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Katzen kamen verstört zurück

Das Tierschutz-Aktiv-Team warnt vor Fängern - Vermisste Tiere in Holler

MONTABAUR. Im Westerwald sind offenbar Tierfänger unterwegs. Dies vermutet Evelyn Matthei aus Holler. Matthei ist die "Katzenmama" des Tierschutz-Aktiv-Teams aus der Kreisstadt. Ihr wurden am 24. und 25. Februar gleich mehrere Katzen aus Holler als vermisst gemeldet. Seit gestern sind diese Katzen wieder aufgetaucht - allerdings in anderen Gemeinden. Die Tiere machten einen völlig verstörten Eindruck. Scheu, gehemmt und ängstlich erleben die Besitzer dieser Tage ihre Tiere. Eine Katze kehrte verletzt zurück. Evelyn Matthei hat folgende Vermutung, die durch ihre Nachforschungen Nahrung erhält: "Die Tiere sind Tierfängern in die Hände geraten und hatten nur deshalb Glück, weil sie allesamt an den Ohren tätowiert waren. Das schreckt die Fänger meistens ab, weil die Herkunft der Katzen damit nachvollziehbar ist. Sie haben sie wahrscheinlich wieder aussortiert." Gesehen hat Matthei einen abgedunkelten Kleinbus. "Mit Duftstoffen unter der Ladefläche werden die Katzen angelockt und dann eingefangen", erklärte Matthei. Die Tierschützerin bittet deshalb alle Katzenhalter um besondere Aufmerksamkeit. Zudem rät sie, die Katzen an den Ohren tätowieren zu lassen. Zudem weist Matthei auf den Tassoverband (Telefon 06190/932214) hin. Dort können tätowierte Katzen kostenlos registriert werden. Der Polizei Montabaur lagen unterdessen bisher keine neuen Fälle illegalen Tierfangs vor. Dies wurde auf WZ-Anfrage mitgeteilt. (rs)

Wer Hinweise auf Tierfänger geben kann, den bittet Evelyn Matthei um einen Anruf. Telefon 02602/916852.

RZ-Online

02.03.2000  

Möppi kam nicht mehr nach Haus Raubten Tierfänger Stefan Müllers Kätzchen?

ANDERNACH. "Wo ist unsere grau-weiss-getigerte Katze?" fragt Stefan Müller aus der Andernacher Kirchstraße. Das Tier war ihm im Dezember 1997 zugelaufen. Vom üblichen nächtlichen Ausflug im Oktober 1999 kam sie nicht mehr zurück. Seitdem hat Stefan Müller über Anzeigen, Flugzettel und Aushänge in Geschäften seine "Möppi" gesucht. Sie ist vermutlich drei Jahre alt, hat eine grau-weiss getiegerte Decke, weiße Brust und weisse Stiefelchen. Die Kätzin hat gelbe Augen.

Sollten Katzenfänger sie gestohlen haben? Die Tierfänger sind meist nachts unterwegs und locken Hunde und Katzen in ihren Kleinbus. Die Tiere werden an Labors verkauft. Auf alle Fälle sollten Tierbesitzer ihre Vierbeiner tätowieren lassen, raten Tierschutzvereine und Ärzte. Die Registriernummer im Ohr verweist auf Besitzer. Wer in den Abendstunden oder nachts verdächtige Fahrzeuge und Fahrer beobachtet, sollte die Polizei informieren. Tierfänger fahren mit Kleinbussen langsam durch Wohngebiete, die Insassen halten dabei Ausschau nach Tieren, die durch Gärten streifen und locken sie an. Gefahren für Katzen entstehen auch durch Fallen, in die Nachbars ungeliebte Tiere hineintreten und dann oftmals jämmerlich zu Grunde gehen. Tierfeinde legen aber auch häufig Giftköder aus und entledigen sich so der Katzenbesuche. Kätzin "Möppi" hatte sich die Herzen ihrer neuen Menschenfamilie schnell erobert. Fremden gegenüber war sie scheu. Abends begann ihr Katzenleben. Bei Einbruch der Dunkelheit erkundete sie die Gärten in der Kirchstraße und im Steinweg. Morgens um sieben brachte sie Hunger mit nach Hause und ließ sich von Frauchen mit Dosenfutter verwöhnen. Schmusen, Schnurknäuel rollen, die Wohnung erkunden, waren ihre Lieblingsbeschäftigungen. Mit ganz leisem Schnurren bekundete sie ihr Behagen. In den beiden Jahren, die "Möppi" bei Stefan Müller an der Kirchstraße 14 lebte, fühlte sie sich pudelwohl. Ist sie in ihr früheres Zuhause zurückgekehrt? "Wir möchten nur wissen, wo sie ist", meint Stefan Müller. Er möchte aber auch wissen, ob noch andere Katzenbesitzer in Andernach seit Dezember ein Tier vermissen. Sie können ihn anrufen. Stefan Müller wohnt an der Kirchstraße 14 und hat die Rufnummer 02632/493857.

RZ-Online

21.01.2000    

Mysteriöser Katzen-Klau in Westfalen

Osnabrück (dpa). In den vergangenen Monaten sind in der Region Osnabrück und um Halle in Westfalen mindestens 60 Katzen verschwunden. Der schreckliche Verdacht der Besitzer: Tierfänger sind unterwegs, um ihre Lieblinge an Versuchslabors oder die Pelzindustrie zu verkaufen."Wir haben im Winter eine merkwürdige Häufung in manchen Gebieten", sagt der Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder. Ähnliche Vorkommnisse seien auch aus Dresden und dem Ruhrgebiet gemeldet. Nach Angaben des Tierschützers sind in Heidelberg 20 verscharrte Katzenleichen ohne Fell gefunden worden. Einen Beweis für einen organisierten Fellhandel gibt es jedoch bisher nicht.60 bis 80 Felle werden etwa für eine Rheumadecke gebraucht, erklärt Schröder. Die komme dann für rund 1000 Mark in den Handel.

LVZ/Leipziger-Volkszeitung

13.01.2000

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