrewohnung in der Barnimstraße eingebrochen, deren Mieter über Nacht nicht zu Hause war.

Als er am Mittag wieder kam, bemerkte er, dass ein Fenster, das zum Belüften angeklappt war, nun vollständig geöffnet war. Die Täter entwendeten eine Spielkonsole und ließen das Fenster offen stehen. Die Katze des Mieters hat diesen Umstand offenbar genutzt und ist seitdem ebenfalls verschwunden

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10753364/1353520/

25.07.2006    

Hündin "Lara" überlebt Horrornacht

Polizei und Tierschützer suchen Hunde-Vergewaltiger

Trotz ihrer Misshandlung ist Mischlingshündin "Lara" wieder auf den Beinen.

Rhein-Erft-Kreis (lk). Entführt, misshandelt und vergewaltigt! Kaum vorstellbar, was die kleine Mischlingshündin "Lara" aus Giessen durchgemacht haben muss.

Am Montag, 10. Juli, gegen 21 Uhr, fuhr ihre Besitzerin Gaby Roderburg auf den Rastplatz BAB Ville-Westseite, Fahrtrichtung Düren, in Hürth-Berrenrath. Als sie nach einem etwa fünfminütigen Toilettenaufenthalt zurück zu ihrem weißen Peugeot Cabrio kam, musste sie feststellen, dass jemand das Heckfenster ihres Verdecks aufgeschnitten und "Lara" gestohlen hatte. Verzweifelt suchte sie ihre sieben Monate alte Hündin und verständigte alle zuständigen Stellen. Doch allen Mühen zum Trotz fand sie den Hund nicht. Erleichterung dann am kommenden Morgen. Zwei Männer hatten "Lara" angeblich an einer Mittelstreifen-Autobahnleitplanke angebunden, gefunden und anschließend ins Tierheim Helenenhof in Hürth-Efferen gebracht. Viele Schürfwunden, zerrissene Krallen und fehlende Fellpartien, legten die Vermutung nahe, dass die Hündin aus einem noch fahrenden Auto geworfen wurde.

esonders erschreckt notierte die Tierheim-Tierärztin Verletzungen am After und der Scheide des Hundes. Der aufkeimende Verdacht wurde von Professor Dr. Dr. Hartwig Bostedt, Le i-ter der Klinik für Gynäkologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen, bestätigt. "Lara" wurde ein "länglicher Gegenstand" in den Darm eingeführt. "Wir müssen alles tun ,um diesen Perversen zu fassen", meint die Giessener Tierschützerin Ilso Toth. Ihre Organisation, die Tieroase Heuchelheim, hat "Lara" an Gaby Roderburg vermittelt und ruft nun im Internet auf zahlreichen Homepages zur Suche nach dem Täter auf. Auch die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Dabei fand sie heraus, dass die beiden Männer, die den Hund ins Tierheim brachten, dort falsche Personaldaten angaben.

Die Männer fuhren einen dunklen BMW mit Kölner Kennzeichen und sind 30-40 Jahre alt. Während der eine Mann mit einer Anzugshose und einen Hemd bekleidet war, trug der andere eine weiße Arbeitslatzhose und Arbeitsschuhe. Hinweise zur Tat und den unbekannten Männern erbittet die Polizei unter (0 22 33) 5 20. Weitere Infos im Internet unter www.tieroase-heuchelheim.de.

http://www.wochenende-frechen.de/rag-ai/docs/26811/lokales

   

Angst vor Tierfängern

LEICHLINGEN/SOLINGEN (ssc) Sind in der Region Tierfänger unterwegs? Diese Vermutung haben Solinger Katzenhalter geäußert, nachdem in den vergangenen 14 Tagen in den Stadtteilen Ohligs/Aufderhöhe acht Vierbeiner verschwunden sind. Zudem kam der Verdacht auf, dass eine Organisation, die zur Zeit in Solingen Altkleider sammelt, etwas mit dem Verschwinden der Haustiere zu tun haben könnte. Dafür gebe es jedoch keinerlei Beweise, betonte Stephan Trunk, Leiter des Stadtdienstes Ordnung in Solingen. Trunk bestätigte das Verschwinden der acht Tiere in Ohligs und Aufderhöhe. Doch ein Zusammenhang zu der besagten Organisation sei bisher lediglich durch Tierschützer hergestellt worden. Polizei und Ordnungsamt hätten indes keine Erkenntnisse, die den Verdacht erhärten würden - obwohl der Ermittlungsdienst verstärkt Kontrollgänge unternommen habe.

