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Treiben in Schopfheim also doch Haustierfänger ihr Unwesen?

Altkleidersammel-Genehmigung war wohl eine Fälschung / Polizei schließt potenzielle Tierfangabsichten nun nicht mehr aus / Tierschützerin rät zur Wachsamkeit

 

Von unserem Redakteur

André Hönig

 

SCHOPFHEIM. Tierfreunde aufgepasst!

Sah es am Montag noch so aus, als wäre die Aufregung um eine ominöse Altkleidersammlung im Oberfeld falscher Alarm (siehe gestrige BZ), erscheint die Sache seit gestern in einem neuen Licht. Grund: Die angebliche Genehmigung, die die Insassen eines weißen Kleintransporters vorwiesen, als sie von Polizeibeamten kontrolliert wurden, war offenbar eine Fälschung. Das stellte sich deshalb heraus, weil die Badische Zeitung bei der Polizei gestern nochmals in dieser Sache nachhakte und wissen wollte, ob sich hinter den Sammlern nicht womöglich doch ein obskurer Verein verbirgt, der im Verdacht steht, Kleidersammlungen nur als Vorwand zum Tierfang zu nutzen.

Vorgezeigt hatten die beiden vermeintlich harmlosen Altkleidersammler konkret eine Genehmigung des Landratsamts Villingen-Schwenningen. Zwar hatten sich die Beamten noch während der Kontrolle telefonisch beim Landratsamt rückversichert, dass diese echt ist – gestern jedoch, bedingt durch die Zeitungsnachfrage und nochmalige Gespräche zwischen Polizei und Landratsamt Villingen-Schwenningen, stellte sich überraschend heraus, dass diese Genehmigung falsch ist. Außerdem wäre sie im Landkreis Lörrach ohnehin ungültig. Zumindest Urkundenfälschung und womöglich Betrug könnte hier allem Anschein nach im Spiel sein, so Pressesprecher Joachim Langanky. Und deshalb sei es grundsätzlich auch nicht mehr auszuschließen, dass Tierfreunde recht hatten, als sie (Tierfänger)Alarm schlugen. „Dass die Behälter nicht klar gekennzeichnet sind, könnte angesichts der gefälschten Genehmigung ein Indiz dafür sein, dass es den Männern um Tierfang ging.“ Auch dass die Eimer Löcher hatten, nährt einen solchen Verdacht. Ist es doch eine gängige Methode, dass in diesen Behältern Sexuallockstoffe deponiert werden, um Tiere anzuziehen. Allerdings hatten die Beamten bei der Kontrolle keine Tiere entdeckt und auch keinen Hinweis – etwa geruchlich – dass sich zuvor Tiere im Fahrzeug aufgehalten haben. Die Tierschutzorganisation „Haustierdiebstahl in Deutschland“ wundert das aber nicht. „Erst werden die Behälter aufgestellt und die Gegend ausgespäht. In der Regel verschwinden die Tiere dann erst zwei bis drei Wochen, nachdem die Behälter irgendwo auftauchen –und dann nachts“, so eine Mitarbeiterin der Organisation. Diese verfolgt mit Argusaugen das Treiben von als Kleidersammler getarnten Tierfängern, listet auf ihrer Internetseite dubiose Vereine auf. Im Wiesental sei erst im Mai in Todtnau ein solcher „Sammler“ unterwegs gewesen. Für den Fall, dass Sexuallockstoffe deponiert wurden, rät sie Haustierbesitzern, gut auf ihre Schützlinge aufzupassen und sie nachts nicht rauszulassen.

www.haustierdiebstahl-indeutschland.de

 

Badische Zeitung

10.09.2008

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