Home
Info der Seite
Allgemeine Tipps
Schutz für Ihr Tier
Labore / Pelze ?
Kleider machen Beute
Warnung
Unseriöse Sammlung
Gemeinnützigkeit ???
Mitteilung AKS
Aufmerksamkeit!!!
Auffällige Vereine
Giftköderwarnungen
Presse & News
Downloads
Was kann ich tun?
Vermisstenmeldungen
Links
Tierfriedhöfe
Tier Vermittlung
Veranstaltung
Kontakt & Impressum
Newsletter
Forum
Sponsoren
Möchten Sie spenden?

 

Wohltätig oder kommerziell?

Vertrauenssache: Nicht immer ist bei Altkleidersammlungen auf den ersten Blick erkennbar, wem der Erlös der Aktion zugute kommt.

Greven - Und auf einmal steht ein Wäschekorb vor der Tür, liegt ein Zettel im Briefkasten. „Helfen Sie, damit wir helfen können“, steht darauf. Gebten wird um Altkleider und Schuhe. Sie nennen sich „Roter Ring Kinderhilfe“ oder „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten“. Sie werben mit „Pater Rodriguez“ und „Bischof Capalla“ um Spenden gegen die Armut in der Welt. Und auch heute werden in Greven wieder Altkleider gesammelt. Der „Ruller Wallfahrtsverein Meppen e.V.“ bittet um Kleider- und Schuhspenden zugunsten des „Missionskreises Pater Wernke“ in Südafrika. Aber ist das seriös? Oder wird hier einer kommerziellen Sammlung nur ein karitatives Mäntelchen umgehängt? Das festzustellen ist gar nicht so einfach.

Der Flyer, der in Greven verteilt wurde, macht einen durchaus seriösen Eindruck. Sowohl der Verein, als auch der Unternehmer, der die Sammlung durchführt, sind mit Adresse und Telefonnummer darauf angegeben. Doch einige Formulierungen machen stutzig. „Ihre Kleidung kommt nicht in den Reißwolf“ oder „Die Kleidung wird sortiert und weiterverwendet“ werden vom Dachverband „Fairwertung“ als „gezielt irreführende und vernebelnde Formulierungen“ bezeichnet. Unter diesem Dachverband sind mehrere kirchennahe Organisationen zusammengeschlossen. Ziel ist es, den Weg der Kleidung durchschaubarer zu machen und neue Konzepte für den Umgang mit Gebrauchtkleidung zu entwickeln.

Das Konzept, dass wie im vorliegenden Fall gewerbliche Sammler mit gemeinnützigen Organisationen kooperieren, sei grundsätzlich kein Problem, betont Burkhard Wilke, Geschäftsführer des „Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen“ (DZI). „Solche Modelle gibt es immer wieder.“ Bedenklich sei dies nur, wenn das Verhältnis zwischen karitativem und gewerblichem Erlös nicht in einem vernünftigem Verhältnis ständen.

Das sei aber gegeben, sagt Maria Herbers vom Missionskreis Pater Wernke, der ihr Bruder ist. „Wir sind nur ein kleiner Verein und können Altkleidersammlungen nicht selbst durchführen“, erklärt sie auf WN-Anfrage. Der gewerbliche Sammler zahle eine monatliche Gebühr an den Verein. „Dieses Geld wird für die gemeinnützige Arbeit meines Bruders in Südafrika und Mosambik verwendet.“

Die Stadt hat jedenfalls auf diese Altkleidersammlungen und auch jede anders geartete Sammlung keinen Einfluss mehr. „Nordrhein-Westfalen hatte bis vor rund zehn Jahren ein Sammlungsgesetz, das aber ersatzlos gestrichen wurde“, erklärte Michael Schreiber, Leiter des Ordnungsamtes. Seitdem sei eine wie auch immer geartete Genehmigung nicht mehr notwendig.

Mag es auch bei der aktuellen Sammlung in Greven mit rechten Dingen zugehen, so ist es in vielen anderen Fällen schlichter Betrug, werden die wirklichen karitativen Organisationen um mögliche Kleiderspenden gebracht. Sammelaktionen wie früher werden vom DRK zwar kaum noch durchgeführt. „Da ist der Aufwand zu groß, das lohnt sich nicht mehr“, erklärt Egon Koling, Vorsitzender des Grevener Ortsvereins des DRK. Dafür wird die alte Kleidung jetzt vermehrt mit aufgestellten Containern durchgeführt. „Wir haben in der Stadt acht Stück aufgestellt.“ Die werden vom Kreisverband „verwaltet“. „Wir sind da nur Handlanger“, so Koling. Auch der MHD arbeitet mit Altkleider-Containern.

Die dort gesammelte Kleidung geht zu einem Teil an die DRK-eigenen Kleiderkammern. „Was dort nicht gebraucht wird, wird an einen Verwerter verkauft, der die tragbare Kleidung weiter vermarktet und den Rest zerschreddert“, erklärt ein Sprecher des DRK-Landesverbandes. Wobei der Verkauf der gebrauchten Kleidung auch nicht ganz unproblematisch ist. Denn die wird häufig nach Afrika exportiert, nicht ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vor Ort. Da die alten Kleider aus den Industrieländern dort billiger sind, gehen im Schneiderhandwerk und bei den Zulieferern Arbeitsplätze verloren. Andererseits verdienen viele Afrikaner mit dem Handel der gebrauchten Kleidung ihr Geld.

