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Tierfängerin in Much mit Betäubungsgewehr erwischt

Die Sorge um vermisste Katzen ist groß. Die Kriminalpolizei ermittelt.

VON KATRIN REICHE

Rhein-Sieg-Kreis - Wenn das Telefon klingelt, zuckt Jeanny Walendy zusammen. Prompt bestätigt sich die Befürchtung der Vorsitzenden der Neunkirchener Katzenhilfe: "Schon wieder eine vermisstes Tier!" Über 30 Samtpfoten pro Monat - aus Lohmar, Hennef, Siegburg, Much und Neukirchen-Seelscheid - werden bei ihr seit geraumer Zeit als vermisst gemeldet. In einer Mucher Familie seien in zwei Tagen fünf Katzen spurlos verschwunden. Zwar gehe derzeit auch so manch ein rolliger Kater auf die Pirsch, das habe aber mit den vielen Vermissten-Meldungen nichts zu tun, meint Walendy. Sie hat Tierfänger im Verdacht, die das flauschige Winterfell unter anderem zu Rheumadecken verarbeiten lassen. Denn ebenfalls in Much habe eine Frau auf der Suche nach ihrem Liebling in ihrer Scheune eine Unbekannte erwischt, wie sie die mit einem Betäubungsgewehr narkotisierte Katze in einen Käfig gesteckt habe. Die Täterin sei ohne ihre Beute geflüchtet. Jetzt merkt auch die Kriminalpolizei in Eitorf auf. Neun Anzeigen über vermisste Katzen gingen dort ein. Ermittelt wird gegen einen von einer Zeugin gesehenen gelben Kastenwagen, der Tierkäfige transportiert haben soll. "Wir haben keine konkreten Hinweise, ob das Fahrzeug tatsächlich von Tierfängern genutzt wurde oder ob die Sache vielleicht harmlos ist", sagt der Sprecher der Kreispolizei, Harald Tams. Hinweise an die Kriminalpolizei: [TEL] 02243/940.

Kölner Stadtanzeiger 

27.02.2002

 

 

 

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