Trunk bezweifelte im Gespräch mit unserer Zeitung auch, dass es in Deutschland einen "Markt" für Katzen gebe. Und für potenzielle Tierfänger aus dem benachbarten Ausland gebe es eigentlich keinen Grund, für ihr kriminelles Treiben in die Bundesrepublik zu kommen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass eine große Zahl Haustiere binnen kurzer Zeit abhanden kommt. Eine RP-Leserin aus Witzhelden erinnerte sich gestern im Gespräch mit unserer Zeitung auch an eine Häufung von Fällen im Höhendorf - vor ungefähr zwei Jahren.

Im Internet geben Tierschützer regelmäßig aktuelle Warnungen vor Tierfängern heraus.

Rheinische Post

19.07.2006    

Tierquälerei löst Welle der Empörung aus

Belohnung zur Ergreifung des Täters auf 1000 Euro erhöht

Roggendorf (Von Iris Weiß) • Eine Welle der Empörung rollt durch den Nordwest-Kreis. Viele Menschen möchten, dass der Tierquäler, der eine Schäferhündin bei Grieben grausam zugerichtet hat, gefasst wird. Für die Ermittlung des Täters greifen auch viele Privatpersonen in die eigene Tasche. Spenden von 20 bis 300 Euro gingen im Tierheim ein. Damit soll die Belohnung für Zeugenaussagen, die zum Täter führen, aufgestockt werden.

Bis gestern kamen 1000 Euro zusammen. Tierheimchefin Annette Herbing ist zuversichtlich, dass bei so viel Anteilnahme die Spuren zum Täter führen. „Wir gehen davon aus, dass es kein Ortsfremder war und werden unsere Suche in der Gegend verstärken“, erklärt sie und entwirft ein Flugblatt, das dort verteilt werden soll. Das Verhalten des Tierquälers kann sie nicht verstehen, denn es gibt Alternativen. „Wichtig ist es, sich bei Problemen zu melden. In den meisten Fällen können wir helfen“, erklärt sie. Die häufigste Ursache, die zur Abgabe eines Hundes führt, ist ein Umzug. Das Haus kann aus verschiedensten Gründen nicht mehr gehalten werden, im neuen Wohnblock ist Hundehaltung verboten. „Es ist schon vorgekommen, dass der Hund im alten Haus im Zwinger blieb und niemand kümmerte sich darum. Eine Nachbarin schob ab und zu Futter durch die Stäbe – doch das ist falsch verstandenes Mitleid. Anstatt uns zu benachrichtigen, ist der Hund so verkommen, wund gescheuert und vernachlässigt, dass er ein halbes Jahr später eingeschläfert werden musste“, nennt Herbing ein Beispiel. Wer unsicher ist und nicht weiß, wie er mit dem Hund arbeiten muss, kann sich kostenlos Rat im Tierheim holen. „Der Hundehalter muss mit seinem Schützling herkommen, damit wir die Situation einschätzen und beraten können“, erklärt Herbing. Die allgemeine Aussage, dass besonders in den Urlaubsmonaten viele Hunde ausgesetzt werden, kann Herbing in der Region nicht bestätigen. „Verantwortungsvolle Hundehalter machen mit ihren Hunden zusammen Urlaub. Wenn es nicht anders geht, nehmen Tierpensionen den Hund auf. Bei uns ist das bedingt möglich“, sagt Herbing. Ratsam ist es, sich tagesaktuell zu informieren unter der Telefonnummer 038876/31863. Weitere Tierpensionen in der Region: Hundepension Lutz in Zehmen Tel. 038828/28248; Hundepension Schulz in Wendelstorf Tel. 038871/22522; Hundeservice Rüggow bei Wismar Tel. 03841/213 959 „Feivel“ lässt sich die Streicheleinheiten von Tierheimchefin Annette Herbing gern gefallen, auch er sucht eine neue Familie. Iris Weiß

http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/19.07.06/23-13526495/23-13526495.html

   

Tierfänger in Ohligs unterwegs?