Ob und vor allem wem man seine gebrauchte Kleidung anvertraut, bleibt weiterhin keine leichte Entscheidung.

VON PETER BECKMANN, GREVEN

HTTP://WWW.IVZ-ONLINE.DE/LOKALES/KREIS_STEINFURT/GREVEN/1093786_WOHLTAETIG_ODER_KOMMERZIELL.HTML

21.07.2009

 

30.04.2005

 

ADD warnt vor Kleidersammlungen im Namen von „Pater Rodriguez – die Mutter Theresa von Asien“ und des „Vereins zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“
Trier/Rheinland-Pfalz – Die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) warnt vor Kleidersammlungen in Rheinland-Pfalz, die unter der Bezeichnung „Pater Rodriguez – die Mutter Theresa von Asien“ sowie im Namen des „Vereins zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ mit Sitz in Kaufungen/Hessen erfolgen. Bisher konnte nicht geklärt werden, wer diese Sammlungen durchführt.

„Die Unterstützung eines guten Zweckes ist daher nicht gewährleistet. Vielmehr besteht bei diesen Sammlungen der dringende Verdacht der ausschließlich gewerblichen Verwertung“, so Claudia Bies, zuständige ADD-Referatsleiterin für die landesweite Überwachung des Sammlungsgesetzes.

Sowohl der deutsche Repräsentant des auf den Philippinen lebenden Pater Rodriguez als auch der „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ distanzieren sich von den jeweiligen Wurfzetteln mit den Sammelaufrufen, die insbesondere in den Landkreisen Ahrweiler und im Westerwaldkreis aufgetaucht sind. Nach Mitteilung des Vorsitzenden hat der „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ bereits Strafanzeige wegen Sammlungsbetrugs gestellt.

Die ADD bittet die Bevölkerung um Mitteilungen an die Sammlungsbehörden der Kreis- und Stadtverwaltungen, wenn in Rheinland-Pfalz zu Sammlungen im Namen der oben angegebenen Organisationen aufgerufen wird. Die Sammlungsbehörden prüfen dann die Unterbindung der Sammlungen.

Allgemeine Informationen zum Sammlungsrecht in Rheinland-Pfalz sowie Hinweise auf aktuelle Warnungen vor Sammelaufrufen finden Sie auf den Internetseiten der ADD unter dem Begriff Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger/Sammlungsrecht. 
 

http://www.bad-honnef-bote.de/cms/modules.php?name=News&file=article&sid=5483  

   

18.04.2005  

ADD warnt vor Kleidersammlungen im Namen von „Pater Rodriguez – die Mutter Theresa von Asien“ und des „Vereins zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“  

Trier/Rheinland-Pfalz – Die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) warnt vor Kleidersammlungen in Rheinland-Pfalz, die unter der Bezeichnung „Pater Rodriguez – die Mutter Theresa von Asien“ sowie im Namen des „Vereins zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ mit Sitz in Kaufungen/Hessen erfolgen. Bisher konnte nicht geklärt werden, wer diese Sammlungen durchführt.

„Die Unterstützung eines guten Zweckes ist daher nicht gewährleistet. Vielmehr besteht bei diesen Sammlungen der dringende Verdacht der ausschließlich gewerblichen Verwertung“, so Claudia Bies, zuständige ADD-Referatsleiterin für die landesweite Überwachung des Sammlungsgesetzes.

Sowohl der deutsche Repräsentant des auf den Philippinen lebenden Pater Rodriguez als auch der „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ distanzieren sich von den jeweiligen Wurfzetteln mit den Sammelaufrufen, die insbesondere in den Landkreisen Ahrweiler und im Westerwaldkreis aufgetaucht sind. Nach Mitteilung des Vorsitzenden hat der „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten e.V.“ bereits Strafanzeige wegen Sammlungsbetrugs gestellt.

Die ADD bittet die Bevölkerung um Mitteilungen an die Sammlungsbehörden der Kreis- und Stadtverwaltungen, wenn in Rheinland-Pfalz zu Sammlungen im Namen der oben angegebenen Organisationen aufgerufen wird. Die Sammlungsbehörden prüfen dann die Unterbindung der Sammlungen.

Allgemeine Informationen zum Sammlungsrecht in Rheinland-Pfalz sowie Hinweise auf aktuelle Warnungen vor Sammelaufrufen finden Sie auf den Internetseiten der ADD unter dem Begriff Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger/Sammlungsrecht.

Um Verwechslungen mit „unverdächtigen“ Vereinen ähnlichen Namens zu verhindern, bittet die ADD um exakte Beachtung und Benennung des Vereinsnamens inkl. Ortsbezeichnung. Danke.

 

http://www.add.rlp.de/add/broker?uMen=96470f23-4693-aefb-e592-613e9246ca93&uCon=1fc60363-f020-5301-c5ec-3f113e9246ca&uTem=7a370f23-4693-aefb-e592-613e9246ca93&_ic_overview=96470f23-4693-aefb-e592-613e9246ca93

 

 

 

 

 

© Tierdiebstahl in Deutschland  | webmaster@tierdiebstahl.de ©
Top