Verdacht: Tierfänger jagen wieder
Besonders viele Katzen werden vermißt - Augen offenhalten
WESTERWALDKREIS. SPA. "In letzter Zeit verschwinden wieder eine Menge Haustiere." Darauf macht die Vorsitzende des Tierschutzvereins "Mons und Tabor", Hilde Schmidt, aufmerksam. Sie vermutet, daß Tierfänger erneut im Kreis ihr Unwesen treiben. Besonders Katzen würden in den Bereichen Wallmerod, Höhr-Grenzhausen und Montabaur vermißt. Auch Hunde, wenn auch weitaus weniger, waren plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Hilde Schmidt bittet, auf fremde Autos zu achten und verdächtige Beobachtungen den Tierschutzvereinen oder der Polizei zu melden. Dabei hätten Tierfänger teils raffinierte Methoden entwickelt: "Manche haben ihre Fahrzeug sogar als Postautos getarnt." Wer sein Tier vermißt, sollte sich ebenfalls an die Vereine wenden und eine möglichst genaue Beschreibung des Vierbeiners liefern. "Mons und Tabor" nimmt Suchmeldungen unter 02602/180078 (Katzen) und 02608/222 (Hunde) entgegen. Es sei auch wichtig, so Schmidt, die Vierbeiner beim Tierarzt tätowieren oder mit einem Chip versehen zu lassen. Nur so könne man einem erwischten Tierfänger nachweisen, daß ihm das Tier nicht gehört.
RZ-Online Artikelarchiv
24.05.1997