(pj) Tierschützer in Ohligs sind alarmiert, nachdem vermehrt Katzen in einem Bereich verschwanden, in dem eine Kleidersammlung von einem auswärtigen Unternehmen durchgeführt wird. Anwohner schildern gegenüber dem ST: "Wir haben den Verdacht, dass unter dem Deckmäntelchen der Kleidersammlung Tierfänger unterwegs sind, die das Gebiet auskundschaften." Sowohl am Theodor-Storm-Weg als auch in den umliegenden Strassen seien Wäschekörbe aufgestellt worden - sowohl dort als auch an der Hackhauser Strasse seien Katzen verschwunden. Ordnungsamt und Polizei sind informiert und haben ein besonderes Auge auf Ohligs. "Allerdings", so Stephan Trunk, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, "liegen keine komnkreten Hinweise vor, dass eine Verbindung zwischen den verschwundenen Tieren und der Kleidersammlung besteht." Man habe aber Verständnis für die Besorgnis der Haustierbesitzer, deren Lieblinge verschwunden seien. "Unser Ermittlungsdienst ist angewiesen, besonders aufmerksam zu sein." Das gelte auch für die Polizeistreifen, bekräftigt der stellvertretende Leiter der Wache Oligs, Bernd Faust.

Solinger Tageblatt

18.07.2006    

Katze mit ihren Jungen im Wald ausgesetzt

Spaziergänger rettet Tiere vor sicherem Tod / Tierheim überfüllt / Münster: "Kastrieren lassen"

Stadthagen. Einen erschreckenden Fund hat vor wenigen Wochen ein Spaziergänger im Sachsenhäger Dühlholz gemacht: Angelockt durch klägliches Miauen entdeckte der Mann in zwei völlig durchgeweichten Pappkartons eine Katzenmutter und ihre vier kleinen Jungen sowie drei etwa fünf Wochen alte Kätzchen. Sie waren schlapp, fast regungslos und apathisch, voller Fliegenmaden und Parasiten. "Wie kann man nur so etwas machen?", fragte sich der entsetzte Tierfreund, der die leidenden Wesen sofort zu einem Tierarzt und anschließend in das Stadthäger Tierheim brachte. ...

http://www.schaumburger-zeitung.de/Schaumburger_Zeitung/Lokales/i420754.html

18.07.2006    

Sammlung dient nur als Tarnung

Zum Artikel "Im offenen Korb fängt man keine Katzen ein" (WGA vom 14. Juli) schreibt Andrea Eles, Vorderhufe:

Meines Erachtens zeigt der Inhalt des Artikels wieder einmal deutlich, welch geringen Stellenwert das Thema Tierschutz in unserer Gesellschaft leider immer noch hat und wie wenig ernst Tierhalter genommen werden. Ersichtlich ist dies meiner Meinung nach bereits in der Überschrift, die diejenigen, die sich um ihr Haustier sorgen, der Lächerlichkeit preisgibt, oder wer könnte im Ernst daran glauben, dass eine Katze mehrere Tage in einem Wäschekorb sitzt und geduldig darauf wartet, endlich in ein Versuchslabor verschleppt zu werden oder im wahrsten Sinne des Wortes, das Fell über die Ohren gezogen zu bekommen?

Der Autor hat in dieser Angelegenheit offensichtlich nicht wirklich gründlich recherchiert. Sonst wäre er bei seinen Nachforschungen im Internet auf wahrhaft Erschreckendes gestoßen. Gibt man nämlich in Google das Stichwort "Club für Behinderte Brasilien" ein, erscheinen zahlreiche Links mit Warnungen vor Katzenklau und Tierfängern. Tatsache scheint doch zu sein, dass die zahlreichen für den Club in der Vergangenheit durchgeführten Altkleidersammlungen regelmäßig vom gehäuften Verschwinden von Katzen begleitet waren. Zufall? Klickt man weiter auf die "Methoden" der Tierfänger, wird man insofern fündig, als auf verschiedenen Internet-Seiten beschrieben wird, dass gerade Altkleidersammlungen sehr beliebt sind. Da man auf diese Weise, ohne Verdacht zu erregen, das Umfeld der Tiere leicht ausforschen kann und anschließend durch den Einsatz von Lockstoffen bequem zu seiner Beute kommt. Die Altkleidersammelaktion dient lediglich als Tarnung. Selbstverständlich will ich dem Sammelbüro Ercan hier nicht ohne Weiteres kriminelle, tierquälerische Handlungen unterstellen. Für mich drängt sich allerdings die Frage auf, warum Frau Ercan sich, statt "Dampf abzulassen", nicht ausdrücklich von den Machenschaften krimineller Tierfänger, die es in der Vergangenheit in Verbindung mit dem Club für Behinderte Brasilien offensichtlich in der Tat gegeben hat, distanziert. Dem Ruf ihrer Branche käme dies sicherlich zu Gute und der derzeit bei sämtlichen Beteiligten aufgekommene Ärger sowie die Sorgen der Tierhalter wären vermutlich gar nicht erst entstanden.

Dass die Aussage von Frau Ercan, es sei "nie etwas gefunden" worden, auch in der Weise verstanden werden könnte, dass vermeintliche Tierfänger lediglich so clever vorgegangen sind, dass ihnen nichts nachzuweisen war, sei hier nur am Rande erwähnt. Unverständlicherweise für mich wird die Aufklärung der ganzen Angelegenheit noch zusätzlich durch die nicht bestehenden Handlungsmöglichkeiten von Polizei und Ordnungsbehörden erschwert. Diese Stellen können - wie leider häufig - erst dann einschreiten, wenn etwas passiert ist. So kommt es, dass trotz eines im Laufe des heutigen Tages erfolgten Hinweises auf "Spionagefahrten" eines blauen Kastenwagens mit Offenbacher Kennzeichen in den - meist ländlich gelegenen - Bereichen, in denen Körbe abgestellt wurden, sich keine offizielle Stelle in der Lage sieht, Kontrollen durchzuführen. Da somit anscheinend nicht davon auszugehen ist, dass irgendjemand wirklich ernsthaft bereit ist, sich der Angelegenheit anzunehmen, werden die Sammelkörbe wohl noch einige Zeit an den Strassenrändern (warum nur an Nebenstrassen?) stehen bleiben und für die Insassen des Offenbacher Kastenwagens Möglichkeiten zu ausgiebigen Spazierfahrten in die Außenbereiche von Wermelskirchen bieten. Für Katzenhalter bedeutet das ständige Angst um das vierbeinige Familienmitglied. Es erfordert besondere Wachsamkeit. Da andernfalls wohl nicht auszuschließen ist, dass den Tieren Grauenhaftes zustößt, ohne dass die Chance bestünde, dass die hierfür Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Für mich persönlich eine beklemmende Vorstellung! 

Wermelskirchener Generalanzeiger

17. 07. 2006    

In Solingen-Ohligs verschwinden Haustiere

SOLINGEN (jk) Wo ist Kater Carlo aus Solingen-Ohligs? Seit letzten Sonntag ist das grau-getigerte Tierchen verschwunden. Nicht nur sein Frauchen Simone Mehler vermutet, dass der Kater in die Hände von Tierfängern geraten ist. Auch das Ordnungsamt in Solingen räumt ein, dass in letzter Zeit vermehrt Haustiere verschwinden. Das Ordnungsamt ist bereits aktiv geworden. Der Ermittlungsdienst geht im Bereich Ohligs öfter auf Streife. Zurzeit gibt es jedoch keinerlei konkrete Anhaltspunkte, die auf die Tierfänger hinweisen. Auf der Internetseite haustierdiebstahl-in- deutschland.de wird merkwürdigerweise vor eienr Altkleidersammlung gewarnt, die Verden/Achim heißt. Sie steht laut Tierschützern im Ruf, Haustiere zu fangen. Und genau diese Organisation sammelt zurzeit in Solingen in bunten Wäschekörben Altkleider.

Bergische Morgenpost

15.07.2006    

Kater Carlo bei Tierfängern?

VON SONJA BICK

Vergeblich hat Familie Mehler nach Carlo gesucht. Die ganz Umgebung wurde durchforstet, die Nachbarn informiert, beim Tierheim nachgefragt - doch keiner wusste, wo der Kater abgeblieben ist. Seit letztem Sonntag ist er spurlos verschwunden. Die Vermutung von Tochter Simone: Carlo ist in die Hände von Tierfängern geraten. Im Alter von sechs Wochen hat Familie Mehler ihren grau-gestreiften Vierbeiner mit dem weißen Bauch bekommen - das ist mittlerweile 13Jahre her. Neben dem weißen Bauch hat Carlo noch weitere auffällige Merkmale: Einen weißen Streifen im Gesicht und weiße Pfötchen. "Er mag es überhaupt nicht, wenn er eingeschlossen ist", berichtet Elisabeth Mehler. Deshalb durfte er immer nach draußen und kam zu bestimmten Zeiten wieder herein - meist um zu essen. Am Sonntagmorgen kam er jedoch nicht mehr, die anschließende ausgiebige Suche verlief erfolglos. Tochter Simone Mehler wollte sich jedoch nicht mit dem Ergebnis zufrieden geben. "Auch von zwei anderen Haustierbesitzern weiß ich, dass ihre Katzen seit ein paar Tagen spurlos verschwunden sind", sagt die Studentin und recherchierte im Internet zum Thema Tierfänger. Dabei fand sie heraus, dass diese gerne und häufig Altkleidersammlungen als Deckmantel benutzen. Nur einen Tag später fiel der 20-Jährigen auf, dass bei ihrer Großmutter in Ohligs bunte Wäschekörbe im Auftrag einer Organisation aus Verden/Achim aufgestellt wurden. Weitere Recherchen ergaben letztendlich, dass auf der Homepage www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de ausdrücklich vor der besagten Altkleidersammlungsorganisation aus Verden gewarnt wird, da sie unter dem Verdacht stehe, als Tierfänger aktiv zu sein. Der Verein "Tiere in Not Solingen" wurde informiert, ebenso das Solinger Ordnungsamt. "Es ist richtig, dass der Verdacht besteht, dass vermehrt Haustiere verschwinden", sagt Stephan Trunk, Leiter des Stadtdienstes Ordnung. "Doch bislang haben wir überhaupt keine Erkenntnisse, und konkrete Anhaltspunkte gibt es auch noch nicht." Trotzdem ist das Ordnungsamt bereits aktiv geworden. Der Ermittlungsdienst geht im Bereich Ohligs vermehrt auf Streife. Außerdem sollen die Personalien der Leute, die die Wäschekisten leeren, aufgenommen werden. "Es gibt jedoch eigentlich keinen Grund für Tierfänger, Katzen zu nehmen", meint Trunk. Doch Familie Mehler hat auch diesbezüglich recherchiert. "Dabei ist uns schlecht geworden", sagt Elisabeth Mehler und schüttelt sich bei dem Gedanken, was mit Carlo passiert sein könnte. "Da darf man gar nicht drüber nachdenken." Die Hoffnung, dass der Kater wieder auftaucht, haben sie und ihre Tochter hingegen nicht mehr.

Rheinische Post

15.07.2006

In Solingen-Ohligs verschwinden Haustiere

Solingen (ik) Wo ist Kater Carlo aus Solingen-Ohligs? Seit letzten Sonntag ist das grau-getigerte Tierchen verschwunden. Nicht nur sein Frauchen Simone Mehler vermutet, dass der Kater in die Hände von Tierfängern geraten ist. Auch das Ordnungsamt in Solingen räumt ein, dass in letzter Zeit vermehrt Haustiere verschwinden. Das Ordnungsamt ist bereits aktiv geworden. Der Ermittlungsdienst geht im Bereich Ohligs öfter auf Streife. Zurzeit gibt es jedoch keinerlei konkrete Anhaltspunkte, die auf die Tierfänger hinweisen. Auf der Internetseite www.haustierdiebstahl-in-deutschland.de wird merkwürdigerweise vor einer Altkleidersammlung gewarnt, die Verden/Achim heißt. Sie steht laut Tierschützern im Ruf, Haustiere zu fangen. Und genau diese Organisation sammelt zurzeit in Solingen in bunten Wäschekörben Altkleider.

Rheinische Post

15.07.2006

80 Katzen spurlos verschwunden

Ludwigsburg (ker) - Seit Ende Mai sind fast 80 Katzen im Kreis Ludwigsburg spurlos verschwunden. Auffällig ist nach Angaben des Tierheims Ludwigburg, dass die Vierbeiner immer dann vermisst wurden, wenn kurz zuvor Altkleidersammlungen waren. Zuerst, sagte Bianca Gerlitzer, Katzenpflegerin im Ludwigsburger Tierheim, seien in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juni nur Fälle aus dem Raum Bietigheim, Besigheim und Waldheim bekannt geworden. Inzwischen haben sich auch Tierbesitzer aus Ludwigsburg und der Umgebung gemeldet. "Die Katzen sind immer dann verschwunden, wenn Altkleidersammlungen waren, mehrmals wurde ein roter Lieferwagen beobachtet." Bei Recherchen hätte sich ergeben, dass die Sammelaktionen nicht vom Deutschen Roten Kreuz organisiert wurden, sondern in den Orten Container aufgestellt waren und mit Werbung in den Briefkästen auf die Aktion hingewiesen wurde. Tierbesitzer hatten zudem gemeldet, dass sich ihre Vierbeiner vor dem Verschwinden merkwürdig verhalten hätten. Gerlitzer vermutet, dass Lockmittel ausgelegt wurden, um die Katzen leichter einzufangen. Ihr sind bislang neun Fälle bekannt, in denen die Katzen zurückkamen. "Sie alle waren tätowiert." Die Tierheimmitarbeiterin rät deshalb dazu, die Tiere zu kennzeichnen. Wer seine Katze vermisst oder Hinweise hat, kann sich an das Tierheim unter Telefon 0 71 41 / 25 04 10 wenden.

Waiblinger Zeitung

11.07.2006 
 
Sind Katzenfänger wieder unterwegs?

Der Leiter des Tierheims schlägt Alarm
NEUWIED. Wie der Leiter des Neuwieder Tierheims, Karl Heuer, der RZ mitteilte, gehen im Neuwieder Tierheim derzeit ungewöhnlich viele Meldungen über vermisste Katzen ein. Hierbei handelt es sich in erster Linie um schwarze und schwarz/ weiße Katzen. Dies deute darauh hin, so Heuer, dass diese Tiere unter Umständen für schwarze Messen eingefangen werden. Heuer ist nach eigenen Angaben erst vor kurzem darum gebeten worden, in der Eifel in einem solchen Fall zu ermitteln. Natürlich kämen auch andere Möglichkeiten in Betracht, für die Katzenfänger die Samtpfoten einfangen. Der Tierschützer bittet Katzenhalter daher darum, ihre Tiere möglichst nachts nicht mehr nach draußen zu lassen. Des Weiteren bittet Heuer darum, entsprechende Beobachtungen - zum Beispiel verdächtige Fahrzeuge, aufgestellte Katzenfallen und ähnliches - sofort dem Tierheim Neuwied zu melden.
Tierheim Ludwigshof,
Telefon 02631/553 56.

Rhein-Zeitung

06.07.2006    

VOR DER NACHBARIN ZUGESCHLAGEN

Polizei "jagt" den irren Bonner Katzenkiller

Bonn – „La Luna“ kannte keine Angst. Die kleine weiße Katze war von Geburt taub, daher sehr zutraulich. So lief sie auch vor Gerd P. (Name geändert) nicht weg. Der Mann packte das arglose Tier, das zwei kleinen Mädchen aus der Nachbarschaft gehörte, brachte es in den Keller. Dort schlug er „La Luna“ tot und warf sie in den Müll… „Haut der uns jetzt auch tot?“ Als ihre beiden Töchter (6) das fragten, hatten Nadja (37) und Herbert Steinhauer (39) einen Kloß im Hals. „La Luna“ war das Ein und Alles ihrer Zwillinge. Sie hatten sie zusammen mit Katze „Solita“ im letzten Jahr aus Andalusien mitgebracht: ein winziges, gehörloses Fellknäuel. „Sie war so ein liebes Geschöpf…“, sagt Nadja Steinhauer leise. Seit der Tat trauen sich ihre Mädchen nicht mehr runter in den Sandkasten, ihr Mann hat die Wohnung gekündigt – aus Angst vor Gerd P. Der 37-jährigen Mutter selbst lauerte der mutmaßliche Katzenmörder bereits auf, beschimpfte sie. Nachbarin Marion Gospodinova (29) wurde von Gerd P. sogar bedroht. Denn die Studentin, die in dem selben Haus wie P. wohnt, war Zeugin des grausigen Vorfalls. Gegen 9.45 Uhr sah sie, wie Gerd P. „La Luna“ im Hinterhof hoch hob. „Ich fragte ihn, was los sei. Da antwortete er: »Nichts, ich gehe die Katze entsorgen.« Ich hielt es für einen Scherz, weil er lächelte. Ich dachte, er bringt sie den Eigentümern nach Hause“, erzählt sie mit Tränen in den Augen. Doch P. trug das Tier in den Keller. „Plötzlich hörte ich furchtbare Katzenschreie… Herr P. schlug 20 bis 30 Mal mit einem schweren Gegenstand auf das Tier ein. Dann wurde es still…“ Marion Gospodinova stellt Gerd P. zur Rede. „Er sagte: »Ja, na und, ich habe die Katze umgebracht. Sie war ja hier auf dem Grundstück…«“ Die Studentin alarmierte die Polizei. Bis die Beamten eintrafen, sah sie noch, wie Gerd P. eine Baumwolleinkaufstasche zur gegenüberliegenden Poliklinik brachte. Polizisten fanden diese später in einem Müllcontainer. Darin die grausig zugerichtete „La Luna“. „Gegen den Mann wurde Anzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei erstattet“, so Polizeisprecher Markus Tölle. Doch warum Gerd P. das taube, wehrlose Kätzchen tötete, ist unklar.

Bonner Express

23.06.2006

 

 

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